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Jüdische Presse · 1936-08-21 · 31 (21.8.1936) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
22 (1936)
Issue
31 (21.8.1936)
Date
1936-08-21
Page
– (sequence 4)
Language
German
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nm 4 JüDßCÖE?RBSSE Nr. 31 Weltakticm für die ungarischen Je8chiw09 Die Jüdische *Telegraphen-Agentur meldet: Der Vertreter der amerikanischen Orthodoxie, Morris Engel mann, weilte dieser ׳Tage in Ungarn und pflog mit prominenten Persönlichkeiten der ungar* ländischen Orthodoxie sowie mit der Leitung der orthodoxen Landeskanzlei Besprechungen, deren Ergebnis etwa in folgendem zusammengefaßt werden könnte: Die ungarländische Orthodoxie ist zu schwach, um die rund zweitausend Bachurim in den verschiedenen Jeschiwos und Taimud-Thora-Bchulen des Landes zu erhalten. Die Orthodoxie Ungarns ist materiell nicht mehr in der Lage, das doppelte Opfer zu bringen: einerseits die Jugend im Interesse der Gesetzestreue von lukrativen Berufen fernzuhalten und sie auf die Jeschiwos Zu Schicken, andererseits aber auch noch diese religiösen Lehrstätten zu erhalten. Die ungarische Orthodoxie wendet sich daher mit der Bitte an das Weltjudentum, in erster Reihe aber an ihre amerikanischen Brüder, eine Sammlung für die ungarländischen Jeschiwos und Talmud-Thora-Schulen einzuleiten. * Unser Schriftleiter hatte während seines Aufe'nthaltes bei der Kenessio Mechino in Marienbad Gelegenheit, mit dem ebenfalls dort eingetroffenen Herrn Morris Engelmann zu konferieren und über dessen Projekte zu beraten. Danach handelt es sich nicht bloß um eine Unterstützung der Jeschiwos in Ungarn, sondern um die Schaffung eines Fonds zur Erhaltung und Unterstützung sämtlicher Jeschiwos in Europa. Herr Morris Engelmann war bekanntlich der Initiator zur Gründung des Joint Distribution Committee und man kann nur hoffen,, daß sein großzügiger Hilfsplan für die Jeschiwos Verwirklichung finde. Kehillawahlen in Warschau. Der bevorstehenden Neuwahl von Leitung und Repräsentanz der Warschauer Jüdischen Geme in de, der größten Judengemeinde Europas, wird von der Warschauer jüdischen Bevölkerung mit außerordentlichem Interesse entgegengesehen. Einen geradezu grotesken Ausdruck findet die Zersplitterung der jüdischen öffentlichen Meinung in der Tatsache, daß bisher zu dieser Wahl nicht weniger als 41 Wahl Vorschläge — 3! bloß fiktive Listen nicht miteingerechnet — mit einer Gesamtzahl von etwa 4000 Kandidaten angemeldet worden sind׳. Die Aguda, die in der letzten Legislaturperiode die Führung der Gemeinde innehatte, geht selbständig in den Kampf. Ihre Liste, die die verheißungsvolle Nummer 18 trägt, weist u. a. die Namen von Senator Trokenheim, den jetzigen stellvertretenden Gemeindevorsitzenden Lerner und M. Kaminer auf; dagegen stehen der jetzige Gemeindevorsitzende Elieser Mazur undl der Vorsitzende der Aguda in Polen, J. M. Lew’in, nicht auf der Liste. Ungerechte Benachteiligung der Jeschiwas Chachme Lublin. Das Bildungsministerium hat ein neues Verzeichnis der Mittelschulen, Lehrerseminare.'ltheologischen Anstalten und Hochschulen veröffentlicht, deren Hörer die Begünstigung eines Aufschubs der Erfüllung ihrer militärischeü Dienstpflicht genießen. Von jüdischen Lehranstalten sind in dem Verzeichnis die Tachkemoni-Schule und das Judaistische Institut enthalten. Dagegen fehlt in dem Verzeichnis die Jeschiwas Chachme Lublin, deren Hörer bisher die gleiche Begünstigung genossen haben. Eine Abordnung der orthodoxen Judenheit beim ungarischen Handelsminister. Eine Abordnung der orthodoxen Judenheit, bestehend aus dem Ehrenpräsidenten der Orthodoxen Landeskanzlei, Oberhausmitglied Adolf Frankl, dem Präsidenten Samuel Kahan-Frankl und dem Rechtsberaten Dr. Emmerich Reiner, erschien beim Handels- und Verkehrsmindster Dr. Stephan v. Winckhler in Audienz, um ihm ein Memorandum im Interesse der sabbathhaltenden jüdischen Kaufleute zu Überreichen, deren Lage wegen der sich immer mehr verschärfenden Bestimmungen bezüglich der Sonntagsruhe sich sehr ungünstig gestaltet hat. Der Minister hörte die auch mündlich begründeten Wünsche der Abordnung aufmerksam an, die einerseits die Erlaubnis zu mehrstündigem Offenhalten der Geschäftsläden am Sonntag, andererseits die Verlängerung der Sperrstunde am Samstagabend betrafen. Auch die Verlegung der Wochenmärkte auf die Zeit von Montag bis Freitag wurde erbeten. Minister Winckhler wies wohl auf die Schwierigkeiten hin, die einer allgemein befriedigenden Lösung des Sonntagsruhe- Problems entgegenstehen, erklärte jedoch, daß er im Hinblick auf die auch von ihm gewürdigten religiösen Gesichtspunkte versuchen wolle, die gegensätzlichen Interessen tunlichst zu überbrücken, um die Wünsche der orthodoxen Judenheit erfüllen zu können. Zeitschrift ״Scheorim“ Unter diesem Titel hat die Poale Agudas Jisroel in Erez Jisroel eine 14 Seiten starke Zeitschrift in Großformat mit überaus reichem und interessantem Inhalt herausgebracht. Die Zeitschrift ist gegen Einsendung einer internationalen Postmarke zu bestellen unter der Adresse: Poale Agudath Israel, Tel-Aviv, P. O. B. 329. Agudas-Jisroel-Jugendgruppe Wien II. Am Montag, den 24. August, um halb 9 Uhr abends werden im Großen Saale der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe, Wien, II;, Floßgasse 1, die österreichischen Teilnehmer an der Kenessio Mechino, Herr Schabse Schönfeld, Herr Siegmund Stern und Herr ]Red. David Türkl, Vorträge über den Verlauf dieser großen׳ agudistischen Tagung und ihre Ergebnisse halten. Rasiere dich ohne Messer mit dem gesch. Rasierpulver Langerin es ist ärztlich begutachtet und unschädlich. 1 Paket, zirka Ein halbes Kilogramm, S.,1.40. — Zu haben bei Philipp Langer! Friseur, II, Franz-Hochedlinger-Gass e 25 O PT IX E R HORITZ SCHÄCHTER, II, GLOCKENGASSE 25 Säxntl. Rezepte werden genauestens ausgeführt. Modernste Fassungen stets lagernd. Reparaturen sofort. Lager in Zeiß-Punktalgläsern. Samstag geschlossen BEKIZZUR... — Bratislava: Im Rahmen einer geselligen Zusammenkunft berichtete am vergangenen Schabbos nachmittags im Heime der Agudas-Jisroel-Jug e n dgruppe Herr J, S a 1 z e r über den Verlauf der K e- .nessio Mechino. Er referierte vor allem über die Beschlüsse der Marienbader Konferenz und sprach in engem Zusammenhänge damit auch über die agudistische Ideologie. Das Referat wurde von der großen Schar der Zuhörer mit Spannung angehört und mit Beifall belohnt. — Am Sonntag, den 28. Aw, fand in. der Agudas- Jisroel -Jugendgruppe unter Teilnahme fast sämtlicher Mitglieder und vieler Gäste ein großer S i j u m auf drei Mesechtos, die bei den drei täglichen Schiurim der Jugen׳dgruppe gelernt wurden, statt. Herr A. S. Ungar hielt die Begrüßungsansprache und erklärte u. a., daß es heute nicht mehr angeht, der Jugend nur die negative Seite des Judentums, das ״sur meraa‘, zu zeigen, heute ist es vielmehr nötig, der jüdischen Jugend eine einheitliche p*0 s i t i v e Lebensanschauung zu geben, sie das ״assö tow“ zu lehren, wie es Agudas Jisroel tut. Herr Rabbiner S. Strasser hielt einen tiefdurchdachten Halacha-Vortrag. Herr Oberrabbiner J. Snyders, Kis- Körös, ermahnte zu intensivem Limud-Hathora. Herr S. Farkas dankte namens der Schiurimbesucher für die aufopferungs- und verständnisvolle Wirksamkeit der Leiter der Schiurim. Den sanglichen Teil des Abends besorgte Herr Oberkantor Rottenberg und ein von M. Fettmann einstudierter Chor. Um das Gelingen des Festes haben sich Frau Ph. Benedikt und die Herren L.. Blumenthal, I. Benedikt, M. Fettmann und H. Reisner sehr bemüht. — Humennö: Bei der jüngsten Sitzung der Leitung der hiesigen Kultusgemeinde wurde der einstimmige Be- Schluß gefaßt, binnen sechs Wochen die O b e r r a b b i n e rwähl durchzuführen, bei welcher die Söhne des verewigten Oberrabbiners s. Z. 1. kandidieren werden. — KoSice; Wie aus einem Aufrufe der Exekutive der Vereinigung der sabbathhaltenden Kaufmannschaft in KoSice zu entnehmen ist, hat sich der Handelsminister J. V. Najman anläßlich einer Vorsprache in Angelegenheit der drohenden Einführung der allgemeinen Sonntagsruhe dahin geäußert, daß er die Inte ressen des sabbathhaltenden Kaufmannes zu wahren auch weiterhin bestrebt sein werde. — Spiäskä Starä Ves: Am 15. Aw fand in der hier untergebrachten Mädchenkolonie der Agudas Jisroel eine großangelegte Feier statt. Die Feier begann mit dem Absingen von ״Hikowzu“ und einiger agudistischer und slowakischer Lieder« Hierauf ergriff Fräulein M. Behr, Beth-Jakob-Lehrerin ln Topolöany, das Wort zu einer längeren Ansprache, in der sie die Bedeutung des Tages schilderte, über die hehre Beth-Jakob-Idee sprach und in bewegten! Worten des Schöpfers der Beth- Jakob-Bewegung, Dr. Deutschländer s, Z. 1., gedachte. Nach der Gattin׳ des ehrw. Oberrabbiners, die die Arbeit der Beth-Jakob-Lehrerinnen würdigte, hielt Fräulein O. Bergglas, Berehovo, Beth-Jakob-Lehrerin in UZhorod, das Schlußwort. — Mlynöoky: Wie wir bereits gemeldet haben, sind hier im Rahmen der Kinderhilfsaktion der Bratislavaer Chewra Kadischa 72 erholungsbedürftige Kinder in der Pension Lencz unter. bewährter Leitung, untergebracht. Die Leitung der Kolonie benützte die Anwesenheit des Initiators dieser Aktion, des Herrn Aron Grünhut, Bratislava, dazu, um eine schöne Kinderfeier zu veranstalten, zu der fast sämtliche Gäste des Kurortes gekommen waren und bei deir Herrn Grünhut allseitiger Dank , ausgesprochen wurde. Uk Oktwatteu . i S. Sch. in N. Z.: Ihrem Wunsche wollen wir im Rahmen der Möglichkeit Rechnung tragen. A. -J. Schw. in Angebot kommt für unsere Zwecke kaum in Betracht, ist übrigens noch nicht aktuell. Oberrabbiner S. Sohl, in Z. M.: Reklamation berechtigt. Wurde bereits richtiggestellt. B. B. in T.: Als langjähriger Mitarbeiter unseres Blattes müßte es Ihnen bekannt sein, daß wir Berichte über Verlobungen grundsätzlich nicht veröffentlichen. Zum Schuljahr 1936/37 erschienen von den Autoren Fehör-Brenner weitere zwei Teile der slowakischen Biblischen Geschichte. Die methodische Verfassung, einwandfreie Sprache und billiger Preis dieser Lehrbücher gewähren die Sicherheit, daß sie sich binnen kurzer Zeit der allgemeinen Beliebtheit erfreuen werden. Somit stehen von den obgenannten Autoren schon vier Teile (I. bis V. Kl.) den P. T. jüd. Lehrern zur Verfügung. I.-II. Teil erschienen im Verlag von Grafickä Unia, Praha, III,-IV. Teil in der ״Hermes“- Druckerei, Nitra, woselbst ein vorzügliches slowakisches Handbüchlein zum Religionsunterrichte von פרקי אבות (tsch, K 2.—) zu haben Ist. Konkurs Die aut. orth« isr, Kultusgemeinde ln Sered verpachtet das alleinige Recht der nws-Fleischausschrotung in ihren zwei, unter Aufsicht des ehrw, Rabbinates stehenden Fleischbänken. Reflektanten wollen sich wegen Einholung näherer Bedingungen an das Präsidium der isr. Kultusgemeinde wenden. T, G. Löwy, Sektretär. Dir, Emil Steiner, Präses. מקרב?צ עמוק נצור. אח צרצחינו, צרצח מולא מצא וגריא נאה ע? דאש מצרינו זיריריצו, אשר צצל הארק יצאו קד חהלחו לחפארח, צל פה ולציון יודעת צצור לו אומרח החורה וההצמה לואררח המרק והאושי• אחו צהוצרח, לו רומי־ חהלה, צי על צל צצור נעלה, כצור הרצ מוה*רםיכאל דוב וו^סם8נ1ל נ*י לרגלי שרוציו אח צח גילו הכלי, המהוללה, צתו של מרנא ורצצא גאון ישראל זקרושו, ארמור אצ*1 שלינדא. — נצרך צזה אח גרור ה׳, א־־ש הרוח צרצה שרי ער איין קין על ראשם חנוה, ולא ימעדו קרםולם ולא יועם צרצר הצלהחט, דשנים ורעננים. יהי׳ ימיהם ער אהריחם. — צאוח נפש השמהים צשמהתם והצלהאם •דצוק הצו ים* לחלמידי רצנו ד.נ1ול צצייטרא רדיו. Juwelen Uhren, Gold- und Silberwaren, ins- ] besondere צלי קודש, Sederschiissel, Menorss, J Leuchterund Besteche in größer Auswahl, Such Gelegenheitskaufe, stets vorrätig Tßborilraili 14 erofenenosanzeigie Parfümerieand Haushaltungsartikel B. STROH Wien II, Haidgasse 12 Telephon A-48-7-95 Neu eröffnet 1 BUDAPEST Neu eröffnet 1 Ä PENSION KARMEL Sary Friedmann unter Aufsicht des ehrw. Rabbinates der orth. Israel. Kultusgemeinde Budapest in schönster Straße des herrlichen Budapest ANDRASSYSTRASSE 43 Hochelegante Zimmer, 1- und 2-bettig — Fließendes Kaltu. Warmwasser — Zentralheizung — Eleganter, großer Speisesaal — Bürgerliche Preise ־־ Pauschalarrangements. STELLENMARKT WB₪m KONKURS Der gefertigte Vorstand sucht einen streng orthodoxen Rabbinatskandidaten, der die התרת הוראה von drei anerkannten orthodoxen Rabbinern besitzt und Nachfolger unseres Herrn Oberrabbiners שליט״א zu sein fähig wäre. Diese Stelle ist verbunden mit der Heirat der Enkelin unseres Herrn Oberrabbiners שליטיא, die ein junges und hübsches Mädchen ist. Wir reflektieren auf einen bedeutenden תלמיד הכם und guten Kanzelredner Oesterreichische Staatsbürger werden bevorzugt. Frauenkirchen, den 15. Aw 5696. OSKAR FISCHER, Präses der orth. isr. Kultusgemeinde. Konkurs An der Nitraer Beth Jakob^Sohule gelangt die Stelle einer Lehrerin zur Besetzung. Tüchtige, pädagogisch gebildete Bewerberinnen mögen ihre Offerte unter Beischluß entsprechender Referenzen und Bekanntgabe der Gehaltsansprüche an Adresse: Agudas-Jisroel-Ortsgruppe Nitra, Masarykova׳ Nr. 26, spätestens bis zum 27. August,, senden. Mädchen aus streng jüdischem Hause, tüchtig, beherrscht die drei Landessprachen, war mehrere Jahre im Geschäft tätig, auch im Haushalte und zu Kindern , verwendbar, sucht Stelle in streng orth. Hause. Zu erfragen bei der Bratislavaer Adm. dieses Blattes. Tag 3 ״W S> 3 דף יומי משנה יומית Kalendarium עבודה ורה כלים משנה פרק Freitag 8 21 מד נ בה Samstag 4 22 מד. ד " ם* שופטים, פרק א¬ Sonntag 5 23 מו ה " Montag 6 24 מז ו Dienstag 7 25 מה ז Mitiwodi 8 26 מט ח " Donnerst. 9 27 נ ט " Freitag 10 28 נא י " Samstag 11 29 נב א כט ם׳ תצא, פרק ב׳ Gebetzeiten פ׳ שופטים (סוף ומן קדוש לבנה (אלול: Sonntag, den 30. August W 1 E N BHATISLAVA Uhr!Min. Uhr Min. 3!! 55 3 40 7 40 7 40 סוף ומן קריאת שמע של שחרית , . . . 6 50 6 45 בשבת: קבלת שבח (מנחה בעש׳ק) . . . 6 30 6 45 8 30 9 30 •שחרית . 3 30 4 00 4 30 7 40 7 35 5 15 6 00 6 OO 6 45 7 10 Eigentümer, Herausgeber und Verleger: David Türkl (für eia» Arbeitsgemeinschaft), verantwortlicher Redakteur: Karl Richter, beide Wien, II., Malzgasse 12 a. Druck: Druckerei- und Verlags-A.-G. Ig. Steinmann, Wiea, IX., Universitätsstraße ßiür

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