Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 18 (1915)
- Issue
- 1-2 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2638044-2638068-2638069--1673-2639044- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
— 40 — angezogenen Reisebericht des Obadja Bertinoro,190) der im Verlaufeeiner Sabbathmahlzeit in Ägypten, nachdem man auch schon den daselbst sehr starken Wein ungemischt getrunken hatte, noch verabreicht sein lässt: Arabellenkonfekt, frischen Ingwer, Datteln, Rosinen, Mandeln und Korianderkonfekt, nach denen immer je ein Glas Wein getrunken wurde, u. z. bald Rosinenwein, der sehr gut sei, bald Malvasierwein aus Kandia und bald einheimischen Wein. — In den mittelalterlichen Schriften deutschen Charakters werden einigemal „Fränkisch"- und „Hunnisch"-Wein erwähnt, dessen eigentliche Beschaffenheit nicht klar ist.191) Joseph b. Mose, der brave Verfasser des vielgenannten Buches Leket Joscher (2, 11) nennt, als in Augsburg vorhanden, den „Traminer" (Tramin, Bezirk Bozen in Tirol, mit vorzüglichem Weine). Nachschrift. Die signifikanten und erklärten Worte wurden in diesem Artikel ursprünglich hebräisch geschrieben. Da jedoch die Druckerei die hebr. Typen zu setzen gegenwärtig nicht in der Lage ist, musste zur Transkription geschritten werden, die leider nicht ganz einheitlich ausfiel Ebenso musste auf .die gewohnten Behelfe der Transkription verzichtet werden. Aus diesen Gründen konnte auch ein Register, das ursprünglich geplant war, nicht angelegt werden. S. Krauss. Bücherschau. Sartori P., Sitte und Brauch. 3. Teil: Zeiten und Feste des Jahres. Leipzig 1914, Wilh. Heims. Die auf diesen Blättern bereits besprochenen "Handbücher zur Volkskunde" haben in diesem Schlussband des vortrefflichen Sartori'schen Werkes eine wertvolle Fortsetzung gefunden. Wenn auch ausschliesslich nur christliche Feste und Bräuche behandelt werden, so ist das Buch wegen der mancherlei Berührungspunkte dieses Gebietes mit der jüdischen Volkskunde auch unserem Leserkreise zu empfehlen. Ein ausführliches Register zu den sämtlichen drei Bänden erleichtert den Gebrauch des Werkes. R. Kriegsbriefe deutscher und österreichischer Juden, herausgegeben von Dr. E. Tannenbaum. Neuer Verlag, Berlin W. 1915, M. 2,50. Eine auch für das Studium der jüdischen Volksseele belangreiche lesenswerte Sammlung. * L. }) Jahrb. f. die Gesch. der Juden 3, 203. ) Kaufmann in MGWJ 32, 430—432.