Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 23 (1937)
- Issue
- 6 (5.2.1937)
- Date
- 1937-02-05
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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mm 4 dtiöiscfiE mwm nt. 6 ■wendigen Summen int Verfügung steilen, er hat auch auf SöÄiaiem Gebiete Gfoßes, fast Uebef mehaehlieheszu leisten. Wandern unsere Blicke über die Grenzen unseres Landes, sehen wir das Judentum, speziell die jüdische Jugend, in verzweifelter, trosloser Lage. In einem großen, mächtigen Lande sind die Juden in die Ketten der Rechtlosigkeit geschlagen, in den anderen hat man ihnen die Freiheit zwar nicht geraubt, sie tragen dennoch Fesseln. Von allen Seiten wird ihnen die Auswanderung nähegelegt. Sie möchten schon, so schmerzlich es auch ist, den Wanderstab ergreifen. Wohin sollen sie aber ihre Schritte lenken? Jedes Land sperrt seine Tore vor dem unerwünschten Strom der Immigration. Nur aus EreZ Jisroel winkt unseren unglücklichen Brüdern die Möglichkeit einer Aufrichtung. Dürfen wir unsere Brüder allein lassen mit ihren quälenden Sorgen, mit Ihrer würgenden Not? Müssen ihre Sorgen uns nicht zur werktätigen Hilfe anspornen, muß jüdische Solidarität ihnen nicht die Grundlagen eines neuen-, menschenwürdigen Daseins schaffen? Da erwächst dem Keren Hajischuw eine große Aufgabe, er muß Arbeitsmöglichkeit für die Thoratreuen schaffen, damit sie nicht unentrinnbar in die Fangarme von Organisationen geraten, die in ihren Zielsetzungen alles, was dem gesetzestreuen Judentum heilig und teuer ist, bekämpfen. Er muß Siedlungen gründen, die Kolonisation finanzieren, alles, alles hervorzaubern, was. Menschen, die geschlossen zusammenleben, benötigen. Der Lenker der Zeiten hat unsere Generation in eine entscheidende Epoche für die geistige und soziale Entwicklung Erez Jisroels versetzt. Werden diese großen, geschichtlichen Stunden Menschen vorfinden, die wissen, was sie der jüdischen Vergangenheit, was sie der Thora und seinem Lande schulden? WIR SUCHEN_ für die Werbung von Abonnenten in der Tschechoslowakei und für die Werbung von Inseraten, vornehmlich in Bratislava, je einen tüchtigen und seriösen AKQUISITEUR Wd.'rklddh'em Fleiß und gewissenhafte Arbeit, die den Erfolg verbürgen, wierden wir mit größtem Entgegenkommen in bezug auf Höhe und Fälligkeit der Provisionen wie mit tatkräftigster Werbehilfe in jeder Form zu belohnen wissen. — Ausführliche Angebote mit Referenzen und Angabe der bisherigen Betätigung erbitten wir bis 20. Februar d. J. /JÜDISCHE PRESSE Bratislava, Republikplatz 37 (Postfach 381) Jüdisches Gemeindegesetz publiziert. Das Gesetz über die Organisierung der israelitischen Kultusgemeinden in den historischen Ländern ist unter Nummer 9 kundgemacht worden. Es tritt jedoch erst in Kraft, wenn die Verfassungen der nach diesem Gesetz zu bildenden Landesverbände der Kultusgememden für Böhmen und Mähren-Schlesien von der Regierung genehmigt sein werden. Landesvizepräsident Dr. Meznik über die Demokrat!- sierung der Gemeinden. Im Zusammenhang mit dem von den zionistischen Abgeordneten eingebrachten Gesetzesantrag, das ״demokratische“ Wahlsytsem in den jüdischen Kultusgemeinden auch der Slowakei und Podlcarpatska Rus einzuführen, ist es interessant, die Stellungnahme des Vizepräsidenten des Karpathorussischen Landesamtes zu diesem Antrag der jüdischen Oeffentlichkeit bekanntzugeben. Anläßlich eines vor wenigen Tagen in Uähorod bei Ihm abgehaltenen Presseempfanges äußerte sich Dr. Meznik über diese Angelegenheit wie folgt: ״Ich studiere die jüdische Frage in Podkarpatska Rus sehr genau und habe schon den Eindruck gewonnen, daß man den hiesigen jüdischen Gemeinden in der Führung derselben nicht dreinreden kann, da es sich hier um religiös-jüdische Gemeinden handelt, die mit den jüdischen Gemeinden in den historischen, Ländern nicht zu vergleichen sind!“ Vorstandswahlen in der Bratislavaer Kultusgemeinde. Im Sinne der neuen Wahlordnung fand am vergangenen Sonntag die erste Sitzung der neuen Repräsentanz, die 49 Mitglieder zählt, statt, die sich vor allem niit der Wahl des neuen Vorstandes für die nächste Wahl- Periode zu beschäftigen hatte. Nach dem Ausgang der Ersatzwahlen konnte man keine Ueberraschungen erwarten, Fast einmütig sprachen sich die Mitglieder der Repräsentanz für die Wiederwahl der bisherigen Leitung aus, der die Herren Isidor Pappenheim als Präses, Philipp N e u m a n n als Vizepräses und Arnold Kämpfner und Samuel Reichner als Vorstandsmitglieder apgehörten. Die Herren Alexander R-eäs z, Isidor Fleischmann und Markus Fürst sind als weitere Vorstandsmitglieder jetzt hinzugewählt worden, Hilfe für die armen Juden in Podkarpatska Rus. Wie verlautbart wird, hat sich die karpathorussische orthodoxe Landeskanzlei dem brennenden Problem der Produktivierung, bzw, dem der Arbeitsbeschaffung für die Juden in Podkarpatska Rus ernst zugewendet und sie legt einen genauen Kataster der bedürftigen jüdischen Familien von Karpathorußland an, der die Basis für die Läsuug dileser schwierigen Frage geben soll. Am vergangenen Sonntag war in Taöovo eine von der Kanzlei entsandte Kommission anwesend, die die Vertreter der umliegenden Gemeinden anhörte und die nötigen Instruktionen zur Organisierung der Verzeichnung erteilte. Chamischo-Ossor-Fefer der Bratislavaer ״C“־Gruppe der Agudas Jisroel. Vorigen , Mittwoch hat die Jugendgruppe der Agudas Jisroel in Bratislava für ihre ״C“-Gruppe ein sehr schön arrangiertes Fest veranstaltet. Den Vorsitz bei dieser Feier führte Herr Rabbiner J. Snyders, der den Kindern in allgemein verständlicher Weise in eitler mit Spannung angehörten Ansprache die Bedeutung des Chamischo-Ossor-Festes und Seine Lehre Schilderte, ln gleichem Sinne sprachen auch die Herren J. Salzer, A. Rosenzweig und J. Neumann. Hochzeit im Hause des Nitraef Raw. Am Vorabend des Chamlscho-ossor fand in Nitra unter riesiger Beteiligung der unzähligen Anhänger des ehrw. Herrn Oberrabbiners Ungar die Hochzeit seiner ältesten Tochter mit Herrn M. B. Weißmandel statt. Den Trauungsakt vollzog der Brautvater, unterstützt van Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Ruchsbaum-Galanta, Frey- Surany und Straßer-Sala. Am Abend versammelte sich eine nach Hunderten zählende Festgemeinde zum Hochzeitsmahle, das in gehobener Stimmung bis in den frühen Morgen dauerte. (Auch die Redaktion der ״Jüdischen Presse“ schließt -sich den!herzlichen Glückwünschen! der Freunde der beiden Familien an. Insbesondere gelten diese Wünsche dem auch in Wien rlihmlichst bekannten Bräutiga/m.) Seltenes Doppelfest in Nitra. Am Schabbos י Parschas .Tisro stand die orth. isr. Kultusgemeinde in Nitra im Zeichen eines überwältigenden Doppeltestes. Der Vizepräses der Gemeinde Herr Julius Schlesinger und seine Gattin luden die Angehörigen der Gemeinde zu einem Chinuch-Sefer- Thora, welches sie anläßlich der Bar-Mizwoh ihres einzigen Sohnes dem Bes Haknesses der Gemeinde spendeten. Das Sefer wurde vom Bes Hamidrosch in die große Schul gebracht. Hier bestieg der neuvermählte Schwiegersolm des ehrw. Herrn Oberrabbiners, Herr Rabbiner M. B. Weißmandei, die Kanzel, um über Einladung des Gemeinde- Vorstandes die Bedeutung des schönen Doppelfestes zu würdigen. Die geistreichen Ausführungen des Redners wurden mit gespannter Aufmerksamkeit angehört und!Unterließen in den Herzen der Zuhörer nachhaltigen Eindruck. Im Laufe des Nachmittags versammelten sich unter Führung des Nitraer Raws die Taknide Chachomim und Baale Batim der Gemeinde im gastfreundlichen Hause der allseits geschätzten Familie Schlesinger. Der Bar Mizwoh trug seine Droscho vorzüglich vor. Dann würdigte QherraJbbiner Unger!in gewohnter Meisterhaftiig-kedit die Bedeutung des Tages. Es sprachen noch die Herren Rabbiner M. B. Weißmandel, Rabbiner M. Vorhand und Oberrabbiner Fis eher-Altendorf. Tragischer Unglücksfall einer bekannten jüdischen Frau. Am Montag nachmittags ereignete sich in Bratislava im Edlhof ein tragischer Unglücksfall, der die Judenschaft Bratislavas in tiefe Bestürzung gebracht hat. Frau P e 16 n y i, die Gattin des Melamed in der ״ Jessode Hiathora", R‘ D. H. Petönyi, leHnie ilelbevoll besorgte Mutter, die sich zu einem Fenster ihrer im ersten Stockwerk gelegenen Gassenwohnung begab, um nach ihren auf dem Abhang des Schloßbergs rodelnden Kindern zu sehen, verlor wegen ihrer kleinen Statur das Gleichgewicht und stürzte vor den Augen der Kinder in die Tiefe, wo sie bewußtlos liegen blieb und nur mehr der eingetretene Tod festgestellt werden konnte. , In der so tragisch und jäh i!m Alter von 44. Jahren verschiedenen Frau Petdnyi verlieren sieben unmündige Kinder ihre gute und zärtliche Mutter, die sich um ihre jüdische Erziehung hingebungsvoll bemüht hat. R׳ D. H. Petdnyi betrauert seine Gattin,, die ihn richtig zu ehren und zu schätzen wußte. תנצב׳ה. BEK1ZZUR. .. — Nitra: Unter überaus zahlreicher Teünahme der Mitglieder, fand am vorigen Sonntag im Agudoheim die XVI. ordentliche 'Generalversammlung statt. Präses A. Rosenthal hielt ein ausführliches Referat, in welchem er auf die ersprießliche Tätigkeit der Gruppe hinwies. Der Kassabericht und die Berichte der einzelnen Sektionen wurden mit Befriedigung zur Kenntnis genommen. Das Agudoheim ״Bes Mosche w’Awrohom Aharon“ entspricht seiner Bestimmung in vorbildlicher Weise und entwickelt sich ,zu einer großen Wirkungsstätte für Thora und Jiroh. Bei der darauffolgenden Neuwahl wurde Herr A. Rosenthal in Anerkennung seiner Verdienste per Akklamation zum Präses wiedergewählt. Die weitere Wahl brachte folgendes Resultat: Vizepräses I. Weiß und .T. Weiß, Schriftführer A. Stark, Kassier A. Zilz, Kontrollore B. Klein und K. Present. Gabboim: P. Steinberg und A. Klein und ein weiterer neungliedriger Ausschuß. — Urmin: Jüngst fand in der hiesigen Kultusgemeinde die Neuwahl des Vorstandes statt, bei der die Herren E. Wagner zum Präses und A. Sonnenschein zum Vizepräses gewählt wurden. Die heue Leitung hat es sich zur Aufgabe gestellt, d!i!e Gemelindie vor allem mit dem nötigen Koscher-Fleisch zu versorgen, das bisher vielfach von der Nachbargemeinde eingeführt werden mußte. — Svalava: Anläßlich der Jahrzeit nach dem frühe-, ren Svalaver Raw, Rabbi Scholaum Goldberger s. Z. 1״ hat die Chewra Kadischa am 9. Sch!wat eine Chewra S’udoh veranstaltet, an der fast alle Mitglieder der Gemeinde teilnahmen. Der Sohn d'es• Niiftar, der derzeitige Oberrabbiner, hielt eine schöne Droscho und ereiferte die Anwesenden, in den Wegen ihres großen Rebben s. Z. 1״ zu wandeln. Es sprachen nach Herr Rabbiner M. D. Jungreis und Herr A. J. Goldberger. — KoSico: Nach einer kleinen Stagnation in der Arbeit für Agudas Jisroel haben sich die hiesigen Agudisten wieder zusammengetan und halten in dem ihnen von den Herren A. Reich und M. Amsel erworbenen Lokal ihre regelmäßigen Schiurim ab, die verhältnismäßig stark besucht werden. Vor kurzem fand eine Besprechung statt, an der sich sämtliche Mitglieder beteiligten und bei welcher darüber beraten wurde, wie man in Zukunft für Agudas Jisroel eine regere Tätigkeit, wenn auch nicht im Rahmen einer Gruppe, entfalten könnte. (S. 2.) — Das hiesige Rabbinat hat mit Hinzuziehung von mehreren Ohaschuwe hoTr eiiie strenge Aktion ־ in Angelegenheit von Taharas Hamischpocho begonnen, auf welchem Gebiete hier leider noch einiges zu wünschen übrig ist. Es zeigen sich schon erfreuliche Resultate der Aktion und es wird auch weiterhin nach dieser Richtung hin unaufhaltsam gemahnt werden, (B.) Die Grippeansteckung beruht stets auf einer verminderten Widerstandsfähigkeit des Organismus. Stärken Sie daher Ihren Körper durch gleichmäßig andauernde Massage mit Alpa-Mentholfranzbranntwein. Sie schützen sich dadurch verläßlich vor der Grippe. Eine Desinfektion des Mundes, der Nasenhöhle und aller sonstigen Atmungsorgane durch Alpa macht. Sie widerstandsfähig gegen Infektion. Lilly Blau Ludwig Klein Oradea Berehovo Verlobte Herta Stroh Jänoshalma Heinrich Gotftchmldt Wien II, Malzgasse 2 Verlobte HERR und FRAU WILHELM NAGEL, Wien, H., Komödiengasse 1, laden alle Verwandten, Freunde und Bekannten zur ,בר מצוד ihres Sohnes ßÖTZ (אלילים) welche אי*ה am Schabbos Parschas Terumoh, den 13. Februar cf. J.f um halb 8 Uhr früh im Bethause ״Marpe Lanefesch“, II., Glockengasse 4, sfattfinden wird. juweien, unren, uoiauna öiioerwaren, ins- MMMlfj■ ftlMMb«•••■* besondere כלי קודש, SederschUssel, Menofas, llOFllZ VfUiliUllV Leuchter und Bestecke in großer Auswahl, auch Gelegenheitskäufe. stets vorrätig llf TaborstraQe 14 Frau Wwe. Rabb. Pinchas Breuer s.Z.l. gibt die heuecoMHUH# eines FISCHGESCHÄFTES ihres Schwiegersohnes ERN® SCHWARZ Wie*, 2. Hickdfyasst 6 bekannt und ersucht alle Freunde und Bekannten um zahlreichen Zuspruch (Telephon A-49-707). Residenz-Atelier für moderne Photographie I, Fleisch markt 1, Tel. R-29-2-80 1 Bild und 4 Karlen von S 15.— 1 Die besten Hochzeiten ₪n Festlichkeiten arrangiert billig und elegant HAGEL, Wien II, Pratersfr. 33 Unter Aufsicht des Rabbinats der Adas-Jisroel-Sghiffschul Aufsicht der עדת ישראל Schi ff schul ■ -Küche I Jausenstüberl I GRETE STERN, II, HERMINENGASSE NR. 10 ■' Reichhaltiges Mittag- und Abendessen, ■ geschmackvoll, gesund, vitaminreich g ORTHODOXE מצות in anerkannt prima Qualität liefert en grossen detail MAZZESBÄCKEREI STERN G A L A N T A Gemeinden und Wiederverkäufer R abatt Tag Schwat 1 Adar I Februar! דף יומי משנה יומית Kalendarium מנחות ננעים משנה פרק Freitag 24 5 ה ד ג Samstag 25 6 ו ה " פ׳ משפטים, ש׳ שקלים, מבה־ח Sonntag 26 7 ז ו " Montag 27 8 ח ו " Dienstag 28 9 ט ח " Mittwodi 29 10 י א ד ער*ה, יום כפור קטן Donnerst. 30 11 יא ב י א׳ דראש חודש Freitag 1 12 יב נ מ ב׳ דראש חודש Samstag 2 18 יג ד " פ׳ תרומה מולד: מיטטמאך 23.25 Uhr Gebetzeiten פ׳ משפטים WIEN ßltATlSLAVA Uhr i! Min, Uhr; Min, 6 i 1 10 - 6 i 10 8 55 8! 50 סוף זמן קריאת שמע של שחרית ..... 5 00 4! 50 כשבח: מנחה בעש׳יו. 7 10 7! 30 9 30 9! 30 3 30 3 I 30 5 50 5 1 40 6 30 6 j 30 5 UO 5! 10 4 30 יוס 83ור ק9זן. . Vegetarischeu. Diät Fisch-Spezialitäten Eigentümer, Herausgeber und Verleger: David Türkl (für eine• Arbeitsgemeinschaft), verantwortlicher Redakteur: Karl Richter, beide Wien,׳ II״ Malzgasse 12a: verantwortlicher Redakteur für die Tschechoslowakei: Siegfried Frommer, Rratislava, Zochgasse 22/XIV/II. — Druck: Druckerei- und Verlags-A.-Glg, Steinmann, Wien, IX״ Universitätsstraße 6/8.