Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 22 (1936)
- Issue
- 30 (14.8.1936)
- Date
- 1936-08-14
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite i JUMSCHE PRESSE Nr. 30 die Postämter am Sabbat 2ü öffneä und So im Mittelpunkt einer rein jüdischen Siedlung־ eine öffentliche ‘Tribtine der Sabbatentweihung 2u schaffen. Somit beehre ich mich, E. E. 2u bitten, Anweisung zu geben, daß der Wille G-ttes, des Herrn der ganzen Erde, geehrt werde, der seinem. Volke am Sinai geboten hat: Hüte den Sabbattag, ihn 2u heiligen!“ Jedidjöh (Gottlieb) Fischer•^. Ein Schicksalsschlag von furchtbarer Härte hat das Elitehaus der Wiener Orthodoxie, das des allseits verehrten Herrn Simon Fischer und seiner heldenhaften Gattin getroffen. Im blühenden Alter von 17 Jahren wurde ihr Zweitältester Sohn Jedidjöh, der den hohen Traditionen seines Elternhauses gemäß seine Reifejahre in der Jeschiwoh verbrachte, ihnen von einem tückischen Leiden kurz nach seiner Einlieferung ins Preßburger jüdische Spital am vergangenen Donnerstag entrissen. Unter der großen! Zahl prachtvoller Kinder des ,Elternpaares war das heimgegangene Kind eines der hoffnungsvollsten, so daß der Schmerz der gramgebeugten Eltern, Geschwister und Verwandten, gleichwie der ungezählten Freunde des Hauses Fischer um so tiefer ist. Am offenen Grabe widmete Herr Rabbiner Unsdorfer (Preßburg) dem jungen Pionier der Thora einen tiefempfundenen Nachruf. Namens der Talmidim der Jeschiwah Galanta sprach ein Bochur erschütternde Worte des Abschiedes. TSCHECHOSLOWAKEI. Die Slowakische Volkspartei und die Jaden Die sich wiederholenden antisemitischen Angriffe der der Slowakischen Volkspartei nahestehenden Presse haben Herrn Dr. Matöj Weiner, stellvertretenden Vorsitzenden der ״Jüdischen Partei", veranlaßt, den Vorsitzenden der Slowakischen Volkspartei, Herrn Prälaten Andrej Hlinka, um eine Unterredung zu bitten, bei der sich Prälat Hlinka über die erörterte Frage u. a. wie folgt äußerte: Ich bin kein Feind der Juden, auch die unter meiner Führung stehende politische Partei ist nicht judenfeindlich eingestellt. Als katholischer Geistlicher bin ich mir voll bewußt der großen sittlichen, religiösen und geschichtlichen Bedeutung des Judentums für die ganze Kulturmenschheit, insbesondere für, das Christentum. Solange das Judentum sich im Geiste der durch seine Propheten überlieferten Religion leiten läßt, an dieser festhält und von den dort niedergelegten ethischen Prinzipien sich nicht ablenken läßt, hat das Judentum in der Slowakei von dem slowakischen Volke, dessen Führung mir anvertraut ist, nichts zu befürchten. Unser Kampf gilt nicht den Juden, sondern allen, die die sittliche Weltordnung, auf welcher % auch die jüdische Religion aufgebaut ist,, bedrohen und vernichten wollen. Ich zweifle aber nicht daran, daß der überwiegende Teil der slowakischen Juden dank der ihnen angeborenen Vernunft, sich von jeder umstürzlerischen Richtung fernhält. Ich erwarte von den slowakischen Juden bloß so viel, daß sie für unsere kulturellen Bestrebungen, für die slowakische Kunst und Literatur Verständnis aufbringen und diese auch unterstützen. Ich versichere, daß es dann nie zur geringsten Störung unserer friedlichen gemeinschaftlichen Bestrebungen zur Erhaltung der sittlichen, sozialen und staatlichen Ordnu n g k o mmen wird und darf. Es ist Ihnen bekannt, daß ich es war, der beim Umsturz mit der Einsetzung meiner ganzen Popularität und meines Einflusses selbst auf Kosten der Gefährdung derselben die Juden gegen jedwede Bedrohung ihres Lebens und Eigentums schützte. Ich wünsche, daß unsere Aussprache dazu beitragen möge, das seit jeher bestehende gute Verhältnis zwischen dem slowakischen Volke und den slowakischen Juden zu festigen. Prälat Hlinka erklärte noch zum Schluß, das Notwendige zu veranlassen, damit seine Parteipresse jedwede antisemitischen Auslassungen einstelle. BEKIZZUR... — KoSice. Dieser Tage wurde hier an die jüdischen Eltern und Geschäftsunternehmungen seitens eines Vorbereitungskomitees ein Aufruf versendet, in welchem auf die traurige moralische Lage hingewiesen wurde, in der sich die große Anzahl der ׳Lehrlinge und Handelsangestellten befindet, die nicht die Sechijoh hatten, ihre Jugendzeit in Jeschiwos zu verbringen. Die Initiatoren wollen nun unentgeltliche Kurse einrichten, iwo jene täglich in ihrer Freizeit unter Leitung von vorzügliehen Kräften ihr jüdisches Wissen zu erweitern, bzw. solches sich anzueignen Gelegenheit haben sollen. Das Komitee appelliert an die jüdischen Eltern und Arbeitgeber, daß sie ihm hiebei an die Hand gehen und weitgehende Unterstützung angedeihen lassen, damit der Plan ehestens verwirklicht werden kann. B. — Bardejov Bad. In einer prachtvollen, von dichten Wäldern umgebenen Privatvilla hat die A g u d a s- Jisroel-Jugendorganisation den 2. Turnus der Ferienkolonie, der rund 80 Kinder und viele Erwachsene zählt, untergebracht. Am Schabbos Nachmu bildete die Villa den Mittelpunkt der Judenschaft des Ortes, die. sich hier versammelt hatte, um Se. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Lau, Preäov, sprechen zu hören. Die mit größter Andacht angehörte Rede, die oft von Beifall unterbrochen wurde, hinterließ einen nachhaltigen Eindruck bei allen Zuhörern. Anschließend sprach Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner König, Jelka, der in der gleichen Villa Wohnung genommen hat. — Bratislava. Es war hier schon seit Jahren der Mangel einer mit allem Komfort ausgestatteten M i kw o h fühlbar, nachdem die alte den Verhältnissen der immer sich vergrößernden orth. isr. Gemeinde bei weitem nicht mehr entspricht. So wurden bereits vor Jahren Baupläne zum Bau der neuen Mikwoh eingeholt, die jedoch aus Mangel an finanziellen Mitteln nicht ausgeführt werden konnten. Nun wird bekannt, daß die Gemeindeleitung darangeht, ein größeres Bankdarlehen aufzunehmen, von dem ein großer Teil zur Verwirklichung des Mikwoh- Planes verwendet werden soll״ —- Am Schabbos vormittags hielt in der Agudajugendgruppe Herr Rabbiner M. J a k 0 b o w i t s, Leiter dei? Straßburger Jeschiwoh, einen Vortrag, Herr Rabbiner Jakobowits sprach in inhaltvoller Rede, die auf große Thorakenntnisse schließen ließ, über das Thema: ״Die gegenwärtige Lage im orthodoxen Judentum“. — Nfctfä. Di6 hiestfge Ägüdä-OftSfrüjjjh6 veranstaltete auf Initiative des ehrw. Herrn Oberrabbinefs Ungar eine großzügige Sammelaktion zu* gunsten unserer notleidenden Brüder in Ere2 Jisroel und zugunsten der durch die traurigen Geschehnisse in bedrohte Lage gelangten Thora-Institutionen. Die Aktion, die Vom Kolel gemeinsam mit dem Keren Hajischuw veranstaitet wurde, war von besonderem Erfolg gekrönt. PdrsdfiiiiftacNfkiftiein PleSivec. Nach langem Leiden verschied hier Frau Ignäc Bing, die Gattin unseres Chewfa-Kadischa- Präses, der seit rund 30 Jahren diesen hohen Posten innehat. Die Verblichene war eine Überaus gutherzige Frau und hat sich durch Ausübung von Wohltätigkeiten einen unvergeßlichen Namen verschafft. Bei der Bestattung, an der die ganze jüdische und auch ein Teil der nichtjüdisehen Bevölkerung teilnahm, sprach Herr Rabbiner Lernberger rührende Worte, in denen er die Tugend der Verblichenen schilderte. חנצב״ה B. W. Nitra. R. Joel Gottlieb s. A., einer der hervorragenden jungen Talmide-Chachomim, Abkömmling einer berühmten rabbinischeh Familie, würde, kaum 30 Jahre alt, in der Vollkraft seines segensreichen Wirkens für Klall und Familie, zu Grabe getragen. An der Lewajoh in (Bratislava, wo er sich einer Operation unterziehen ließ, beteiligten sich eine große Anzahl seiner Verehrer. Herr Rabbiner Sal. UnsäÖrfer widmete dem Hingeschiedenen einen ergreifenden (Hesped. Namens der Familie würdigte Rabbiner Teitelbaum, Nitra, die besonderen Vorzüge des Niftar.חנצביה 2abokreky. Vor!kurzem verschied hier im 72. Lebensjahre Herr (Bernat Pollak, der angesichts einer erfolgreichen Tätigkeit für die Interessen der Gemeinschaft in der Gemeinde eine große Rolle spielte. Er war auch Mitglied des Komitatsverwaltungsausschusses. An der Lewajoh nahm eine fast unübersehbare Menschenmenge teil. Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner B. Reich hielt dem Verstorbenen einen tiefempfundenen und ergreifenden Nachruf.,חנצב׳ך ״Jüdische Denkwürdigkeiten in der Tschechoslowakei.“ Das Handelsministerium gibt eine Propagandabroschüre über die jüdischen Denkwürdigkeiten in der Tschechoslowakei heraus. Die Aktion wird von der jüdisehen Gemeinde in Prag vorbereitet, die einen Wettbewerb für die Broschüre ausgeschrieben hat. Die Frist endet mit dem 31. August. Wh auhtMukU... J. M. Svalava: Die Annonce berechnen wir mit Kö 12.—, für jeden weiteren Millimeter Kö 1.20. Erstklassige Pension in Brunn In streng orth. erstklassigem Haus im Zentrum Brünns, wird Pensionär (in) liebevoll auf genommen. Anfragen unter: ״Wohnung — prima Verpflegung" an die Bratislavaer Verwaltung dieses Blattes. . STELLENMARKT KONKURS Mir Jom Deutsch Jakob Paschkusz fopoläany Dun. Sffödä Verlobte לשומעים ינעם ותבא ציצה עליהם ברבת טוב ומלל טיב, בראשון וראשונה לירירינו שהי־ יויר קבוצתנו, החתן המרומם והנעלה המסורםם בתורתו, חכמתו, יראהו וטוהר מרוהיו לשם ולההלה כבוי הרב מיד• מיכאל ר1ב 1ייי0מאנדל ניי אשר הרים ה• קרני וחמר גורלו בנעימים לההארם לטובה ולצרבה עב־ג הבהולה הצלה מרח ברבה רחל ההי־, בחו של צ*ק מרן ארמו־ר הגה־ה שליט־א, יברכם ה־. אוהביו ומכצריו ציה ששים בשמחתו צעירי אגודת ישראל, טירנוי קול מצהלות ־ חתנים באהלי צדיקים ביק מרן רבנו הגדול, המקום יהי• בעזרו, הגוהיח המפורםם, האביר ודם דקיק ניטרא שליטיא אשר הרים צהור מעם, יקר מפז ומפנינים, המושלם ור,מעוטר בכל מעלות ומרוח שמנו חכמים. שמו הטוב נודע למשגב, תלמידו ההביב לו כגן שעשעים, ירב מוהיר מ י כ א ל דוב ו וי יסמא נ דל ג*י לעטרו בעטרת חחנא דבי נשיא עב׳ג הצתולח הצלה מרת ברכה ר ה ל תהיי, הלא למשמע אוזן שמח לבנו והגל נפשנו. והננו בזה להביע ברכת מזיט לאמיו הגאון הצדיק שליטיא ולבל הנלוים אל יביחו נאוה קודש. עוד ישמע בבית זה קול ששון וקול שמחה נם עד זקנה ושבה אמן. כתפלת תלמידיו שוחי מימיו הקרובים אל לבו באהבת עולם. ילידי טירנוי יציו. 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Diese Stelle ist verbunden mit der Heirat der Enkelin unseres Herrn Oberrabbiners שלי£»א, die ein junges und hübsches Mädchen ist. Wir reflektieren auf einen bedeutenden תלמיד חכם und guten Kanzelredner Oesterreichische Staatsbürger werden bevorzugt. Frauenkirchen, den 15. Aw 5696. OSKAR FISCHER, Präses der orth. isr. Kultusgemeinde. Konkurs Für die hohen Feiertage suchen wir einen ״״ מוסה בעל תפלהd שחרית Der Bewerber muß sehr streng orthodox sein, mit kräftiger, klangvoller Stimme, österreichischer Staatsbürger. Anmeldungen täglich von 8 bis 9 Uhr abends beim Vorstand des Bethauses ״EMES W’SCHOLAUM“, Wien, II., Große Schiffgasse 24. KONKURS Die orth. isr, Kultusgemeinde in KeZmarok sucht für die hohen Feiertage einen VORBETER. Nur erstklassige Kräfte, mögen Offerte mit Angabe der Gehaltsansprüche an ,,das Kuratorium obiger Kultusgemeinde richten. 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H < . זרה משנה פרק Freilag •26 14 לו ח כז Sams<ag 27 15 לח ט ,, ם׳ ראה, מבודח, פרק ו׳ Sonntag. 28 16 לט .י » Montag 29 17 מ יא I. יום כפור קטן Diensiag 30 18 מא יב " יום א־ דראש הדש Mitfwodi 1!9 מב א כח יום ב׳ דראש הדש Oonnerst. 2 20 מג ב' " Freitag 8 21 מד ג " Samstag 4 22 מה ד יי ם׳ שופטים, פרק א׳ Geb etz e i t e פ׳ ר א ה n WIEN BrtftTlSLAVA Uhr; Min. Uhr : Min. 3 1 45 3 50 הנחת חפלין כשעת הדחק. 7 | 35 7 35 סוף זמן קריאת שמע 'של שחרית ..... 7! 05 7 (0 בשבת : קבלת שבח (מנחה.בעש׳ק) . , . 6 | 30 6 30 8 i 30 9 30 3! 30 4! 00 4 i 30 7«!55 ׳7 50 מעריב במש״ק. 5 j 15 6 | 00 6 00 , שהריח.. . י י ...... 7 i 00 7 25 6 1 30 .•;;מם הפור קטן. Eigentümer, Herausgeber und Verleger; David Türki (für eint Arbeitsgemeinschaft), verantwortlicher Redakteur; Karl Richter, beide Wien, IX., Malzgasse 12 a. — Druck; Druckerei• und Veriags-A.-G, lg, Steinraann, Wien, IX״ Universitätsstraße 618.