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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1922-01-01 · 1 (1922) · p. Seite 22

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
23 (1922)
Issue
1 (1922)
Date
1922-01-01
Page
Seite 22 (sequence 22)
Language
German
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Reinganum, dem Stifter der Mannheimer Klaus,98) von der Frau des .oberpfälzischen Gbenvorstefaers Ansehe! L e v l die viele Waisen bei sich erzogen hat.99) Von Stiftungen zur Verheiratung von1 Waisenmädchen berichten, Frankfurter100) Grabschriften, von Wohltätern in derselben Richtung auch die* Grabsteine in Preßburg.101) Diesen Grabschriften entsprechen natürlich* die Eintragungen der Maskirbücher/ Aber auch jüdische Briefwechsel, Memoire n,102) Testamente, wie xias der bekannten Fanny von Arnstei n^103) und ähnliche Dokumente bezeugen die Gewissenhaftigkeit und Liebe, mit der man Waisenkindern iim efifgemetn Haiuse dias Eltemheim zu ersetzen suchte. Typisch ist die Art, wie nach der Erzählung 4er G1 ü c k e 1 von Hamel n,104) die Frau des Hamburger Mäzens Bär Cohen auf dem Totenbette ihrem Manne das Versprechen abnimmt, eine im Haus erzogene Waise zu heiraten, oder wie., nach denselben Memoiren, man sich scheute, eine Verlobung rückgängig zu machen, mit Rücksicht darauf, daß der Bräutigam eine Waise war.105) 98) Starb 1724. Et vieiih)eitria*eite J,ähr für Joihr Walsen* vgL Löwenstete, Judlen im der Kiurpfaöiz 173. Das. auch (S 2il8) Eäia Kayuan (Bang), ges*, 1766, der vfenwiadlsitie Bnä/u/te atasräattetä, und (S. 174) Mich; May. ") Starlb 1785, vfgfli. Wieätnfbierg, Jiuden in dbr Oteriptfaiz 183. Das. atodh ~4«er 1743 wnstoribenie Sohn des Söhiniaiittaiohter RalblbinteiDs Ascher Secjwiia Enslfea, dier Wailsen büs zvsr Vtenheliiriatogaiufzog1 (S. 76). Utm dlve allgemeine Wiaisenptegie, und zjwiar ahn Umjgiarnt, •vJerj(lenit «gemacht tot sidh unter andteriem Arimäln ReMi {Jl Relfch, Bielöh-EL S. 5). 10°) Horovitz, Die Inschriften... in Frankfurt Nr. 773, 1554 (verheiratet eine Waise wie sein eigen Kind), 1875, 3417, 3603, 3683 (sorgt für Unterricht der Waisen), 5742, 5812 (beschäftigt sich mit kleinen Waisen in ihrem Hause* „iuim iGoröties wüen"). Von den Waisen dies Viensitonbenen sjelbst MÄelt die iGriaibsdhriilßt bei Löiw-Kiieiin!, A srogiedÜ- Ghlerwia (S. 63);. lieber Waiisenpflefgle (bei' «dien Ber;gg*jujd/en -vjgö). MitteiHluinigen ziuir jöidL Volkskunde 1908. 101) Vgl. Weiss, abne bet ha-jozer 5 b: (aus dem 19. Jahrhundert) Roscih Ibest-dliin Dam&nel Pirossitiitz aflis „Richter der Witwern und Waisen", 9!b: elfeie Frlau sitiatttielbe Waiisen Kur Hochzeit aiuls, 17: e5ki Vater der WiaSsera, 20 b: eriziotg 3 Waliisem, die ihm seiwe Fr.au> ins Hauss fonaeihte, als treuer Vater, gauiz wäb dieni eigenem Sota; 11 ib; er erteilte („hirnin-4 vgi Jjoib 29, 13) das Hertz ekuer WSittwe SosM deta fien-izen von» Waissen. 102) Vgl idiöe Brätefe Lek> Modenas al O. 123 (Vierlhetetungeiner Wäiise), (dfile Mettnoilreii efrnes poifo. Jiuden (Moschie Wassierzug, edi. Loerwe) -2.1 (Er&iiehoilngvon Wiailsenikiinidleoi belü Venwlainditen md .Store» VerteirlatuTPg). 103) ed. OruimdAvaild dm „'Feisifcscihdlftt >dier Cheworta Radiischk, Wien" 1913. 1M) Mtaioäiren (übers, wm FeMdhenldd) 238. 105) Das. 42L Vgl. diafs Viertelten R, Akibais dier Tochter Kaiba Sabuas gegenüber, Kethubb. 63 a.

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