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Jüdische Presse · 1937-01-29 · 5 (29.1.1937) · page 2

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Journal
Jüdische Presse
Volume
23 (1937)
Issue
5 (29.1.1937)
Date
1937-01-29
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
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Seite 2 JÜDISCHE PR1ES8E m. § Atmen Zeit erfüllen muß, das ist die Tatsache, daß ein Inerkännter Gelehrte* der Thora, ein anerkannter Mahd* häber der Halachah, in aller Oeffentlichkeit ein solch frevles Spiel mit dem treiben darf, was im Namen der Thora für erlaubt und was im Namen der Thora für verböten erklärt wird, ln dieser Tatsache, die leider keine vereinzelte Erscheinung ist, erblicke ich einen der wesentlichsten Gründe für den wachsenden Verfall der Autorität der Thora und ihrer Vertreter in den Augen und den Herzen der Söhne unseres Volkes, des jüdischen Mannes und der jüdischen Frau von der Gasse. Wer den Namen der Thora, wer sein Wissen von der Thora, Wer sein durch Thorawissen und Thorakönnett erworbenes Ansehen dazu mißbraucht, um seine persönlichen VerhältniSse je nach Bedarf־ zu regeln und je nach Bedarf nicht nur sein eigenes Verhalten zu orientieren, sondern auch den Söhnen unseres Volkes Weisungen zu geben, die zwischen Gebot und Verbot gleich einem unruhigen Pendel hin und her schwanken, der gibt letzten Endes die Thora selber der Lächerlichkeit preis und vernichtet ihr Ansehen in den Augen der Gegner und schließlich auch in den Aügen ihrer Freunde. Ein Mann vom Range Franks, der offenbar innerlich völlig unergriffen ist von der harten und schweren Problematik des Heiligen Landes, von dem tragischen Kampf zweiert Welten, der sich heute daselbst vollzieht, der zu dieser Problematik und zu diesem Kampf eine Steilung einnimmt, als handle es sich um Entziehung oder Bewilligung der Aufsicht über irgend ein!beliebiges Pflanzenfett, ist in seiner Typik, umwoben vom Hohn der Feinde der Thora und begleitet vom Achselzucken selbst thoratreuer Kreise, die grellste Illustration eines Zu- Standes, dessen stillschweigende weitere Duldung ein Verbrechen wäre. Keinem anderen Volke würde man wagen, solches zuzumuten, was dem jüdischen Volke gegenüber, was gerade dem thoratreuen jüdischen Volke gegenüber, dessen Geduld man offenbar für unbegrenzt hält, noch für tragbar gilt. Hier müßte eine öffentliche Meinung geschaffen werden, die ihr Verdikt über derartige Vor- Am Montag, den 18. Jänner, hielt, die Kgl. Kornmission ihre letzte öffentliche Sitzung ab. Es wurde der griechisch-katholische Bischof von Jerusalem vernommen, der in ausgesprochen judenfeindlichem Sinne aussagte. Der Bischof verstieg sich sogar zu der Behauptung, daß die Juden die Absicht hätten, sich christlicher heüiger Stätten, die auf dem Platz des ehemaligen Tempels stehen(?), zu bemächtigen. Nach dem Direktor der Jerusalemer Quäkerschule, Dr. Totäh, und Auni jBey Abdul Hadi wurde schließlich als letzter arabischer Zeuge der christliche Rechtsanwalt Georg Antonius vernommen. Er äußerte sich über die auf arabischer Seite herrschenden Auffassungen Über die Ursachen der letzten Unruhen. In der Naehmittagssitzung wurde die Vernehmung des Zeugen Antonius beendet. Dann gab High Commissioner Sir Arthur Wauchope ,unter Ausschluß der Oeffentlichkeit eineabschließende Darstellung über den Standpunkt der Palästina-Regierung zu den von der Kommission behandelten Fragen. ׳ Entgegen manchen Erwartungen wurde den jüdisehen Zeugen nicht mehr Gelegenheit gegeben, sich abschließend ■zu äußern und insbesondere manchen monströsen Behauptungen des Mufti und anderer nichtjüdischer Zeugen, die von den ״Protokollen der Weisen von Zion“ inspiriert zu sein scheinen, entgegenzutreten. Ein Verständigungsvorschlag gemäßigter Araber Dem ״Daily Herald“ wird aus Jerusalem t.elegraphiert, daß eine Gruppe prominenter palästinensischer Araber der Kgl. Kommission vor ihrer Rückreise ein Memorandum überreicht hat, das als ein Verständigungsvorschlag angesehen werden kann ,und dessen Forderungen in scharfem Gegensatz zu denjenigen der Radikalen und Mufti-Anhänger stehen. Von den gemäßigten Arabern werden folgende vier Forderungen erhoben: | FEUILLETON _■ tU&t wetdeft iw. Hmmet gescltfcssett (1Schluß.) Nun tat es seinem königlichen Herzen unsäglich, weh, daß er gegen einen so hochgestellten Edelmann auch nur einen Augenblick einen so schwarzen Verdacht aufkommen ließ. Sofort befahl der König den Herzog zu sich, um ihm dafür Abbitte zu tun. Er erzählte den ganzen. Hergang amd verheimlichte auch den Verdacht nicht; jetzt aber, wo sich alles aufgeklärt habe, stehe er nicht an, um Verzeihung zu bitten. Großmütig wies der Herzog jede Veranlassung zu einer solchen Bitte zurück, da ■er ja eigentlich ganz allein diesen Argwohn durch seine entschiedene Weigerung, sich untersuchen zu lassen, geweckt hat. ״Das ist richtig“, erwiderte der König, ״aber da wir jetzt allein sind, bitte ich dich, mir den wahren Grund dieser Weigerung xnitzuteilen. Für einen Dieb konnte keinen der Anwesenden gelten. Du am allerwenigsten. Warum hast du dich in der Tat der Untersuchung widersetzt, in die doch alle anderen anstandslos willigten?“ ״Königliche Majestät, Ihr seid der einzige auf der Erde, dem ich den wahren Grund mitteilen kann. Die Frau Herzogin hat mich ersucht, ihr von der königlichen Tafel Torte, Konfekt und sonstige Leckerbissen als Ersatz dafür mitzubringen, daß sie nicht selber bei Hofe erscheinen darf. Ich hatte meine Taschen damit gefüllt, und vwe hätte ich dagestanden, wenn bei einer Untersuchung dieso-Dinge zutage gekommen wären? Dadurch, daß die Frau Herzogin infolge ihres hohen Alters keinen Zahn mehr im Munde, hat, mußte ich ihr zudem lauter ־weiche, leicht genießbare Dinge mitbringen; was hätte ipein Tischnacbbar, Se. Eminenz der Erzbischof, für Augen ’gemacht,', wenn seine weißen, zarten Hände in dem Mischmasch versunken wären, auf den er in meinen Taschen gestoßen ,sein ,w,ÜVde?“; ״Ich verstehe dich nicht, Fernando, was du da von eiier‘Greisin״ mit zahnlosem Munde sprichst, die Frau kommnisse dermaßen nachdrücklich, dermaßen eindeutlg ausspricht, daß die WJederholuttgsgefahr beseitigt wird. Hier dürften die Thoragrößen nicht tatenlos schweigen. Unzweideutig müßten sie dem ganzen Volke erklären, daß sie derartige. Erscheinungen, trotz Wissen und Können, in ihren Reihen flicht länger zu dulden entschlossen sind. Nicht Wissen und Können allein machen die Thoragröße aus. Wer itt die Oeffentlichkeit hinaustritt, hat seine Thoragröße durch die Reinheit und Selbst- Vergessenheit seines in G-ttesfurcht gegründeten Charakters, durch י die Strenge seiner gegen sich selbst gerichteten Forderung, durch die Vorsicht, die Gewissenhaftigkeit und die Konsequenz seiner das Volk berührenden Entscheidungen, durch das Verständnis für die in die Zeit hineingestellte Folgenschwere dieser , Entscheidungen, durch die überall spürbare Erkenntnis Zu erweisen, daß er im Namen G-ttes spricht und also als Böte G-ttes vor seinem Volke zu stehen hat. Ein Privatmann mag seine Entschuldigung in persönlichen Dingen finden, in Kränkung, die er erfahren hat, in falscher Behandlung, die ihm zuteil!geworden ist. Einem Großen der Thora, der seinem Volke Öffentlich Wege weisen will, stehen solche Momente nicht zur Seite. Und wo das Ansehen der Thora herabgezerrt wird, hört die* Rücksicht auf. Thorawissen und Thorakönnen auf. IV. Der Kampf um die Herrschaft der Thora gibt unserem jüdischen Zeitalter das Gepräge. Diese Herr- Schaft war in den vergangenen Jahrhunderten niemals bedroht. Der furchtbaren Judennot unserer Tage entspricht die furchtbare Thoranot unserer Tage. Sollte nicht di!e letztere die Erklärung der ersteren sein? Der Kampf um die Herrschaft der Thora kann nur mit reinen Waffen geführt werden. Unsere eigentlichen Waffen sind unsere Thoragrößen. Halten wir unsere Waffen rein! 1. Es soll ein Legislative Council eingesetzt werden, der die Rechte der Juden und der Araber garantieren soll. 2. Es soll eine ständige Kommission zur Regelung der Einwanderung geschaffen werden; in der Kommission sollen Araber, Juden und Engländer vertreten sein. 3. Es soll ein starkes Sicherheitswesen eingerichtet werden, durch das Gewähr dafür geboten wird, daß es nicht wieder zu Unruhen in Palästina kommen kann. 4. Das englische Palästina- Mandat soll in Kraft bleiben. Lord Peel sieht das PalästinadProblem ernst Tn einer Unterredung, die der Vorsitzende der Kgl. Kommission, Lord Peel, und der stellvertretende Vorsitzende, Sir Horace Rumbold, dem Jerusalemer Korrespondenten der ״Times“ gewährten, sagten sie, sie 0־״»,׳ornifwef״ fSft,?-׳״ ׳:"ד.* י■׳■“"׳;" Herzogin ist doch eine blendende, jugendliche Schönheit, die vollzählig noch alle Zähne besitzt.“ Der Herzog schwieg und wollte wehmütig lächeln, aber es gelang ihm nicht. Eine Träne drang gegen seinen Willen aus der Glut der braunen Augen. *״ ־Aber, um Himmels willen, sprich doch, da muß irgend ein Mißverständnis vorliegen, da ich doch meiner Sache sicher bin.“ ״Ich habe dem bereits Gesagten nichts hinzuzufügen“, erwiderte resigniert der Herzog. Der König klingelte und befahl dem Kammerdiener, daß sofort die königliche Karosse zur Ausfahrt vorfahren solle. ״Ich selbst werde mit dir in den Palast fahren, dort muß sich die Sache aufklären.“ Aber sie klärte sich schon vorher auf. Als die Karosse an den Buden der Obstverkäuferinnen vorbeifuhr, sah der König die vermeintliche Herzogin genau wie vor vier Wochen bei ihren Früchten stehen. Er ließ die Karosse halten, sprang heraus, ging direkt auf Lucias Bude zu ynd fuhr das zitternde Mädchen hart an: ״Hast du meinen Brief besorgt?“ ״Majestät, der Gospard dort ist an allem schuld. Ich habe den Brief einer alten Freundin zur Besorgung übergeben, und diese ist seither spurlos verschwunden, ihr Korb mit Wäsche steht noch da.“ ״Gütiger Himmel, Fernando, was habe ich da angestellt! Geh du allein nach Hause, ich habe noch rasch einen anderen Weg zu machen. Meine heiligste Aufgabe wird es zunächst sein, das an deinem Lebensglück begangene Verbrechen wieder gutzumachen. Du wirst bald wieder von mir hören, Verzeihe mir, wenn du kannst, G'tt sei meiner hoff artigen Seele gnädig!“ Er ließ sich darauf direkt an das vor der Stadt gelegene Landhaus Don.Izcbak Abarbanels fahren. ״Teurer Don, ich komme, um dir Abbitte zu leisten für den hoffärtigen Dünkel; mit dem ich dir bei unserer jüngsten Besprechung entgegengetreten bin. Ich habe es jetzt erfahren, auf wessen Seite die Weisheit und Wahr* beit ist, •j)u hast recht und die Weisen deines Volkes haben die Wahrheit gesprochen, wenn sie lehren, daß Ehen im Himmel geschlossen werden und daß Menschen sieb nicht vermessen können, in dieses g’ttliche Vorrecht einzugreifen.“ seien der Ueberzeugung, in Großbritannien wisse man die besonderen Schwierigkeiten des Palästina-Problems voll eürfuseh&Uen.Die einzelnen Elemente, aus denen sich dieses Palästina-Problem äSusärnmensetze, seien eftister, als die Kommission es sich ׳vorgestellt habe, bevor sie nach Palästina gekommen war. Arabische Sorge um die englische öffentliche Meinung . Die arabische Presse ist im allgemeinen mit der Art. des Auftretens der arabischen Vertreter vor der Kgl. Kommission nicht Zufrieden und befürchtet schlimme Rückwirkungen auf die englische öffentliche Meinung. Die Kritik der Zeitungen richtet sich nicht so sehr gegen den Inhalt der Aussage, als vielmehr gegen die Taktik, die Vom Obersten Arabischen Ausschuß eingeschlagen wurde. Unruhestimmung trotz äußerer Ruhe Jn der ersten Sitzung, die das Unterhaus in seiner Wintersession abhielt, gab Koionienminister William Ormsby-Gore eine kurze Erklärung über die gegenwärtige Lage in Palästina. Der Kolonienminister stellte fest, daß in Palästina zwar nach außenhin Ruhe herrsche, daß aber das Land von einer Stimmung innerer Unruhe erfüllt sei. Der Minister fügte hinzu, daß die letzten Raubüberf. ä. 11 e auf den Straßen Palästinas keineswegs aus politischen Motiven verübt wurden, es handle sich hier vielmehr um rein kriminelle Erscheinungen. Die Palästina-Poli'zei habe alle Maßnahmen getroffen, um solche Raubüberfälle zu verhindern. Es seien zu diesem Zwecke zahlreiche Verhaftungen vorgenommen worden. Die neue Terror welle Nach Abschluß der Untersuchungen der Kgl. Kommission haben sich die Terroraktionen in Palästina wieder verstärkt. Der Mordanschlag auf den Haifaer Bürgermeister Hassan Sidky Bey blieb nicht vereinzelt. In den nördlichen Bezirken des Landes gab es wieder mehrere Bombenanschläge und Schießereien der Terroristen, die sich besonders gegen gemäßigte Araber richteten.;Bei Nablus überfielen Banditen 25 Automobile und terrorisierten die Insassen. Die Reisenden wurden ausgeraubt. Herbeigeeilte Polizei feuerte auf die Banditen, von denen einer getötet wurde, die übrigen entkamen. Die britischen Truppen verlassen Palästina? Das Tschechoslowakische Preßbüro meldet: Nach der Unterzeichnung des englisch-italienischen Gentlemen Agreement verlassen die britischen Truppen Palästina. Das oberste Militärkommando in London beschloß plötzlich, in Palästina nur eine Brigade zu belassen, die aus vier Bataillonen verschiedener Waffengattungen zusammengesetzt ist, und hat vier Bataülone nach England zurückberufen. Dieser Beschluß hat ln Palästina ziemlich überrascht. Einerseits war der frühere Beschluß Englands bekannt, in Palästina zwei ,Brigaden zu belassen, und dann scheint es, daß die politischen und Sicherheitsverhältnisse für die Abberufung der Truppen noch nicht günstig sind. Man glaubt, daß die plötzliche Verminderung der Besatzung von Palästina mit dem eng li s c h - it a 1 i eni s c h e n Vertrag zusammenhängt. Amerikanische Senatoren über Palästina Soeben wurde in New York der Bericht der drei amerikanischen Senatoren über die Untersuchung veröffentlicht, die sie in Palästina durchgeführt haben. Der ׳Bericht führt die Krise im Heiligen Lande auf den Mangel einer beständigen und festen englischen Verwaltungspolitik und) auf den politischen Gegensatz zwischen jüdischen und arabischen Bestrebungen zurück. Es ist offenbar, erklären die Senatoren, daß die britische Regierung es verabsäumt hat, der Verpflichtung des Mandats, die Sicherheit jüdischen Lebens und Eigentums zu gewährleisten, Rechnung zu׳, tragen. Palästina sollte weder ein Judenstaatnoch ein Araberstaat, sondern ein palästinensischer Staat werden. Einwanderungseinschränkungen sind weder politisch noch wirtschaftlich gerechtfertigt. Der französisdie Siedlungsplan Im Zusammenhang mit den kürzlich in der Weltpresse erschienenen Meldungen über die jüdische Ein- Wanderung in die französischen Kolonien meldet die Jüdische Telegraphen-Agentur ergänzend: An eine eigentliche jüdische Siedlung in den französischen Kolonien denkt das französische Kolonialministerium nicht. Es würde sich lediglich darum handeln, auf Madagaskar, in Neu-Kaledonien, auf Guyana usw. eine gewisse Anzahl von jüdischen Flüchtlingen anzusiedeln, die unter den besonders geschulten Arbeitern, erfahrenen Technikern und möglichenfalls auch unter den Landwirten auszusuchen wären und über eine gute, widerstandsfähige Gesundheit verfügen. Das ist das bescheidene Programm des Kolonialministeriums. Unter günstigen Bedingungen und bei Beschaffung der Kosten zur Prüfung des Planes und zur Ansiedlung der Einwanderer durch die jüdischen Organisationen könnten höchstens 10 jüdische Familien im Jahre 1937, 20 bis 30 im Jahre 1938 und vielleicht 50 im Jahre 1939 angesiedelt werden. Bezüglich der landwirtschaftlichen Siedlung ist nicht daran zu denken, sie in Form und Ausmaß der palästinensischen Siedlungen durchzuführen. Es könnten hie und da einige Güter entstehen, die sich vielleicht eines Tages günstig weiterentwickeln können. Das Kolonialministerium ist der Auffassung, daß in diesem Maßstab und ohne Festlegung für die Zukunft der Plan der jüdischen Auswanderung trotzdem eine gewisse Abhilfe verspricht und den jüdischen Flüchtlingen in Frankreich eine bescheidene Verbesserung ihres Schicksals zu bieten vermag. Und diesen Flüchtlingen zu Hilfe zu kommen, ist in diesem Zusammenhang die einzige Aufgabe, mit der sieb das Kolonialministerium‘ befaßt. Eine Einwanderung von Juden aus fremden Ländern, die ein großes Bedürfnis nach Auswanderung haben, kommt im Augenblick nicht in Frage, Der Pariser ״Hajnt“ berichtet, daß jüdische Organisationen in Paris in Zusammenarbeit mit amerikanischen und englischen jüdischen Organisationen Vorbereitungen zur Entsendung einer• jüdischen Kommission treffen, die die - vom Koionienminister Moutet angebotenen Niederlassungsmöghchkeiten in französischen Kolonien an Ort und Stelle untersuchen soll, Königliche Kommission abgereist

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