Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Journal
- Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
- Volume
- Neue Folge. Zweiter Jahrgang (1906)
- Issue
- 4 (1906)
- Date
- 1906-01-01
- Page
- Seite 161 (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 161 - 6. S. W e i s s e n b e r g. Das jüdische Kassenproblem. Heft 5. Verfasser kommt auf Grand des vorhandenen jüdischen Schädelimiterials zu folgenden Schlüssen: 1) Die Schädel des Altertums sind fast durchweg langköplig, während die des Mittelalters in drei Vierteln der Fälle kurzköpfig sind. Es hat eine totale Uniprägung der Form stattgefunden, deren Ursache wohl in stattgehabter Mischung im grossen Massstabe zu suchen ist. 2) Die sephardischen Schädel zeigen eine bewundernswerte Einheitlichkeit des Typus, indem sie fast ohne Ausnahme langköpfig. während die Schädel der osteuropäischen Juden zur Hälfte kurzköpfig sind. Diese Kurzköpfigkeit steht mit derjenigen der mittelalterlichen Schädel wohl in irgend einem Zusammenhange. Die beiden Schlüsse zwingen zu einem 3) Die höchst wahrscheinlich, wie äuch alle Semiten, langköpfigen alten Israeliten kamen bei ihrer Zerstreuung erstens in Berührung mit den Kurzköpfen des Kaukasus und des alpinen Ruropas und zweitens mit den Lang- .köpfen des Mittelmeeres. Während die ersteren sich umformten, bewahrten •die letzteren den alten Typus (s. oben 8).