Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- Neue Folge. Dritter Jahrgang (1907)
- Issue
- 4 (1907)
- Date
- 1907-01-01
- Page
- Seite 109 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 109 — hergestellt, beträgt 1/2 Wiener Elle. Alle einzelnen Gegenstände, als die Allerhöchste Kaiserkrone, sind aufs genaueste nachgebildet und so trefflich ausgeführt, dass abgesehen von der Teilnahme, welche so wohl die erhabenen Gegenstände an sich, als der Reichtum des Materials erwecken, diese beiden Pracht-Tableaux allgemeines Interesse gewähren. (Freundl. Mitt. des Herrn Dr. Grunwald.) Die „Wiener Mitteilungen" 1855 nennen in Triest einen Silberschmied Schiff und einen Graveur B. Foss.1) (Dr. Grunwald). Maler. Wurden im ersten Artikel eine Anzahl Münchener Maler aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts aufgeführt, so können hier noch 2 weitere dortige jüdische Maler genannt werden, die dem Ende des 18. Jahrhunderts angehören, von denen wir aber nur die Namen kennen. Ein Verzeichnis sämtlicher .1790 in München sich dauernd oder vorübergehend aufhaltenden (25) Juden, deren Familienstand und darin etwa eingetretene Veränderungen u. s. w. nennt unter No. 7: Gebrüder Joseph und Moses Emanuel und gibt als Veränderung der Familie an: „Die Mutter Jütla und 2 Brüder Isaak und Simon Emanuel sind hier, welche beide Mahler sind und keinen Handl treiben". Ueberdies ist noch der „Auftrag" angefügt: „den 2 Gebrüdern aber wurde alle Handisehaft bey Confiscationsstrafe untersagt." (Monatsschrift für Gesch. u. Wiss. d. Jdt, 1904. S. 738). Unter den älteren schwedischen jüdischen Malern ist noch Carl Gustaf Mawritz Samuelson zu nennen. (Oettinger, Moniteur des dates II. Nachtrag). Von Amerika ist gesagt worden, dass dort vor Mitte des 19. Jahrhunderts keine jüdischen Künstler nachzuweisen seien. Hier können aber nur zwei solche, die beiden (Brüder?) Joshua und John C a n t e r, angeführt werden, die beide Porträt- und Miniaturmaler waren. Joshua Canter hatte seine Kunst in Copenhagen von einem Professor der Kunstakademie erlernt und kam von dort im Jahre 1792 nach Charles ton, wo er auch noch 1822 lebte. Er starb in New-York Dunlap2) spricht von ihm in den höchsten Lobeerhebungen, ebenso Wilh: Statistics of South Carolina, p. 466. Auch John Canter (1782—1823) war in Charleston sowohl als Porträts- und Miniaturmaler, wie auch als Zeichenlehrer sehr geschätzt3). Bezüglich des früher genannten Hamburger Malers Isidor Popper sei noch nachgetragen, dass sein (bereits erwähntes) r) Ueber M. L. Biedermann, k. k. Hofjuwelier u. Vorsteher der Wiener Judenschaft s. Jew. Enc. III 208 [Dr. Grunwald] 2) History öf the Rise and Progress of the Arts of Design in the United States, I. S. 426f. Barnett A. Elzas, The Jews of South Carolina. Philadelphia 1905. S. 140. 3) Barnett A. Elzas a. a. 0.