Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 23 (1937)
- Issue
- 18 (14.5.1937)
- Date
- 1937-05-14
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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statt. Nach Begrüßung durch den Vorsitzenden, Herrn Kerpel, sprach Herr Dr. Max Cohen ift bTefsfefh'after Vi^ise über ZwgckiiZjel, u®d* Leistungen der;AgUdaS Jisrpeh öejrr Schäbse äch6!ifelä "sprach über, die bevorstehende 3.י Kenessio Gedaulo und über’ das 2§jEhrige Bestandsjübiläum der Agudas Jisroel. Der letzte Bednar des Abehds war Herr Wilhelm Weisz* der über die *Mez-Jisroel-Ärbeit der Agudas Jisroel referierte. Die zahlreich erschienenen Baalebatim und Mitglieder der Jugendgruppe dankten den Rednern durch reichen Beifall für ihre glänzenden Ausführungen. •’ - * Beth-Jakob-Religkmslehrkurse, Wien» Die Wachsende Zahl der Besucherinnen aus Wiener jüdischen Kreisen hat. die. Leitung der Anstalt veranlaßt, für das nächste Schuljahr, das Rosch Chodesch Cheschwan (Dienstag, den 5. Oktober 1937) beginnt, einen speziellen Kurs ftlr Wiener Schülerinnen, Welche das 14. Lebensjahr beendet‘ ühd zumindest 4 HäuptschülkläsSen absolviert haben, einzurichten. •Ebenso wird durch planmäßige Führuüg von Abendkursen für berufstätige M.ädchen.und Frauen ermöglicht, jüdische Kenntnisse zu erwerben. Anmeldungen schon jetzt erwünscht hei Herrn Direktor Dr. Pollak, H., Malzgasse 16, Tel. A-47-6-43. 50-Jahr-Feier der Union Österreichischer Juden Anläßlich des fünfzigjährigen Jubiläums der Union österreichischer Juden, fand in Wien unter Vorsitz des Ehrenpräsidenten der Union, Dr. Jakob Ornstein, eine feierliche Versammlung statt, an der Delegierte des Vorstandes der Budapester Gemeinde, Vertreter des Bundes jüdischer Frontsoldaten, des Reichsverbandes jüdischer Legitimisten sowie hervorragende Persönlich keiten des jüdischen Öffentlichen Lebens teilnähmen. Doktor Ornstein sagte in seiner Ansprache, daß die Union die Liebe zum Judentum mit der Liebe zum Vaterland! stets verbunden habe, und auch die. auf steigende Linie des Antisemitismus sie nicht vom Glaüben an das Vaterland und an die Gerechtigkeit, die schließlich siegen muß, ab־. * bringen wird. . In der Festrede wies Präsident Regierungsrat Oppenheim darauf hin, daß Hitler bereits in dem Oesterreicher Schönerer einen Vorläufer hatte. Die Juden haben in allen Ländern auf den Schlachtfeldern geblutet; damals habe man nicht nach Rasse gefragt. Die Union österreichischer Juden wird nach wie vor für die Gleichberechtigung kämpfen, wie'sie'in der Verfassung Oesterreichs verankert ist. Nur derjenige ist des Rechtes wert, sagte der Redner, der für dieses Recht kämpft und es nicht aufgibt. Trauerandacht für Rabbiner Mayersohn זצ״ל Vergangenen Sonntag fand im Bethause und in, den anschließenden Sälen der ״Machsike-Hadath“ ein Hesped nach dem verstorbenen und als großen Talmudgelehrten bekannten früheren Wiener Rosch-Bes-Din, Rabbiner Mayersohn s. A.,statt. Nachdem Oberkantor Fränkel in rührender Weise seine kantoralen Funktionen erledigte, bestieg der Rosch-Bes-Din aus Jaroslau, Rabbiner Diller, die Kanzel, um dem so jäh verstorbenen Kollegen und Freund einen würdigen Nachruf zu halten., ,Er hob das große Wissen des Verstorbenen hervor und rühmte seinen scharfen Geist und richtigen Blick für die schwersten Entscheidungen. Besonders rührend sprach der Redner von dem Vermächtnis Rabbiner Mayersohns, der sein unbelastetes, drei StÖCk'hohes'Haus in ־‘der Adambergergasse für eine als ״Rabbiner-Mayersohn-Stiftung“ zu benennende Jeschiwoh dem Verein ״Machsike-Hadath“ vermacht hat. Die Mikwoh (Tauchbad) ist in Wien für Frauen am Mozze-Schabbos, den 15. Mai, von 1/29 bis V210 Uhr geöffnet Das Wannenbad, muß vorher am Freitag geך nommen werden. Agudas-Jisroel-Mädchengruppe. Den dies wöchigen Schabbos-Vortrag hält Herr Dr. J. P o 11 a k. Bibliothek der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe, Wien, II. Wir ersuchen unsere Gönner um Sforim- und Bücherspenden zur Erweiterung unserer Bibliothek. Telephonische Verständigungen erbitten wir zwischen 8 und 10 Uhr abends unter A-48-2-56. EINLADUNG zu der am Sonntag, den 23. Mai 19SL7, im Turnsaale der Schule, II., Malzgasse 16, um 11 Uhr vormittags stattfindenden ORDENTLICHEN GENERALVERSAMMLUNG des Wiener Talmud-Thora-Schulvereines (gegr. 1850). TAGESORDNUNG: 1. Einlauf, Protokoll. 2. Geschäfts- und Finanzbericht, erstattet vpn Direktor Dr, Joel Pollak. 3. Bericht der Revisoren! 4. Neuwahlen.׳ * , Siegmund Bondi, Obmann. Anschließend findet die Generalversammlung des Vereines ehemaliger Schüler der Wiener. Talmud-Thora-Schule statt, zu welcher wir hiemit höf־ liehst elnladen. Wilhelm Freistadt, Obmann. EiftC tÜHHMUhty Schewuosnacht im ״Schiff-Bes-Ham i- ■drosch"! Ein sonderbarer Reis liegt darüber, eine wundersame Atmosphäre, aus ernster Weihe und wohliger Traulichkeit gemischt. Strahlende Lichter, grünes Laub und viele betende Menschen י— zusammen ein Bild, das wir seit Jahren kennen, das uns aber immer wieder gefangennimmt und höherstimmt. Doch letzthin — da störte uns was. Wir sahen suchend) um uns und unser Blick fiel auf den Platz, auf ■dem einst Rabb i J dsef Baum g a rte.n s. Z. I. seine ,ßchwuosnächte verbracht hat. Ja, das ist’s, was wir gefühlt, ehe es uns noch bewußt geworden, das ist% was uns angeschlichen, wehmutsvoll und schmerzlich. Da steht er vor uns; wir sehen stein mildes, gütiges Gesicht, hören seine innige, hingegebene Gebetstimme, und uns ist auf einmal, als würde es dunkel, um ]ms, trotz der hellen Lichter, als wären wir einsam inmitten der vielen Mensehen, als welkten dahin die frischen Blätter. Denn nie qmpfinden, ,wir das Weh des יוסף איננו so tief und schwer wie in der Schwuosnacht, da vor 'unserem geistigen Auge die Gestalt des Mannes' emporsteigt, der uns ihre Bedeutung gelehrt und u/ns ihren ■Bmn vor gelebt. ■ - Eine. große. Sehnsucht wird nicht ■müde; Und wie wir einst . nicht müde wtirden, ihm nach durchwachter Wapht üQch stundenlang zuzuhören, so werden wir ■jetzt jnicht müde; seiner ‘zu ged e'n'k e n, und wahr wird. in unseren Seelen das ״ , [ עוד. מסף [חיי ‘ W, W• erwartet. , , solchen Größe, des thoratreuen ,' Judentums. nur sehr schwach vertreten War. Von öhefrabbbief M* t* Eckstein, Der Schabb.os Bamidbor ist seit vielen Jahren Zu einem bedeutenden Ereignisse: im Lehen des hierländischen Judentums geworden. An diesem Tage hält die Thora Heerschau über ihren Getreuen, wird das Judentum auf die Waagschale gelegt und geprüft, ob die opferwillige Thoraiiebe seiner großen Ahnen in seinem Herzen noch lodert. Mit wehmütigem Herzen . sehen Wir, wie die Jeschiwos ihre letzten Reserven erschöpfen, den Rest ihrer Kräfte im heldenhaften Kampfe mit den einstürmenden finanziellen Sorgen aufbrauchen.. Ist die Thora, dieses teuerste Gut, das der Himmel dem jüdischen Volke zum Geschenk machte, der Stolz unserer Vergangenheit, unser Beschützer in der Gegenwart, die einzige Hoffnung für eine lichtvolle, ansteigende Zukunft des Judentums, nicht unserer Liebe und unserer Opfer würdig? Es gibt, auch lichte Punkte in der Welt unserer Schatten. Der unerschütterliche Bestand und die segensreiche Tätigkeit der ״MachsikeHajeschiwoth" ist ein solcher schmaler Silberstreifen auf unserem verfinsterten Himmel. Die ersprießliche Tätigkeit der ״Machsike Hajeschiwoth" hat viel Unheil und Gefahren von den Jeschiwos abgewendet. Die Anforderüngen, die infolge der Verarmung der breitesten Volksschichten an den Verein gestellt werden, steigen jedoch von Tag zu Tag. Wir müssen uns die Frage stellen: Wird' er auch diesen gesteigerten Aufgaben gewachsen sein? Die Antwort auf diese Frage wird die Opferbereit schaft unseres Volkes am Schabbos Bamidbor erteilen. Die Thora erwartet, daß jeder seine Pflicht erfülle! In ernster Stunde werden diese mahnenden Worte an die jüdische Öeffentlichkeit gerichtet. Gefahren, drohende' Wolken sammeln sich auf dem Himmel des Thoravolkes, die finanzielle Krise, der wirtschaftliche Niedergang haben die Jeschiwos erschüttert. Maß es dem Thoravolk gesagt , werden, ,Was 'die, Jeschiwos ihm bedeuten? Hat unser Volk׳ zu allen Zeiten nicht die stärksten Impulse und Lebenskräfte von dort erhalten? . Die Thora erwartet, daß •jeder seine. Pflicht erfülle! Jede ■Gemeinde muß sich ihrer ■Würde und Bedeutung gemäß ändern Rettungswerke der Thöra.!beteiligen. Nicht. Brosamen verlangen wir für einen verschämten Armen, sondern eine verdiente Hilfe, wie sie einer Mutter gebührt. Keine Gemeinde darf sich ausschließen,! keine darf abseits stehen. .' . - Der Schabbos Bamidbor rückt heran. Die Thora wird Heerscha״ halten über ihre Getreuen. > Die Waage ist aüfgerichtet. Möge unser Volk nicht leicht befunden werden. Die Thora erwartet, daß jeder seine Pflicht erfülle! Zur Frage der Sonntagsruhe Am Sonntag, den 2. Mai, fand in UZhorod eine interne Besprechung in Angelegenheit der allgemeinen Sonntagsruhe zwischen den Vertretern des Gremiums der Ungvarer-, Kaufmannschaftr . der,.. Kaschauer י Handelskammer und der Ungvarer Gemischten Gewerbekorporationen statt, die eine großzügige Demonstration gegen dieses die ‘ ganze Kaufmannschaft so schwer treffende Gesetz vorbereiten. Heber die Entschließungen dieser Besprechrmg wollen wir noch genauer berichten. Hier sei nur registriert, mit welcher Sympathie und Zustimmung die dortige Presse Berichte über diese Zusammenkunft veröffentlicht und durch spaltenlange Kommentare ergänzt hat. Die Zeitungen erklären' übereinstimmend, daß es nicht im Interesse des Staates gelegen sei, heute zu einer Maßnähme!zu greifen, die voraussichtlich den kaufmännischen Mittelstand nur dem Ruin entgegenführen könnte. Gedenkfeier für Dr. Nathan Birnbaum s. Z. 1. Agudo-Vortrag in Kömarno Im Rahmen der ״Mlfal Hazoloh“-Aktion sprach Sonntag, den 2. Mai, Herr A. Porges in Komarnö über das Thema: *״Der Erez-.Tisroel-Aufbau und die Aufgaben des orthodoxen Judentums“. Der Vortrag, der im großen Sitzungssaale der Kultusgemeinde veranstaltet wurde, I war Von fast sämtlichen Mitgliedern der Gemeinde be-,; sucht״ die dem Redner für seihe logischen und ternperamentvollen Ausführungen großen Beifall zollten. Sijumfest in Surany. Die Agudas-Jisroel-Jugendgruppe veranstaltete Sonntag abends ein wohlgelungenes S i j u mfest, an dem außer Sr. Ehrw, Herr Oberrabbiner M. Frey und Rabbiner A. Frey-LemeSany einige Bale Batim und sämtliche Mitglieder der Gruppe teilnahmen. Nach einer Begrüßung durch den Gruppenpräses A. Grünwald hielt der Suranyer Raw eine zündende Ansprache. Evidenzbüro für wandernde Arme. In unserem Blatte haben wir bereits über die bevorstehende Errichtung eines Kontroll- und Evidenzbürös für wandernde Arme berichtet, das in Dun. Streda domi- ‘ zilieren soll. Von seiten des Vorbereitungskomitees^ werden wir ersucht, nochmals darauf aufmerksam zu machen, daß die vorbereitende Landestagung in dieser! Angelegenheit am 9. Siwan (19. Mai) d. J., um 2 Uhr nachmittags in Galantä, in den Räumen der jüdischen Schule, stattfinden wird. Sämtliche Gemeinden und Armenabfertigungsstellen werden ersucht, ihre Delegier-; teri zu entsenden. Personalnachrlclnten R. Salmen Lichtenfeld . , .. Mit den Worten. ״Ich sagte doch immer, daß .Du... . gerecht bist." hauchte vergangenen, Dienstag der in Bratislava allseits beliebte R. Salmeh Lichtenfeld s. Z.: l. :im Alter.von 92 Jahren seine reine Seele aus. Ganz im Geiste, seines letzten Ausrufes lebte und wirkte Rabbi S.^Lichtenfteld. Dieser große Lamdön mit seinem unermeßlichen Thöra wissen verstand es immer, mit seinen hinreißenden;, Thoräworten seine Zuhörer für Thora und Jiroh zu begeistern. Hatte er sich zuerst über zwanzig׳ Jahre uih'die: , jüdische Erziehung der Jugend von seinem Melamedposteri in der Jessode Hathore aus gewidmet, so wendete er sich später dem im Geschäftsleben stehenden Kreis zü. Als ein Mann mit Weitblick war es stets sein Bestreben, die Thora für die im Leben Stehenden so zu vermitteln, daß sie es dann verstehen, im Geiste der Thora zü leben. Was!, Wünder, daß R. S. Lichtenfeld s. -Z. l. gleich nach der׳ Gründung der Agudas Jisroel in Bratislava zu deren eifrigsten Förderern und Gönnern gehörte und eine längere Zeit in ihrem Heime die damals so sehr beliebten; und stark besuchten Perek-Vorträge hielt. Der Niftar, der; auch durch sein gründliches Lernen bekannt war, hinterläßt eine große Anzahl von Kiswe ׳ jad über die verschieäensten Sugjos und Themen der Halocho! חנצב•ה R. Simon Wimmer ץ״ל In D u n. S t r e d a verschied Sonntag im Alter von’ 72 Jahren, der allgemein geachtete und verehrte R. Simon Wimmer s. A. Er besaß einen lauteren Charakter und hervorragende Eigenschaften. Trotzdem er Kaufmann war, widmete er jede freie Zeit dem Thorastudium. Er war ein würdiger Schüler des R. Feiwel Flaut und R. Josef Tschaba-Galanta s. Z. 1. Bei der Lewajoh, die unter ungemein großer Beteiligung stattfand, hielten ergreifende Hespedim sein Sohn, N. Wimmer, Rabbiner Katz, J. Schwartz und H. Weiß. Jeder, der den Verstorbenen in Bratislava Ueber Einladung der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe hielt am vergangenen Sonntag Herr Jacob Joel Braun in ihrem Heime eine Gedenkrede nach dem kürzlichst dahingeschiedenen Dr> Nathan Birnbaum s. Z. 1. Den ״Was war er und was bleibt er uns?“ betitelten Vortrag begann der Redner mit einer kurzen Schilderung der Person des Niftars, der auch in physischer Hinsicht ein sehr unruhiges Leben führen mußte. Unvermögend, oft gänzlich mittellos, hat diese ungemein große Persönlichkeit ihren Wohnsitz ändern■ und von■ einem Ort zum an״ deren wandern müssen.. Aber noch viel bewegter war sein geistiges Leben, die Wandlungen, die er vom ״Freigeist zum Gläubigen“ mitgemacht, und die Wege, die er sich dabei geebnet hat. Er war kein G-ttessucher — wie man ihn so gern, zu bezeichnen pflegt —, er hat G־tt gef unden, indem er das Wesen seines jüdischen.Volkes kannte. Er wollte und mußte G־tt nur e r k e n n e n, das war c;as Streben Nathan Birnbaums, und einen solchen Kreis der ״Erkennenden“ wollte er schaffen. Er mußte G-tt erkennen* da seinem Forschen nur Wahrheitsliebe und Aufrichtigkeit voranschritten. Was Birnbaum erkannt hatte, gab er auch der jüdischen Öeffentlichkeit weiter,. die heute wo anders hielte, wäre sie stets seinem •Rufe gefolgt.. Der Redner erinnerte an eine der großen Reden Birnbaums, die er in London vor einer, fast zehntausendköpfigen Versammlung hielt, in der er, der das Wort ״im Golus bei Iden“ geprägt hatte, mutig und eindeutig sich dagegen wendete, daß die Vorherrschaft im Judentum, solchen Personen anvertraut wird, die . mit dem jüdischen Leben im eigentlichen Sinne nichts gemein haben. Auch der darauf enstehende Tumult unter den Anwesenden konnte den überzeugten Sprecher nicht aus seiner Fassung bringen. Die Darstellungen des Vortragenden, die änderthalb Stunden , die große Zuhörerschaft in Spannung hielten, gipfelten in der Feststellung: Es wäre nicht richtig, Nathan Birnbaum als einen ,;Baal teschuwo“ im üblichen Sinne hinzustellen. Birnbaum war niemals ein Mann der ״Rückkehr“ oder ״Umkehr“, immer aber ein ״Oie“, ein Vorwärtsschreitender auf der ״Leiter, deren Spitze in den Himmel ragt“. Alle Etappen seines Weges waren wertvoll, um zu .dem! Ziel' zu gelängen, dää er erreicht bat. Er ist uns nicht gestorben, er hat nicht umsonst gelebt, wenn auch wir, stets zu deu'״Aufsteigenden“, zu ge? hören״, uns be.streben. . * :.';Der Vortragende, der ea;verstand, mit einer eindrucksvollen Genauigkeit die markante und einzigartige Persönlichkeit Nathan Birnbaums vor den Augen der Anwesenden erstehen «zu lassen, erntete frenetischen Beifall und gebührende Anerkennung. Bedauerlich ist nur,, daß der Bale-BatimrKreis bei einer , Gedenkrede ,nach einer; kannte, wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. תנצביה . ' Kochel Breuer ע״ךן Dieser Tage verschied in Bratislava Frau , Rochel Breuer im Alter von 77 Jahren. Die Verstorbene erzog ihre Kinder im wahren Geiste der Thoratreue. Der unergeßliche Rabbiner S. Hirachler, s. Z. 1. war ihr Sohn aus erster Ehe. Ihren zweiten Gatten, R. Majer Breuer n. j. Sered, an dessen Seite sie als wackere Heldin lebte, , hat sie stets von jeder geschäftlichen Arbeit verschont, damit er sich wunschgemäß der Thöra widmen könne. ■ Rührende Nachrufe hielten bei ihrer Lewajoh Se; Ehrw.1 Herr Oberrabbiner M. Eckstein-Sered und Herr M. Weiß- Bratislava. הצצביה Ungarn (Von unserem Korrespondenten) Der jetzt in Präventivhaft sich befindende Führer, der ״Partei des Nationalen Willens“, Major a. D. Franz ׳Sz*alasy, wurde'vom Budapester Gericht wegen Aufreizung gegen die Staatsgewalt und gegen die jüdische Konfession zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Die Verürteilung erfolgte wegen Delikten, die dem Putschversuch; Szalasys vorangingen. Wegen des Putschversuches selbst wird sich. Szalasy später zu verantworten haben. Das Ver- ‘ halten Szalasys vor Gericht zeigte, wessen sich die Juden bei einer ״Diktatur“ Szalasys zu versehen hätten. Szalasy erklärte,• seine Partei wolle den ungarischen Arbeiter von den Fesseln der Willkürherrschaft der unter jüdischer Führung stehenden Gewerkschaften befreien, Die Jischuw > Erez ־ Jisroel- Organis a t i o n ׳ der Budapester Orthodoxie veranstaltete ein Meeting unter dem Vorsitz von Abraham Freudiger,־ dem Vorsitzenden der י Budapester aut. orth. isr. Kultusgemeinde. Nach Einleitungsworten des Vorsitzenden und Rabbiners Sußmann referierte Jonathan Horowitz,' Jerusalem, über die. religiösen•Probleme des neuen Jischuw.: Samuel Kahan-Frankl, der Präsident der orthodoxen Zentralkanzlei für Ungarn, wurde zum Nasal des ungariseben. Ko\lelz׳gev/ählt.. . 's'־vvJ"' In Budapest ist der gewesene Professor des Rab-; binerseminars Dr, tArmin Balog gestorbei),׳•Balog hat, nachdem st dreißig, Jahre Jank . am. 8eniinaa!,JMswlßhL erteilt und sich dann als Pensionär des Israelitischeh Religionsfonds ins Privatleben zurückgezogen hatte,, sich taufen lassen und wurde jetzt’ im nichtjüdischen Priedhöf beerdigt. . Die Generalversammlung! der B .u.d a p eJ t״e r aut, orthodox,-israelitischen. Gemeinde; haLin^dhl08§en, zum. Zwecke des Bedek Habäjis ד^י־ die im Ja^re 1.8Ü ,er־?