Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 22 (1936)
- Issue
- 33 (16.9.1936)
- Date
- 1936-09-16
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Kr. 33 'Siitrt vos Wollte z!» Wo cli e 0 Im Verlauf des Monats August sind in Paläs tina 2865 jüdische Einwanderer neu eingetroffen. 0 D&r Vizekönig von Abessinien, Gene* ral Graziani, empfing in längerer Audienz den Delegier* ien des Verbandes jüdischer Gemeinden Italiens, Adv. Carlo Viterbp. Der Vizekönig versprach Viterho, daß die abessinische Regierung gerne die arbeitsame and friedliche F atascha- Be v Ölke run g materiell und geistig fördern wolle, 0 In den Monaten Mai, Juni und Juli 19S6 wurden im Wege des Transfers Deutschland-Patäst inet Werte über 5,458.295 Reichsmark aus Deutschland nach Palästina überführt. Die Gesamtsumme des Transfers betraf Ende Juli 29,206.379 Reichsmark. 0 Zum Oberrabbiner von Rom an Stelle des verstorbenen Prof. Angelo Sacerdoti wurde soeben der bisherige Oberrabbiner von Alexandrien, Prof. Davide Pr at o, berufen. Die aus dem frühen Mittelalter stammende, vor einigen Jahren ausgegrabene historische S y nag o g e*in Cordoba, die anläßlich der vorjährigen Maimonides-Feiern seitens der Regierung der jüdischen Gemeinde übergeben wurde, ist jetzt in ein M ilit ärhos pital umgewandelt worden. Gouverneur London, der Gegenkandidat •Roosevelts in der gegenwärtigen Präsidentschaftswahlkampagne in USA., sprach in einer Versammlung der Amerikanischen Legion und nahm dabei entschieden gegen die Rassenfeindschaft Stellung, die in den Vereinigten Staaten in der letzten Zeit eine drohende Entwicklung annimmt. O ״Basler Nachrichten“ veröffentlichen grauenvolle Einzelheiten über das Schicksal der während des Hitler-Regimes nach Spanien aus gew ander ten deutschen Juden, die jetzt, nachdem sie im spanischen Bürgerkrieg alles, was sie aus Deutschland herübergerettet haben, verloren haben, nach Deutschland zurückkehren. Am Sonntag nachmittag fand im Hy de Park in London die erste vom Abwehrkomitee des Board o f Deputies veranstaltete Volksversammlung unter freiem Himmel statt. Mit dieser Veranstaltung hat die öffentliche Abwehraktion des Board of Deputies gegen die in letzter Zeit gegen die englische Judenheit unternommenen Angriffe begonnen. O Die Zahl der Gründungen in der palästinensischen Wirtschaft, die im Jahre 1935 einen Höchststand erreichte, hat sich erheblich vermindert. O Offiziell wird mitgeteilt, daß in den ersten acht I Monaten des Jahres 1936 5128 Juden in Biro-Bidsch an angesiedelt worden sind; davon ward 864 Fami- ■ lien und 1964 Einzelpersonen. Das Programm der jüdisehen Einwanderung für 1936 wurde in diesen acht Monaten nur bis zu 51,3 Prozent erfüllt} so daß bis zum Jahresende die Quote kaum erreicht sein wird. O Der Bischof v 0171 Chichester hat in der Zeitschrift seiner Diözese einen 'Artikel veröffentlicht, in dem er v o r der Ausbreitung des Judenhasses w a r 711 und alle Vertreter der Kirche auf fordert, bei der Herstelhmg freundschaftlicher Beziehunge71 zu den Jude7x mitzuhelfen. O Die N ation aide mokr atis c{lxe Partei hat zu den bevorstehe71den Stadtratswahlen in Lodz eine71 Aufruf erlassen, in dem als Hauptprogrammpunkt die Forderung figuriert, den Juden die politischen Rechte zu e71tziehen. Unbeschadet der verstärkten Sicherheitsmaßnahmen erneuerten sich die antisemitischen Auss ehr ei 17171 g e n in der Bezirkshauptstadt Radautz u71d Umgebung. Rechtsradikale Jünglinge zert7'ümmerten die Fensterscheiben in mehreren jiidische71 Wohnungen u71d Läde7% und• 7isse71 auch Zäune 71ieder. Eine Reihe jüdischer Bürger erlitt erheblichen Schaden. O Der ehemalige Gauleiter und Obe7'präsident von Be1'lm-Brande7iburg, Wilhelm Kube, hat sich ersch0sse71. Er war vor ku7'zem wegen umfa71greicher finanzieller Unte7'Schleife, Veru71treuu71g vo71 Parteigeldern usw. verhaftet, aber vor einige7x Tag671 e71tlasse71 worden. Wilhelm Kube war ei71er der blutrünstigsten Antisemiten in Deutschland. O Der Konstrukteur der weltbekan71te71 automatische71 Repetie7'pistole71 und Schöpfer der modernen ungarische71 Waffe71fab7'ikation, Obe7'hausmitglied Rudolf Frommer v. Fegyvernek, ist im Alter von 68 Jahren an den Folgen einer Gehirnblutung plötzlich gestorben. Er war ein treuer Sohn der jüdische71 Glaubens gemeinschaft u71d hat für jüdische wohltätige Zwecke viel gespendet. Nach einer Audie71z, die er dem österreichische Bundeskanzler Dr. Schuschnigg gewährte, fuhr der engl sehe König Eduard VIII. auf das Gut des Baron Euge71 Rothschild in Enzesfeld, von wo er am Nacl mittag einen Ausflug auf den Semmering unternahm. Die v07x einzelnen Zeitungen veröffentlichte Meldungen, daß in Italien den deutsch-jüdischen Em grünten Schwierigkeiten gemacht werden, wird von kon petenter Stelle als ohne jede Grundlage bezeichne Aus verschiede7xe7x Städte71 und Ortschafte P 0J e 11S-werden ununterbrochen antisemitische Exzess gemeldet, die neben zahl7'eiche7x Verletzte71 auch einig jüdische Todesopfer forderten. Anläßlich des bevorstehe7xden Rosch-Haschonc Festes habe7x der Präsident sowie sämtlich Minister der V er einig ten Staaten Neujahrs botschaften an die jüdische Gemeinschaft erlassen. Aue seitens anderer hoher und höchster Persönlichkeiten sin derai'tige Kundgebunge7x erfolgt. O Auf dem Nüimberger ״Pai'teitag der Ehre“ sin von Hitler, Roseixberg, Goebbels und Ley antisemiti sehe Reden gehalte7x worden. O Auf einem Bankett in Saloniki stellte de griechische Ministerpräsident M et ax a s fest, daß die i׳ letzter Zeit verbreiteten Meldungen über ein angeblic antisemitisches Programm der griechischen Regierung unzutreffend und als lächerlich zu bezeichnen seiet Laut ״Official Gazette“ wurde eine ,£alestin Petroleum Company“ in das Handelsregister ein getragen. Aufgabe der Gesellschaft ist die Ausbeutung von Ei'dölvorkommen in Palästina. Mitglieder der Gesell schaft sind vier Araber und ein Jude, .. ״ H’ G*ÜI1׳•11 ׳ Taborstraße 8 b, Telephon R-42-3-66, Atelier für feine Herrengarderobe. EJ An die jüdisefcen Eltern! Auf Grund eines Stadtsehulraterlassea sind die jtidisehen Schulkinder in sämtlichen Volks-, Haupt- Und Mittelschulen vom Schulbesuch an den jüdischen Feiertagen (RoSch-lfaschonoh, Jont-Kipur, Suko», Pessach und Schwuos) zu befreien. — Gleichzeitig wird daran erinnert, daß auf Grund eines im «fahre 1816 über Einschreiten der Schiffschul veröffentlichten. Erlasses des Unterrichtsministeriums, Lehrer und Schulleitungen auf die jüdischen Schüler keinen Zwang ausüben dürfen, das israe- Utische Gebot, sich am Sabbäth des Schreibens, Zeichnens und der übrigen Handarbeiten zu enthalten, zu übertreten. Die Einrückungen ins österreichische Heer Für den 1. Oktober, auf den heuer der erste Tag des Sukkothfestes (Laubhüttenfest) fällt, sind die ersten Jungmänner der wiedererstandenen österreichischen Armee unter die Fahnen gerufen. Da es eine Gepflogenheit des alten österreichischen Heeres war, die mit zu seinen Traditionen gehörte, daß auch die religiösen Ge* fühle der jüdischen geraten respektiert wurden, steht zu hoffen, daß die eingeleiteten Schritte zur Verschie* b u n g des Termins für die jüdischen Rekruten Er* folg" haben werden. ״Schomre Schabbos“, lt., Im Wefd 6 ln Anbetracht der bevorstehenden hohen Feiertage werden jene strenggläubigen jüdischen Arbeitslosen, deren Kontroll- oder Auszahlungstag auf einen der Neujahrsfeiertage, auf Jom-Kippur öder einen der Sukkostage fällt, eingeiaden, in unserem Sekretariat um Ausstellung einer Bescheinigung anzusuchen, auf Grund welcher die י Arbeitslosenämter den Kontroll-, bzw. Auszahlungstag auf einen anderen Wochentag verlegen. ״Mekor Chajim“, II., Große Schiffgasse 1 Am Schabbos Schuwoh hält Herr Rabbiner® Aron Leb wohl (Lublin) nachmittags um halb 5 Uhr im ״Mekor Chajim“ eine Droschoh. Gäste sind herzlichst Willkommen. ME l;r.Ht.Y73 Beth-Jakob-FortHildungsschule Wie wir erfahren, sind die Vorbereitungen für die Eröffnung dieser Anstalt bereits so weit gediehen, daß der Semesterbeginn schon für; Mitte Oktober festgesetzt werden konnte. Der Lehrpälan dieser Schule wird dem Lehrplan der Wiener Lehrerinnenbildungsanstalt unter Berücksichtigung der besonderen hierländischen Verhältnisse und Anforderungen angepaßt sein, wodurch es möglich sein wird, nach Absolvierung der hiesigen Schul- Semester in das nächste Semester der Wiener Ansta.*»: Aufnahme zu finden und die' Abschlußprüfung, nach der man das Beth-Jakob-Lehrerin-Diplom erhält, abzulegen. Da es sich bei der hiesigen Anstalt um eine Fortbildungsschule handelt, so finden hier ,auch solche Interessenten Aufnahme, die nicht die Absicht haben, in Zukunft den Beruf einer Beth-Jakob-Lehrerin auszuüben, sondern nur das Verlangen haben, sich, im Jüdischen zu vervollkommnen, um als glaubensfeste und überzeugte Jüdinnen den verschiedenen unjüdischen Einflüssen mit Erfolg Trotz bieten zu können. Oberrabblner Schreiber bei den Hceresmanövern Ueber Einladung 'des Landesarmeekommandanten General Votruba hat Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner A. Schreiber, Bratislava, an dem Abschlußakt der diesjährigen großen Manöver in der Slowakei teilgenommen, wobei er es nicht verabsäumte, sich über die hervorragenden Leistungen unseres Heeres lobend auszusprechen. J Rabbinerinstallierang in Trnava Wie wir vorangezeigt haben, fand am Dienstag, den 21. Elul, in Trnava die Installierung des vor kurzem gewählten Raws, Herrn. .RabbJj.Fri.edmann, statt, die sich zu einem großen und schönen Feste des Trnavaer Judentums gestaltete, obwohl ,die Gemeindeleitung von einer großen Veranstaltung mit Rücksicht auf das Hinscheiden ihres Rosch Hakohol* Abstand nehmen wollte, weshalb sie auch keine Einladungen an die Nachbargemeinden und Behörden ergehen ließ. Während der Feier konnte man die erfreuliche Tatsache wahrnemen, daß die vorhandenen Meinungsverschiedenheiten, die sich vor der Wahl des Oberrabbiners bemerkbar machten, nunmehr geschwunden sind und die ganze Gemeinde wie ein Mann hinter ihrem geistigen Oberhaupt steht. Eine größere Deputation der Kehilo Stara Lubovna, des früheren Wirkungsortes ,des jetzigen Trnavaer Oberrabbiners, begleitete den Raw bis nach Trnava. Aus Trnava hingegen war eine Vertretung der Gemeinde bis Trenö.-Teplice dem neugewählten Oberrabbiner entgegengefahren. In Trnava angekommen, wurde der neue Seelenhirt der Gemeinde ins Bes Hakneses geführt, wo er voni Vizepräses, Herrn Hermann Koth, und dem Tempel- Vorsteher, Herrn Israel Abeies, begrüßt wurde. Darauf hielt der neugewählte Oberrabbiner seine Antrittsrede. Möge der Allmächtige dem neugewählten Trnavaer Raw in seinem neuen Wirkungskreis zur Seite stehen. B. B. Assifas Talmidim in Dun.-Streda Die Leitung der Jeschiwo Se. Ehrw. Herr Rabbiner Katz hat die Gelegenheit der Einweihung ihres vergrößerten und renovierten Bes Hamidrosch und eines in Erez Jisroel geschriebenen Sefer Thora dazu benutzt, sämtliche Talmidim des Jeschiwo-Leiters — auch die, die während seiner Wirkungszeit in Nyir-Megyes hei ihm gelernt haben — zu einer Zusammenkunft einzuladen, die sich zu einer grandiosen Feier gestaltete. Am Donnerstag wurde das Bes Hamidrosch eingeweiht. Am darauffolgenden Schabbos wurde das neue Sefer Thora aus der Wohnung des ehrw. Jeschiwo-Leiters ins Bes Hamidrosch getragen. Hier sprach der ehrw. Jeschiwo-Leiter mit tiefsinnigen und begeisternden Thoraworten zu der großen Schar von Zuhörern. Am Sonntag־ versammelten sich im Rahmen einer Generalversammlung die gewesenen Talmidim der Jeschiwo. Es sprachen bei dieser Gelegenheit die Herren M. Breuer, Dun.-Strdda, J. Fischer, Guta, M. Junger, Slat. Doly, M. Neuschloß, Bratislava, E. Hoffmann, Doly Stal, A. Koth, Paks, weiters die ehrw. Herren Oberrabb, Ch. Ehrenreich, Somlo, und Rabb. M. L. Katz, Päpa. Es wurde die Schaffung einer ständigen Hisachdus Talmidim beschlossen. Verbilligte Glückwunschtelegramme zu Rosch HaSchonoh Vom Post- und Telegraphen-Ministerium wird mitgeteilt: In der Zeit vom 14. bis 29. September d. J, sind im Verkehr mit einigen fremden Ländern verbilligte Glückwunschtelegramme zum jüdischen Neuen Jahr zugelassen. Im Verkehr mit Palästina werden Telegramme mit beliebigem Text befördert; ein Wort kostet tsch K 3.60. Helft dem jüdischen Spital in Bratislava! Wie in den vorigen Jahren waren auch heuer die Thoraspenden am!Schabbos Nezorim-Wajeiech in den Geraeinden der Slowakei dem Jüdischen Spitale in Bratislava gewidmet. Jeder Jude hat nach Kräften gespendet, An den bevorstehenden Jomim Nauroim, an denen wir stets unserer kranken Brüder gedenken, werden unsere jüdischen Brüder wohl auch an das Jüdische Spital nicht vergessen dürefn, das ihnen eine Wohltat bedeutet. Warnung Seitens der Jeschiwo-Leitung in Volovd, Podk. Rus, werden wir ersucht, der Oeffentlichkeit mitzuteilen, daß ein Herr Neumiann aus Mukaöevo, der in ihrem Namen! Sammlungen für die dortige Mensa in der Slowakei vornimmt, ihrerseits hiezu nicht beauftragt wurde.!Sämtliche diesbezüglichen Dokumente, die er besitzt, sind gefälscht,« weshalb es selbstverständliche Pflicht ist, ihm das Handwerk zu legen. BEKIZZUR... Rimavsltä Sobota: Wie uns mitgeteilt wird, hat die hiesige orth. isr. Gemeinde in einer außerordentlichen Generalversammlung den talentvollen Sohn ihres Oberrabbiners, Herrn S. L. Singer, zum Rabbiner- Stellvertreter einstimmig gewählt. (M. S.) — PleSivec: Die hier aktuelle Rabbinerfrage kann leider noch immer nicht liqüidiert werden, weil es noch immer Leute gibt, die die Dringlichkeit der Sache nicht begreifen. Für den vergangenen Sonntag war eine Beratung aller Filialgemeinden einberufen worden, die jedoch zu keinem Entschlüsse kommen konnte. Es bleibt zu hoffen, daß man mit Rücksicht auf den Ernst der Stunde diese Angelegenheit doch auf friedlichem Weg in gegenseitigem Einvernehmen ehebaldigst erledigen wird. — Dun. Streda: Dieser Tage ereignete sich hier ein äußerst tragischer Unglücksfall, dem ein junges jüdisches Menschenleben zum Opfer fiel. An der Baustatte der im Bau befindlichen Mensa der Jeschiwas ״Bet Hillel“, wo bereits tiefe Grabungen vorgenommen wurden, spielte Donnerstag, den 23. Elul, der kurz vor seiner Bar Mizwo stehende Sohn des ehrw. Herrn Oberrabbiners Hillel Weinberger, Jaakow Schmuei. Plötzlich löste sich eine ungeheuer große Sandmasse und begrub das Unglückliehe Kind unter sich, so daß es den gleich zur Hilfe herbeigeeilten Personen leider nicht mehr gelang, es noch lebend zu bergen. Der traurige Vorfall hat in der ganzen Gemeinde Trauer hervorgerufen und die wärmste Anteilnähme an dem Schmerze des geistigen Oberhauptes der Kehillo und seiner Familie ausgelöst. — Bratislava: Am vergangenen Sonntag fanden in der hiesigen, unter der Leitung des Herrn Rabbiners B. Löbl stehenden ״Mesiwto Or Thora“ (früher Jeschiwo Ketano) bei Teilnahme vieler Zuhörer die Schluß- Prüfungen des Sommer-Sman statt, wobei die ׳Schüler ausnahmslos die vollkommene;Beherrschung des gelernten Stoffes bewiesen. Die Prüfungen leitete Se. Ehrw. Herr Rabbiner D. Wessely. Anschließend fand ein Sijum! auf einige in der letzten Zeit hier gelernte Mesechtos statt, der von Herrn Rabbiner Löbl mit einem tiefdurchdachten Hadron eröffnet wurde. Herr Jecheskiel Beer, ein• begabter und ■talentvoller Schüler dieser Anstalt, stattete dem Rebben den Dank der Talmidim! ab. Es sprachen noch Herr M. Lichtig und Reb L. J. Einhorn.. — Wie immer vor Sman-Schluß in der hiesigen Jessode Hathora, fand auch heuer am Schabbos Nezowim- Wajelach im großen Saale der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe ein von der Pirche-Gruppe veranstaltetes Abschiedsfest statt. Eine große Schar von Kindern war versammelt, als die Veranstaltung vom Leiter Herrn J. Salzer eröffnet wurde, der alle Freunde ermahnte, der Agud'as Jisroel stets Treue zu bewahren. Nachher sprach Chawer Halpert über die Bedeutung, der P. A. J. Personalnachrichten Oberrabbiner Perez Tßuwijoh Stein 1צ״ל Freitag, den 24. Ellul, verschied im Koäicer Landesspital nach einer schweren sechswöchigen Krankheit im Alter von 49 Jahren der rühmlichst bekannte G e 1nicaer Raw und Jeschiwohleiter Oberrabbiner Perez Teuwijoh Stein s. Z. 1. Oberrabbiner P. Stein gehörte zu den wenigen Rahonim, die ihre ganze Kraft und Energie bloß für Härbozas Hathora opfern, Seine Bescheidenheit kannte keine Grenzen. Beinahe zwei Jahrzehnte stand Oberrabbiner Stein s. Z. 1. an der Spitze der Gelnicaer Gemeinde, wo es ihm gelungen war, aus der einstigen assimilatorischen Stadt eine mustergültige und vorbildliche orthodoxe Gemeinde zu machen. Seine Jeschiwoh, die das orthodoxe Judentum mit Hunderten von Talmide Chachomim und Jire Haschern beschenkte, bildet ein besonderes Kapitel in der Lehensgeschichte dieses großen Mannes, der so jung von uns gehen mußte. Oberrabbiner Stein s.Z.l. stammte aus einer sehr vornehmen Familie aus MediaS (Siebenbürgen), lernte an der Jeschiwoh des Hunsdorfer Zaddik Rabbi Schmuei Rosenberg, dessen Enkelin, eine Tochter Rabbi Juda Horowitz’ er auch zur Lebensgefährtin nahm. Nach dem Ableben des Hunsdorfer Raw s. Z. 1. leitete er gemeinsam mit dem derzeitigen Frankfurter Raw להבחליה Rabbi Jossef J. Zwi Horowitz die große Hunsdorfer Jeschiwoh, bis er dem Rufe der Gelnicaer Gemeinde Folge leistete. Seine heilige irdische Hülle würde ln Hunsdorf an der Seite seines großen Meisters s.Z.l. zur ewigen Ruhe gebettet. Die Bahre wurde sowohl in Koäice als auch in Hunsdorf von Hunderten von Verehrern und Talmidim be•« gleitet. י