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Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde · 1905-01-01 · 2 (1905) · p. Seite 172

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Journal
Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde
Volume
Neue Reihe. Erster Jahrgang (1905)
Issue
2 (1905)
Date
1905-01-01
Page
Seite 172 (sequence 80)
Language
German
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— 172 — IV. Mein Weib Teressa wird belasen ibre Morgen gäbe im Babr Geld f. 900.— bei abzug wen sie aus mein Haus zu Ihres Brod komen wert, obne Intrese, wass an blangt Kleidungen wert Ihr Verlasen einen Bekesch und alle Leibstikl und auch alle Weibskleider, und nach mein Todt vrey mit die Kinder auch mit ihre 2 Wassen von ihren Gottseligen Man, Wohnung, Holtz, Licht, 2 Kühe mit aushaltung. Solt sie sich aber nicht können vertragen mit die Kost so seinen die Vormitter Ihr schuldig, ihr Morgengabe gleich zu lägen in K. Miutz und Wöchentlich ihr für 6, das ist bis Sie nicht Heuraten wert, und bleibt in mein Namen. Ein Cuplition Ringel das bleibt ihr voraus, weilen ich mit ihr von Allmächtigen Gott 2 Mädel erhalten haben, das Elteste mit Namen Katuschka, das 2. Barca, auf jeden Mädel wird verlas zu Heuratgut in Bahren K. Mintz f. 900.— betragt Suma f. 1800.— und eine Trugel, welche ich schohn er Wirtschaft habe, mit Reich Weibskleider und auch Weiswesch. Auch was ich schohn wegglegt habe von Silber auch von Gold, eine Ketten, diesses bleibt alles die 2 Mädel für Ihren Bräutigam zu geben, weillen ich mit mein Weib Terese mintlich ausgemacht habe, uns der allmächtiger Gott die 2 Kinder gegeben hat, und ich hab ihr viel gegeben zutragen, dasselbige bleibt alles in 3 Theile grad zu Theilen, mein Weib und die 2 Meidel was mir von Gott beisammen haben, es besteht 1 Ungresch Pelzel, einige Perel pr. f. 350.— von die Podhorskin gekauft worden, einige Peril mit Granaten, 3 Goldine Ringl Diamant grosse — 2 kleine Diamant Ringel — 1 Panzerketl von 8 Dukaten — 2 Guldine Rastel — 1 par Guldine Ohrringel Holgran Arbeit — 2 Bücher mit Silberbeschlägen, welche ich für mein Geld gekauft habe — 2 Guidestücke Hauben werden mein Weib aleint gelassen, die ibrigen aber gehn alle in Theil laut Mutters Willen. Ihre Haube soll Sie voraus nehmen. Weiter was sich befind von Silberne Schnalen aber sonst kleinekeiten von Silber, auch weis Wesch — Ihres Betgewant welches Sie zu mir gebracht hat, wu mir seinen gelegen, bleibt alles die muter. — Wan mein Weib das Pelzel, welches Sie bei der Cupelition angeleg hat, nich in Theil geben wil, muss es Ihr aleint bleiben, den die Richten brengin es so mit, hin gegen aber bleibt die 2 Kinder vor aus, ohne Theil, der Bekesch und die 2 Bücher mit Silber. Ich hofe Sie ist eine traue Muter zu die Kinder, weil Sie es selbert mit mir so ausgemacht hat. — Solte Sie aber Schwanger bleiben mit den 3. Kind, so bleibt den Kind der Theil im Bahren f. 900.— es mag sein ein Sohn oder eine Tochter, und die obbmelte ist das Erb was bleiben Thut, oder es werden — behite Gott, alle 2 Kinder Sterben, bleibt das Erb die Söhne von ersten Weib und die Mutter bekomt die Hauben und Bekeschkleid widerum zurük, mehres nichts. Solt Sie Schwanger bleiben und mecht in Kindel Bet kommen soll ihr alles frey sein und Gehalten werden als wan ich Leben mecht, — und die Bedürfnise, von Hab und gut ab gezogen voraus — so lang das mein Weib in mein Haus und ist in mein Kost. Ihr Kafe und Zuker mit die Kinder und alle Tischzeit zu mitagmahl 1 Seidl Wein und bei nachtmahl 1 Seidl Wein, am Schabes oder am Faiertag kumt ihr bei jeder Mahlzeit 1 Halbe Wein. Gehet Sie aber ausen Haus und könte sich nicht vertragen und Sie mecht haben das 3. Kind so komt ihr wöchentlich f. 7.— Bleibt Sie in Haus und kon sich ver-

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