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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 309

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 309 (sequence 313)
Language
German
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304 Marmorstein, Beitr. z. Religionsgesch. u. Volkskunde. der Stellen, soweit sie Zauberschutz und Dämonenabwehr zum Gegenstande haben. Als Grundlage dient uns die editio Sehönblum in seinem D^nilSÜ D^ÖD ntö^ff, p. 13 B—44B, der wir vor der Grünhutschen Ausgabe den Vorzug geben. Die Schutz- und Abwehrmittel sind in den Pirke indirekte, denn sie belehren uns über die Art und Weise, wie man diesen Einflüssen entgehen kann. Neben diesen Aussprüchen ziehen wir auch eine Barajta heran, in der der Charakter der Dämonen angegeben wird. Das Material ist meistens dem Talmud und dem Midrasch entnommen, deshalb wird auch unsererseits auf das nichttalmudische Material wenig Rücksicht genommen. Die Stellen sind in der Ordnung der Rezension Schönblum angeführt. 1) VI, 1 bringt die sechs Dinge, die der heilige Lehrer seinem Sohne befohlen hatte (vgl. auch b. Pes. 112B). Von diesen Lehren interessiert uns erstens der Satz: TIDJ?n ^Kl *6 ipnD ptynt? ^sd wan p rfayw nj?BD mwn •om *y\TW Tin py VlD'W IVnp. Stehe nicht vor dem Ochsen wenn er aus dem Sumpf heraufsteigt, denn der Satan tanzt1) zwischen seinen Hörnern, u. z. im Monat Nisan und bei einem schwarzen Ochsen. R. Levi erzählt von einem Stier, „dessen Handlungen schlecht waren", d. h. der von Dämonen besessen war (Pesikta B. 197 B). Ein Maler malte das Bild eines Löwen auf einer Krippe, damit er ihn anschaue und sich fürchte. An verschiedenen Stellen wird berichtet, daß die Griechen die Juden gezwungen haben, auf das Horn eines Stieres aufzuschreiben: „Wir haben keinen Anteil am Gotte Israels!" (vgl. Mechilta, p. 71B, Gen. r. 2,4, ed. Theodor, p. 16, der in den Noten gewissenhaft über die bisherigen Deutungsversuche referiert. Hinzuzufügen sind noch Ben Chananja IV, 1861, p. 357; V, 1862, p. 21 u. 26, Magyar Zsido Szemle 1889, 388, 1892, p. 647, Reifmann SIE lüTia 1878, 77, Kobaks Jeschurun IV, 59). Ausgehend von der Stelle in Pesachim darf man wohl annehmen, daß man den Hörnern eines Stieres besondere magische Kraft zugeschrieben hat. Im Traktate Soferim IV, 13 wird gelehrt: Wer den göttlichen Namen auf das Horn einer Kuh oder auf den Fuß 1) s. p. 311, Anm. 1.

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