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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 216

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 216 (sequence 220)
Language
German
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Grunwald, Aus Hausapotheke und Hexenküche. 211 188. p. 25 a. Kürbis, in Wein oder Branntwein eingelegt, gibt Milch. 189. p. 25b. Bei Schwergeburt: Safran in Branntwein; Weihrauch — der Rauch dringe von unten in ihren Körper ein; ohne ihr Wissen ihr getrockneten Pferdemist in Wasser oder Wein eingeben; Mäusemist oder Ochsengalle mit Wein; Hundemilch mit Wasser oder Honig; Eiweiß mit Milch einer anderen Frau usw. 190. Gegen Frauen, die im Verdacht stehen, Kinder zu fressen (Lilith in Menschengestalt): man rufe im Bethause aus: wo ein Säugling im Hause, schärfe die Zähne mit Steinchen aus der Umfassung eines Brunnens, dann sterben die bösen Frauen. 191. p. 25b. Sterben einer Frau die Kinder, so gehe sie im 9. Monat der Schwangerschaft dahin, wo eine Hündin wirft, sie stelle den rechten Fuß auf ein Junges und spreche dreimal: „Nimm dir das tote und gib mir das lebende!" Dann binde sie das Junge an ihren nackten Schoß, den Kopf rechts, die Füße links, gehe damit zu einem Flusse und lasse die Schürze mit dem Jungen hineinfallen, wobei wiederum jener Spruch dreimal zu wiederholen ist. 199. p. 26a. Gegen Schreien des Kindes: unter sein Kopfkissen lege einen Knochen, der einem Hunde aus dem Maule gefallen ist oder ein Ziegenhorn. 200. Beim Zahnen des Kindes: ihm einen Pferde- oder Hundezahn anhängen und ihm den Nacken mit Öl oder das Zahnfleisch mit Butter oder Hühnerfett einreiben. 201. p. 26a. Gegen Bettnässen: Die Körper von Zauberern werden Schlangen und Skorpione, ihre Seelen Dämonen und lilin (Unholde). 202. Ein auffallend schönes nenne Kuschi (Neger), um vor dem Berufen zu schützen. 203. p. 26/27. Gegen den bösen Blick: dem Kinde ein Täfelchen aus Silber oder Kupfer mit dem Buchstaben H umhängen. 204. Genitalien einer Henne wie einen Ring um den Namen des Kindes legen und so anhängen. 14*

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