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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 282

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 282 (sequence 286)
Language
German
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Grunwald, Aus meiner Liedersammlung. 277 un leben nebbich mit vergnügen un derzu hat eine zu steigen drei oder vier stiegen. überhaupt mus men auf die dienstmaiden melammed zekhuth sein. sie haben in allen recht wenn sie von sich halten un führen sich auf ganz fein. vor zeiten haben die dienst plag gehabt in alle häuser un gassen von ganzen gesind haben sie die wasch musen waschen. dienstag früh hat sie musen in die bereitschaft stehn auf der mangel hat sie musen gehn sie haben musen allein schwer ziegen manche haben auch ein kröpf dervon tun kriegen. manche is nit eingangen, ein schön rock oder brüstel zu haben. sie haben musen in die butten wasser tragen. was fehlt sie, dass sie nit sollen zettle machen mit lauter scheqarim sie leben doch wie die sarim. mann un weib musen nebbich tag un nacht arbeiten bis in ihre gruben die torschgorschen sitzen zu haus in die warme stuben. ein ganzen tag plagt sich das weib in der schuq abend schwingt sich die maid hinter die werten, wenn sie geht mit die wasch in die Tuck. es is wahr, sie muss kaffe brengen in einer eil hingegen kriegt die werten auch ein bissei auf ihr teil wie können die arme dienst mit ihr arbeit verbleiben, die ganze woch genen sie müssig nur an donnerstag a bissei abreiben zu ein guten schabbath tunen sie kelomar die stub waschen. was sie von die färb jethereth haben kaufen sie sich bänder un maschen. nun auf alle bemelte sachen is doch recht un billich dass sie nach die chathuna arein kommen mit milch zurissen un zuschlissen kommen sie nebbich wieder arein zu laufen mit ein kind auf den arm. der mann brengt auch haschanoth zu verkaufen. sie kommen in ihre bekannte häuser zu beten men soll ihre männer rekommendiren pesach maccoth zu kneten. der wert sagt zu der werten: sich zu, unser gewesne maid von der penn jetzund bringt sie kelomer uns arein ein henn. ich sehe an den vogel die federn überall tu ihr leschem micwah die henn bezahl. ich sehe, es seinen auf ihr grosse caroth zu rosch haschanah kommt ihr mann arein mit kapparoth. wenn sie sich aber wollten betrachten un besinnen nix besser als ehrlich dienen.

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