Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 23 (1937)
- Issue
- 3 (15.1.1937)
- Date
- 1937-01-15
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 Frauenhilfe der Adass Jisroel Dienstag, den 19. Jänner, findet unser 5*Uhr-Tee, von den i>ämen Frau Margit Breuer und Frau Irene Schwartz gemeinsam veranstaltet, im Lokal der 1.Wienea״ statt. Die p. t. Mitglieder werden um zahl•* reiches Erscheinen gebeten. Gäste gerne gesehen. — Der Vorstand. Agudas-JisroeFMädchengruppe Am Schabbos Parschas Boi spricht Herr Doktor Arthur Bogner um 1/2li Uhr vormittags im Restaurant ״Wienea". Personalnachrichten Verlobung. Herr Josef L e i t u e r, Sohn des Herrn Komm.-R. Moritz Leitner, hat sich mit Fräulein Vera Schmidl, Tochter des Herrn Siegmund' Schmidl in Sahy- Ypolysäg, verlobt. (Gratulation am 23. Jänner, II., Haidgasse 14.) Frau Esther (Jeannette) Lemberger 1ע.ד. Am 24. Tewes starb im Alter von 88 Jahren Frau Jeannette Lemberger. Die Verblichene, eine Enkelin von Abraham Hirsch Lemberger s. Z. 1., war ein würdiger Nachkommen ihrer großen Vorfahren und ihr Lebenlang bemüht, Wohltaten zu üben und Not zu lindem. Still' und bescheiden, wie!sie gelebt, ist sie von dannen gegangen, tiefbetrauert von den vielen Armen, denen sie ihre hilfreiche Hand geboten, wie von allen, die sie gekannt und 30mit verehrt haben. ,תנצביד. TSCHECHOSLOWAKEI, Die bevorstehenden Gemeindevvahlen in Bratislava. Wie wir vor einigen Wochen bereits berichteten!,, ist nach der Genehmigung der neuen Gemeindestatuten die Ausschreibung von Ergänzungswahlen für die nächste Zeit zu erwarten. Wie wir nun erfahren, sollen diese Wahlen bereits am Sonntag, den 24. Jänner, stattfinden. .Bei dieser Wahl werden so viel Mitglieder in die Repräsentanz gewählt werden, als diese nach den neuen Statuten mehr als zuvor zählen soll. In Zukunft wird, nachdem der heutige Vorstand sein Mandat niedergelegt hat, von der Repräsentanz ein siebengliedriger Vorstand aus seiner Mitte heraus gewählt werden, während bisher auch der Vorstand direkt von den׳ Gemeindemitgliedem gewählt worden ׳war. BEKIZZUR... — Sered: Sonntag fand hier bei der orth. israel. Kultusgemeinde die Konstituierung der eine Woche vor- . her gewählten Repräsentanz statt, bei der folgende Herren׳ in das'Präsidium gewählt wurden: Dir. E. Steiner als, Präses, Ingenieur Müller als Vizepräses,, E. Ringwald als Kassier und die Herren G. Friedländer und S. Guttmann als Beisitzende des Präsidiums. Dem neugewäplten Schulstuhl, dem Se. Ehrw. Herr Oberrabbirier M. L. Eckstein vorsteht, gehören 18 Mitglieder an. Zum Tempel- Vorsteher wurden die Herren S. Weiniberger und A. Krakauer ernannt. — Sv. Jur: Anläßlich der am 6. d. M. stattgefundenen Gemeindewahlen wurde Herr Isidor Hübsch einstimmig zum Präses gewählt. Die weiteren Wahlen brachten folgendes Ergebnis־: Vorsteher:, F. Mayer und S.. ,Faltiäek, Tempelvorsteher: Dr, E. Sarkany und M. Nathan, Kassier: I. Nathan, ferner eine aus fünf Mitgliedern bestehende Repräsentanz. — Vrbove: Diese Woche fand hier die Neuwahl des Vorstandes der orth. isr. Kultusgemeinde statt. Zum erstenmal nach zehn Jahren׳ beteiligten sich die Dissidenten! an der Wahl, die in der fünfzehngliedrigen Repräseritänz fünf Mandate errangen.' Es wurden gewählt: M. Schönfeld, Präses; J. Reismann und J. Wigoda, J. Herzog, Kassier; J. Weiß, Gabboi, Heinrich Halle, M. Löwy, L Mannheim und M. Grünhut als Beisitzende, schließlich ein siebengliedriger Ausschuß. -— Nove Zämky: Die Leitung der hiesigen orth. isr. Kültusgemeinde hat bei ihrer jüngsten Sitzung in den neuen. Schulstuhl folgende Herren mit großer Majorität auf drei Jahre gewählt: G. Reichfeld, H. Löwy, Dr. A. Nemes (neu), K. Silbermann, M. Glück (neu), J. Glück (neu), und R. Fleischer. Man erwartet, daß es dem neuen Schulvorstande gelingen wird, die aktuellen Schulfragen, darunter das Problem der Besetzung eines vierten Lehrerpöstens, zur Zufriedenheit der Mitgliedschaft zu lösen. ״ — Plegivec: Einige jüdische Zeitungen des Inlandes, haben sich in der jüngsten ־Zeit mit der Rabbinerfrage in Jelgava-Pleäivec befaßt und Berichte veröffentlicht,‘ nach denen die Gemeindeleitung die Schuld daran trage, daß sie diese Frage nicht einer Erledigung zugeführt hat. Es muß festgestellt werden, daß es sich eigentlich nicht um' die Rabbinerfrage als solche handelt, sondern um das Bestreben, sich von der RoZftavaer Muttergemeinde, welche auf orthodoxen Grundlagen fußt, loszureißen und eine von dieser Gemeinde unabhängige Kehilloh zu gründen. Dieser Streit wurde von der orthodoxen Landeskänzlei' zugunsten des RoZftavaer Rabbiners entschieden. So scheint nun' die 1Sache zur Zufriedenheit aller ausgetragen und! der Friede im Schoße der Gemeinde wiederhergestellt zu sein, iso daß in der' Tat heute, in unserer ־ Gemeinde'keine ״Rabbinerfrage“ vorhanden ist. (E.V.) ■ 1 ו — Lukov: Am vergangenen Sonntag wurde hier d'eFneügewählte Oberrabbiner Weißj Sohn des Mukäöevoer Däjon, in sein Amt eingeführt. Zu der Feier hatte sich eine große Schar von Gästen, die auch aus den Vertretern ■־ der Nachbarg'emeinden bestand; eingefunden.' *Die Antrittsrede; die־ das'neugewählte geistige Oberhaupt der Gemeinde hach einer herzlichen Begrüßung’ hielt, fand großen Beifall und wurde von allen Anwesenden mit Be-* geistgrung auf genommen. — Surany; Vor kurzem fand hier die Generalver- Sammlung der Agudas-JisroehJugendgruppe statt. Präses A, Grünwald /. eröffnete mit einem Tätigkeitsbericht. Hierauf ,wurde die Neuwahl des Vorstandes mit folgern dem Ergebnis vorgenommen; A, Grünwald, Präses! A, Hohn,, Vigepräsea; M, Weiß, Kassier; A. ׳Stern, Korn, trpllor, ,und j^ Fishber, Schriftführer. Se, Ehrw. Herr Qherrabbiner M; L. Frey, der bei der Generalversammlung , anwesend war, spornte in einer schönen Ansprache die, nepgewählte. Leitung zw intensiven Tätigkeit ׳ für. die . große Idee und,Tat derA'gudas. Jisroel am .. , .; JÜDISCHE FEESSE Nr. 3 Der älteste Bratislava«? Jude gestorben Montag verschied in Bratislava im Patriärchenalter von 97 Jahren der allseits bekannte und geschätzte Herr Refoel Grünwald. Der Verblichene, der bis in das Gfeisenalter sich dem Erwerb gewidmet hatte, war ein aufrichtiger, ehrlicher und religiöser Jude, der mit seinen Nebenmenschen höchst reell verkehrte und, solange es ihm gesundheitlich möglich war, keinen ״Schiur" versäumte. Seine letzten Jahre verbrachte er im Isr. Versorgungsheim, wo er allgemein geehrt und geschätzt wurde. Am Dienstag fand unter größerer Beteiligung die Lewajoh statt, bei der Rabbiner Sal. Unsdorfer einen warmfühlenden Nachruf hielt. תצצב׳ה Ungarn (Von unserem Korrespondenten) — ״Zsidö Ujsäg" dementiert die Nachricht, daß es in Waitzen (Väc) anläßlich der Generalversammlung der dortigen orthodox-israelitischen Kultusgemeinde zu blutigen Schlägereien gekommen wäre. Die Beschlüsse der Generalversammlung wurden wegen verspäteter Ankündigung des Termins annulliert. Die zweite General- Versammlung verlief in aller Ruhe und Ordnung. — Die judenfeindlichen Ausschreit ungen halten, mit unverminderter Schärfe an. Die sogenannten jugendlichen unverantwortlichen Elemente insultieren in der Provinz (Debrecen, Szeged, Szeghalom) jüdische Passanten, leiten Boykottaktionen gegen jüdische Kaufleute ein und beschmutzen die Mauern mit antisemitischen Ankündigungen. Der Oberrabbiner von Mäd, Rabbi Chajjim Zewi Ehrenreichs. Z. 1., ist nach langem Leiden gestorben. Er war eine Zierde der Rabbinergarde in Ungarn und hat unter dem Titel ״K—ze Hamate" auch < halachische Studien veröffentlicht. T. n. z. b. H. Der nichtjüdische Ingenieur Dr. Nik. v. Földväry macht im ״Zsid<5 filet" folgende interessante Feststellungen: Die Juden Ungarns machen in der Gesamtbevölkerung bloß 6 Prozent aus, tragen aber 38 Prozent der Steuerlasten. Die zugunsten der Kriegsbeschädigten veranstalteten Weihnachtsbescherungen wären ohne Hilfe der jüdischen Gemeinden ganz armselig und erfolglos. Unter den jüdischen Kaufleuten befinden sich bis 48 Prozent Reserveoffiziere, die im Weltkrieg ihr Lenen für das ungarische Vaterland aufs Spiel setzten! Am Sonntag, den 10. d. M., fand in R a j k a die Vorstandswahl statt. In den Vorstand! wurden gewählt: Präses Moritz Löwin, Vizepräses Leopold Kurz, Tempel- Vorsteher Franz Kurz und Sandor Goldberger, Kassier Josef Weiß, Beiräte Wilhelm Weiß, Jenö Lang und Josef Gelehrter. Rumänien Von unserem Korrespondenten. — Die Budapester Zeitungen veröffentlichen erschreckende Einzelheiten von den ju den feindlichen Ausschreitungen in ׳Szatmär (Satumare). Nach diesen Berichten sind den Ausschreitungen zwei Menschenleben zum Opfer gefallen; die Zahl der Schwerverletzten ist groß. Mehrere jüdische und ungarische Läden sind von den Demonstranten demoliert worden. — Nach den Verhandlungen in Polen knüpfen nun die Revisionisten mit der rumänischen Regierung Verhandlungen an, die sich׳ genau auf derselben Grundlage bewegen wie die berüchtigten Warschauer. Das Ergebnis ließ auch nicht lange auf sich warten. ״Universul", die größte Tageszeitung Rumäniens, wegen seiner Judenfeindlichkeit weit und breit bekannt, schreibt: ״Die jüdischen! Gemeinden und die Repräsentanten der Zionisten anerkennen nun selbst, daß in Rumänien allzuviel Juden wohnen und daß nach ihrer Ansicht wenigstens 300.000 Juden evakuiert, werden müßten. So hoch •ist die Zahl der Unerwünschten, wie dies auch die berufenen Vertreter der Zionisten anerkennen." — Am 28. und 29. Dezember fand in־Klausenbürg (Cluj) die Land es versa;mm 1 ung der autonomen orthodox-israelitischen Organ'isation für Siebenbürgen und der angegliederten Komitate statt. Die Technik der Versammlung ließ viel zu wünschen übrig, das Meritum war aber erfreulich und vielversprechend. Es zeigte sich eine schöne Harmonie zwischen den chassidischen und den aschkenasischen Eiementen der Siebenbürger Orthodoxie, die Baalebattim leisteten ihren rabbinischen Führern treue Gefolgschaft. Die ‘ Versammlung begann mit einem Rechenschaftsbericht des Präsidiums, den der ehrwürdige Vorsitzende der Zentralkanzlei, Oberrabbiner Wesel-Torda, erstattete. Nach einer Aussprache über die Lage der Juden in Siebenbürgen, gelangte eine Resolution zur Annahme, die zehn Forderungen erhebt: Selbständige Vertretung der Orthodoxie im Parlament, eine der Seelenzahl entsprechende staatliche Unterstützung, die Ergänzung der Rabbinergehälter durch den Staat, . staatliche Unter- Stützung der Erziehungsanstalten und Wohltätigkeits- Institutionen der Orthodoxie, die Neuregelung des Sonntagsruhegesetzes, Widerruf .der Verordnung, die das Beten, in Tallis und Tefillin in den Staatseisenbahnen untersagt, Zuweisung aller jüdischen Fragen zwecks Begutachtung an die Zentralkanzlei, Unterdrückung der antisemitischen Pressepublikationen, Regelung der Pensionsfragen des Lehrpersonäls der jüdischen Schulen. Zum lebenslängliehen Vorsitzenden der Zentralkanzlei wurde Oberrabbirier Wesel gewählt. Als Vizepräsidenten fungieren an seiner Seite Josef Freund als Vertreter der Satumarer und Stephan Ullmann als Vertreter der Großwardeiner orthodox-israelitischen Kultusgemeinde, — Die neologe israelitische Kultusgemeinde in Klausenburg, deren Vorsitzender zugleich Vorsitzender der zionistischen Organisation und der ״Jüdischen Partei" ist, veranstaltete am 1. Jänner einen Festgottesdienst anläßlich des bürgerlichen Jahreswechsels. Wieder ein Beitrag zur Geschichte der zionistischen Assimilation, J (ivoBeves Fabfiksunlernehmen ן in einer ostslowakischen Stadt, sucht Beamten aus >׳ gutem. Hause, womöglich®nn,־^,tüchtig, intelligent, ► angenehme Erscheinung, zwischen 23 und 25 Jahren, ► Ingenieur oder JUDr. mit genannten Eigenschaften \ bevorzugt. .; , >׳.•-. Reflektanten ,richten ihre Offerte mit aus- ► :,fUhrUcher׳ Lebensbeschreibung an die Bratislavaer AAminijsftratiQn des Blattes. Unter ״Dauerexistenz“, יו je» צבי ליי0מ3ר .. ר^לא ברכה ש0ח*ל ו ו י ע ן " שאחי <אי&$לי»$נ> סאורשיס קבלת פנים שיק ם־ בשלה Statt jeder besonderen Anzeige! A. S. LÖWINGER UND FRAU, WIEN ARON LÖWINGEB UND FRAU, VAC laden alle Verwandten, Bekannten und Freunde zur T r e u ü n g ihrer Kinder HEDY UND SAMUEL Welche אייה למז־ט* am Sonntag, den 17. Jänner 1937, ז־ לה־ שבט um halb 6 Uhr abends in der Schiffschul, Wien, II., Große Schiffgasse 8, stattfindet, ein Telegramm-Adresse: Löwinger, Wien, II., Hollandstr. 8 Gratulation, Samstag, den 16. Jänner i Der Verein Tiferes Bachurim gratuliert seinem verdienstvollen Vorstandsmitglied, Herrn JOSEF LEITNER zu seiner Verlobung. Der Jugendverein Tiferes Bachurim in Senica gratuliert herzl. seinem verdienstvollen, langjährigen Präses, Herrn MORIC HOHN anläßlich seiner Verlobung mit Frl. Elsa Fischer aus Dun. Streda. Zur Verlobung des Herrn JÖSIP ROTSTEIN, ZAGREB, mit FRL. SARA LICHTIG, HAMBURG und des Herrn JENÖ BERGER, SUBOTICA, mit FRL. SARA ROTSTEIN, ZAGREB sagen herzlichst Maseltow AGUDAS-JISROEL-LANDESORGANISATION Jugoslawien, Sitz ZAGREB Konkurs Bei der Nitraer orth. isr. Kultusgemeinde ist die vacante Stelle eines שרב וש״ייז der ein ירא שמים מרבים und ein vorzüglicher בעל הפלה ובעל קורא sein muß, zu besetzen. — Reflektanten wollen ihre Gesuche mit Abschrift ihrer קבלות, nebst Angabe ihres Alters, Familienstandes, Staatszugehörigkeit und bisherigen Wirkens an den gefertigten Vorstand einsenden. Gehalt laut Uebereinkommen. Zum Probevortrag werden nur die Berufenen zugelassen und Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. N i t r a, im Tewes 5697. * Der Vorstand ■ der Nitraer orth. isr. Kultusgemeinde. Neueröffnet! BUDAPEST Neu eröffnet! PENSION KARMEL ■■■■■I Sary Friedmann ■■■■■■■■I unter Aufsicht des ehrw. Rabbinates der orth. israel. Kultüsgemeinde Budapest in schönster Straße des herrlichen Budapest ANDRASSYSTRASSE 43 Hochelegante Zimmer, 1- und 2-bettig — Fließendes. Kaltu. 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Eigentümer, Herausgeber und Verleger; David Türk! (für eine Arbeitsgemeinschaft), verantwortlicher Redakteur: Karl Richter,׳ beide Wien, II., |£aizgasse-l2a; verantwortlicher Redakteur für die Tschechoslowakei: Siegfried Frommer, Bratislava, Zochgasse, 22/XIV/II. --י Druck: Druckerei- und Verlags-A.-G, lg. Steinmann, Wien, IX., Universitütsstraße 6/8. ‘