Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 22 (1936)
- Issue
- 37 (30.10.1936)
- Date
- 1936-10-30
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite S JÜDISCH» MESSE Nr. 37 diesen Gebieten von den Arabern unabhängig gemacht, detat wollen, diese ihre verlorenen Posten aufüchgewinnen. Schon am ersten Tag nach Abbruch des Streiks hat Sich die arabische Konkurrenz m Haifa bemerkbar gemacht. Auch hier werden das jüdische Verantwortungsbewußtsein uttd Solidaritätsgefühl stärker sein müssen, als der billigere Preis. — Das gleiche gilt für die Industrie. ln einer Konferenz der palästinensischen Industrie!- len ist der Beschluß gefaßt worden, ab jetzt nur jüdische Arbeiter zu beschäftigen. Gleichzeitig richtete die Konferenz an die Regierung die Forderung nach Einführung von Schutzzöllen und an den Jischuw den Appell, die heimische Produktion zu fördern. (Anmerkung der Redaktion: Inzwischen meldet bereits die J. T. A., die Mandatsregierung werde mit Wirkung vom 1. Jänner 1937 einer Reihe neuer Industrieunternehmüngen Schutzzölle gewähren und gleichzeitig die Rohstoffeinfuhr dieser Fabriken von den staatlichen Abgaben befreien.) '•NF Heber aiten diesen Wirtschaftlichen N0t^g)g|igkeiten steht jedoch der politische Kampf, der erst jetzt in vollem Umfang beginnt. In den nächsten Wochen soll die Königliche Kommission ins Land kommen. Das Verhalten der Palästina-Behörden, die ein merkwürdiges Benehmen den Banden gegenüber an den Tag legen, lassen geheime Abmachungen und gewisse Gefahren befürchten.״Die Situation erfordert Einigkeit und Geschlossenheit der jüdischen Gruppen, unbeugsame Energie und restlose Disziplin. Die vergangenen Monate lassen die Hoffnung darauf berechtigt erscheinen. Die Königliche Kommission Die Abreise der Kgl. Untersuchungskommissiön für Palästina ist für Donne rstag, den 5. November 1936, festgestzt worden. Mit der Kgl. Untersuchungskommission werden auch einige Beamte und Stenographen aus England nach Palästina kommen. Von den Beamten der Palästina- Regierung werden für die Arbeiten der Kommission diejenigen ausgesucht werden, die sämtliche offiziellen Landessprachen Palästinas beherrschen und als Dolmetscher Verwendung finden können. Polizeistunde aufgehoben Offiziell wird mitgeteilt, daß der Ausnahmezustand auf den Straßen und Eisenbahnen Palästinas teilweise aufgehoben wurde. Das Verbot, nachts ohne Erlaubnis die Straßen zu betreten, gilt nur für die Zeit von Mitternacht bis 4 Uhr morgens. In einigen Tagen soll die Verkehrseinschränkung ganz aufgehoben werden. Arabischer Boykottierror Die arabischen Führer haben einen scharfen Boykott der jüdischen Geschäfte in Palästina organisiert. Vor den Läden der jüdischen Kaufleute werden nach dem Muster der Nationalsozialisten in Deutschland und der Nationaldemokraten in Polen Boykottposten aufgestellt. Ferner bemühen sich die arabischen Führer, die arabischen Kaufleute dazu zu bewegen, ihre Waren anstatt von jüdischen Importeuren aus den arabischen Ländern zu beziehen. Arabische Kapitalisten beabsichtigen, eine Gesellschaft zur Finanzierung des arabischen Handels ins Leben zu rufen. Die Terrorbanden Die arabischen Terrorbanden scheinen sich für alle Fälle auf einen ״Winterfeldzug“ vorzubereiten. Die Arbeitertageszeitung ״Davar“ berichtet, daß der Oberste Arabische Ausschuß eine Aktion zur Versorgung der Banden mit Winterkleidung eingeleitet hat. Aus arabischer Quelle wird gemeldet, daß der Oberste Arabische Ausschuß dem ultimativ gestellten Ersuchen der Terrorbanden nach Geldentschädigung nachgekommen ist und den Banden eine große Geldsumme hat zukommen lassen. Die Banden bleiben bewaffnet und halten sich in den Bergen verborgen. Es verlautet, daß die britische Militärmacht Beweise in Händen hat, daß der oberste Terroristenführer Fauzi Bey el Kaukadyi, von dem es hieß, daß er Palästina fluchartig verlassen hatte, sich immer noch in Palästina, und zwar in der Gegend zwischen Nablus und Jenin, aufhält und die Terroraktion nach wie vor leitet. Der Zwischenfall in Tel־Aviv Alle Juden, die im Zusammenhang mit dem Feuer- Überfall auf zwei Araber im Norden von Tel-Aviv am letzten Samstag verhaftet wurden, sind wieder in Freiheit gesetzt worden. Es haben sich Zeugen gemeldet, die bekundet haben, daß ein europäisch gekleideter junger Araber zur Zeit des Ueberfalls auf einem Fahrrad in der Richtung zur Attentatsstelle fuhr. Die Person dieses Arabers ist bekannt. NazitfSpion verhaftet Fritz Simrok, ein aus Deutschland stammender Nationalsozialist, der illegal nach Palästina gekommen ist, wurde von der Tel-Aviver Polizei verhaftet, weil er sich verdächtig machte. Es wurden bei ihm Geheimdokumente gefunden, die auf seine Tätigkeit als Nazi-Spion hinweisen. Er wird demnächst des Landes verwiesen werden. Schlechte Eisenbahnverhältnisse in Palästina In den Monaten der Unruhen, die eine starke Behinderung des Kraftwagenverkehrs bedeuteten, hat es sich gezeigt, daß die palästinensischen Eisenbahnen den Transportbedürfnissen des Landes nicht in entsprechendem Maße gewachsen sind. Die palästinensische Presse hat wiederholt auf die Unzuträglichkeiten hingewiesen, die sich durch eine Erhöhung der normalen Reisedauer auf das Doppelte und die bis zum äußersten überfüllten Personenzüge und Güterwagen ergeben haben. Güterwagen auf der Strecke nach Jerusalem waren in den letzten Wochen für den privaten Verkehr überhaupt nicht zu erlangen, weil das gesamte rollende Material für Militärtransporte in Anspruch genommen war. Die in den letzten Monaten mehrfach vorgenommenen Tarifsenkimgen für Gütertransporte von Haifa nach Jerusalem und Jaffa—Tel-Aviv sind durch den Mangel an Güterwagen und die sonstigen Unzulänglichkeiten praktisch gegenstandslos geblieben. Rückgang der Baubewegung Das Statistische Regierungsamt veröffentlicht Ziffern über die im ersten Halbjahr 1936 erteilten Bauerlaubnnisse für Neubauten. Sie sind gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres um 36 Prozent gesunken. Am stärksten war der Rückgang in Jaffa, wo im ersten Halbjahr 1936 Erlaubnisse für 54.436 Quadratmeter Bodenfläche gegenüber;132.067 Quadratmeter Bodenfläche in der gleichen Zeit des Vorjahres erteilt worden sind. In Tel-Aviv sanken die Bauerlaubnisse von 237.023 auf 139.126 Quadratmeter, in Haifa von 264.417 auf 134.091. Gestiegen sind in Jerusalem die für Bauten erteilten Erlaubnisse von 79.910 Quadratmeter Grundfläche auf 90.993 Quadratmeter. Im Juli trat in Haifa und Tel-Aviv eine geringe Belebung ein, die die Ziffern des Monats Juni übersteigt. Die Zahl der Bauerlaubnisse gibt an sich Neue Flugverbindung' Europa—Palästina Nachdem Polen eine regelmäßige Flugverbindung nach Palästina eingeführt hat, wird nunmehr auch von Italien eine regelmäßige Flugverkehrslinie zwischen Italien und Palästina auf der :Strecke Brindisi—Haifa eingeführt. Diese Strecke, die über Athen und Rhodos führt, legt das italienische Flugzeug in! 24 Stunden zurück. %s tistigec schützt 3(ue kakne< t ZAHNPASTA Erzeugt nach den von der W. V» d- Zahnärzte Wiens approbierten Rezepten und unter ständiger Kontrolle der zahnärzftkhen und pharmakognosHschen Institute der Universität in Wien. Demonstration gegen Chillul Sdiabbos in Jerusalem Mitglieder des Verbandes ״Schomre Schabbat" haben vor einem Kaffeehaus in dem Jerusalemer jüdischen Stadtviertel Rechawia, das am Sabbat offen hält, eine stille Demonstration veranstaltet. Ein langer Zug von Rabbinern, Akademikern und Studenten, an ihrer Spitze Rabbi Teitelbaum, Rabbi Spector, Dr. Falk Schlesinger, Dr. Isaac Breuer und andere führende Persönlichkeiten, zog dreimal stumm an dem Kaffeehaus vorüber. Beim dritten Vorbeimarsch wurden die Demonstranten von einer Polizistenkette aufgehalten, die sie aufforderte, sich zu zerstreuen. Der Aufforderung wurde in voller Ruhe Folge geleistet. Oesterreidis Handelsverkehr mit Palästina Aus dem Berichte der ״Oesterreichisch-Palästinensischen Wirtschafts- und Handelskammer" ergibt sich, daß die Wirtschaftsbeziehungen Oesterreichs zu Palästina, welche bereits in den Jahren 1934 und 1935 einen sehr erfreulichen Stand erreicht hatten> im ersten Halbjahr 1936 infolge der bekannten Ereignisse eine arge Einbuße erlitten, indem die Ausfuhr Oesterreichs nach Palästina tun fast 40 Prozent gesunken ist, während die Einfuhr Palästinas mach Oesterreich um 25 Prozent zurückgegangen ist. Die Einfuhr von Orangen im ersten Halbjahr 1936 ist von 97 auf 21 Waggon zurück■: gegangen. Die Einfuhr von Grape-Fruits ist im Jahre 1936 von 4 auf 8 Waggon gestiegen. Der Bedarf Oesterreichs an diesen Früchten wird nunmehr fast zur Gänze aus Palästina gedeckt. Die Einfuhr von Olivenöl hat im ersten Halbjahr 1936 eine Verringerung erfahren, die Einfuhr von Wein hat sich dagegen verdoppelt. In der Kategorie der Rohstoffe. und Halbfabrikate ist eine stetige Erhöhung des Wertes der aus Palästina nach Oesterreich eingeführten Waren zu beobachten; im ersten Halbjahr 1934 betraf die Einfuhr S 45.000, 1935 S 72.000, 1936 S 175.000. Die Einfuhr fertiger Waren aus Palästina hat im Jahre 1936 eine bedeutende Erhöhung erfahren, was ein Zeugnis der erhöhten Leistungsfähigkeit Palästinas gibt. Als Mittel gegen rheumatische Schmerzen ist Alpa- Franzbranntwein von ganz besonders schmerzberuhigender und angenehmer Wirkung! Der Arzt wird Ihnen sicherlich gern bestätigen, daß regelmäßige und gründliehe Massagen mit Alpa-Franzbranntwein den Blutkreislauf beschleunigen und regeln, die Muskeln stärken, die Nerven beruhigen und den Schmerz lindem. Alpa wird nur in Originalflaschen mit der blauen Etikette und Plombe verkauft. | FEUILLETON ■ Der Doppelgänger Ein Bild aus naher Vergangenheit (Schluß.) Hier wurde die Tür wieder geöffnet und der Edelmann warf einen Blick in das Innere. Er erblickte einen Haufen von armseligen! Menschen, welche von sich das alltägliche Kleid und damit das alltägliche Elend geworfen hatten und die wie verwandelt dastanden, strahlend von einem tiefen inneren Gefühl und von dem Ernst der Gedanken. Und unter ihnen saß Jankel, vielleicht der Aermste zwischen ihnen, gleichsam losgelöst von dieser Welt und ihrem Tand, und führte das Wort; und es war ein kraftvolles Wort, wie mit magnetischer Kraft begabt, welches sie hinaus- und ihre Herzen in eine höhere Region hinwegzutragen schien, wohin der Lärm des werktägliehen Treibens nicht drang, noch der Widerschein des groben und brutalen Lebenskampfes, wo eine eigenartige Heimlichkeit herrschte, eine festliche Lebensstimmung, eine überirdische Harmonie waltete. Diese Stimmung fing an, auf den Edelmann1 zu wirken. ״Was trägt er denn dort vor?“ fragte er wieder und dämpfte unwillkürlich die Stimme, in der ein achtungsvoller Klang zu vernehmen war. ״Was er vorträgt? Pirke Aboth trägt er vor. Das liest nämlich jeder fromme Jude am Sabbath-Nachmittag den ganzen Sommer lang‘‘״ ״Both, was heißt denn das? Könnte mir nicht jemand das erklären?“ ״Sehr gern“, antwortete der junge Mann mit den Augengläsern. ״Ich höre ganz gut, was Reb Jankel jetzt sagt, und kann es Ihnen übersetzen: ,Rabbi Elieser pflegte zu sägen: ,Es soll dir die Ehre deines Nächsten ebenso teuer sein, wie deine eigene Ehre. Hüte dich vor dem Jähzorn und; tue Buße einen Tag vor deinem Tode.' So lehrte Rabbi Elieser. Und Reb Jankel erklärt das, wie folgt; ,In der Heiligen Schrift heißt es nur: Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst', er aber geht weiter und befiehlt, die Ehre, die Menschenwürde des Nächsten zu achten und zu lieben. Wer, seinen Nächsten erniedrigt, der handelt, wie wenn er seine Seele beschimpfte. Wer aber dem Jähzorn verfällt, der sündigt, wie wenn er Götzendienst triebe. Und der Weise befiehlt uns, daran jeden Augenblick zu denken. Was bedeutet nämlich das'Wort: ,Tue Buße־ einen Tag vor deinem Tode?‘ Kein Mensch kennt ja den Tag seines Todes. Das bedeutet eben nichts anderes, als daß wir, da uns die Todesstunde unbekannt ist, jeden Augenblick Buße tun und unsere Sünden bereuen müssen. Wie aber sollen wir Buße tun? Worin besteht das Wesen der Buße? In der Reue, in dem Gebet und in den guten Taten..." Der junge Mann sprach langsam und etwas schwerfällig; endlich sagte der Edelmann mit leiser Stimme: ״Solche Dinge also lehrt Jankel?“ Und der arme verachtete Faktor, von dem er einmal bezweifelte, ob er eine Seele habe, fing an, in seinen Augen zu wachsen und zu steigen. Ein helles, warmes Licht floß durch, den Raum und auf die Versammlung herunter. Der Edelmann erblickte nun vor sich auch' andere Handwerker, Krämer, ganz kleine, verachtete Menschenwesen, die sich gleichfalls von dem Schmutz der Erde loslösten und die Lehre von der Achtung vor der Ehre des Nächsten predigten, und davon, daß man den Mitmenschen Liebe und Sanftmut erweisen, und stets bereit sein müsse, vor dem Antlitz des Allvaters zu erscheinen. Und Jankel Faktor war einer von den vielen, die für ihre Ueberzeugung auf dem Scheiterhaufen, oder von der Schärfe des Schwertes fielen. Aber Jankel Faktor ging gleichwohl auf der Welt herum wie ein Doppelmansch. Er bestand eigentlich aus zwei Menschen, von denen der eine ein kleines, verächtliches, getretenes Würmchen war und der zweite ein hehrer Lehrer.,. ״Es soll dir die Ehre deines Nächsten teuer sein...“ Nein, das war zu seltsam, ,zu unbegreiflich... Der gnädige Herr hatte einst die Vorträge berühmter Professoren und die Predigten großer Kanzelredner gehört, er hatte viele literarische Werke gelesen, er kannte den Ehrenkodex so manchen Landes, aber niemals hatte ihm jemand so kategorisch zugerufen: AQbte die Ehre deines Nächsten, wie deine eigene... , Erst dieser obskure, armselige, unkultivierte jüdi« sehe Faktor läßt ihn diese Lehre vernehmen... Wie seltsam. Und schweren Schrittes, von einem reinen Gedanken beherrscht, ohne jemand zu bemerken, entfernte sich der Edelmann. Früh am nächsten Jorgen stand Jankel vor ihm. . Er war wie sonst, ־demütig, gebückt, sein gelbes, kleines, zerknittertes Gesicht sah aus wie eine vertrock-« nete Zitrone, Der Hut, dessen Urstoff man nicht erkennen konnte, und der Rock, ein Mosaik verschiedenfarbiger Flicken, ließen ihn noch armseliger und beinahe komisch erscheinen. ״Verzeihen Sie, gnädiger Herr“, fing er an und brachte seinen Rücken in eine Reihe tiefer Verbeugungen, ״aber den Sabbathtag müssen Sie mir . schon schenken. Sie wissen vielleicht nicht, gnädiger Herr, daß wir am Sabbath eine andere Seele haben... Und diese andere Seele kann ich nicht vor die werktäglichen Geschäfte spannen... So wahr ich meiner Frau und meinen Kindem Leben und Gesundheit wünsche, das kann ich nicht!“ Der gnädige Herr betrachtete Jankel forschend und drehte seinen Schnurrbart. ״Sag mir mal, Jankel“, fing er mit einem ungewöhnlichen Ernste an, ״wer bist du eigentlich? Seit gestern denke ich darüber nach und kann es nicht verstehen. Wer bist du, was bist du? Und wie soll ich es mir erklären, daß du gestern ein anderer warst, und heute wieder ein anderer bist?“ ״Ach, gnädiger Herr, Sie sprechen so zu npr? — Sie wollen solche Sachen wissen?" Der winzige, armselige Jude richtete sich gerade empor, in seinen Augen spielte ein seltsames Feuer, seine Stimme tönte in einem tiefen, feierlichen Klang: ״Was ich bin? Ich bin Jankel Faktor, Ich bin ein Jude... Und wenn Sie wollen, gnädiger Herr, ich bin das Judentum... Daher diene ich und lasse mich von den Hunden zausen, und wenn ich mit diesen Tieren befreundet werde, amüsiere ich sie und hüpfe und tanze und bin sanftmütig, obgleich ich von Walek und seinesgleichen Rippenstöße bekomme. Wie ich Ihnen das erklären soll? Ja, wenn ich hierher käme und Ihnen meine Pirke Aboth vortragen wollte, Sie würden mich hinauswerfen und meine Frau und meine Kinder hätten nichts zu essen. Daher betrage ich mich so, wie Sie es wünschen. Daher spreche ich zu Ihnen in dieser Sprache, an die Sie gewöhnt sind, meine eigene Sprache aber...“ ״Jankel!“ Die zarte, feine Altstimme kam aus dem geöffneten Fenster des Palastes. Mit einem Sprunge war der Gerufene an Ort und Stelle. ״Nun, was hört man von meinem Kleide? Warst diu bei der Schneiderin, Jankel?“ Der Edelmann erwachte augenblicklich und schüttflte die törichten Träumereien von sich. Er faßte sich beim Kopfe. G-tt im Himmel! Dieses Kleid seiner Ge׳־ mahlin und dann wieder der Mangel an diesem verfl....י Gelde! ״Jankel!“, donnerte er nach alter Weise, ״Zu Befehl, gnädiger Herr!“