Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 284 (sequence 288)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Grunwald, Aus meiner Liedersammlung. 279 ich hab kein zeit, ich muss die woch mit geneboth ausführen. donnerstag tat sie gern gries einrühren sie kanns aber nit überleben un mus doch ein arbssupp ahergeben. sie is aber noch gescheidter sie giebt nur ein hülsensupp darauf tut sie sich befleissen über die dicke arbs brennt sie später (?) in ihr eib ein reissen. mit diese worten tu ich die vornehme beschreibung beschliessen. ich bitte noch amal meine liebe maiden es soll enk nix verdriessen. ade, lebt wohl und . geruht, liebe maiden, seid wohlgemut. ade! lebt mit vergnügen. wann zwei dienst in ein haus seinen sollen sie sich nit kriegen. mit diesen hat die beschreibung ein end wer sie haben will, soll kommen zu mir behend. sie magen sein reich oder arm man kann auch solche bekommen bei den moker sefarim. ich bitt aber gross im klein dass einer den andern die bichlech nit soll leihen. denn durch den wegleihen wert gehemmt der verkauf dadurch kommen die drucker niemal auf. ich bitte noch amal etz sollt mir nicht in übel nehmen. ich hab das zehnte teil nit geschrieben weil ich tu mich enkrer schämen. auch will ich mich mit enk vertragen wenn ich auch nach die maiden nix tu fragen. ein nägele hab ich manchmal musen geben wer mich wert schelten, der soll das jähr nit ausleben! der kleine Jaqob b. k'W'r Meir aus Altofen. Nun nemmt mich sehr wunder auf die dienstmaiden besunder sie führen doch von hier hinaus sekiroth un schöne kleider und kelim mi-kelim schonim un wenn sie ein schidduk tuhn versorgen sie sich mit tenaim acharonim was mus das far ein qelala sein dass sie komen wieder in dienst auf Prag arein. ein maid hot mich far ein schalisch gemacht un hat mir ihre tenaim aufzuheben geben da hab ich mich verwundert —