Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 208 (sequence 212)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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204 Grunwald, Aus Hausapotheke und Hexenküche. 11. Adar II. 5594 (== 1834), angegeben. Außer Psalmen soll u. a. ein Gebet aus dem Buche Schaare cijon, p. 17, vor geöffneter Thoralade gesprochen werden. 128. (Hebr., ital. Hand.) Gebet- und Bibelverse zu sagen beim Verlassen des Hauses, auf dem Weg zum Gotteshaus, beim Hinaufsteigen über die Treppe des Gotteshauses, beim Eintritt, beim Einwurf in die Spendenbüchse, beim Verlassen der Synagoge, beim Küssen des Vorhanges, vor der Thoralade. 129. (Hebr., deutsche Hand.) Amulett gegen Feuersbrunst. Auf der Rückseite: 130. (Hebr.) Wenn du eine Feder probieren willst, schreibe den Namen „Amalek" und lösche ihn aus, nach dem Schriftwort: Auslöschen sollst du das Andenken Amaleks. 131. (Hebr., deutsche Hand.) Ein tägliches Gebet zum Schutz vor aller Not, Gunst zu finden bei jedermann, leicht zu lernen und das Gelernte zu behalten. Der Betende war ein „Jehuda ben Mirjam". 132. (Hebr., ital. Hand.) Josef della Reyna in Safed beschwört, umgeben von seinen Schülern, den Propheten Elija, um von ihm das Mittel zu erfahren, mit dem er die Sitra achra (das böse Prinzip, kabbalistisch) überwinden könne. Tauchbäder, Fasten, Gebete, Autosuggestion (mit dem Kopf zwischen den Knien, vgl. I Kön. 18, 42, Berakh. 34b.) usw. spielen eine Rolle. Die Schauplätze sind Safed, Maron in dessen Nähe mit dem Grabe Simon b. Jochais und Tiberias. Elija verweist ihn an Sandalfon, dieser wiederum an Metatron usw. (Über Metatron-Hermes vgl. Montgomery 124.) Wie verbreitet diese Vorstellungen und Praktiken waren, beweisen Dancke, wie das von Baruch Mann i. J. 1805 in Grodno herausgegebene „Sefer Zekira" u. a. Auch in diesem „S. Zekira" heißt es: 133. p. 33. Der Bräutigam, der bei der Trauung oder beim anschließenden Mahl den rechten Fuß auf den der Braut setzt, ist ihres pünktlichen Gehorsams sicher. 134. Ebenso wird auch hier, und zwar im Namen des Gaon R. Heschil empfohlen, wenn man eine neue Feder pro-