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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 116

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 116 (sequence 120)
Language
German
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114 Löwinger, Die Auferstehung in der jüdischen Tradition. und keine Selbstüberhebung sein, da jedem die Eitelkeiten des Lebens schon bekannt sein werden und jeder nach Vollkommenheit im Glauben streben wird. Daher sagt der Prophet Jesaja (2,17): Der Stolz des Menschen wird gebeugt, der Hochmut der Männer erniedrigt. XII. Es werden weder Könige noch Fürsten sein und volle Gleichheit wird herrschen, wie zu Beginn der Schöpfung. Könige werden schon darum überflüssig sein, weil man keine Kriege und keine Prozesse führen wird. Auch dies hat Jesaja verkündet (2,3—4). XIII. Jeder Götzendienst wird aufhöret, wie dies besonders aus dem zweiten Kapitel unseres Propheten hervorgeht. Selbst die Anhänger Jesu werden zugeben, daß er nur ein Mensch war und werden ihn nicht anbeten, worauf sich Jesaja 2,22 bezieht: „Lasset ab vom Menschen, in dessen Nase ein Hauch ist". XIV. Die Zeit der Auferstehung fällt mit der der Erlösung zusammen oder ist unmittelbar vor dieser, so daß sie keine Zwischenzeit voneinander trennt1). haben, daher sie auch gemeinsam auf Belohnung gerechten Anspruch haben n: und ro^nn riNTi, nttpn II, 41» (nos). 2) Jes. 18,5; 26,19—27, spricht ausdrücklich von einer gleich nach der Auferstehung zu erwartenden Erlösung, so auch 43,5. Aus dem Kommentar zu Jesaja sind folgende Stellen hervorzuheben: 24,16 wird festgesetzt, daß sowohl die Sünder wie die Frommen auferstehen werden, nur müssen erstere nach abgebüßter Strafe ewig sterben. Vom zweiten Tode der Frommen und geistigem ölam habbä, wie Maimuni, spricht er hier nicht, erklärt aber zu 26,19, daß die Frommen niemals mehr zu Staub werden. 25,6 die Mahlzeit bedeutet den Lohn der Auferstandeneu; die Frommen bekommen Fette (trrftO), die Sünder Hefe (O'n'Dlö) und Vers 7 *nM aufdecken. 26, u fragt der Prophet, vm bn trn73 ob die toten Frommen und Märtyrer auferstehen werden, und Gott antwortet Vers 19 "TTO ITT das sind die Frommen und "p^ip*1 ^nbaU meine Leichen, die Märtyrer. 49,8: yifc* D^pnb bedeutet, nach Targum, die Frommen, die im Staube wohnen, aufrichten. Dieser Erklärung schließt sich Abravanel an. Auch die Prophetie, daß Zion kaum Platz finden werde, um die Kinder aufzunehmen, 49, 54, deutet auf die Auferstehung, denn es ist nicht denkbar, daß das durch viele Leiden herabgeschmolzene Völklein plötzlich so zahlreich werde, aber die Auferstehung wird es bevölkern. Kap. 65 und 66 beziehen sich auf die Auferstehung. Vers 7, sie werden ohne Schmerzen wiedergeboren. Vers 9 "^3lDtf "^Nn wenn ich Israel im Exil zerbrach ("Qu3), soll ich es jetzt nicht gebären usw. Auch nrVu^rt "OTto 11,9 erörtert Abrav, diese Frage, wiederholt aber bloß das bereits Erwähnte, nur hält er es nicht für unmöglich, daß die Götzen-

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