Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- 12 (1909)
- Issue
- 4 (1909)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 122 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2638044-2638058-2638062--0832-2638847- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 122 — eine Chronik stützen, welche sich im Besitze des bis zum Jahre 1880 amtierenden Bürgermeisters Kolacek befand. Wie mir bekannt, berichtet dieses Buch, daß A. einstens „weiße Stadt" aus dem Grunde genannt wurde, weil sämtliche Häuser mit Kalk weiß getüncht und sehr reinlich gehalten waren, was um jene Zeit sonst nirgends der Fall war. Der Ort wurde durch Krieg zerstört und lag einige Jahre verödet. Einen sicheren Beweis, daß zu Beginn des 16. Jahrhunderts im Territorium der heutigen Judengemeinde Juden wieder aus Stein gebaute Häuser besaßen, liefert ein im Hause Nr. 28 in der schmalen Gasse eingemauertes steinernes Türgerüst, in welchem folgende Worte eingraviert sind: p"* (1523) b'T'&mäN -q rrera Tg. Krampflicek. Ein chassidisches (?) Exlibris! (Vgl. Mitteilungen IV, S. 130.) In mehreren Orten Weißrußlands fand ich auf den Vorsätzen chassidischer Schriften (Gebetbücher, mystische und Wundererzählungen usw.) folgende für die chassidische Weinseligkeit charakteristische Inschrift: .DTO ^±> -(n: ■panr 'Tb traiött aba? i-rcb 'nDDn h^iiTiD Dmrfc Dia n^n •♦uPN/sim ^t))2 ir-^n ^•£1312 ima an-f arat: tnT inran ^o'n npn D^ri by tia^bs riwi .D^rib *02W\ (Branntwein) EpTD-y" (* Dr. William ZeitIin-Leipzig. Der Bittbrief der Wiener Judenschaft an die Gemeinde in Venedig 1670. Dieses in Facsimile reproduzierte historische Dokument, jetzt im Besitze der Bibliothek der isr. Kultusgemeinde Wien, wurde von dem früheren Besitzer M. Soave in italienischer Übersetzung im Vessilio israelitico 1876 p. 147 et 189 mitgeteilt. Das Original ist von A. Berliner zuerst in Ha-m'dabber ed. Jtzkowski p. 55—56, hierauf in dem im Jahre 1903 erschienenen Sammelband der Mekize Nirdamim p. 29—31 abgedruckt worden. D. Kaufmann, der dieses