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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1906-01-01 · 2 (1906) · p. Seite 85

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
Neue Folge. Zweiter Jahrgang (1906)
Issue
2 (1906)
Date
1906-01-01
Page
Seite 85 (sequence 29)
Language
German
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- 85 — Die jüdischen Männer sind durchschnittlich gross und kräftig gebaut, neigen jedoch stark zum Fettansatz. Sie meiden alle schwereren Arbeiten, verdienen ihr Brot als Spängier, Vermittler von Geschäften und hauptsächlich als Wucherer. Ihre Frauen sind jung sehr schön, doch bald macht sich ein so übermässiger Fettansatz bemerkbar, dass jede Spur von Schönheit darinnen untergeht. Die Juden heiraten sehr früh und oft ohne genügende Basis zur Gründung eines Hausstandes. Sie wohnen dann mit den Eltern in den kleinen niedrigen, ungesunden Wohnungen beisammen, was nicht wenig zur Unreinlichkeit dieser Leute beiträgt. Eigentümlich ist ihre Sprache, die zwar arabisch ist, aber ganz fremd klingt, indem sie das s mit» dem s, das g, franz. j, mit dem franz. z verwechseln. S. 10. Die Juden brennen einen sehr starken Feigenschnaps, Bucha, dem sie sehr stark zusprechen. S 11. Die menstruierende Jüdin sondert sich gänzlich ab und enthält sich des Bereitens der Kost; noch acht Tage nach dem Aufhören der Regeln darf sie ihrem Manne nicht einmal ein Glas Wasser reichen. Miszellen. Von Dr. Lewin, Kempen. A) Volksglaube. 1. Ein erprobtes Mittel gegen den bösen Blick. Zuerst spreche man zehnmal den Schriftvers: ."jrwro itcnp byr\ bx mnntrx irra xizx "pon sns ^nm Nachher sage man: j^n nHipji nvniK mzpn >etidt rH rrcn y"tr:n .^v?s p jnn nx Torw piosn rra [c^sm] asm creyEi Nachher spreche man leise fünfzehnmal: „Ploni ben Ploni hat ein yi'O °^ es *st gekommen nsp ein [eines] lass' es gehen hinter dem Hut, ob es ist gekommen n"2£ einer Ht&NS, lass' es gehen unter dem Schleier, ob es ist gekommen n'lE einer Hcn?, lass' es gehen unter die Hörner, ob es ist gekommen röp ein Sünd [einer Sünde], lass7 es gehen *cn KDiHFn fcOp^S." (Aus dem früheren Grosspolen vermutlich.) 2. In meinem Besitze befinden sich zwei Amulette aus Pergament, früher in Neustadt bei Pinne befindlich. Die Papierhülle trägt die Aufschrift: Dien 1^>*P Dl^n [Cholera] jn ^rh JTOp. Die Amulette haben folgende Form:

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