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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 339

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 339 (sequence 343)
Language
German
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Puppenmodelle in der Festtracht polnisch-jüdischer Bürgersfrauen aus dem 17.—19. Jhdt.1). Von Jakob Bronner. A. Ältester (frömmster) Typus: Der Kopfputz ist so eingerichtet, daß keinerlei Absicht vorliegt, das nach Vorschrift völlig abgeschnittene, oft auch rasierte Haar irgendwie zu ersetzen. Die Haube („Kuppkele"), die in der Farbe stets gelb oder türkisch wie hier war, sitzt tief in der Stirn. Darüber, auf einem buckeiförmigen Untergrund („Grint") aufmontiert, das perlen- und edelsteingeschmückte Stirnband („Sternband" oder „Sterntiehel"). Die Robe dieser Tracht ist einfach, oben wird eine Art Kamisol, das sogenannte „Wiestl" (== Westl), getragen, welches mit kostbaren Brokatstoffen oder mit Silber- und Goldstickerei benäht zu sein pflegte, die dann nach dem Tode der Trägerin meist für synagogale Paramente herabgetrennt wurden. B. Der moderne Typus: Hier ist schon unterhalb der modernen Form des „Kupkele" das haarmarkierende „Hurband" angewendet. Das Gewand ist noch einfach, dunkel gehalten, anstelle des „Wiestl" ziert hier eine Art silber- oder goldgestickten Jaböts, das sogenannte „Bristech" (= Brusttuch), das in vielerlei Variationen erscheint und deren mehrere die Frau besaß, den Brustteil des Ober- 1) Zvl der nebenstehenden Tafel.

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