Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 23 (1937)
- Issue
- 11 (12.3.1937)
- Date
- 1937-03-12
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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m ü JÜDISCH® jM$C9|SE Süte | DAS IST DAS ECHT E NEROL NATURREINES KOKOSNUSSFETT Die Erzeugung steht unter Aufsicht Sr. Ehrwürden des Herrn Bezirksrabbiners S. Ehren fei d. zu Mättersburg. ADAS JISKOEL SCH1FFSCHÜL Es wird tut allgemeinen Kenntnis gebracht, daß die Erzeugung der Mazzoth für das heurige *fahr begonnen hat. Anmeldungen zum Bezüge werden in der Kanzlei der Adas Jisroel, II., Große Schiffgasse 1, Während der Amtsstunden (von 9 bis 1 Ühr), entgegengenommen. AUe diejenigen, die ihren Bedarf an Mazzoth aus der Bäckerei der Adas Jisroel (Schiffschul) sicherstellen wollen, werden ersucht, rechtzeitig anzumeiden, welche Menge sie beziehen wotien. Kur bei recht■‘ zeitiger Anmeidung kann die Belieferung gesichert sein, da die Erzeugung der Mazzoth auf das nötigste Maß b eschränkt ist. Der Bezug von מעות שמירח muß besonders angemeldet werden. Bei der Anmeldung ist der Betrag für die gewünschte Menge sofort zu erlegen. Da diese ebenfalls nur in sehr beschränkter!Menge erzeugt werden, kann nur eine rechtzeitige Anmeldung Berücksichtigung finden. * Diejenigen Parteien, die beim Backen ihrer Mazzoth anwesend sein wollen, werden ersucht, dies ab Samstag, den 24. Adar (7, März), in der Kanzlei während der Amts* stunden zu melden. Es empfiehlt sich, dies je früher zu tun, damit die ordnungsgemäße Einteilung zeitgerecht getroffen werden kann. Die Backhausleitung ist angewiesen, ausnahmslos nur demjenigen den Eintritt ins Backhaus zum Backen seiner Mazzoth zu gestatten, der sich mit einer Bescheinigung der Kanzlei darüber ausweisen kann, daß er den Betrag für die gewünschte Menge Mazzoth bezahlt hat. Die.unter Aufsicht der Parteien gebackenen Mazzoth müssen sofort von der Partei mitgenommen werden, da der Backhausverwalter den Transport nicht übernimmt und keinerlei Verantwortung trägt. Für obigen Zweck werden die nachfolgend verzeichneten Tage freigehalten: Von Montag, den 3. Nissan (15. März) bis Freitag, 7. Nissan (19. März). Ein späterer Termin zum Selbstbacken kann nicht eingeräumt werden. Der Vorstand. Von der Wiener Kultusgemeinde Für Montag abend war eine nichtöffentliche Plenar- Sitzung des Vorstandes der Kultusgemeinde mit der Tagesordnung: Bestellung des Amtsdirektors einberufen, die aber im letzten Augenblick, nachdem die Herren schon vollzählig versammelt waren, abgesagt wurde. Man vermutet, daß der Grund hiefür darin bestand, daß sich die Allgemeinen und die Stricker- Zionisten in der Minderheit sahen. Somit hat sich in der leidlichen Amtsdirektorfrage nichts geändert, ein Zustand, der nicht nur die Stimmung in der Kultusstube vergiftet, sondern sich auch auf die ganze Verwaltung j hemmennd auswirkt. Im Interesse der Kultusgemeinde und ihres Ansehens ist es zu wünschen, daß diese Angelegenheit, deren die Wiener Judenschaft schon längst überdrüssig ist, endlich aus der Welt geschafft werde. Hohe Auszeichnung für Oberrabbiner Fürst Der Bundespräsident hat Se. Ehrwürden Herrn Oberrabbiner Jesaja Fürst durch Verleihung des Goldenen V e r di e'ns t z e i c he ns ausgezeichnet. Die Ehrung des geistigen Oberhauptes der Wiener Orthodoxie ist eine verdiente Anerkennung seines langjährigen segensreichen Wirkens von Seite der höchsten staatlichen Stelle und hat darum in den jüdischen Kreisen allgemeine Genugtuung ausgelöst. Aus der Agudas Jisroel Die beiden Agudaführer Dr. Isaac Breuer ' und Babbi Mosche Blau, die auf ihrer Bundreise durch die europäischen Länder auch in Litauen einige Tage Aufenthalt genommen haben, hatten in K o vv n o, der Hauptstadt Litauens, Gelegenheit, in einer von tausenden Personen besuchten Versammlung zu sprechen. Das Interesse für die Versammlung war so groß, daß die Leitung des litauischen Badiosenders sich entschlossen hat, die beiden Beden im Buridfunk zu .übertragen. Im Aufträge der Exekutive der Agudas Jisroel hat der politische Sekretär Herr H. A. Goodman beim polnischen Gesandten in London wegen der Versorgung der Danziger Juden mit Koscherfleisch interveniert. Während bis in die jüngste Zeit das Koscherfleisch aus Polen importiert worden ist, haben die in Kraft getretenen Schechitabegrenzungen in Polen nunmehr jede Ausfuhr nach Danzig unmöglich gemacht. Am vergangenen Schabbos veranstalteten die orthodoxen Juden von Lemberg eine große Protestdemonstration vor dem Hause der Kultusgemeinde. Die Demonstration richtete sich gegen eine am Schabbos abgehaltene Sitzung einer Kommission des Lernberger Kultusvorstandes. Dieser Tage erhielt die Poale Agudas Jis- 1'oel den dritten öffentlichen Arbeitsauftrag von der Jaffaer Kreisverwaltung. Die ersten zwei Aufträge, der Bau einer Straße von Banana nach Tel-Mond und eine Straßenerweiterung zwischen Tel-Aviv und Petach Tikwah, stehen vor ihrer Vollendung. Die Darlehenskasse der Poale Agudas Jisroel im Heiligen Lande veröffentlicht eben ihren .Tätigkeitsbericht für die Zeit seit ihrer im November 1936 erfolgten Gründung. Aus dem Bericht geht hervor, daß die Bewegung innerhalb dieser kurzen Zeit 3250 Pfund betrug. In den Kreisen der auf agudistischem Boden arbeitenden Ohaluzim werden eifrig tlio• Probleme, behandelt, die sich aus dem heraunahenden Schmittojahr ergeben. Während verschiedene Anfragen an die Gedaule Hathora gerichtet wurden, tragen sich die agudisti- Sehen Chaluzim mit der Absicht» im Schmittojahr nur Außenarbeit zu betreiben und die agudistischen Kwuzoth während des einen Jahres zu Jeschi wo th upd. g e istigen Ansbildungsstätten umzuwa»deln, . Die Vergebung größerer Arbeitsaufträge durch die Öffentliche Hand hat zu schweren Konflikten inner' halb der verschiedenen Arbeiterorganisationen geführt, in die auch die Poale Agudas Jisroel verwickelt wurde, Die Leitung der poale Agudas Jisroel Hat einen Aufruf erlassen, der alle Kreise auf forderte, den Kamp{ einzustellen und einen Weg der Befriedung zu suchen, In der Tat hat der Kampf inzwischen durch die Ein- Setzung eines paritätischen Schiedsgerichtes ein Ende ge■׳ funden, Der. Poale Agudas Jisroel wurde ein Anteil von 19 Prozent an den Arbeiten zugesprochen. Der Zentralrat der Agudas Jisroel ist für Sonn? tag, den 7״ und Montag, de» 8. Mär«- m einer Tagung | nach Antwerpen einberufen worden. Präsident Jakob Bosenheim wird den Vorsitz führen und einen Bericht über die Arbeit der Exekutive seit der im vergangenen Sommer in Marienbad abgehaltenen Weltkonferenz erstatten. Ueber die gegenwärtigen Probleme des Heiligen Landes werden Babbi Mosche Blau und Dr. Isaac Breuer, die bekanntlich in Jerusalem vor der Königlichen Kommission erschienen sind, berichten. Der Direktor des Keren Hathora, Babbi Jacobsen-Kopenhagen, wird eine Aussprache über die Lage der religiösen Unterrichtseinrichtungen in Mittel- und Osteuropa einleiten. Eine Denkschrift über Auswanderungsfragen wird der Konferenz von dem׳ Vertreter der Ägüda im Beirat des Oberkommissariats für Auswandererfürsorge, H. A. Goodman, vorgelegt >verden. Die Konferenz wird Ent- Scheidungen Uber die Vorbereitung der nächsten Kenessio Gedaulo zu treffen haben. Delegiertentagung des Landesverbandes agudistischer Jugendgruppen. Sonntag,1’den 18. Adar, fand in den Räumen der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe Wien der diesjährige Dele-, giertentag des Landesverbandes der .österreichischen Jugendgruppen in der Agudas Jisroel statt. Der Vorsitzende, Herr Hermann Bondi, begrüßte die zahlreich erschienenen Delegierten und die Vertreter der Jugendorganisationen aus der Tschechoslowakei und aus Jugoslawien. Die Versammlung beschloß sodann, unter großem Beifall die Absendung eines Huldigungstelegramms an Bundeskanzler Dr. v. Schuschnigg und eines Begrüßungsschreibens an Herrn Rabb. Dr. Pinchas K o h n anläßlich seines 70. Geburtstages. Nach den Begrüßungen der Provinzvertreter erstattete Herr Bondi den Tätigkeitsbericht. In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden in Mättersburg und im 6. Bezirk neue Gruppen gegründet, die sich schön entwickeln. Der Landesverband hat die österreichischen Gruppen auf internationalen Tagungen vertreten und sich der im Sommer neugegründeten Weltjugendzentrale angeschlossen. Hierauf sprach Herr Siegmund Stern über vaterländische und religiöse Erziehung der Jugend. Nach einer eingehenden Debatte erstattete Herr Aschkenasy sein Erez-Jisroel-Referat, worauf die Neuwahl des Verbandsvorstandes erfolgte. Landwirtschaftliche Hachschoro Die Erez-Jisroel-Zentrale der Agudas Jisroel für Oesterreich wird auch im kommenden Sommer eine 1 a n dwirtschaftliche Hachschoro errichten. Interessenten müssen sich bis 18. d. im Büro der Erez-Jisroel- Zentrale, II., Im Werd 6, melden. Sassower Rebbe זצ״ל Wie der ״Jüdischen Presse“ gemeldet wird, ist vergangenen Montag in Sassow der Sassower Rebbe verschieden. Der Dahingegangene, eine markante Gestalt im galizischen Judentum, war ein eifriger Vorkämpfer der Aguda. תנצביה Agudas-Jisroel-Mädchengruppe. Am Schabbos Par- Wajikro spricht Frau Sabine Roth um halb 11 Ühr vormittags in der ״Wienea“. Verlobung: Frl. Margit Funk, Wien, mit. Herrn Jakob Landau, Nürnberg-Wien (durch einen Druckfehler war in der Verlobungsanzeige der Namen Laudan erschienen). TSCHECHOSLOWAKEI Die allgemeine Sonntagsruhe Unter dem Titel ״Sonntagsruhe und jüdische Kaufleute“ veröffentlichte das ״Prager Tagblatt“ vor einigen Tagen folgende bemerkenswerte Notiz: ״In Angelegenheit der Einführung der gesamtstaatlichen Sonntagsruhe sprach gestern Abg. Angelo Goldstein beim Fürsorgeminister Ing. Neüas vor und wies auf die Gefahr hin, die Kaufleute im Osten (!!) der Republik Freitag nachmittag und Samstag geschlossen halten, würden sie bei obligatorischer Sonntagsruhe wirtschaftlich überaus leiden, Der Abgeordnete wies auf die Ausnahmen von der ׳Sonntagsruhe für jüdische Kaufieute in anderen Staaten hin. Der Minister erklärte, daß auf die Bedürfnisse der strenggläubigen Juden Rücksicht genommen!werde und daß auch die Regierung diese Argumente in Betracht ziehen werde,״ . Soweit der ziemlich lehrreiche Bericht, §5ur Klar׳ Stellung der Situation, aus der dieses ,,regionale1־ Projekt der Sonntagsrubefrage geboren wurde, müssen wir die Vorgeschichte rekapitulieren. Wir haben schon vor Wochen gewarnt, daß es in dieser Frage, die die Juden der Slowakei ebenso in ihrem Lebensnerv trifft wie die im Osten, keine ״Regionalpakte“ gibt. Trotzdem wird die Sachlage so dargestellt, als gäbe es in der Slowakei keine sabbathaltenden Juden mehr. Weshalb? Dje ganze Sonntagsruheangelegenheit wurde bekanntlich;durch die. sozialdemokratische Partei aufgerolit und es figurierten in der diesbezüglichen Petition interessanterweise auch die Namen der beiden jüdischen Abgeordneten Doktor Ch. Kugel und Dr. A. Goldstein, Selbstredend kam die Sache heraus und die genannten Herren Abgeordneten verstanden es, in der Presse und in öffentlichen Versammlungen die Sachlage so darzustellen, wie wenn mit ihren Namen Mißbrauch getrieben worden wäre. Wir wollen dies bona fides annehmen. Aber die Frage ist mehr als berechtigt: Was bedeutet diese bewußte Negierung der Juden der Slowakei? Der Herr Abgeordnete weiß es doch Unangenehme Kopfschmerzen können durch einfaches Bestreichen von Schläfen und Stirn mit Alpa-, f^anzbranntweln gelindert werden, Einreibungen mit Alpä lindern auch rheumatische Schmerzen unü hrfrlschph böf Ermüdung. Verlangen sie Alpa-Franzbranntwein hur in Originalflaschen mit Plombe. Ausgewogenen Alpa gibt es nicht!