Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 18 (1915)
- Issue
- 3-4 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- Seite 72 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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— 71 — cArbith. Der Wortlaut wäre demnach Tio Rhiel Jesurun und zwar das „h", ohne Vokal, um, entsprechend dem hebr. Text sowohl „Rehiel* wie „Rohiel" lesen zu können. Unser Haschkaba-Buch (Sterberegister) enthält tatsächlich unter dem 7 Elul den Namen Reuel Jessurun mit der Jahreszahl 5394. 3) Manuscriptfragment eines Gebetbuches. Im Besitz der Frau Dr. Mühsam in Graz. (Original jüdisch-deutsch). Nun heben mir an den ersten Tag am Suntig, so sei das Gesez, das hebt also an: Ein etliches Mensch, das soll lassen eingehn in sein Herz im/ soll gedenken, daß es unserm lieben Herrn dienen soll, gelobt sei er! Etlicher soll gedenken alle Zeit, wie un' womit er Gott jithborach sch'mo [gelobt sei. sein Name!] dienen soll. Wenn ein etliches Mensch is Gott schuldig zu dienen, as der Possuk spricht, daß Gott gesprochen hat, ich hab ausgezogen Kinder Israel von dem Land Mizrajim, von Haus des Dienst un' bedeut aso viel: ein Mensch das soll in Gottes Dienst sein un' es soll nit ander gedenken: mich hat Gott darum beschaffen, daß ich ihm sein Mizwaus [Gebote] tun soll un soll sie halten mit ganzem Herzen un ein Mensch soll nit gedenken: ich will Gott darum dienen, dass er mich lieben soll un daß er mir darum viel Gutes tu! oder einer sprech: „hat* ich neiert heut den Tag Gutes getan, so war ich denn ledig" oder daß er Gott dienen wollt, daß man ihn sollt loben, daran tät einer ach nit recht un is nit gut, wenn neiert er soll unserm lieben Herrn dienen mit ganzem Herzen un soll gedenken leb ich heut und bin ich ein.... Druck von Max Schmersow, Kirchhain N.-L.