Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 1923
- Issue
- Jahrbuch (1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Grunwald, 25 Jahre jüdische Volkskunde. 21 Auch der Brauch des Hollekreis (3, S. 22; 25, S. 42 und oben S. 5), der Erbsen beim Sochor, Schutz gegen die Lilit findet sich dort bei den Moslims (9, S. 12). Bei der Erziehung des Kindes werden abergläubische Vorstellungen benützt (3, S. 8). Zum Probieren einer Schreibfeder benützt man das Wort „Amalek", „um zu erfüllen das Gebot VMose25,i9." Die jüdische Hochzeit ist 15, S.59 und Jewish Encyclop. dargestellt. Das Zerbrechen des Glases bei der Trauung auch bei den Dithmarschen (ohne einen Tribut kein Glück, vgl. Poritzky, Imago mundi 163 ff.). Über die Bräuche an Sabbat und Festen (über die u. a. Abrahams J., Festival Studies, London 1906, Mitt. 17, S. 42 usw.) ist im einzelnen zu bemerken: Das Betrachten der Fingernägel am Sabbatausgang als Erinnerung an den Panzer, den Adam trug, und von dem nur noch dieser Rest, die Nägel an Händen und Füßen, geblieben ist, ein Gedanke, dem wir bei Henri Bbrgson begegnen. Schabuot wird bei den Bergjuden des Kaukasus drei Tage lang gefeiert (26, S. 87). Historische Gedenkfeiern unter dem Titel „Purim" wurden gelegentlich auch von Christen begangen: 3, S. 39. Die Chewrasude wird in Eisenstadt, nach der Darstellung von A. Fürst, durch einen eigentümlichen Festzug eingeleitet. Über die Einweihung einer Thora s. Mitt. 20, S. 148, über die jüdische Speisekarte s. Mitt. 53, wo Kraus Barches als brachellus, Tatscher als Torte erklärt. Über Kol mewasser (Kohl in Wasser) und Ähnliches 1, S. 101, die 15 Früchte am 15. Schebat 19, S. 106, Knoblauch 5, S. 65, über milchig am Schabuot 53, S. 114, „Wenn die Gäns hören die Megille" 1, S. 59. Über Gemeinde-Leben s. 1, S. 115; 3, S. 29; 27, S. 117; 32, S. 97; 33, S. 32; 34, S. 5f.; 41, S. 1; über Berufe 18, S.8f.; 20, S. 131, 23, S. 65 u. 89, 32, S. 125. „Hekdesch" von Hotel (Hospital) de Dieu, Maison Dieu, in das jeder ohne Scheu eintreten durfte, da es „Gott geweiht" war, vgl. auch Grimm's Märchen Nr. 31 und Jeremias s. v. Asyl. Über Grüße und Flüche s. Mitt. 1, S. 684; 4, S. 128; 20, S. 128; 36, S. 126, über Volkstrachten (Knöpfen der Kleider von rechts nach links) s. Kraus, Fr. X., Realencycl. der