Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 22 (1936)
- Issue
- 22 (19.6.1936)
- Date
- 1936-06-19
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nf. n jüöisööe presse Seite 3 Ferienheim der Agudas*Jisroel*1Jugendgrappe Wien Wie bereits berichtet, wird das Ferienheim am 28. d. eröffnet Es befindet sich heuer im Gut S t o 11berg am Schöpf! in 650 Meter Seehöhe, umgeben v!on wunderschönen Wäldern. Ein großes Bad Steht den Teilnehmern zur Verfügung. Täglich werden fünf reich* liehe Mahlzeiten in!bekannt guter Qualität verabreicht. Kinder stehen unter!Leitung, bekannter pädagogisch ge- . Schulter Jugendfükrer. Weitere Details ,über das Heim zu veröffentlichen ist Wohl überflüssig, da die wunderbaren Erfolge allen Kreisen bekannt sind. Anmeldungen täglich von 8!bis 10 Uhr im Büro der. Jugendgruppe, n., Floßgasse 1. tfessod Hathora, Wien Nachdem vor Pessach die Prüfungen der ganztägigen Kurse, die ein sehr schönes Resultat zeigten, stattgefunden haben, werden am;Schabbos Parschas Chükas und am darauffolgenden Sonntag (27. und 28. Juni), von 3 Uhr nachm, angefangen, diie Prüfungen der Schüler und Schülerinnen ,aller übrigen •Abteilulngen im Schulgebäude, II״ Nestroygasse 11, vorgenommen. Eltern und Freunde unserer Schule sind hiezu höflichst eingeladen. Agtidas-Jisroel-Mädchengruppe, Wien Am Schabbos Parschas Koraoh spricht Frau Dozentin Eva Landaber g um &1i Uhr vormittags im Lokale der ״Wienea**, 1t., obere Donaustraße 91. Kommerzialrat Friedrich Fischer s. A. Ganz unerwartet verschied ein hochverehrtes und langjähriges Mitglied der Adas Jisroel (Schiffschul) am Freitag, den 13. Juni, Friedrich Fischer s. A. In dem Heimgegangenen wurde stets der Mann der Arbeit verehrt» der immer schlichte und anspruchslose Mensch׳, der: trotz seiner gesellschaftlichen׳ und wirtschaftlichen Steh hing es immer verschmäht hat, durch laute Ansprüche, durch aufdringlichen Glanz die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Seinem Lebenszweck, seine Pflicht als Mensch, als Jude und als Familienvater zu erfüllen, ist er ,getreu nachgekommen. Im Sinne der echten Glaubenstreue, die er von seinen Ahnen ererbte, stand er unentwegt fast vier Jahrzehnte hindurch zu den Grundsätzen der Adas Jisroel und war bestrebt, auch in seinem Hause diesen Gedanken lebendig zu erhalten. Bei großer Beteiligung fand die Lewajoh am ,Sonntag, den 15. Juni, statt. Herr Rabbiner H. Schenk hielt dem Verblichenen einen wannen Nachruf. חנצב־ה , Die Staatsverteidigungfanleihe Die tschechoslowakische Regierung hat . eine!allgemeine 3־.!bis. 4ft/2prozentige Anleihe . , zum Zwecke der ,Staatsverteidigung aufgelegt. Zeichnurigsfrist vom 8. Juni bis 11. Juli 1936. Die allgemeine politische Lage in Europa ist in größter Verworrenheit. Der von der Menschheit allseits erwünschte Friede ist ernstlich bedroht, und zwar von einer Seite, die den Frieden nicht als das höchste Ideal und als alleinigen Förderer der Menschlichkeit und Humanität ansieht. Verträge, die dokumentarisch den Frieden sichern und die Ehrlichkeit der Nationen gegeneinander verbürgen sollten, werden zu Papierfetzen degradiert. Die Bestrebungen leitender, dem allgemeinen Frieden dienender Staatsmänner, die nfich dem Abschluß des großen und schrecklichen Weltkrieges den Versuch gemacht haben, durch internationale Verträge das friedliche Zusammenleben der Völker zu sichern, haben — wie die verschiedenen letzten Ereignisse auf dem politischen Gebiet beiweisen — nicht den erwarteten Erfolg gezeitigt. Die Entwicklung der allgemeinen Situation hat es mit sich gebracht, daß heute auf das menschliche' Recht nicht gebaut werden kann, es ist vielmehr notwendig geworden, daß sich selbst demokratische Staaten in erhöhtem Maße mit der Frage der Sicherung des Friedens befassen und damit ihre Rüstung■ erhöhen. Die Zeit hat es mit sich gebracht — so hat es kürzlich ein Staatsmann ausgesprechen — daß der Frieden nicht nur durch schöne׳ Worte und Reden über ’Friedensliebe und Mehschlichkeit propägiert werden kann, sondern es müssen auch die Grundlagen geschaffen werden, die dafür bürgen, daß dieser Frieden auch tatsächlich erhalten bleibe. Wenn daher auch unsere Regierung erkannt hat, daß ein großzügiges Rüstungsprogramm durchzuführen notwendig ist, so geschieht dies keinesfalls aus Angriffs- Just, sondern ausschließlich zur eigenen Verteidigung für alle Eventualitäten, welche sich aus der internationalen Lage ergeben könnten. Es ist daher Pflicht eines jeden treuen Bürgers des Staates, hiebei behilflich zu sein. Und dazu bietet einem die Staatsverteidigung sanl ei he Gelegenheit: Eine ‘doppelte Pflicht und Schuldigkeit hat der Jude, sein Möglichstes dazu beizutragen. Geht es doch um nichts Minderes, als um die Verteidigung dieses Staates; in dem er dank, seiner demokratischen Verfassung volle Gleichberechtigung in allen Belangen besitzt, während ihm in vielen Staaten die elementarsten menschlichen Rechte aberkannt werden und er nur unmenschliche Diffamierung zu ertragen hat. Es geht um die Verteidigung der ״Hochburg der Demokratie“, wie die Tsohechoslowakische Republik im Munde vieler Staatsmänner genannt wird, und um die Fördeüu n g d.e« Friedens. Wenn uns das prophetische Wort ״Dirschu es schlaum ho’Ir“, ״fördert den Frieden des Staates, in dem Ihr euch befinden werdet!“ mit ins Exil gegeben wurde, so kann es hier die beste Anwendung finden. Es darf auch nicht außer acht gelassen werden, daß die Arbeiten zur Sicherung des Friedens tausenden Arbeitslosen Verdienstmöglichkeiten schaffen werden, was auch in Wirtschaftlicher Hinsicht von Bedeutung ist. Nicht zuletzt seien die Vorteile erwähnt, die der Staat den Anlelhezeichnem bietet. Das zur Anleihe bereitgestellte Kapital wird 4^prozentig verzinst und der Staat gewährt den 'Zeichnern auch eine gewisse Steuererleichterung, bzw. Steuer- Amnestie. Für die Beth-Jakdb-Fortbildungs-Scliule Die zahlreichen Anmeldungen, die auf Grund unseres vorwöchigeri Aufrufes bezüglich der Errichtung einen zweisemestrigen B e t.h -Jako b -F o rt bi 1 du, ngsschui e in Bratislava eingelangt sind, haben1 aufs neue den Beweis für die Notwendigkeit dieses .Ünterrichtswepkes, erbracht. Sie haben׳ •uns aber auch gezeigt), daß hoch lange nicht alle jene Kreise erfaßt sind, bei denen Verständnis und Initeresse für diese Sache vorausgesetzt werden kann und muß. Aus diesem Gründe haben wir'uns entschlossen, die Anm e 1 d e f•r is t noch bis zum 30. Juni L J. zu ve r- 1 ä n •g e r ■n. Anmeldungen sind unverbindlich unter Angabe folgender Daten an das •Büro der Landesorganisation der Agudas Jisroel, Bratislava, Republikplatz 37, izu richten: Namen und Adresse der Eitern, Namen und Alter der Schülerin, bisherige allgemeine und religiöse Erziehung. Die Beth-Jakob-Fartbildungsscbuie in Bratislava — das׳ wiederholen wir aiis •unseren* vorwöchigen Aufruf ״־ soll den erwachsenen jüdischen Mädchen jenes Maß jüdidischen Wissens vermitteln, welches sie befähigt״ zu opferbereiten jüdischen Frauen; zu •treuen jüdischen Müttern■, zu glaubensstarken Erzieherinnen der nächsten Generation zu werden. —י Agudas Jisroel Landesorganisation Das jüdische Gemeiiidegesetz vor dem Senat Die Regierung hat dem Senat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Organisation der jüdischen Religionsgemeinschaft in .den Ländern Böhmen und Mähren-Schlesien er* gänzt. Das vorgeschlagene Gesetz schließt in den erwähnten Ländern die jüdischen Religionsgemeinden zu einer Gemeinschaft zusammen. Die Stellung dieser Religionsgemeinden wird,. soweit es. sich um ihre äußeren Rechtsverhältnisse nach dem Gesetz vom 21. März 1890, Zi. 67 RGIB1., handelt, nicht berührt. Die Prager Alt-Neu-Schul wird renoviert Prager Zeitungen berichten: Die vielen großen öffentlichen und privaten Neubauten in der Prager Altstadt und längs des Kais ließen Befürchtungen aufkommen, daß das Straßenniveau sich infolge der erhöhten Belastung senken könnte. Ohne daß hierzu eine unmittelbare Gefahr bestand, hat der Obmann der Alt-Neu-Synagöge, Prof. Dr. S. Lieben, eine bautechnische Kontrolle dieses Altprager jüdischen Wahr- Zeichens vornehmen lassen. Diese Prüfung hat der , alte Tempel ״mit Auszeichnung‘‘ bestanden. Nach Ansicht der Fachleute kann die ״Alt-Neu-Schul“. noch ein- bis zweitausend Jahre durchhalten! Dieser Tage wird auch noch ein Teil des Steinbodens abgehoben, um auch den Untergrund einige Meter tief zu sondieren. Bei dieser Gelegenheit )ließ die Kultusgemeinde im Innern der Synagoge verschiedene Renovierungen vornehmen. So wird die alte Fahne repariert, die Kaiser Ferdinand III. im Jahre 1648 den Juden Prags in Anerkennung ihrer heldenhaften Haltung bei der Verteidigung der Stadt geschenkt hat. Neben dieser Reliquie werden auch die**48 ׳ Thora-Vorhänge ausgebessert, die aus״ der Zeit dfiiJEtabbi JLöw, Rabbi Spira und Rabbi Landau stammen! f ־ Die Babbinatskandiaaturen in Trnava Wie uns aus Trnava •mitgeteilt wird, hat •eine' Anzahl dortiger GemeindemitgttieÜetr ,beschlossen, für den seit Jahren vakanten׳ ,Oberrabbinerposten den! Sereder Rajw, Moses E ckalt e in!, izu׳ kandidieren.!Söreder Raw ist unseren •Lesern kein Neuling. Er steht im Rufe ׳eines glroßen Taimid! Chochom und hat sich 'durch seine ausgebreitete öffentliche Tätigkeit (Agudas Jisroel, Machsike Hajeschiwoth! usw.) große Verdienste erworben. Abschiedsfeiern für agudistisch© Olim Aus Anlaß der bevorstehenden Alijoh! nach Erez Jisroel des Herrn J', M. Mandel, dels Leiters der hiesigen Administration der ״Jüdischen Presse!“, hat die Agudlas- Jisroel-Jugendgruppe ihn •mit einem! Vortrage beehrt, den er im Rahmen• des Abschiedsfestes am vergangenen!;Schabbos hielt, Herr IMax Weiß schilderte in seinen einleitenden Worten die, Aufgaben der in einer Zeit wie der gegenwärtigen nach, Erez Jisroel Ziehenden und würdigte den Idealismus der jungen Menschen, die trotz der unsicheren Lage» die gegenwärtig noch in Erez Jisroel herrscht, nach Erez Jisroel gehen, um hier ein g-ttgefälliges 'Leben im Sinne von Agudas Jisroel zu führen., In Seinem umfassenden einstündigen Vortrag nahm! nun Herr . Mandel zu den Problemen der. Agudas Jisroel;Stellung. Namens der Agudas-Jisroei-Jugendorganisation hielt Herr Awrohom Porges‘ das Schlußwort. . ׳ Auch in Pireäov fand eine Abschiedsfeier für Ch. W. G o 1 d׳ f i n g e r statt. Herr Schjwartz gab ihm die herziichsten Grüße seitens der Gruppe *mit. Von Bratislava, wo die vier Olim .zusammentrafen,; reisten sie am Montag Mittag ab. Eine große Anzahl von Mitgliedern der. Jugendgruppe hat;sich am Bahnhof von ihnen mit dem Wunsche verabschiedet, sich׳ bald am heiligen Boden von Erez Jisroel wiederzusehen. , Vermahlung des Sohnes des Preßburger Raw Am Donnerstag, den 21. Siwan, fand in Äbbazia die Vermählung, des Herrn! iS. B. ׳Sehr eiber, Sohn des ehnw. Herrn Oberrabbiner Schreiber aus Bratislava, statt. Zu diesem,׳ hohen Familienfest, das sich zu einer prunkvollen Feierlichkeit gestaltete, haben sich zahlreiche Gäste aus verschiedenen Ländern, u. a. die ehrw, Herren ׳ Oberrabbiner Ehrenfeid, Mattersburg, Deutsch, Subotica, und Schreiber, Gorizia, eingefunden. Bei der Tafel sprach als erster Festredner Herr Oberrabbineir Schreiber, welcher den Anwesenden für die ihm erwiesene Ehre wärmsten Dank äussprach. Schöne Ansprachen hielten sodann die anwesenden Herren Rabbiner, ferner. Herr Rubinfeld!, Lugano, der Schwiegerväter des Chioson und dessen Bruder, Herr Rabbiner S. Schreiber, Bratislava. U. a. sprachen noch im Namen der Bratislavaer Kultusgemeinde Herr Ph, (Benedikt und seitens der Bratislayaer Rabbinatsschule Herr L. Fettmann. Aus diesem Anlaß fand am selben Tage, in Bratisiava für die Jeschiwah-Bachurim. eiine festliche Voran- : staitung unter Beteiligung der Jeschiwoh- ■und1 Mensa-! leitung und einer Reihe angesehener Bäale Batim in den;Räumen der Mensa statt. Es sprachen die Herren J, O, Karoly, KoSice, J. J. Dusciiinsky,. Budapest, Dir, Kolm, Rabb. S, Uhsdorfer!, Rabbiner;S« Straßer, J, B, .Fischhof,; ß. Neuhaus, Rabb, J. •Snyders, ■Rabb. G, Gojtan und H. Taussig, Mattersburg, Das Airangement hatten die Bachurim M, Fettmann und J. Kate über. Die Leitung der Mensa hat auch das Beste daau beigetragen, Um das Gefingen des Festes zur sichern• lindert Kopfschmerz JUGOSLAWIEN Aus Zagreb Reiseberichte über Erez Jisroel sind heute schon etwas alltägliches geworden und können uns im allgemeinen Neues kaum mehr bringen. Ais rühmliche Ausnahme kann Wohl der Bericht bezeichnet werden, den uns Herr Josef Rothstein hier nach seiner Rückkunft aus Erez Jisroel gegeben hat. Herr Rothstein, der anläßlieh der vorjährigen Sekundenaktion der Agudas Jisroel eine Reise nach Erez Jisroel gewonnen hatte, ist in Palästina eingetroffen, als die Unruhen ihren Anfang nahmen. So mußte man eigentlich auf einen weniger freundlichen Bericht gefaßt sein. Doch diese Ereignisse traten fast vollkommen in den Hintergrund angesichts der erfreulichen Dinge, die der Redner hinsichtlich der Entwicklung des Heiligen Landes zü erzählen hatte. Redner anerkennt die Erfolge der Zionisten, betont aber auch die rührige Tätigkeit der Agüda, vor allen Dingen ihre im ganzen Lande anerkannten guten Schulen. Aüch die Kibbuzim * der Aguda leisten Großes und es wird vor allen Dingen anerkannt, daß diese jungen Leute nach des Tages schweren Mühen immer noch die Zeit zum Lernen finden. Mit einem warmen. Appell an alle jüdischen Brüder und Schwestern, jetzt erst recht sich in den! Dienst des Aufbaues von Erez Jisroel zu stellen, beschloß Herr Rothstein seine interessanten Auaführungen, für die ihm an dieser Stelle nochmals wärmster Dank ausgesprochen sein soll. — Zum Vorsitzenden der Lande9vereinigung der Kaufmannschaft, die hierzulande ׳bis zu 80 Prozent jüdisch ist, wurde aus Opportunitätsgründen ein nichtjüdisches Herrenhausmitglied gewählt. Der frühere Vorsitzende der Vereinigung war der bekannte jüdische Abgeordnete Paul Sändor. Sogar katholische Presseorgane äußern ihre Verwunderung über diesen Schritt und erklären, die Kaufmannschaft hätte ganz ruhig einen Juden wählen köxuien. — Der Senat der Hauptstadt ׳B udap e s t hat aus Gründen der Verschönerung der Stadt das Schleifen des bekannten Orczyischen. Hauses angeordnet, worin auch die bekannte Orczysehe Synagoge, das älteste, bereits im Jahre 1796 gegründete Bethaus der kommorierten und tolerierten Fester Juden, besteht. Das Haus wurde auch wegen dieser •Synagoge und seinen vielen jüdischen Insassen Judenhof genannt. —־r Ein jüdischer ,,׳Rechtsanwalt ist da ״auf eine sonderbare Idee gekommen. Er sieht einen organischen Zusammenhang• zwischen Bart und Peos und dem Antisemitismus und macht den Vorschlag, die Rabbiner der ungarischen; Orthodoxie mögen! die Gläubigen vom Tragen von!Bart und Peos dispensieren. Der gute Mann — Doktor Adalbert Szdkely ist sein Name — hat vom orthodoxen ״Zsidö Ujsäg“ eine gebührende Abfuhr erhalten. — Die katholische Tageszeitung ״Magy.arsäg“ greift die Zöglinge der ׳Oedenburger Jeschiwo des Raws ׳Dr.!Simon Posen an. ׳Sie befürchtet, der Fremdenverkehr würde wegen des ״Aufmarsches“ dieser sonderbar gekleideten Jünglinge leiden, schnüffelt nach ihren Existenzgrundlagen und erklärt, für Fremde habe Ungarn kein (Brot. (Däbei entschlüpfte der •Zefitung ׳eine anerkennende ׳ Aeußerurig des Oberhausmitgliedes , Prälat Koloman Pap. Dieser hohe Herr ist mit den Bachurim überaus zufrieden. — In Großwardein ist der als Kanzelredner und Autor weitbekannte Oberrabbiner der neologen Kultusgemeinde, Leopold IK e c s k e m 41 i, im 71. Lebensjahre gestorben. Der Verstorbene hat in seinen Predigten und religionspolitischen Werken nachdrücklicher die freisinnige Auffassung des Judentums und deren historische Legitimität!betont, als. es innerhalb der ungarischen! Neologib sonst üblich ist. — Das M a •s s e n u n g 1 ü c k .!beim!£ u's.a m m e ,n- Sturz einer Tribüne anläßlich des Königstages' in JB uikia/r e s/ti!hat |s|ondejribarerweise zii an t J*s:emi ti- 9chen.Hetz.ejreien geführt. Die Tageszeitung ״Universul" hat in ihren Schaufenstern faules Holz und rostige Nägel placiert und in Balkenlettern mit folgend der Aufschrift, ,versehjen: ״Das. Baumaterial, woraus die jüdischen Unternehmer die Todestribünen errichtet haben).“ Die Untersuchung hat allerdings ergeben, daß der Erbauer der Tribüne ein waschechter Rumäne war, dem ein Jude aus Mitleid einige tausend Lei geliehen hat. Die besten Eisen-Wurst-und Selchwaren 3mal täglich frisch bei HAGEL, Wlenll» Praterstr. 33 Unter Aufsicht des Rabbinats der Adas-Jisroel-Schiffschul Die Ananaserdbeere, als erste und kostbarste Frucht , der freudig erwarteten Obsternte, ist bereits am Markt. : Versuchen Sie nach unserem nachfolgenden Rezept etwas i von der Köstlichkeit dieser Frucht für den׳ Winter festzuhalten. Rezept: Erdbeerjam. 1.20 kg Erdbeerenwer-; den «erdrückt, mit 1 Päckchen O p e׳k t a m 70 Groschen vermischt und zum Kochen gebracht; vom Kockpunkt an : gerechnet 1 Minute brausend gekocht, dann! kg Zucker darunter!gemischt und wieder (vom Koöhpunkt an) 5 Minuten brausend •gekocht. In der ietaten Minute rührt man den!Saft einer Zitrone ein. Wird) ein ■pikanfres , Jam gewünscht, so nimmt man 90 dkg!zerdrückte Erd*;׳ beeren und 30 dkg feingeschnittenen Rhabarber, Mit Opekta erhält man bei gleichbleibender Fruehtmenge doppelt soviel Marmelade als früher, die außerdem noch viel feiner im Geschmack und vollwertiger ist.י־־י ׳* V e r- .•gessen Sie nicLt: Die neue Bparpackung s5u •S 1.30 für 4 ,׳kg Marmelade! Rezepte liegen bei, - -