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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1909-01-01 · 2 (1909) · p. Seite 36

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
12 (1909)
Issue
2 (1909)
Date
1909-01-01
Page
Seite 36 (sequence 4)
Language
German
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— 36 — Nun waren die jüdlich sich recht mesameiach, Mit mischten, simcheh wejaumtauf Un hingen Seresch eisches horozeiach, Mit finf pahr scherozirn an galgen auf. Nun schrieb Kahl's saufer a neie megilleb, Sie ligt noch in Schuschen auf Kahl's stub, Fun Mord'ches nesicus und Homen's nefileh, Wie er sich hat selber gegraben a grub. Dies sollen die jüdlich jährlich gedenken, Un sich darüber mesameiach sein. cAniim weebjaunim matonaus schenken, Sich schikkur trinken fan graus bis klein. Der Bücherlbesitz von Samuel Oppenheimer dem Jüngeren und Marx Lion Goniperz. Von Dr. Wachstein-Wien. Von der Existenz einer auch Hss. enthaltenden Büchersammlung Samuel Oppenheimers des Jüngeren1) sind wir durch Elia b. Ascher aus Podhayce unterrichtet, der nach einem Msc. dieser Sammlung Jomtob b. Abraham Asbilis Novellen zu Chullin, Prag 1735, herausgab. Im folgenden soll nun ein Verzeichnis dieser Bibliothek, sowie der des Marx Lion Gromperz2) mitgeteilt werden. Beide Verzeichnisse sind den Verlassenschaftsabhandlungeu des k. k. Landesgerichtsarchivs in Wien entnommen, deren Durchforschung eine Reihe nicht uninteressanter genealogischer und geschichtlicher Details ergeben hat, die in anderem Zusammenhang dargestellt werden sollen. Erwähnung von Büchern findet sich auch sonst in den bezüglichen Akten, detaillierte Angaben mit Wertbestimmungen3) jedoch nur bei diesen beiden den Jahren 1746 und 1747 angehörenden Vermögensspezifikationen. Die reichhaltige x) Die Angabe Steinschneiders in L. Geigers Zeitschr. f. d. Gesch. d. Juden in Deutschi. II, 150 ist bereits von D. Kaufmann, Samson Wertheimer, S. 48 Anm. berichtigt. Samuel b. Emanuel Oppenheimer, der den Morenutitel führte, besaß im Gegensatze zu#>seinem bekannten gleichnamigen Großvater rabbinieche Gelehrsamkeit. Über Hss. dieser Sammlung vgl. weiter die Mitteilung Elia b. Asriels aus Wilna in Or Thora 47a Homburg v. d. H. 1738 (Brüll, Zentralanzeiger S. 89); ha-Measef 1788 S. 242. 2) Ausführliche Mitteilungen über ihn bei Freudenthal in Kaufmann-Freudenthal, Familie Gomperz, 386ff.; seine Grabschrift v. Wiener Sehr. Epitaphien Nr. 13 (S. B. d. K. A. W. 156, 4). 3) Als Schatzmeister fungierte der Wiener Universitäts - Buchhändler Karl Ignaz Gruber. Gruber wurde im Jahre 1733 als Civis academicus in die Wiener Universitätsmatrikel eingetragen und ist am 17. April 1762 gestorben. Am Judenplatz hatte er einen kleinen Buchladen, der nach seinem Tode bloß auf 1750 Gulden'geschätzt wurde (Mitteilung des Herrn Universitätsarchivars Dr. A. Goldmann in Wien).

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