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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1923-01-01 · Jahrbuch (1923) · p. Seite 34

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
1923
Issue
Jahrbuch (1923)
Date
1923-01-01
Page
Seite 34 (sequence 38)
Language
German
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Löwinger, Die Auferstehung in der jüdischen Tradition. 33 Pharisäer und Sadduzäer in bezug auf die Auferstehung kommt auch in den Makkabäer-Büchern zum Ausdruck. Das erste hat einen Sadduzäer zum Verfasser, der jede Gelegenheit, wo sich der Glaube an die Auferstehung hervorheben ließe, absichtlich meidet. Während der Verfasser des zweiten Buches, ein Pharisäer, stets auf den Glauben an die Auferstehung hinweist, wie bei den sieben als Märtyrer verstorbenen Brüdern (c. 7) und Juda Makkabis Opfer für die gefallenen jüdischen Sünder, womit er auf die Auferstehung bedacht war (12,43f.). Auch den Selbstmörder Razis läßt der Verfasser die Seele mit dem Wunsche aushauchen, daß der über Leben und Geist verfüge, sie ihm wiedergeben möge1). Der Glaube an die Auferstehung hatte neben den Sadduzäern auch an den Samaritanern entschiedene Gegner. Hier steht uns weniger Material zur Verfügung, aber was sich vorfindet, scheint dafür zu sprechen, daß sie nicht den Glauben an die Auferstehung verwarfen, sondern nur seinen Ursprung in der heiligen Schrift leugneten. Die Polemik, welche R. Elieser b. Joße gegen die Sadduzäer führte, indem er ihre Schreiber der Fälschung zieh, soll sich auf die Schreiber der Samaritaner beziehen2), aber im Traktat über die Samaritaner wird vorgeschrieben, sie nur dann ins Judentum aufzunehmen, wenn sie den Berg Gerizim verleugnen, an Jerusalem und die Auferstehung glauben3). Ein Dialog zwischen R. Meir und einem Samaritaner ist uns überliefert worden, der wortgetreu angeführt zu werden beweisen kann, wenn es überhaupt eines Beweises bedarf. Hiram (IKön. 5) wird einfach Hieram geschrieben und dies gibt die Anfangsbuchstaben zu folgenden Wörtern: Hic Jesus est resurgens a mortuis. (Über die Mysterien, von einem jüd. Geistlichen 103.) 1) Geigek, a.a.O., 216,224; IIMakk. 14,ie. Geiger, das. 175 behauptet, die Sadd. hätten die Auferstehung eigentlich nicht geleugnet, sie stellten sie nur nicht in den Vordergrund und begnügten sich mit der Zuversicht in der Gegenwart. Die Disputationen scheinen sich auch nur um den Punkt zu drehen, ob die Auferstehung in der Thora ausgesprochen ist, aber im Neuen Testament wird ihnen der Vorwurf gemacht, daß sie den Glauben an die Auferstehung ganz verwerfen. 2) S. oben, S. 28. 3) Ed. Kirchheim 36. Grunwald, Jahrb. f. jüd. Volksk. I. 3

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