Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 45 (sequence 49)
- Language
- German
- Belongs to
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- Isaiah 1× ep/1005097
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44 Löwinger, Die Auferstehung in der jüdischen Tradition. kann als Beweis für die Auferstehung gelten. Er ist nach unten geöffnet, um anzudeuten, daß alle Toten in die Unterwelt hinabsinken, ist aber nach oben zugespitzt, um anzuzeigen, daß sie wieder emporsteigen werden1). Einzelne Verse aus der heiligen Schrift als Beweise für die Auferstehung werden von Schrifterklärern, Philosophen und Kabbalisten in großer Menge angeführt. Man lese nur die Einleitung zum Buche Jesaja von Isak Abravanel und man wird nach seiner Auffassung im ganzen Buche kaum einen Vers finden, der nicht auf die Auferstehung hinwiese. Hier sollen nur die von der Tradition angeführten Platz finden, zu welcher wir auch den Sohar zählen. „Staub bist du und zu Staub wirst du zurückkehren" (Gen. 3,19). Eigentlich sollte es heißen: du wirst zum Staube gehen. Aber das Wort „zurückkehren" will andeuten, daß du wieder zu lebendem Staube zurückkehrst, in denselben Zustand, in dem du dich jetzt befindest. Hier fand R. Simon b. Jochai eine Andeutung für die Auferstehung aus der Thora2). „Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden" (Gen. 9,6). Da fragt R. Levi: Wie viele Menschen gibt es, die morden, und doch auf ihrem Bette sterben? Aber er wird der Strafe dennoch nicht entgehen, denn sein Blut wird bei der Auferstehung vergossen werden3). Jakob macht seinem Sohne Josef den Vorwurf: „Sollen wir etwa kommen, ich und deine Mutter und deine Brüder, um uns vor dir zur Erde zu beugen?" (Gen. 37,10). Wie sollte aber die Mutter kommen, die schon tot war? Jakob glaubte, die Auferstehung werde noch bei seinem Leben erfolgen und da wird auch Rachel an der Ehrenbezeugung erstehung muß man in der anderen Vershälfte suchen: Sie läßt nicht finden in der Erde das Leben. Diese Ubersetzung ist ebenso gerechtfertigt, wie "CTDD **iy) wer liest die Thora so wie ich, d. h. in derselben Reihenfolge. 1) Gen. r. 12,10. 2) n-nnn yn DTtott n^nnb tot Gen. r. 20,10. 3) Gen. r. 34,11. tni* NrrtDDb bedeutet nach Mathn. Kehunnah den ersten Menschen Adam, wenn er auferstehen wird. Nach RDL ist der Messias gemeint, der Adam heißt. Dt. r. 2,25 steht DIN 1:3 bD "löd^TED wenn alle Menschen auferstehen werden.