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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1907-01-01 · 4 (1907) · p. Seite 145

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
Neue Folge. Dritter Jahrgang (1907)
Issue
4 (1907)
Date
1907-01-01
Page
Seite 145 (sequence 51)
Language
German
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— 145 — 50—51 Gegen Fehlgeburt. 52—55 Fieber. 56—57 Liebe zwischen einem Mann und seiner Frau. 58—59 Liebe. 60—61 Dämonen beschwören. 62 Gebete für Kranke. 63 Fieber. 7) mxisi 'D. Am Schlüsse eines Bandes in meinem Besitz. AusRussIand. „ein spruch far ajn höre (bösen Blick): „der da ansproch sagt, muss sich die händ waschen und muss leigen die händ auf dem köpf es sei von ein klein kind oder ein alter mann oder weib un soll nehmen von kranken ain haub oder ain tuch un soll nit weit halten von sein maul un soll dem ansprach sagen un soll dernach die haub oder die. tuch dem chaule (kranken) unter sain kop leigen: mit die hilf von Gott dem Allmächtigen, der heilt alle kranken, der soll abtun von dir alle weihtag un beise begegnis, was dir is angekommen, es sei von ain . . . beisen onblick, es sei von ain man oder frau, alt oder jung, soll dir nit schaden tun an dein leib und leben, nit an dein herz, nit an dein lung, denn Elijahu hanabi (der Profet) hot begegent dem malakh (Engel) iTHtt^tf* da sprach Elijahu hanabi zu ihm: „w© wilstu gehn?" da sagt er: „ich will gehn zu N.N. un will sitzen zu sain kraft un in sain herzen nn in seine alle glieder un will trinken sain blut". da sagt Elijahu hanabi zu ihm: „wohl as du nit reschut (Macht) hast, auszutrinken alle wasser von dem meer, aso auch sollstu nit reschut haben zu schädigen sain leib, auch nit an eine von seine glieder auf kein manier von der ganze weit, — hot ihm einer gegeben ain böse aug, soll ihm nit schaden, nit bei tag, nit bei nacht, aso wohl as die kinder von Josef hazaddik (dem Gerechten) hot men sai kein böse aug gegeben noch nit auf laden, aso soll dir auch nit schaden, un wie men neun kann zählen, soll dir H"scht4j (Gott) heilen — un zu dieser stund, sollstu werden frisch und gesund — das sei wahr in Gotts namen, amen selah.--un solt ihm reiben mit neunerlei färben von kleider — un wenn er anders berufen is, aso wert der dem ansprach von bitterheit. Gegen Wassermann und lebana (Mondschein). Der siman (Zeichen) von Wassermann un von lebana (Mond-)schein is, wenn das kind hat kein winklen nit in die äugen un is meschalschel (hat Durchfall) un das kind trinkt stark, das kommt, was er kukt in wasser oder die lebana (Mond) kukt auf ihm, is die refua (Rezept): mit Gott sein hilf nem still wasser, eh die sonn geit unter, un nem ein ejmer, was men braucht tamid (stets), un kehr um un nem ein golden ring auf ein aug un leig ihn mitn emer, un die mutter mit dem kind soll stein un der seit [vom] emer, un nem die still wasser un giess auf dem ring drei mal, un etlich (jedes) mal soll er sagen: da giess ich ab dem Wassermann von dem kind N.N " un dernach nem dem ring un schlag dreimal auf dem ejmer un sag etlich mal: „ej die sonn geit unter un wie in dem ring is kein stein, aso sollstu lassen das kind leidig sein N.N." un dernach soll das kind trinken zweimal, wie viel es will, un was es bleibt in ejmer, soll er giessen über dem kind sein kop un' soll sagen dreimal: ich giess aweg dem Wassermann". Mitteilungen zur jüdischen Volkskaude. Heft XXIV. 10

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