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Jüdische Presse · 1937-02-12 · 7 (12.2.1937) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
23 (1937)
Issue
7 (12.2.1937)
Date
1937-02-12
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 jüdische mmm Nr. 7 TSCHECHOSLOWAKEI, Öle Juden bilden 2,42 Prozent der Bevölkerung der Tschechoslowakei Das Statistische Amt hat die Volksäählungsdaten nach der religiösen Angehörigkeit der Bevölkerung der Republik ausgearbeitet. Danach sind ft ,öl Pro2ent der Bevölkerung katholisch (davon 73,5 Prozent römischkatholisch)* 7,67 Prozent evangelisch, 2,42 Prozent israelitisch und 6,80 Prozent religionslos. Im letzten statistisch erfaßten Jahrzehnt (£921 bis 1930) nahm die Zahl der Protestanten um 6,4 Prozent zu, die der Katholiken nur um 4,3 Prozent, die der Religionslosen um fast 18 Prozent, die der Israeliten dagegen nur um 0,81 Prozent. BEKIZZUR... — Bratislava: Sonntag, den 26. Schwat, fand im Bethausverein ״Nachlas Esriel“ unter großer Beteiligung eine Sijum-Feier statt. Vereinsrabbiner Juda Fleischmann hielt eine gediegene Rede, in der er auch des frühzeitig heimgegangenen eifrigen Teilnehmers dieses Schiurs, Herrn Sal. Haberfeld s. A., gedachte. Namens der Vereinsleitung sprach der PräSes, Herr Meir Rosenbaum. Dankesworte an den Vortragenden richteten noch die Herren Leopold Ungar und Gemeindevizepräses Philipp Neumann. — Koäice: Am 19. Adar jährt sich die Jahrzeit nach dem großen Gaon, den Radomiäler Raw s. Z. 1., zum zweitenmal. Der Verein ״Mafize Thoras Maharasch", an dessen Spitze der Schwiegersohn־ des genannten Gaons steht und der es sich zur Aufgabe gesetzt hat, die hinterlassenen Kiswe-jad zu veröffentlichen, tritt bereits in den nächsten Tagen mit dem Sefer ״Sifse Maharasch“ in die Oeffentlichkeit. — Sala: Hier fand vor kurzem ein Sijum auf M* Schabbos, veranstaltet von der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe^ statt. Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner M. Strasser hielt eine begeisternde Ansprache, die mit mahnenden Mussarworten ausgeflüllt war. Dänn sprachen noch einige Bachurim Charifusworte über die eben vollendete Masechto. ■ ׳ Personalnachrlchten Nosson Werner,-j״y Aus Vrbovd wird uns geschrieben: Vergangenen Mittwoch wurde ein angesehenes Mitglied unserer Gemeinde, Herr Nosson (Albert) Werner, unter großer Beteiligung zu Grabe getragen. Wer Nosson Werner gekannt hat, weiß, was für ein Mensch mit ihm geschieden ist: ein vornehmer Charakter, ein mit allen Vorzügen ausgestatteter jüdischer Mensch der Tat. Der Verblichehe war ein großer Baal Zedokoh und der Begründer des ״Linas Orchim“. Nosson Werner s. A. bewirtete die durchwandernden Armen mit Speise und Trank. Beispielgebend war die Erziehung seiner Kinder, die er zu wahren, ehrlichen Jehudim erzog. Bei der Lewajoh hielt Herr Rabbiner Jizchok Weiß einen rührenden Hesped, in dem er. die vornehmen Eigenschaften des Niftor schilderte. תנצב־ה. Schatzmannsdorfer Rebbezin p)״y Im Alter von 93 Jahren verschied in Bratislava Frau Rabbiner Frankl ע*ה die Gattin des ehemaligen , Schatzmannsdorfer (äasta bei Bratislava) Raws. Mit Schatzmannsdorfer Rebbezin ist eine wahre ״Esches •chajil“, die an der Seite ihres großen Mannes ihre Kinder zu aufrechten, überzeugten, jüdischen Menschen erzog, von dannen gegangen. Ihre seltene Güte und Zuvorkommenheit haben ihr schon an der Wirkungsstätte ihres Gatten Ehrung und Schätzung aller Bewohner eingebrächt. In der Verblichenen verlieren der Halber- Städter Raw, Rabbiner Dr. Frankl, Frau Rabbiner S. Hischler und die Frau des Myjavaer Oberrabbiners Broda ihre treue, anhängliche Mutter. ,חנצב׳ד Mirjam Flesch j-j״y Selten wurde die Preßburger jüdische Frauenwelt in eine so einmütige, aufrichtige Trauer und Bestürzung versetzt, wie'durch das Hinscheiden der verhältnismäßig jungen Mirjam F1 e s c h s. A., die am vorigen Schabbos ihre reine Seele aushauchte. Bei jeder guten jüdischen und menschlichen Sache stand Mirjam Flesch an der Spitze. Seltene Herzensgüte, mit tiefer Jüdisehkeit gepaart, hat sie immer und überall dort erscheinen lassen, wo es galt, jüdische Not und jüdisches Elend ׳zu stillen. Selbst nicht sehr begütert, verstand sie es, mit ihren überzeugenden, stets durch gute Laune gewürzten Worten, das Verständnis für die gute Sache zu wecken und die Hilfe am richtigen Platze zUr richtigen Stunde zu bringen. Weit über den Kreis der seelisch, körperlich oder finanziell Bedrückten hinaus, wurde sie ob ihrer vorzüglichen Charaktereigen־ schäften geachtet und geschätzt, was sich bei ihrer Kwuroh bewies, bei der viele hunderte jüdische Frauen ihr die gebührende letzte Ehre erwiesen. Bei der Lewajoh sprachen Herr Rabbiner Sal. Unsdorfer und Herr Rabbiner Flesch, Wien, der Bruder der Verblichenen, rührende Hespedim.תנצמה Hedwig Rosenblüth Ein erschütternder Trauerfall setzte die Gemeinde Sala und Umgebung in tiefe Bestürzung. Die in verhältnismäßig jungen Jahren stehende Frau Hedwig Rosenblüth ist nach einer kurzen Krankheit verschieden- Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner M. Strasser würdigte die Abberufene in einem Hesped, in dem er ihre hervorragenden Eigenschaften׳, ihre Frömmigkeit, Güte und Freundlichkeit hervorhob. Rührende Abschiedsworte sprachen noch ihr Gatte M. Rosenblüth, ihr Onkel, Herr Appel aus PieStany, und Herr Grünberger. חנצג*ה N. H, in E; Den Krakauer Kalender bekommen Sie in der Üeberreuterschen Buchdruckerei in Wien, IX״ Alserstraße 24. Der Preis ist S 3.65. -״ Die Ziehungslisten ausländischer Lose werden in dem Ver״ losungsanzeiger ״Mercur“, Wien, I., Wollzeile 1-3, ver״ öffentlicht. Er erscheint zweimal monatlich und kostet S 25,—״ jährlich. S. L. ln N.: Die angefragte Gasse befindet sich im IX, Wiener Gemeindebezirk״ ׳Jüdische Fresse,״ Ungarn Von unserem Korrespondenten — Der oppositionelle Abgeordnete Karl von Rassay verurteilte in einer Veröffentlichung scharf die Wühlarbeit der verschiedenen antisemitischen Parteien. Er sagte unter anderem: ״Im Lande wird gegen die öffentliche Ordnung und gegen den konfessionellen Frieden gehetzt und der Herr Innenminister schweigt dazu. Die aber nicht schweigen, sind die offiziösen Blätter der Regierung, welche hundertprozentig die Matadoren der Straße unterstützen. Das unerfahrene Publikum ist nun der Meinung, daß diese wilde Het2e die Zustimmung. der Regierung gefunden hat.“ Die Aeußerungen des Abgeordneten blieben nicht ohne Widerhall. Ministerpräsident Daränyi, Innenminister Kozma und auch der Leiter der politischen Polizei erklärten nun endlich, daß sie die extremen Richtungen verurteilen und die Hetze unterbinden werden. — Die neologe Kultusgemeinde in Szigetvär hat den seit Jahrzehnten vakanten Oberrabbinerposten besetzt. Die Vorgeschichte dieser Vakanz ist derart interessant, daß sie die Grenzen des Lokalen Weit überschreitet. Der letzte Oberrabbiner dieser kleinen neologen Kultusgemeinde hieß Armin Mandel und war ein Zogling der Budapester Landesrabbinerschule. Er bekleidete sein Amt nur kurze Zeit. Dann nahm er die Taufe und wurde mit dem Range eines Schulinspektors ins Kultusministerium berufen. Dieser einzigartige Vorfall, die Taüfe eifies Oberrabbiners, hat die Gemüter der Gemeinde derart hergefiommen, daß die Gläubigen es sich jahrzehntelang Überlegten, ob sie es wagen dürfen, aus derselben Rabbinerfabrik einen neuen Seelenhirten zu beziehen. , — ,״Egyenlösdg“ klagt an leitender Stelle die jüdischen Besitzer und Direktoren der Großunternehmungen Ungarns an, daß sie keine Juden anstellen und durch ihr Verhalten der heranwachsenden jüdischen Jugend es unmöglich machen, sich in das wirtschaftliche Leben einzureihen. — Die Repräsentanz der Landesorgan isation der orthodoxen Juden Ungarns wird alle sechs Jahre neugewählt. Die Zentralkanzlei in Budapest hat nun angeordnet, daß die in diesem Jahre fällig gewordenen Neuwahlen in den Wochen zwischen Purim und Pessach stattzufinden haben. — Baron Adolf K o h n e r, der frühere (1927 bis. 1932) Vorsitzende der neologen Landeskanzlei, ist im 71. Lebensjahr in Budapest gestorben. Er hatte das historische Verdienst, dem .langjährigen Kampfe der neologen Juden gegen die Selbständigkeit der Orthodoxie ein Ende bereitet und die Bestrebungen zur Erreichung der sogenannten ״Unifikation״ der beiden jüdischen Organisationen auf gegeben zu haben. ,Er hatte auch den Weg Adolf Ffänkls in das :Oberhaus des ungarischen Parlaments geebnet. Budapester orthodoxe Kultusgemeinde Unter idem Vorsitz des ׳Gemeindepräsidenten, Oberregierungsrat Abraham v. Freudiger״, hielt die Repräsentanz der orthodoxen KultuSgenremde ihre Budget- Sitzung •ab. Der Präsident«! gedachte des Ablebens des Oberhausmitgliedes Adolf F r •ä n k 1 s. A. und hob die Bedeutung des .Tischtiw Erez Jisüoel ■hervor, der im verflössenen Jahr begründet wurde, um׳’gesetzestreuen ungarischen Juden die Niederlassung in Brfez Jisroiel zu!erleichtern. Die Gemeinde schloß sich dem Wieütipr6test der JudenheiLt gegen das Verbot der rituellen iS ch ächturig in Polen an. Das Gemeindespital wurde läit einem Kostenaufwand von 30.0100 Pengö erweitert, untjer anderem wurden!zwei neue, moderne Operationssäle igeschaffen. Die Zahl der Krankenzimmer wurde um sieben vermährt. Im Läufe des ■Sommers soll!auch das Amt»!ulatorium vergrößert werden. Ferner wurde ein M'ä die h en - F o r t>b!il id u n g־ s i ns t ii tu!t geschaffen und die Zahl der Lehrer in der Taimud-Thora-iSchule erhöht. Der Tiferes-.Bachurim-Verein befaßt sich dank der Unterstützung der Gemednde wirkungsvoll!mit der Schomre - Schabbos - Stell envermitt- 1 u n,g. Dje Zahlder orthodoxen Fleische r 1 ä ä e n wurde um zwei vermehrt. Zuletzt richtete der Präsident die Aufforderung an die •Gemeindemiitglieder, für genaue Einträgung im Matrikelamt Sorge zu tragen, da die Dinge bereits so weit gediehen seien., daß die jeglichen Zweifel ausschließiende rein jüdische Abstammung nur mehr aus den Matrikelbüchern ■der Gemeinden entnommen werden könne.;Sodann skizzierte Vorsteher Adolf ׳Seide- Singer die finanzielle Lage der Gemeinde. Im Laufe der Debatte wurde die Einberufung einer Sondersitzung ' zwecks ■Besetzung des O ,be rr a bb i n e r p oste n s urgiert, wozu 71 Gemeinderepräsentanten-UnterschriLften erforderlich sind. Nach Annahme des Budgetvoranschläges wurde die Sitzung geschlossen. Rumänien Von unserem Korrespondenten — ״Hoemesz" dementiert die Nachricht, wonach es in Bukarest zu Schwierigkeiten mit der Schechita gekommen sein und Oberrabbiner Zirelsohn, Kischenew, in dieser Angelegenheit interveniert haben sollte. Diese Nachrichten rühren — wie das genannte Blatt schreibt — aus der bekannten Werkstatt der zionistischen Verelenäungstheorie her. — Die orthodoxe Gemeinde in Gyergyöszentmiklös (Gheorgheni) hat den jungen Rabbinatskandidaten Mosche Freund, den Sohn des Oberrabbiners J. Freund, Sächsisch-Regen, zu ihrem Rabbiner gewählt. — Der gewesene Bürgermeister der Hauptstadt Bukarest, D. Dobrescu, hielt eine judenfreundliehe öffentliche Rede und forderte für die Juden Toleranz.-וי" ׳ Kommis in Glas- und Geschirrhandlung, fromm, in der Provinz gegen Gehalt und Kost gesucht. Offerte zu richten an ״Schomre Schabbos“, Bratislava, Postfach Nr. 149, unter ״Ehrlich“. Suche jüdisches Mädchen von besserem Haus, das selbständig kochen und einen Haushalt führen kann, sowie die Aufsicht über drei Kinder im Alter von zehn bis fünfzehn Jahren haben würde. Dienstbote steht zur Ver״ fügung, Familienanschluß. Zum Eintritt für den 15. Februar gder 1. März. David Kohn, Holzhändler» Nitra,״ Eigentümer, Herausgeber und Verleger: David Türk! (für eine Arbeitsgemeinschaft), verantwortlicher Redakteur: Kart Richter, beide Wien, II•. Malsgasse 12a; verantwortlicher Redakteur für die Tschechoslowakei; Siegfried Frommer, Bratislava» Zochgasse 22/XIV/II. ׳״י Druck: Druckerei״ und Verlags-A.-G• lg. Steinmann. Wien, IX״ Universitätsstraüe 6/8. Juwelen, Ühfen, Gold* und Silberwafen, ins- IJfttiiAd ftf Mtltlftfifi besondere ®*tif» בלי, Sederschössei, Menoras, 1111411« UrUlllUlly Leuchter und Bestecke in großer Auswahl, aucli öeiegefthettakäufe, stets vorrätig ■1• TÄBÄfilMÄ• 14 Frau Wvve. Äabb. Pinchas Breuer 9. Z. 1. gibt die HeuecätfmHg■ «.״« FISCHGESCHÄFTES ihres Schwiegersohnes ERNÖ SCHWARZ H/ieH,2.mefyasse & bekannt und ersucht alle Freunde und Bekannten um zahlreichen Zuspruch (Telephon A-49-707). Residenz-Atelier für moderne Photographie I,. 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Tag cd < Februarן דף יומי משנה יומית Kalentfarlant מנחות ננעים משנה סרק Freitag 1 12 יב נ ד ב׳ דראש חודש. Samstag, 2 13 יג ד ,, ם־ תרומה Sonntag 8 14 יד ה " Montag 4 15 סו ו " Dienstag 5 16 טז ז " Mittwoch 6 17 יו ח מ Oonnerst. 7 18 יח ט " Freitag 8 19 יט י Samstag 9 20 כ יא ס׳ חצוה, ש׳ זמר ,סוף.ומן קדומי• לכנה (אדרו.: Mittwoch, ,den 24, Februar Geb etz eiten פ׳ תרומה WIEN BHATISUVA Uhr!!Min. Uhr j i Min. 6 i : 00 6 05 8 50 8 45 סוף זמן קריאת שמע של שחרית. 5 10 5 00 7 10 7 30 9 30 9 30 3 30 3 30 ö 00 5 50 מעריב כמוצש־ק . 6 30 6 30 > כחול; שתריח . . , , , , . , 5 15 5 10 1 ־. . . . :

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