Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 278 (sequence 282)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Grunwald, Aus meiner Liedersammlung. 273 tunen sie sich nit lang besinnen sie geben den gesindel die lautre das dicke halten sie sich in topp drinnen. ich schreib noch amal als ich nit alle maiden tu meinen. es giebt gar wenig, die ganz ehrlich seinen solche gehör men zu nehmen ohne geld un' geben noch derzu, was ihr allein gefällt, denn manche wem nebbich gezwungen zu die geneboth un mijjathther zu sein. ich hab es schon lang geschrieben ausführlich un ganz fein wie weif eiler sie können kaufen wie teurer es wert auf den zettel gestellt ihre geneboth taugen nicht zu stellen vor die ganze weit. ich furcht mich sehr was sie noch nit können, wem sie nehmen aus diese lehr, nun kaufen sie aber was selzames ganz teier geniesst es mit nebbich ihr freier er denkt: ich will haben jetzt gute tag weil es nit kommt mein ma'oth. hingegen gehn sie nach ihr chathuna b'tharbuth raoth ich hätt viel zu schreiben von die alte köchinn's die von jugend auf in Prag verdienen ihr geld. sie geben davon kinder aus und seinen die grösste gannabim unsre bluttrink gemelt. sieht den ausgang: wenn sie sich tuhn recht abplagen auf ihr elter mus men sie in heqdesch anauf tragen, menche bekommen den schlag, menche das choli m'ajim mir musen sie noch gedulden auf unser beth chajjim. bei menche aber hot z'chuth aboth kein schätz steht sie ein mazzel drauf, sitzen sie betteln auf den platz, solche neqama giebt wert un werten kein nechama. wenn sie auch auf ihr elter genug hätt verlangt sie sich doch nit zu sterben auf ihr bett. un wie es geht zu mit die köchinn's noch ärger ist es mit die wärterinns. sie verdingen sich auf einmal un auf einer zeit zu fünf weiber un sehn sich an ihre leiber. es geschieht nicht in die ganze weiten von fünf weiber zu nehmen draufgelt. sie denken, manche wert früher geligen so hofft sie, im kindbett mehr zu kriegen l'sof wert sie zu einer berufen geschwind Grunwald, Jahrb. f. jüd. Volksk. I. 18