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Jüdische Presse · 1937-08-13 · 26 (13.8.1937) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
23 (1937)
Issue
26 (13.8.1937)
Date
1937-08-13
Page
– (sequence 4)
Language
German
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m. m Lewin, äußerte sieh vor seiner Abreise, nach Marieftbad einem Pf^ietreiiretef g%^niibe“f Übet!1 4ie Pföbleme der Kenessio Gedaitlo itnd erklärte u. a.: c’-.0i,r, die Stelljin^nahme der Kenessit) zuni Palästinaf''\viMA diel;M$huhjpsäüßfefuh£ des RMibiaischen . i •_L; 11 '׳ '׳ ־*’_L ״ ~\f AI ’ ‘^V Ji. f) jidjtj-Zm;‘ *.׳’*W ' — A.-ui ■ "ttv >t־X«C M־ ' A ft X vl^tbaft tivil *%r4» tS* A 4fth' Gölhls erblicken; diirjfe, so .darf.nicht I&e,t&eHdjhf^rd[ei£^ den Be&mf der Geüla schwäoh'd die Keiii^sfaljs darin, ihren Ahsdriiek finden ,därL dkß ־ nHl die Völker־ :einige artnseligfe .Brocken zu- >yer tiUL 'Die־’ teJIgfo.sen Juden, die in jedenF Weltgeschehen einen1 Fin'geMeig! tldr ttiicheh Vorsehung erblicken, unterschätzen keineswegs die Bedeutung des Ereignisses — aber Form und Inhalt der vorgeschlagenen Lösung werden nach keiner Richtung den historischen Anspriichen des jüdischen Volkes und seiner heutigen Lage gerecht. Darin ein Zeichen ,g—ttlicher Fügung erblicken zu wollen, muß sehr schwer fallen. Wir haben eine schwere Sünde auf uns geladen, indem wir Hilfe bei fremden Völkern suchten, anstatt die Hilfe vom Himmel zu erwarten. Sollen wir diese Sünde wiederholen? Als dem jüdischen Volke die Möglichkeit geboten worden :ist, den Jischuw im Heiligen Lunde auszubauen, hat man dorthin• die Kultur aller Volker verpflanzen wollen — aber die traditionelle Kultur des jüdischen Volkes wurde im öffentlichen wie im privaten Leben ausgeschaltet. So wurde der europäische Assimilationsprozen, wenn auch in anderer Form fortgesetzt. Wie stellt man sich einen jüdischen Staat ohne der Thora als Basis des Staatslebens vor? Das religiöse Judentum muß daher schon jetzt die Wacht halten und darauf bedacht sein, die nächste Entwicklunig in die richtige Bahn zu leiten. Der gegenwärtig tagende Zionistenkongreß befaßt sich hauptsächlich mit der politischen Seite des iPalüstinaproblems. Die Kenessio Godaulo wird zu diesem, vom Gesichtspunkte der Thora Stellung zu nehmen haben. Die große Weltöffentlichkeit soll hören, wie der Teil des jüdischen Volkes, der auf den Boclen der Tradition steht, über das Problem denkt und zu diesem Stellung ׳nimmt. Niemand verkennt die Tatsache, daß die Schaffung eines Judenstaates ein wichtiges historisches Ereignis be- ,deutet. Dieses kann aber für die Glaubenstreuen nur dann von Wert sein, wenn in diesem Staate die Thora die volle Anerkennung.• fände; Unsere Hauptpostulate \yerden daher sein: 1. Die Anerkennung der Sabbatruhe im staatlichen Leben im Sinne der Thoravorschriften. 2. Das jüdische Familienleben soll in der Gesetzgebung nach den Vorschriften des Schulchan Aruch verankert, werden. 3. Die religiöse Erziehung soll yallkpmmene• Autonomie erhalten. 4. Weitgehendste Autonomie für die religiösen iKebiMoth. Dies stellt unsere minimalsten Forderungen dar. Der Rabbinische Rat und die Kenessio werden diese Grundforderungen klar formulieren und die Prinzipien festle- ׳gen, auf welche die Agudas Jisroel .unter keinen Umständen verzichten könnte und werde. . DiiuAsfLrtu Bundeskanzler Schuschnigg;besucht,'Sommerlager des Brit v Trumpeldor. 5: 1. ••׳,. Bundeskanzler Schuschnigg hat' am 3. August in Begleitung־ seines Personaladjutanten Oberst Bartl das Sommerlager des österreichischen Brit Trumpeldor in St. Gilgen besucht.!Der Bundeskanzler nahm die Parade von 180 Uniformierten iBetarim ab, sprach einige Kinder an und ließ sich die Necivut (Landesleitung des Brit Tnimpeldor) vorstelleii.* Nachdem er sich eingehend über die Lagertiitigkeit .informiert hatte, sprach Dr. Schuschnigg der Landesreitung seine Anerkennung über das Gesehene aus und wünschte ihr vollen Erfolg. Die erste jüdische Berufsberatungsstelle in Ungarn. Die Pester Israelitische Kultusgemeinde .hat mit Ab- Schluß des Schuljahres an alle Abiturienten ein!Rundschreiben gerichtet, in dem mitgeteilt wird, daß die Gemeinde der Jugend bei der!Berufswahl behilflich sein wolle und zu diesem Zwecke eine Berufsberatungsstelle eröffnet habe. Die׳ Tätigkeit der neuen Institution begann mit einer fünf Abende umfassenden Enquete, in deren Rahmen Vertreter aller freien Berufe und anderer Berufszweige Vorträge hielten und die Vor- und Nachteile der׳ betreffenden Berufe erörterten. In besonderen Vorträgen ■ ־wurden die weiblichen sowie die Beamten-Berufe besprochen. Antisemitismus — die »Schande der Zeit.« In der Döbutte über Schutz der Menschenrechte auf dem Kongreß der Internationalen iFrauenliga für Flieden uncl Freiheit in!Luhäcovice (Cechoslovakei), charraikterisierte die cechisohe Frauenführerin Frau Misar den Antisemitismus als die »Schande der Zeit« und erklärte, es müssen sich die Mütter in allen Ländern gegen die Verfolgungen der ־ Kinder aus rassischen Motiven wehren. Mehrere Redneriinnen setzten sich energisch für die Wah- 1‘un.g der •so oft mißachteten Menschenrechte der Fluchtlinge ein. Ln der Resolution über das Asylrecht wird bedauert, daß nicht einmal die demokratischen Länder das Asylrecht garantieren. Der Kongreß appeliert an die Regierungen, den Flüchtlingen Legitimationen zii geben und sich um die Lösung ihrer Existenzfragen zu kümmern. Ordnung ini jüdischen Pressewesen in Deutschland. Der ׳Reichsminister für Volksaufklürung und Propagauda hat mit einer Anordnung־ vom 15. Juli 193? griindsätzliche Richtlinien für das jüdische Pressewesen auf gestellt. Alle Personen und Unternehmen des jüdischen Presseweseus im deutschen Reichsgebiet werden vom Sonderbeauftragten des Reichsministers, Reichskulturwalter Hinkel, erfaßt. Die in ■den Verlagen und Unternehmen der iüdischen Presse tätigen Personen wie Verleger, Redakteure, Mitarbeiter, Berichterstatter, Verlagsangestellte, Bezielierwerber, Pressereferenten und Mitarbeiter von Pressedicnststellen jüdischer Organisationen, Vereine und Gemeinden werden in amtlichen Listen eingetragen und ^!,halten durch Bescheinigung oder Ausweis die Zulas־ ,Sungagcnehmigung. •Nach dein l, Oktober 193? dürfen Personen ohne Bescheinigung oder Ausweis im jüdischen Presewesen nicht mehr tätig sein. •Gesuche zur Fmtragung in die amtlichen Listen und alle das jüdische Pressewesen betreffenden Anträge sind ohne Ausnahme an das Reichsministerium 'für ־ Volksaufklärung lind Propaganda, ־ Sonderreferat Reiehskulthrwalter Hinkel, Berlin W; 8, Wühelmpl. '8/9, zu richten. * Die illegal besiehknde »Fisetne Garde« führt gegeritvätlig in Bukarest tmdThi?zahlreichen ■StädtenAltrnmäniens eine schaffe zBöykdjttakiidn ftiit der Lötung- *Keine Stecknadel mn den :JädM-Jkaufenh durch; tn allen Stadtbezirken. Bukarests ibnrden Kööperatioiädeh Mtrichieii die gleichzeitig als antisemitische Propagandazentren dienen. Die antisemitischen Zeitungen stellten ■sich dieser Aktioh ganz zur Verfügung. »Pöhinc a VremU schreibt} »Die einzige wirksame Methode, t»die Juden los zu werden, ist flie, sie ZU Tode‘ zu hungern, .Alle anderen Lösnngsoorschläge sind eitle Worte.» In der .gleichen Tonart schreiben »Buna Vestire« und ändere Presseorgane Cuzas uhd Codreänits.' * Als erste palästinensische Luftschiffahrisgesetischaft hat die mit einem Kapital ‘ mn 2Ö.Ö0Ö PfitÜd arbeitende Patestifte Airways mit zwei Flugzeugen den zivilen Flugoerkehr aufgenommen. Die Hydroplane der Imperial Airways, die von London kommen, landen auf der Fahrt nach tdien wieder am Kinereth-See.. * Die deutsche Gesandtschaft in Luxemburg hat alle gegenwärtig in Luxemburg lebenden deutschen Juden, die sich um Erneuerung ihrer Pässe beworben haben, informiert, daß sie zwar bereit ist, die Pässe auf sechs Monate zu erneuern, ihnen aber .den Rat gibt, nicht wieder reichsdeutsches Gebiet zu betreten, da sie mit der Unterbringung in einem Schulungslager zu rechnen haben. Dies gelte auch für Personen, die nur zu kurzem Besuch nach Deutschland wollen, etwa um der Beerdigung eines nahen Verwandten beizuwohnen oder ein erkranktes Familienmitglied zu ,besuchen, Die deutsche Kolonie in Luxemburg hat kürzlieh ein Zirkular von der Gesandtschaft erhalten, in der die Mitglieder der Kolonie ahfgefördert werden, jüdische Geschäfte zu boykottieren. Dem Zirkular mar eine Liste jiidischer Betriebe und Geschäfte beigelegt. H. Grün, II.. Taborstraße 8 b, Tel. R-42-3-66. Atelier für feine Herrengarderobp. Bethaus *Beth Jakök״ Wien IX, ׳* ־• Freitag, den ib: Aby ^tfolgte tiiä ‘ÜeBirM^tMh'ti,^ ׳ tiik seit zwanzig Jahren «ich ih der Mültnergässe^A befind- 1 ichen orthodoxen Bethauses »Beth Jakob« jn die neuen ft ä\i m lieh Werten1111 der *ftötiäh Löwehkdsise 5; Die Ubberfivhrnng der SrfreiThora erfolgte in feierlicher Werse und die• ׳Einstellung, derselben; im neben Betlokäl geschah , in weihevoller Stimmung, nachdem.־ Ralibiner Moseheh־ Leib Frankel in traditroneller Weise die Psalmen' 24 und 30 zuirt Vortrag bjäbhtg. ' Eine ’ feierliche EinifeflnVng. wird binnen•ז kurzeih stattfinden; nachdeiti tfie innerer Adaptid-;'rang des neuen׳ Bethauses1 vollendet!sein: wird, , ׳ . I Das neue; Bdthaüs präsentiert stehüberaus Würden voll. Die, Malerei ist, in ,bj'hljschen Motiven gebaltep: Beh'uehtung und. Ventilationen entsprechen allen zeitgemäßen AnfbfdernngeH, ebenso wie die innere Einrfeiitiing aller Räumlichkeiten. Die beträchtlichen Kosten der Adaptierung wurden zum Teile aus einer für diesen Zweck bestimmten Stiftung des vor einigen Jahren verstorbenen Vereinsmitgliedes, Herrn Lessing, zum Teile aus Spenden der Vereinsmitglieder gedeckt, wobei der Obmann, Herr Markus Biener, aus eigenem einen wesentlichen Betrag vorschußweise zur Verfügung stellte. Das Ehepaar Biener hat dem Betluiuse auch ein neues wertvolles »Porauches« gespendet. Die Bemühungen des Obmannes sowie des Rabbiners Frankel finden allgemeine Würdigung und Anerkennung. Das religiöse Judentum des IX. Bezirkes hat damit eine imposante religiöse Stätte erhalten. K. Spendensammlung für ״Tiferes Badiurim” In der Pension Hirsch mn Semmering wurden dank den Bemühungen des Inhabers, Herrn Hirsch, für die Aktion »Tiferes Bachurim« S 120.— gesammelt. Dem Leiter der Aktion, Herrn Hirsch, gebühren aufrichtiger Dank und. Anerkennung. - Statt Karten 1 *E&isa *E&aÖinovifecft. *SZJiert M., *zPZotZancZslr. 3 *EfTZortfß: *JyÜeiss!<33mtisZava, S&aurinsAä £6 erbitten sich die (SZire ^Zbrer &egenmatl gu iZieer *Tovauung meZdie אי״ה Sonntag, den 13. SZugus( י1ם ך|׳ אלול d ^/br nachm, bi Sauetbtunn stattfindet cSratutaiiön nnr in Sauerbrunn *Z&ie *Agudas ^isrdelSTZäddengvuppe JEddhezi münscfif ihrem oevdiensfvoffen *dJotsfandsmiZgZieaf, ׳ &tdufeinir&er& STeufeld *, % an faß Zieh ihrer *dJerfohung: miZ *zPZerrn Spudtvig *EfcoZin, dSraZisZava Zier^ZicZisZ מזל טוב;! . STELLEN M A Iß IKT Konkurs Für die hohen Feierlage suchen wir einen שהרית 1>״» מושף' בעל תפלה Der Bewerber muß sehr streng orthodox sein, mit kräftiger, klangvoller Stimme, österreichischer Staatsbürger. Anmeldungen täglich von 8 bis 9 Uhr abends beim Vor- •stand des Bethauses »EMES W‘SCHOLAUM«, Wien, II., Große Schiffgasse 24. Streng koscher!; ItiMekpeHsUift Htettaßet# Breitenstein a. S. Leitung: Frau Lola Schiff Hohe Feiertage geöfnet Auskunft: Wien II״ Kruminbauing. 1 Telephons A--4-M-62, ü-10-800 und Lola Schiff, Breitenstein a. S. TclcphonNr.il ldi gebe hiemit dem P. T. Publikum bekannt, daß idi Absicht habe über die Jaumim Neraim mein Restaurant geöffnet zu haben, cAnmeldungen bis spätestens I, September an Restaurant Singer, Luhäcovice i'iuftHe! Pensionat und Erholungsheim (n SplIskonovov«»k6 Küpele / IglöfUred Klimat, Höhenkurort und Wasserheilanstalt, im »Slow, Paraclies«, der Perle der Tatragegend. Fabelhaft schöne Lage, von herrlichen Fichtenwäldern umgeben. Freibäder Sport jeder Art. Volle Pensjpn zu mäßigen Preisen. Ia Küche כמי ,א^ו היפי• 3ישוי!ל Referenzen beim ehrw. Oberrabbiner Grünburg, Kezinarok, Prospekte sendet auf Wunsch: A, Leucz, Keliuarok. Telephon 6, שטרענג ארטה♦ כשר Treffpunkt der Agudisten II ADiCIIRAn■ Restaurant PIMKI EIm DM11 ■ ״Goldener Schlüssel” FRANZENSBAD: Restaurant Fürstenhof Vorzuglidie Küdie / Mäßige Preise / Minjan in beiden Häusern / Geöffnet Mai bis Oktober. Pächter: Simon Raab Einzige orthodoxe;,ד,;והרד fa;בשי אפילו למד,דרי erstklassige PeusicH m Zaltauskä £&HuUa Vorzügliche Küche, gute Bedienung, solide Preise An sämtlichen Feiertagen Minjan im Hause. Voru. Nachsaison Ermäßigung׳. Hochzeiten in schönster Ausführung werden in Voruncl Nachsaison über- , nominell.; Auf Wunsch sendet Prospekte J0S t5f TobOVltS, Villa ״Bugsch‘4 )HOME TAT )RA S tar y Smokooec, Alt-Schmeks — Telephon 28 Orth. בשר Pension Schreiber Orth. כשר Tatr. Lesna p. p. Tatr. Lomnica, Tel. 28. Beide Häuser mit allem Komfort, allbekannte gute Verpflegung, Vor- und Nachsaison werden Hochzeiten angenommen Auf die Pensionspreise werden in der Vorsaison 10% Ermäßigung gewährt. Weitere Auskünfte erteilt gerne: Mör Schreiber, Stary Smokooec—Alt-Schmeks W E L T K U R ORT FRANZENSBAD Keilt Frauen-, Herz-, Stoff- Wechsel•, Rheuma-Krankheiten Billige PauschalkurenI Auskünfte durch alle Reisebüros und die Kurverwaltung Tag "3 w CO s c דף יופי פשגד, יופית Kalendarium חולין פיה טהרוה משגה סייו Freilag 6 13 פז ד יב Samstag 7 14 - פח ה Sonntag 8 15 פט ו מ Montag 9 16 צ ז מ Dienstag 10 17 צא ח » Mittwoch 11 18 צב ט » Donnerst. 12 19 צג י » Freitag 13 20 צד יא מ , Samstag 14 21 צד, א א כי תצא׳ פרק ב G e bet Zeiten פ שופטים WIEN UhhMin. 50 00 10 6; 80 8 1 30 80 00 15 00 Uhr; Min. 25 40 10 30 30 00 10 00 30 ד,!חת תפילי! כשעת הדחק . פו" זפן קריאת שפע של שחיית בשבת: :׳;חד, כעש״ק השכפד,. שחיית פיקי אכית . :«;חה. פעייכ כפוצש״ק ׳ , ד,שנפה . , מחיית• . / . . . פ;הר .. •/.־Eigentümer, Herausgeber und Verleger: David Türkl (für clen »JücUsch-orthodöxea Preßverein«), Wien, II. 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