Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 316 (sequence 320)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Marmorstein, Beitr. z. Religionsgesch. u. Volkskunde. 3£\ 4. VI, 15 und 19 behandeln die Fälle, diezurVergesslichkeit führen, vgl. auch b. Horajot 13 b, wo 10 Dinge aufgeführt werden. Die Stelle wurde ausführlich von Goldziher in der Festschrift für A. Berliner, p.131 ff., s. auch Nöldeke,ZDMG. 25, 679, besprochen. Zu verweisen wäre noch auf R. Köhler, Die Dinge des Erinnerns und Vergessens, H. B. 20, 3, Perles. MGWJ. X. 393 zum Lesen der Grabinschriften, vgl. auch Geigers Jüd. Zeitschr., VI, 239, ptoin XII, 96. ZVfV 8, 39&, Kuß Ursache des Vergessens, ibid. V, 64f. Mitt. f. jüd. Vk. 39,128. Ferner ist auf b.BB 158a, Sanh. 109a, j. Sabb. 9, 7 b. Sabb. 90 B, Tos. 117, isf. Midr. Eccl. r. p. 19. D*n mm« 68a. Resp. psttn Nr. 420 zu verweisen. Zur Vorstellung von der Katze oder den Überresten der Maus, vgl. KT*D pi p. 26 a. Aus den beiden Lehrsätzen lassen sich folgende Vorstellungen gewinnen. Man vergißt oder verlernt Dinge, 1. wenn man zwischen zwei Weibern einhergeht ODIJ?); 2. wenn man mit einer Frau auf dem Markte spricht; 3. wenn eine Frau zwischen zwei Männern einhergeht; 4. wenn einer zwischen zwei Kamelen einhergeht; 5. unter einer Halfter des Kamels, vielmehr unter einem Kamel selbst; 6. wenn einer ein Tier betrachtet, während es den Beischlaf ausübt; 7. wenn einer einen Toten betrachtet und die Inschrift auf dem Grabstein liest. Die zweite Barajta, die vom Vergessen des Tlühn spricht, enthält folgende Punkte: 1. Wer vom Brote ißt, das von einer Maus oder einer Katze oder einem Hunde angebissen worden ist; 2. wer das Herz eines Tieres ißt; 3. wer das Wasser trinkt, das vom Teige übrig bleibt; 4. wer in den Überresten des Getränkes badet; 5. wer im Bade seine Füße kreuzt; 6. der seine Kleider unter seinem Kopf legt; 7. der dem Gerüche eines Aases nachgeht. Die Schüler fragten den R. Eleazar: Warum kennt der Hund seinen Herrn? und warum kennt die Katze ihren Herrn nicht? Da sagte er ihnen: Wenn einer von dem ißt, was die Maus gegessen, vergißt er das Gelernte, um wieviel mehr sollte die Katze kein Gedächtnis haben, da sie doch die Maus selbst frißt. Wir versuchen dieses Material zur Erklärung des agadischen Materials zu verwerten. Das Einhergehen ("DJ?) zwischen gewissen Gegenständen und Dingen ist gefahr-