Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 23 (1937)
- Issue
- 8 (19.2.1937)
- Date
- 1937-02-19
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Sftie 4■ m 8• Heiliges Volk* Heiliges Hand . und fellgiösef Aufbau sind die Leitgedanken de? mit Spannung erwarteten f£e<!e Ür. Isaae Ör e ti ers. Rarteii ab S 1.— bei der Agudas Jisroel, .H., Im Werd 6, Von 9 bis 12 und 15 bis M tjhft:V Agudas-Jisroel-Mädchengruppe. Diesen Schabbos hält Beth*■ Jakob-Lehrerin Frl. Rosa Sch echter, unseren Sidrö-Vortrag um halb 11 Uhr vorm, in der ״Wienea". ״Jawneh“, Wien, IV., Panigigasse 5. Die ״Jawneh“ veranstaltet am 21. Februar um J0 Uhr abends im großen Festsaal des Hotel Continental, Wien, II., Taborstraße 6, eine Pürimfeier mit reichhaltigem künstlerischem Programm, Die Ansprache hält Uhiversitätsprofessor Df. Max Eisler, die Festrede Rabbiner Aron Jeruchem. Agudas-Jisroel-Jugendgruppe, Wien, II. Floßg. 1 , , Telephon Nr. A-48-2-56 EINLADUNG ~ au der אי*ה am Mittwoch, den 24. Februar 1937, um 8 Uhr abends im großen Festsaale des ״Hotel Post“, I., Fleischmarkt 24 (Eingang I., Drachen- ז . . gasse 1), stattfindenden PURIM-VERANSTALTUNG Erstklassiges Programm! Karten rechtzeitig sichern! Karten (Damen und Herren) allabendlich im Lokale der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe Personalnachrichten % Hochzeit Im Hause Pappenheim Vergangenen Sonntag fand die Hochzeit des von ihrer Tätigkeit im Beth Jakob her bekannten und geschätzten Fräulein Edith, Tochter des Herrn Kalman Pappenheim, mit Herrn Salmen, Sohn des'Herrn Mordechai Dubin aus Riga, statt. Die unzählige Schar der persönlichen und schriftlichen Gratulanten gab beredtes Zeugnis für die Sympathien und Wertschätzung, deren sich die um die orthodoxe Judenschaft besonders verdient gemachten Familien Pappenheim und Dubin er- ׳ freuen. Ein Glückwunschtelegramm des Staatspräsidenten von Lettland wurde von der Hochzeitsgesellschaft stehend angehört, worauf die Musikkapelle die lettländische Hymne intonierte.. Telegraphische Gratulationen langten ferner ein von Altpräsident Semgal, Kriegsminister General Balodis, Ackerbauminister Birzniks, Außenminister ־ Muntez, Stadthauptmann Liepin, General Ruskiewicz, General Franzis, Generalprokurator Karczewski, Chef der Kabinettskanzlei Rudsits, Präsident der Handelskammer Andrei Berzins, Direktor der Staatsbank Bandrewics, Ministerpräsident a. D. Jurasewskis, Flottenkommandänt Admiral. Spade und viele andere. Grabstoinstellung. Die Mäzewoh auf dem Grabe des Herrn Jakob Stern s. A. wird am Sonntag, den 21. Februar, um 1/,ll Uhr. vormittags gestellt. Zentralfriedhof, 4. Tor. Rabbiner Ber Winter זצ״ל Montag abends ist in Wien nach langem Leiden Rabbiner Ber Winter verschieden. Obwohl ein Godaul b'Tauroh von wirklichem Format, hat der Dahingegangene ein stilles, zurückgezogenes Leben geführt, einzig und allein seinem Beruf und Amt hingegeben. חנצביה R. Zwi Liebermann ץ״ל Aus Eisenstadt wird uns geschrieben: R. Zwi Liebermann, der in unserer Gemeinde mehr als ein* halbes Jahrhundert als Schochet und viele Jahre hindurch als More Haurooh vorbildlich gewirkt hat, ist, vergangene' Woche, 83 Jahre alt, verschieden. Der Niftar, in seiner Jugend Schüler , von R. Mosche Hersch Fuchs in Sered und des R. Salomon Breuer in Päpa, war weit und breit als. ein Talmid-Cochom belcanntrder Tag und Nacht über der Gemoro gesessen ist. Vor seiner Petiroh verließ er auf kurze Zeit die Gemoro, trat in den Treppenflur seiner Wohnung, glitt dort aus und holte sich so die tödliche Verwundung. Bei seiner Lewajoh hob Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner M. Schlesinger in seiner Trauerrede ganz besonders diesen Umstand hervor. Vor dem Trauerhause beklagte noch Herr Gemeindesekretär B. Liebermann aus Topolöany, ein Sohn des Verstorbenen, namens aller Kinder in herzbrechender Weise den Vater, Lehrer und Wegweiser. Der Niftar wurde in der ״Rabbonim-Reihe“ neben dem vormaligen Dajan R. Mosche Kretsch s. Z. 1., zur letzten Ruhe gebettet.הלצב׳ה. (H. K.) Elias Rosenthal Im Alter von 86 Jahren ist in Wien nach kurzer Krankheit Herr Elias Rosenthal bei Sabbath-Ausgang des 18. Schwat sanft verschieden. Der Verstorbene, der aus S a d a g o r a stammte, war ein bedeutender Talmudist und eine sehr beliebte Persönlichkeit in der chassidischen Welt, in der er sich großen Ansehens erfreute. Von einer seltenen Frömmigkeit und Askese, verkörperte er den •Typus der im Geiste des Baal-Schem- Tow lebenden alten Chassidim. Reb Elies von Lebens- Weisheit erfüllter Rat. ,wurde von jung und alt. :Immer wieder gesucht. Er gehörte dem engsten Freundeskreise des derzeit in Przemysl lebenden Sadagoraer Großrabbiners M. Friedmann an. Um den Dahingeschiedenen trauert außer seiner Gattin und seinen Töchtern der bekannte jüdische Publizist Dr. Jakob Rosenthal als Sohn. תנצב־ה Wahre gimchas-Purim können Sie am Purimabend, Mittwoch, den 24• Februar, ab 8 Uhr im Theatersaai des Hotel Post genießen, wo die diesjährige Festveranstaltung der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe stattfindet. Wenn Sie sich rechtzeitig Karten besorgen, so werden Sie sich bestimmt ausgezeichnet unterhalten. I« Dubrovnik (Ragusa), einem herrlich gelegenen Sommerkurort in Jugoslawien, wurde unter Leitung des Herrn M. B 1 eier ein orthodox-koscheres Re- . s tau rant. eröffnet. Der Gripperekonvaleszent fühlt allgemeine Schwäche und Ermüdung. Die Muskeln sind schlaff, die Nerven abgespannt. Massieren Sie über ärztliche Vorschrift mit Alpa-Franzbranntwein, Dies erhöht den Blutkreislauf, stärkt die Muskeln, belebt die Nerven und hebt die Tatkraft. Zerstäuben Sie Aipa in Wohn- und Gesellschaftsräumen,! Hiedurch gründliche Luftdesinfektion. Fragen Sie Ihren Arzt! * JÜDISCHE PRESSE TSCHECHOSLOWAKEI« VortTag Df. I8aac Breuer — Rabbi Mosebe Blatt Am Sonntag, den 21. Februar 193J, um halb 11 Uhr vormittags, sprechen in Bratislava im A11 o n - S a a 1 e die berühmten Agudo-Führer und Vertreter des religiösen Judentums vor der Royal Commission, Dr. Isaac Breuer, Jerusalem (Frank* furt a. M.), und Rabbi Mosche Blau. Jerusalem, über das Thema: .,Die gegenwärtige Lage in Erez Jisroel und die Aufgaben des religiösen Judentums in der Diaspora.“ — Karten von Kc 2.— bis 5.— im Vorverkattf und an der Kasse. Gegen den Arier*Rümmel Die Aussiger Bezirksbehörde machte alle Gemeindeämter darauf aufmerksam, däß die Ausstellung von Bestätigungen Über die arische Abstamm u n g sowohl für den Bedarf einer Partei als auch von Behörden unzul ässig ist. Das Bezirksamt in Mäh risch- S te rnb erg hat dem ״Christlichen Turnverein“ und dem ״Deutschen Turnverein" den Turmbetrieb untersagt, well beide Vereine in ihren Statuten den Arierparagraphen führen. Der ״Christliche Turnverein“ hat diese Bestimmung nunmehr geätricheh־ und. seine Tätigkeit wieder aufnehmen können. Der ״Deutsche Turnverein" hat dies abgelehnt und auf seine Tätigkeit verzichtet. Vor hundert Jahren kam ’ der ersteJudenach Kosice. Die ״Närodnl-Listy“ berichteten dieser Tage: Vor hundert Jahren hat sich in Koäice der erste Jude angesiedelt. Bis zum Jahre 1835 durfte• in Koäice laut Anordnung des Magistrats kein Jude wohnen. Diese Abordnung wurde jedoch im Jahre 1836 ungültig und als erster Jude siedelte sich in diesem Jahre der Gastwirt Zivkoviö an. Im Jahre 1840 wohnten hier schon einige jüdische Familien, darunter auch Handwerker. Der Magistrat verbot ihnen jedoch den Betrieb des Handwerks und beschlagnahmte ihnen sogar die Werkzeuge. Auf Berufung der Betroffenen wurde dieses Verbot nach einem Jahre aufgehoben und die Werkzeuge wurden dem jüdisehen Handwerkern zurückgegeben. Es wurde jedoch angeordnet, daß die jüdischen Werkstätten und Geschäfte nur Eingänge vom Hofe und nicht von der Gasse aus haben dürfen. Damit dem Zufluß von Juden Einhalt geboten werde, setzte der Magistrat eine besondere Steuer fest, welche’ jedoch auf Berufung der Juden aufgehoben wurde. Es setzte nun ein imgestörter Zufluß von Juden ein, welche im Jahre 1842 ein eigenes Bethaus und eine Schule errichteten. Im Jahre 1843 hatten sie bereits ihren Rabbiner. Später brachen jedoch Zwistigkeiten zwischen den Orthodoxen und den Neologen aus,, welche der berühmte Prager Rabbiner Hirsch schlichtete. Im Jahre 1863 brach ein Streit wegen der Synagoge aus, der zur Gründung der zwei auch heute noch bestehenden Kultusgemeinden führte.; Beth Jakob m Galanta Die letzten Wochen standen:' hier im Zeichen von Beth Jakob. Am 30. Jänner, Schabbos Jissro, fand die Jahresprüfung der Schülerinnen der unter Leitung von Fräulein Malka Seidl stehenden Beth-Jakob-Schule statt, die wieder Zeugenschaft für ihre großen Fortschritte gab. Erhebend war das Gefühl der anwesenden Mütter, die mit erkenntlicher Freude den Worten ihrer Töchter lauschten. Die erwachsenen Töchter innerhalb der Schule, die sich bei der Prüfung besonders hervorgetan haben, haben einen Selbstbildungskreis geschaffen, wo sie allwöchentlich abwechselnd Sidro-Vorträge halten. Am 7. Februar hielt hier Fräulein Eva Landsberg, die Dozentin der Beth-Jakob-Lehrerinnenbildungsanstatt, auf Einladung des Frauenvereines im Rahmen eines Teeabends'einen Vortrag, der mit großer Begeisterung angehört wurde. Die Rednerin sprach über die erhabene, Idee von Beth Jakob, ihre Ziele und Leistungen. Dem Vortrage ging eine Begrüßungsansprache der Beth- Jakob-Lehrerin Fräulein M. Seidl voraus. Aus Sahy Bei der bei der hiesigen Kultusgemeinde vorgenommenen Ersatzwahl zum Vorstand, wurden Herr D. Berczeller zum Kassier und Herr E. Frankf u r t e r zum Tempelvorsteher gewählt. Alten Traditionen gemäß fand am Rosch Chodesch Ador dieWahlderChewra-Kadischa-Leitu n g statt, bei der folgende Herrn gewählt wurden: E. Frankfurter, J. Schaffer, V. Ehrenreich, D. Berczeller und L. Weiß. Bemerkenswert •, ist, daß statutengemäß in die Leitung nur solche Personen gewählt werden können, deren Frauen das Haarverhüllungsgebot nicht verletzen. Die Filialgemeinde Krupina erbaute mit einem Kostenaufwand von 32.000 tsch. K eine stattliche Mikwah, wodurch die Gemeinde um eine wichtige religiöse Institution reicher geworden, ist. Besondere Verdienste erwarben sich bei dem Zustandekommen dieses schönen Werkes die Herren A. Eckstein, J. Gyps und M, Kaldor. PERFEKTE KANZLEIKRAFT tüchtige Stenotypistin, in Buchhaltungsarbeiten versiert, österr, Staatsb., wird für. das Büro der Schiff schul per 1. März a. c. gesucht. Offerten mit Angabe der bisherigen Tätigkeit sind bis 23. Februar 1. J, an den Vorstand der Adas Jisroel (Schiff schul ),Wien, II., Große Schiffgasse 1, zu richten. Perfekte Köchin für rituellen Haushalt nach Paris gesucht, Zweitmädchen vorhanden, Arbeitskarte wird־ besorgt. Nur Bewerberinnen mit besten Referenzen werden'berücksichtigt. Suche jüdisches Mädchen von besserem Haus, das selbständig kochen und einen Haushalt führen kann, sowie die Aufsicht über drei'j Kinder im Alter von zehn bis fünfzehn Jahren haben würde. Dienstbote steht zur Verfügung; Famili enauschluß. 8um Eintritt für den 15. Februar oder 1. März, David K 0 h n, H־o 1 z U ä n d 1 e r, Nitra, ■ STATT KARTEN , HERR UND mm ALEXANDER WI&KLER, HERR UND FRAU SAMUEL ADLER laden alle Verwandten, Freunde und Bekannten zur בד מצרה ihres Sahnes, hm Enkel* יצח?ן לרד Paul welche ,אייר Samstag, den 27. Februar d. J., צ׳ צי השא um 8 Uhr früh im Tempel ״Talmud Thora“, Wien, II., Malzgasse 16, stattflndet. 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Uhr j i Min. 5 1 5U 5 i! 50 ' 8 U0 ä! 35 5 j 20 5 | i 10 7 | 00 7! i 15 9 j 30 9!! 30 3 i 30 3 j j 30 e! 10 ■ 6!! Oü מעריכ כמוצש״ק , . .' . . . . 6 i 15 6 i | 30 5 1 30 . 5 40 מנחה . . . . , , , 5 j 30 מנחה כאסתר תענית . .י . . . 6 i 00 6 00 1 i 00 12 00 מנחה ״ ........ Eigentümer, Herausgeber und Verleger: David Türkl (für eine Arbeitsgemeinschaft), verantwortlicher Redakteur: Karl Richter, beide Wien,!1״ Malzgasse 12a; verantwortlicher Redakteur für die Tschechoslowakei: Siegfried Frommer, Bratislava, Zochgasse 22/XIV/H. — Druck: Druckerei- und Verlags-A.-Gf. Ig. Steinmann, Wien, 11$., Universitätsstraße 6/8,