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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1919-01-01 · 3-4 (1919) · p. Seite 33

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
21 (1919)
Issue
3-4 (1919)
Date
1919-01-01
Page
Seite 33 (sequence 3)
Language
German
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Die jidöifrhe Sprache. Von Matthias Mieses. (Fortsetzung.) Eu. Ai für eu ist bajuvarisch (WeinhoM H 89). Alterdings wird heute in Altbayern zwischen altem1 äu und neuem (aus iu entstandenen) eu kein Unterschied mehr gemacht (Schwäbl 23). Ebenso entspricht dem eu dieser beiden Abstammungen im Ostrrnittcld ersehen Nordböhmens: ein identisches ai (Hausenblas 31). Der mhd. Unterschied wird in der Mundart des sächsischen Erzgebirges], wenn auch kaum merklich, gewahrt. (Goeppert 18);» In der fränkischen Mundart Sachsen^Meiniirgeiis entspricht äu• ai,- da-gegen - iu l (Hertel "4V f). Worte a&tf eu (mhd. iu) werden im 16; Jahrh. bei Le\Jta eigentümlicherweise mit *WfcW|tö(21) 1^n^Ä(157) geschrieben. Waw Jod bezeichnen im älteren Jd. den Umlaut ül, so n\Jglich bei Schadeus, fünf auf dem Titelblatft der ,rSchmüss fün der früme Schoschana'4 (Krakau 1571). Somit sprach Levitawahrscheinlich eu (= iu) gleich ü. Dies würde in manchem der heutigen deutschen Dialekte seine Parallele haben. In Wr.-Neustadt schrieb man im 15. Jahrh NeustadtEXtDtSftNM treulich "p^'HE (Schweinburg; 12). Jr Die Aussprache des kurzen mhd. i,- das auch im Nhd. unverändert fortbesteht, lautet im Jd.!Vor den Gutturalen ch, ck, g», vor den. nasalen Doppelkonsonanten ng, nk, vor lingualem seh, wi^ vor . liquidem r gleich i, so in richten^ dick, migy (hebr.)? Tisch,, dir. Vor allen sonstigen Konsonanten transformiert sich im Jd*. das kurze mjhd* i zu y, so in Lippe-lyp, Tinte-tynt3 Hitze-hyz, Mftte-mvf, hindern-hyndern, Kind-kynd. Derselbe Uebergang von 1 zu y vor den meisten Mitlauten erfollgte auch in der Aussprache des Hebräischen und Slawischen im Alltag bei den askenasische-n Juden. Y statt i ist Slavismus (vgl. Schild-pold. sz}-ld, Fritz-Fryc, Zipfelcypel,. Christus-Chrystus, diktieren (dictare)-dyctowac, Zither-cytra). Kurses mhd. i, das im Nhd. zu t gedehnt wurde (biber, sviger Schwieger]), wurde auch, jm jd., zu Jj erweitert (bijber,. sxhwijgerK Ebenso hat die mundartliche Dehnung des Widder zu wieder auch im* Jd. ihre Entsprechung (wijder). Das i verwandelt sich im Jd., hauptsächlich in manchen polnischgalizisCher, Landstrichen, vor ch zu e (sicher-secher, Licht-lecht, Ge-

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