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Jüdische Presse · 1936-11-20 · 39 (20.11.1936) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
22 (1936)
Issue
39 (20.11.1936)
Date
1936-11-20
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 4 JÜDISCHE PRESSE Nr. 39 Neueröffnet! BUDAPEST Neu eröffnet! SS PENSION KARMEL Stry Friedmann ofth. כשר unter Aufsicht des ehrw. Rabbinates der orth. Israel. Kultusgemeinde Budapest in schönster Straße des herrlichen Budapest AN DNASSYSY NÜSSE 43 Hochelegante Zimmer, 1- und 2-bettig — Fließendes Kaltu. Warmwasser — Zentralheizung — Eleganter, großer Speisesaal — Bürgerliche Preise - Pauschalarrangements. Telephon 12-89-67 Das Sonntagruhegesetz Ein neuer Schlag bedroht das orthodoxe Judentum unseres Landes, der die Interessen des gesetzestreuen Einzelnen sowohl wirtschaftlich wie auch religiös schwer treffen würde: Die Einführung der allgemeinen und vollkommenen Sonntagsruhe in der ganzen Slowakei und PKR. Dieses Problem hat alle Thoratreuen unseres Leindes jahrelang in Atem gehalten, bis es im Frühjahr 1931 zur Einführung der vollkommenen Sonntagsruhe zunächst in Bratislava kam. Mitschuldig daran war nicht zuletzt auch die Passivität, mit der man der drohenden Gefahr gegenüberstand. Denn zu spät wurde das Memorandum der Offiziellen Orthodoxie an die Minister Versendet, zu spät erfolgten die Vorsprachen in den Ministerien und bei den zuständigen Behörden, zu spät auch die Protestversammlungen, die dann nichts mehr ausrichten konnten. Daß der Schlag gegen das orthodoxe Judentum in Bratislava vom Jahre 1931 mit Recht das gesamte orthodoxe Judentum des Landes in Unruhe versetzte, zeigen die Ereignisse unserer Tage. Es mußte wohl von damals an befürchtet werden, daß die Bestrebungen, die allgemeine Sonntagsruhe gesetzlich zu erzwingen, sich auf das ganze Land erstrecken werden. Daß diese für die religiösen Juden ruinösen Bestrebungen jedoch von einem Juden geleitet werden sollten, hätte man nie gedacht. , Wie die Zeitungen berichten, hat vor kurzem der Abgeordnete der sozialdemokratischen Partei — die bei der letzten Wahl auch die Stimmen der ״jüdischen Parteiler“ auf sich vereinigte —, Herr Robert Klein, in Koäice im Kreise der Privatangestellten einen Vortrag gehalten, in dem er sich^ hauptsächlich für die Einführung der vollkommenen Sonntagsruhe auch in der dortigen Gegend einsetzte. Er hatte auch den traurigen Mut, wörtlich zu sagen: ״Wenn es hingegen das Judentum in der Slowakei und PKR. so sehr schmerzt, die Geschäfte zwei Tage in der Woche geschlossen zu halten, so mögen sie diese Samstag nicht schließen, sondern offen halten, wie jeder andere Bürger“. So spricht ein Jude, der Klubkollege der Herren Abgeordneten der ״Jüdischen Partei“, , die soviel von der jüdischen Not spricht. So spricht ein Mann, der von zionistischer Seite dazu berufen war, die Judenheit der Tschechoslowakei bei ihrem ״Jüdischen Kongreß" in Genf zu vertreten. Wenn Herr Abg. Klein als der parlamentarische Vertreter der Privatangestellten glaubt, daß er durch diesen seinen Vorschlag den Angestellten nur Vorteile bringt, dann irrt er. Die Erfahrung lehrt, daß durch den Sonntagsruhezwang — der der Kaufmannschaft die größten Einschränkungen auf erlegt — eine Anzahl von Angestellten postenlos wird. Wir wissen nicht, inwieweit die Bestrebungen des Herrn Abg. Klein in der heutigen Zeit des wirtschaftlichen Tiefstandes Anklang finden werden. Anlaß genug ist jedoch jetzt für die zuständigen orthodoxen Instanzen vorhanden, auf der Wacht zu sein und alles zur Abwehr dieses Attentats auf die Interessen des glaubenstreuen Judentums rechtzeitig zu unternehmen. a. o. Für Reisende aus der Tschechoslowakei־ nach Palästina Die Tschechoslowakisch-palästinensische Handelskammer in Prag teilt mit, daß die Paßabteilung der Kgl. Gesandtschaft Großbritanniens nur dann ein Visum mit üblicher Kaution für Palästina erteilt, wenn der Gesuchsteller außer der Bestätigung der genannten Handelskammer auch einen glaubwürdigen Ausweis vorlegen kann, daß er nach Palästina eine unumgängliche Handelsreise macht. Der Handelsreisende muß der Tschechoslowakisch-palästinensischen Handelskammer in Prag diese Dokumente, namentlich in Form einer Korrespondenz mit den palästinensischen Kunden und in Form einer Bestätigung der Firma, welche ihn nach Palästina entsandte, als Beweis vorlegen, daß die Reise des Gesuchstellers ge- •schäftlich notwendig ist und daß es sich nicht •um eine Vergnügungsreise handelt. Diese neue Praxis wurde in der letzten Zeit als Schutz gegen Mißbrauch der Handelsreisen zu anderen Zwecken eingeführt. Unterrichtsminister Franke in Bratislava Vor kurzem weilte der Unterrichts- und Kultusminister der Tschechoslowakischen Republik, Dr. Emil Franke, zu offiziellem Inspektionsbesuch in unserer .Stadt. Eine Deputation, mit Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Schreiber an der Spitze, begrüßte den Minister seitens der Zentralkanzlei der orth. isr. Kultusgemeinde in der Slowakei und meldete ihm bei dieser Gelegenheit, daß sie in nächster Zeit um eine Audienz bei!ihm in Prag ansuchen werde, um die sein Ressort betreffenden Wünsche des orth. Judentums vorzubringen. Die Milchaktion in Bratislava Die Milchaktion an den Schulen in Bratislava, die als ein besonderes Verdienst der Allgemeinen Bank A. G. in Bratislava und ihres Direktors Adalbert F o r b a t h schon seit neun Jahren ihre segensreiche Tätigkeit ausübt, hat für das Winterhalbjahr 1936/37 in diesen Tagen ihren Anfang genommen. Vorläufig wurden in das Verzeichnis 500 Schüler aus Familien der Unbemittelten und hauptsächlich Arbeitslosen auf genommen. Das Schulinspektorat I in Bratislava spricht im Namen der beteilten Kinder seinen herzlichsten Dank aus. Das Autonomieproblera in PKR. Aus U % h 0 r 0 d wird uns geschrieben: In hiesigen jüdischen politischen Kreisen hat es große Verwunderung hervorgerufen, daß der Gouverneur von PKR., Hrabar, zu seinen Verhandlungen über das Autonomieproblem in PKR. keinen offiziellen Vertreter der Judenheit von PKR., die über 15 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht, heran■־ gezogen hat. (Von unserem Korrespondenten) — Eine ungarische Schriftstellerin, Jolän F ö 1 d e s, hat einen hohen internationalen literarischen Preis gewonnen. Sie hat mit dem Judentum nichts zu schaffen und ist bereits seit ihrem sechsten Lebensjahr getauft. Dennoch roch die rassenschntifflerische Presse ״den penetranten Gestank“ der Trommelgasse (eine Gasse im Armen- und Judenviertel der ungarischen Hauptstadt) an ihr. Sie — und mit ihr das Judentum — wurden scharf angegriffen. Es wiederholte sich bei ihr das Schicksal der olympischen Sieger jüdischen Geblüts, die ebenso dumm und gehässig angegriffen wurden, weil sie Ehren für ihr — ungarisches Vaterland heimbrachten. — Im Oberhaus des ungarischen Parlaments widmete der Vorsitzende Graf Bertalan SzdchCnyi dem verstorbenen Vorsitzenden der Orth, isr, Landeskanzlei einen Nachruf, der im Protokoll des Herrenhauses verewigt wurde. Graf Szdchönyi hat auch telegraphisch der Witwe kondoliert. Könäolenzdepeschen sandten auch Minister- Präsident Daränyi und Kultusminister Homan. — Die zionistische Organisation für Ungarn läßt ihren Jahresbericht erscheinen. Sie beklagt sich darin in wehmütigem Tone darüber, daß die ungarisehen Juden sich nicht in entsprechender Zahl und Weise an der zionistischen Arbeit beteiligen. Das ungarische Judentum bildet laut den Feststellungen dieses Berichtes ״eine Insel“. — Die katholische Tageszeitung ״Magyarsäg“ in Budapest hat .wiederholt Angriffe gegen die J eschiwo in Oedenburg, deren Leiter Dr. Simon Posen, der Oberrabbiner der Orth. isr. Gemeinde, ist, veröffentlicht. Auf Grund dieser Angriffe hat ein Mitglied der Verwaltungskommission des Komitats Oedenburg eine Interpellation an den Schulinspektor des Komitats, Studienrat Karl Schlegel, gerichtet. Die Antwort des Schul- Inspektors ist jetzt zur Veröffentlichung gelangt und ist bestimmt dazu geeignet, den jeschiwofeindlichen Hetzen in Ungarn ein für allemal ein Ende zu bereiten. Der Schulinspektor stellt vor allem fest, daß laut Ministerialbeschluß vom Jahre 1887 die Erhaltung und Beaufsichtigung der Jeschiwos eine autonome Angelegenheit des orthodoxen Judentums ist. Des weiteren erklärt der Schulinspektor, daß die sogenannten Bachurim es für ihren höchsten Lebenszweck erachten, die heiligen Bücher der israelitischen Religion gründlich zu studieren und sich darin zu vertiefen. Die Aufsicht über sie •hat der Rabbiner, der ganz unentgeltlich den Unterricht erteilt und dessen Wissen durch Rabbinatsautorisation wie auch durch die öffentliche Meinung bestätigt wird. Für den Lebensunterhalt der Bachurim sorgen die Eltern und insofern es sich um mittellose Jünglinge handelt, werden sie an der Mensa der Jeschi wo verköstigt, welche von der orth. isr. Gemeinde erhalten wird. Uebrigens hat die, Behörde einwandfrei festgestellt, daß die in den Jeschiwos studierenden Jünglinge fromme, g-ttesfürchtige, die Gesetze des Vaterlandes ehrende, von jeder extremen Richtung weit entfernte Menschen sind, die zu treuen Staatsbürgern heranwachsen. Jede revolutionäre Idee ist ihnen fremd, da eine solche im Gegensatz zu ihrer Religion stehen würde. — Die Orth. isr. Zentralkanzlei für Siebenbürgen und die angeschlossenen Gebiete hat für den 28. Dezember laufenden Jahres eine Wahlversammlung einberufen, deren Aufgabe die Neuwahl der zentralen Instanzen der dortigen Orthodoxie sein wird. — Wie bereits berichtet, hat das rumänische Unterrichtsministerium verfügt, daß der jüdische Religionsunterricht aus den staatlichen Schulgebäuden verbannt sei. Die jüdische öffentliche Meinung reagierte auf diese Verfügung sehr stark, denn man erblickte darin den ersten Schritt zur gesetzlichen Sonderbehandlung der Juden. Der greise Präsident der Orth. isr. Zentralkanzlei, Rabbiner Wesel, hat in dieser Angelegenheit Schritte beim Kultus-, wie auch beim Unterrichtsministerium, unternommen und auch persönlich bei den Ministern Iamandi und Anghelescu vorgesprochen. Bei beiden Instanzen wurde ihm die Zurückziehung der Verordnung, versprochen. Die letzten Meldungen der jüdischen Tageszeitung ״Uj Kelet“ besagen; daß die Verordnung auch tatsächlich bereits rückgängig gemacht wurde. Seefeld, Tirol 1200 m, Wintersportplatz, heilklimatischer Höhenkurort, schneesicher, Waldspaziergänge. Pension Geschwister Scheer jetzt Haus Waldruhe, direkt am See und Wald, Vorzügliche Küche,' streng כשד• Saisonbeginn: Mitte Dezember. I Die besten Eisen-Wurst-und Selchwaren 3mal täglich frisch bei -- HAGEL, Wien II, Praterstr. 33 I Rasiere dich ohne Messer mit dem gesch. 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Perele Wieder, Zagreb, sagen herzlichst Maseltow Agudas-Jisroel-Landesorganisation Jugoslawien, Zagreb. ברכת מדם לכבוד חברנו הנצבר היה הכי החתן המעוטר־ במעלות ובמדות רמוה, מלפנים גבאי רהברתצו מוהיי שמואל אהרן כ״<ז עהרענטרייא די לצשואיו עם בת הובנו מדד, אליעזר אהרן ביין משארלוהי. יהיר שזוונך ייעלה יפה יפה ובנינך יהי׳ בנין עדי עד. תורד■ וגדולה יתרכזו על שלהנך ובני ביתך מתון4 עושר ואושר. בשם חברה חריפות בישיבה הרמה פיב משד, שמחה פריעדדיך, יוסף משה שעכטער, בן־ציון בהן אזהרה! עם מירד אופמערקזאם געמאכט, ד$םפ דער הבשר, יען וזיר אויף דיא שפייזעפעטטען דער אוושהאר^דעי שפייזעפעטטפאבריק געבען נזר פיר דיא 1/8 אוגד «/' קילא־פאקונג געלטען, וועלכע אונזערע •הכשר שטעמפעל• מויגנעטען) אונד זעלבע קעננען ווירקליך גענאבסען ווערדען הן למאכלי חלב הן למאכלי בשר בלי שום חשש כלל. — דאגעגען דיע לעדיגע ווארע, ודא אין פעםסעל, שעפשעל, קיסטע $דער אנדערע פאקונגען זינד הדר טריפה. — ביטטע דאהער צו אכטען נור' פאקעל־ווארע 1/8 אונד «4 Vךלא מיט הכשר וויגנעטען צו נוטצען. ביד צדק דקיק אוושה^ד דוד שליסטעל דיינא רבא ומו*צ דקיק מונקאטש (חותם) <חותם> Konkurs In der aut. orth. isr. Kultusgemeinde Sered wird per 1. Jänner 1937 ein שוחט ובודק מומהה תיח ויריש מרבים der zugleich ein vorzüglicher Vorbeter sein muß, gesucht. Zum Probevortrag werden nur Berufene zugelassen, Reisespesen nur dem Akzeptierten vergütet Bewerber mögen Abschriften ihres tschechoslowakischen Heimatscheines und ihrer קבלות an den gefertigten Gemeindevorstand einsenden. Sered, den 10. Oktober 1936. T. G. Löwy, Emil Steiner, ׳Sekretär. Gemeindepräses. In sM orthodoxes sutesHaus derScltweiz ERZIEHER (Hauslehrer) יריש der die deutsche und slowakische Sprache beherrscht, ledig, wird in einer größeren Provinzstadt gesucht. Perfekter Slowake wird bevorzugt. Gehalt laut Uebereinkommen. Zuschriften unter ״intelligent und tüchtig" an die Bratislavaer Administration des Blattes. Eigentümer, Herausgeber uod Verleger: David Türk! (für eine Arbeitsgemeinschaft), verantwortlicher Redakteur: Karl Richter, beide Wien, II״ Malzgasse J3a, — Druck: Druckerei•׳ u. Verlags■׳ A.-G. Ig. Steinmann, Wien, IX., Universitätsstraße 6/8. Junger Mann von anständiger jüdischer Familie, mit Existenz, wird für 22jähriges, schönes Mädchen aus vornehmer Familie, Beth- Jakob-Lehrerin in einer Residenzstadt der Slowakei mit tsch. K 100Ö definitivem Monatsgehalt ־und separater Mitgift, gesucht. Unter Chiffre ״Nur Kluge“ an die Bratislavaer Administration dieses Blattes. Gutsituierter 26 jähriger Kaufmann ח׳ ח sucht tüchtiges, nur schönes Mädchen aus orthodoxem Haus. Entsprechende Mitgift erwünscht, jedoch nicht Bedingung. Schadchen erwünscht. Zuschr. unter ״Wien“ an die Adm. Suche für meine Schwester aus bestem jüdischem Hause, lieb und tüchtig, mit eingerichteter Wohnung und Geld, einen charaktervollen Mann, nicht unter 35 Jahren. Auch Witwer, eventuell mit Kind, nicht ausgeschlossen. Zuschriften unter ״Existenzmöglichkeit" an die Wiener Administration des Blattes. £ Um a> 43 דף יומי משנה יומיח Kalendarium Tag <u ln E זבחים אהלות 2 o Z משנה פרק Freitag 6 20 מז ה י Samstag 7 21 מח ו " פ׳ דצא Sonntag 8 22 מט ז Montag 9 23 נ א יא Oienstag 10 24 נא כ " Mittwoch 11 25 נב ג " Qonnerst. 12 2a נג ד Freitag 13 27 נד ה " Samstag 14 28 נה ו " ם׳ וישלח לבנה (כסלס סוף זמן קדוש 5 Mozze-Schabbos, i8. November Gebetzeiten 6׳ וייצא WIEN üiaTiSUVA Uhr Min. Uhr Min. 6 08 6 08 8 40 8 40 4 10 4 ב0 7 00 7 30 ״9 30 9 30 3 30 3 30 5 00 4 55 ö 30 6 30 4 15 4 30 הנחת תפילין בשעת הדחק. סוף זמן קריאת שמע של שחרית , . . . כשכחג קבלת שבת קודש (מנחה בעשיק) השכמה . שחרית . מנחה .. מעריב במוצש׳ק . 3חול: שחרית ........

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