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Jüdische Presse · 1936-06-05 · 20 (5.6.1936) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
22 (1936)
Issue
20 (5.6.1936)
Date
1936-06-05
Page
– (sequence 3)
Language
German
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*fr. 20 jüdische mmm mm 3 Energisches Vorgehen den polnischen. Behörden gegen die antisemitischen Terroristen Der polnische Innenminister hat den' Befehl erlassen, die Ordnung auf der Eisenbahn Warschau* Otwock, wo Juden ständig belästigt wurden, strengstens aufrecht zu erhalten. Der Warschauer Gouverneur wird in dem Befehl für die Sicherheit der Passagiere per* sönlich haftbar gemacht. Das Czenstochauer Kreisgericht hat zwei Nationaldemokraten Zu je 15 Monaten und einen dritten zu 6 Monaten Gefängnis Wegen Bomben* anschlages auf ein jüdisches Geschäft verurteilt. Nur dem Umstand, daß die Bombe zufällig nicht explodiert war, hatten es die Angeklagten zu verdanken, daß sie nicht strenger bestraft wurden. In Sosnowitz hatte das Appellationsgericht führende Mitglieder der dortigen nationaldemokratischen Ortsgruppe, wegen Beteiligung an antijüdischer Boy* kottpropaganda. und Herausführens von Kunden aus jüdischen Geschäften zu Geldstrafen von 10 *bis 100 Zloty Verurteilt. Vor dem Berufungsgericht in Wilna kam der Prozeß gegen den nationaldemokratischen Agitator und Terroristen Alfons Panasiuk und zehn seiner Helfer zur Verhandlung, die im vergangenen Jahre an den judenfeindlichen Ausschreitungen in Grodno teilgenommen hatten. Der Hauptangeklagte Alfons Panasiuk, der in erster Instanz zu einem Jahr־ Gefängnis verurteilt worden war, erhielt nunmehr eine Gefängnisstrafe von fünf Jahren. Die Strafe des Angeklagten Stanislaw Kozlowski wurde von neun Monaten auf drei Jahre Gefängnis erhöht, die der Angeklagten Wladislaw Marzinek und Edmund Zygmanski von neun Monaten auf zwei Jahre und die der Olga Zukow von sechs Monaten auf ebenfalls zwei Jahre. IfrpfäiefttonfeAsifctiiig de* Budapest«* üftk. Htiltüs• ן gemeinde Unter, dem Vömtlz deä öberregieruiigsfates Abtä* harn v. Freudiger hielt die Repräsentant der Buda* pester orthodoxen Kultus gemeinde eine Sitzung ab, an der außer den Mitgliedern der Vorstellung äuch der Präsident der orth. Landeskanzlei Samuel Kahan*Frankl teilnahm. Sekretär Heinrich Stern verlas den Rechenschaftsbericht für 1935, der einstimmig genehmigt wurde. Dem Ausschuß •wurde das Absolutorium erteilt. Hierauf wurde der Budgetvoranschlag für 1936 unterbreitet, der nach einer Debatte ebenfalls einstimmig genehmigt wurde. Der Heimgang des Wischnitzer Rebbe זצ״ל Wie der ״Jüdischen Presse'* aus Großwardein gemeldet wird,' hat die Lewajoh des Wischnitz er R e b b e s. Z. 1., über dessen Hinscheiden wir bereits berichtet haben, Mozze Schabbos den 2. Siwan um 1 Uhr nachts unter Teilnahme von rund zehntausend Mensehen stattgefunden. Hespedim wurden dicht gehalten, Nachfolger des Heimgegangenen ist sein Söhn, Oberrabbiner Ghaim Meir Hager, Wolcho* Witz, Vorsitzender des Waad Hapoel der Agudas Jiisroel für Transsylvanien. L& Oberrabbiner S; Chajm Schor ״צל| Am 24. v. M. verschied in Bukarest der Oberrabbiner de:• dortigen orthodoxen Gemeinde, Rabbi S. Chaim Schor s. Z. 1. Das Verdienst des Heimgegangenen war es, die Autonomie für die Orthodoxie in den altrumänisehen Gemeinden erlangt zu haben. Die Herren Oberrabbiner S. Schlesinger (Zlate Moravce) und M. Fischer (Spisska Starä Ves) verlieren in ihm einen Schwager. חנצב׳ה zmm K UN ACHTUNG Araber und Juden Samuel Bettelheim veröffentlicht mit voller Namenszeichnung am 20.. Mai im. Preßburger ״G r e n ztote" eine kurze Abhandlung . über die Vorgänge in Erez Jisroel, deren Konklusion, auf eine kurze Formel gebracht, lautet: Einwanderung abstoppen, bis ein Friedensschluß mit den Arabern in Palästina zustandegekommen ist. In diesem Zusammenhang wird auch die ״Jüdis c h.'e P r e s s e“ zitiert, und zwar, in einem Sinne, der zweifellos auf einem Druckfehler beruht, da Bettelheim der ״Jüdischen Presse“ ein araber-feindliches Programm imputiert. Es steht außer Zweifel, daß Bettelheim richtig sagen wollte, daß die ״Jüdische Presse“ grundsätzlich und immer für eine araber-freundliche Politik eingetreten ist, weil seine Ausführungen sonst den von ihm gewollten Sinn ins Gegenteil umkehren würden. Und das ist richtig. Noch mehr als das ist wahr. Nicht nur. die ״Jüdische Presse“, sondern die ganze Weltorthodoxie und ihre organisatorische Vertretung, die Agudas Jisroel, sind immer für eine Verständigung mit den Arabern eingetreten und haben Wege auf gezeigt, auf denen die Verständigung zu erzielen gewesen wäre. Für den Verständigungswillen der Orthodoxie haben wir einen edlen Blutzeugen, Prof, d e Haan s. A., der seine Araberfreundlichkeit mit dem Leben büßen mußte. Wenn wir uns aber trotz alledem mit den Ausführungen Bettelheims in keiner Weise idehtifizieren können, so in erster Reihe deshalb, weil wir auf dem Standpunkt stehen, daß dort, wo jüdisches Blut fließt, nicht der Boden für innerparteiliehe kleinliche Zänkereien und Auseinandersetzungen sein kann. Selbst wir, die Wir ein harmonisches Zusammenarbeiten mit den Arabern immer und unentwegt befürwortet haben, stehen heute vorbehaltslos zu den Opfern der Ausschreitungen ■und werden der Verständigung , erst wieder das Wort sprechen, wenn die Atmosphäre entspannt ist. Alle Kenner 3er Lage in Erez Jisroel stehen auf dem Standpunkt, daß •die E in wand erung keinen Moment aussetzen darf und unsere religiösen Führer im Heiligen Lande haben oft genug den Ruf nach verstärkter Einwanderung ertönen lassen. Wir sagen aber weiter: Erez Jisroel und das jüdisehe Volk sind Probleme, die nicht mit den Maßstäben anderer Länder und anderer Völker gemessen werden können. Viel mehr als das Araberproblem ist für die Entwicklung des Heiligen Landes das Judenproblem bestimmend. So fanatisch es klingen mag: klar und un- ׳ erschütterlich ist uns die Wahrheit in diesen furchtbaren Tagen vor Augen geführt worden, daß Erez Jisroel ein;Erez Hakdauscho sein muß, wenn es eine jüdische jHeimstätte werden soll. Erez Jisroel verträgt nicht Chillul Schabbos und die Verhöhnung der heiligen Gesetze der Thora, von deren Erfüllung die Möglichkeit einer : dauernden und gesicherten!Besiedlung des Landes abhängig ist. Daß die anderen mit einer Unentwegtheit, die einer besseren Sache wert wäre, in ihrer lästerhaften Richtung verharren, macht es uns doppelt und dreifach zur Pflicht, jetzt — gewiß ohne Schadenfreude, dazu ist jüdisches Blut zu kostbar — unablässig darauf hinzuweisen, daß die geistige Struktur des Auf* b a ü׳e s von Grii n d auf im Sinne der Thora geändert werden muß. Die Tatsachen haben uns bisher recht gegeben. Wie lange wollen sich die Anderen verstockten Herzens vor der deutlichen Sprache der Ereignisse verbergen? Spotten ihrer Selbst und wissen nicht wie ״Wir protestieren gegen alle die Phrasen von Selbstbeherrschung und Stolz und Würde des Jischuw. sind nicht wahr. Mutlos und feige und kleinmütig ist die Reaktion des Jischuw -■-ך׳- ohne Unterschied — auf /den Angriff gegen unsere Esaistenz und Zukunft., .״ ״Und die Folge dieser ^Pefcijktisni/us, Mit Empörung lesen y>ir ~\n Jen Meldungen, däß Jaffa, daß Jerusalem, von Juden evakuiert wurde, daß also Juden in Palästina■ die Positionen verlassen, weil-,Gefahr droht‘.• Und‘ der jüdische Jischuw proklämiert in seiner Presse, daß die 6000 Juden nicht mehr nach Jaffa zurückkehren und in Tel-Aviv angesiedelt werden! Welche Sprache ist das? Ist denn Jaffa nicht unser? Seit wann verläßt ein Volk Grenzgebiete seines Staates, auch wenn es sich um lokale Majoritäten des Minderheitenvolkes handelt? Wäre es z. ׳B. möglich, daß Tschechen aus Asch evakuiert, werden, weil die. Deutsehen tschechische Passanten überfallen usw.? Zurück nach Jaffa, in unser Jaffa, zurück in die Jerusalemer Altstadt, ist die einzige/Antwort eines gesunden und vormalen Volkes!“ : Eine mutige Tat dies? Nein, bloß mutige Worte, denn es wurde nicht So gehandelt, sondern bloß so geschrieben! Wo? In. P a l ä s t i n a, der Gefahrenzone vielleicht? Nein, fern vom Schuß, in Prag. Von verantwortungsbewußter jüdischpolitischer Stelle etwa? Nein, bloß von einem revisionisti sehen Leidartikler! ־ So weise und durchdacht geschrieben, daß sich bei der überzeugend. dargelegten..'iPara.l 1 e 1 e zwischen den Deutschen .in der. Tschechoslowakei un:d ׳den Arabern in Pa 1 ästina, bzw. zwischen den Tgchechoslowaken und den Juden unter anderem der Vergleich zwischen dem Mufti und Henlein aufdrängt. Hingegen bleibt die Erscheinung Jabot i n s k y s ohne Beispiel in der Gegenwart. Da muß man , schon in das Heldenzeitalter der tschechischen Geschichte zurückgreifen, wo etwa die ׳ Gestalt eines Svatopluk Anklänge an die des ״Nassi“ aüfweiSt, was ־. allerdings ohne praktische Bedeutung ist, weil sich : die Araber aus Jabotinsky ebesöviel 1machen, wie die sudetendeutschen Nazis aus dem alten Svatopluk. Wenn zwei dasselbe tun, ist es nicht das Gleiche ' Mit ehrlicher zionistischer Empörung hat die ״Stimme“ im Vorjahr dagegen Stellung genommen, daß die Wiener Jugendgruppe der Agudas Jisroel in S;pital am Semmering ihr. Ferienheim auf geschlagen hatte. Der, Ort wäre nämlich, nach Ansicht des Blattes antisemitisch verseucht und Juden dort unerwünscht. Die Jugendgruppe hat in der ״Jüdischen Presse“ seinerzeit eine Erwiderung veröffentlicht, auf die die ״Stimme“ die Antwort bis jetzt schuldig geblieben ist. Nun hat sie sie gegeben! Allerdings in Form eines Inserates, in dem der zionistische Verein ״Atid“ mitteilt, er habe ein Ferienheim ausgerechnet in — Spita 1 am Semmering eröffnet. Wenn die agudistische Jugendgruppe die Rechtfertigung für 3ich־ in Anspruch nehmen konnte, sie hätte von dem in Spital herrschenden Antisemitismus erst nach Eröffnung, ja sogar nach Schließung ihres Heimes durch die ״Stimme“ erfahren, so gilt dies für den ״Atid" nicht,;da er doch schon durch die Polemik dieses Blattes allein genügend infomiert sein mußte. Oder genießen Inserenten der ״Stimme“ Vorzug bei den Antisemiten in Spital? Wenn dies die Jugendgruppe auch nur geahnt hätte; sie hätte sich bestimmt eine Annonce in der ״Stimme“ kosten lassen, was bei dem 18.000-Schilling-Budget ihres Ferienheimes keine sonderliehe Rolle gespielt haben würde. Ein Operettentempel Wie aus Budapest gemeldet wird, bat die dortige Neologengemeinde zu Ehren irgend eines’ Jubilars in einem ihrer Tempel ein Fest gegeben, an dem eine Reihe von Bühnenkünstlern mitwirkte. Star dieser Veranstal- Umg war die bekannte Filmschauspielerin Gitta Alpar, die durch ihre Teilnahme wohl eine alte Gewissensschuld abtragen wollte; wenn sie sich schon nicht im ״G-tteshaus“ hat trauen lassen, so wollte sie doch wenigstens dort s in gen, zumal,-wenn damit ״Gustl“, ihrem ge-, schiedenen nichtjüdischen Gatten, ״Bestemm“ ge*׳ macht wird. .. . .. Der jüdischen Welt hingegen hat diese ״ung-ttiiehe Komödie'* wieder einmal die Richtigkeit des Standpunktes der Orthodoxie bewiesen, die in den Ref0rmtem p e 1h — im, eigentlichen und übertragenen Sinne ־־*־ ein T h e ä t e r sieht, und die sich, nebenbei gesagt, auch gaf nicht wundern würde, wenn demnächst der Rabbinep. des betreffenden Tempels ein ,4 u f t a u s c h g a s t s p 1 e; an einem Budapester Operettentheater ׳absolvier/, ren sollte. .... , ,. £■ Agudas Jisroel Ortsgruppe Wien Am M o z 2 e Sch a b b o s tim 9 Uhr spricht Herr Rabbiner Br. Salomon Schönfeld aus London Int graften Saale der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe, tl.» Floßgasse 1, über das Thema ,,Agudas Jisroel — Kenessio Gedaülo *— '׳Erez Jisroel‘‘* Gäste willkommen! Erez-Jisroel-Kommission der Ag11das-Jis!roel-Juge11cl* gruppe Wien, B. Loschon-Hakodesch-Kurs. Unser Loschoö-Hakodesch-Kurs, der unter der bewährten Leitung des bekannten Pädagogen Herrn Ab erb ach steht, hat bereits begonnen und* findet jeden Sonntag um >411 Uhr vorm, im Büro der Erez-Jisroel-Zentrale, II., Im Werd 6, statt. Agudas-Jisroel-Madchengruppe, Wien. Schabbos Parschas Behaalos'cho spricht Frau Liane Ringer-Pappenheim, Antwerpen-Wien, um % 11 Uhr. im Lokale der ״Wienea“, II., Obere Donausträße 91. ״Abessinien eine jüdische Zufluchtsstätte^ Ueber dieses Thema spricht am Mittwoch, den :10. Juni um 8 Uhr abends Herr Fürsorgerat Nathan Pollak im Lokale der ״Union", I., Schottenring 25. Personalnachrlclnteii. Oberkantor Josef Heller s, A. Am 24. Mai verschied in Wien im 73. Lebensjahre der in weitesten Kreisen bekannte Oberkantor und Chordirekter Josef Heller. Er wurde am 25. März 1864 in Cs. Ujfalo in •Ungarn, als Kind streng religiöser Eltern geboren. Die hohe Begabung für Musik und Gesang wurde früh erkannt und bei hervorragenden Kantoren entwickelt. Seine Laufbahn begann er in Kaposvär im. Jahre 1885, von dort kam er im Jahre 1889 als Oberkäntor nach Brünn. Mit seinen Geistesvorzügen im schönsten Einklang standen seine menschlichen Eigenschaften, die sich wieder als Vereinigung jüdischer Mitleidsmoral mit moderner Humanität kennzeichnen lassen. Aus Familienrücksichten trat er im Jahre 1927 in den Ruhestand und übersiedelte nach Wien. In den letzten Jahren überfiel ihn ein Herzleiden, das immer fühlbarer wurde, und ein Herzschlag machte, seinem segensreichen Leben ein unerwartet rasches Ende. Am 26•. Mai wurde erlauf dem jüdischen Zentralfriedhof, I. Tor, zu Grabe getragen. חנצב־ה TSCHECHOSLOWAKEI. BEKIZZUR... — Bratislava: Ueber Einladung der hiesigen A g udas-J isr o e 1 - Jugend gr u p p e hielt Herr Mendel׳ Stern einen Hesped über den jüngst dahingeschiedenen Wischnitzer Rebbe s. Z. 1. Der Redner verstand es aus-, gezeichnet, der׳ Zuhörerschaft ein1 Bild von Wesen uiid :? Bedeutung des großen Heimgegangenen zü, vermitteln. /// — Am zweiten Tag Schwuos veranstaltete die Chewro Charifus und Chewro Magidus dertV, hiesigen Rabbinatsschule anläßlich der bevorstehenden; Vermählung des Herrn!Simcho B. Schreiber, Sohn des ehrw. Herrn Oberrabbiners. Akiwo . Schreiber, eine‘ Abschiedsfeier, die einen schönen! Verlauf nahm. '' ji’ — Dunajska Streda: Am zweiten Tag Schwuos ver* anstaltete die hiesige Agudas- Jisroel -Jugend^ gruppe einen gutgelungenen S i j U m auf Mes. Sah*׳ hedrin, an dem alle Mitglieder und viele Gäste teilnahmen.' Herr Jisroel Löwinger trug den Schluß der Mesechto vor und knüpfte daran schöne Thöräworte. Während des dargereichten Imbisses ließ' Herr Rabbiner Juda Schwarz geistreiche Divre-Thora hören-, die von allen Anwesenden mit großem Interesse aufgenommen wurden. Herr ׳ Aron Holzer hielt eine großangelegte Ansprache, in welcher , er die Stellung Jisroels unter den Völkern als ״Mamleches kohanim" und die mutwillige Verkennung dieses erhabenen Gedankens behandelte und in diesem Zusammenhang die Idee und das Programm der Agudas Jisroel würdigte. Es sprachen noch die Herren Elieser Schwarz, Jakow Fromovits, B. Porjes und D. Stern. — Plegivec: Bekanntlich hat sich die hiesige Gemeinde von ihrer Muttergemeinde RoSnava losges a,' g't und als Selbständige orithy ,isr*.: Kultusgemeinde konstituiert. Gleich nach der Konstituierung ergaben sich Schwierigkeiten in der Rabbinerfrage. Der Roänavaer Rabbiner erhob Anspruch auf die Stelle eines Pleäivecer Rabbiners. Selbst das Rabbiner-Komitee, das diese Angelegenheit behandelte, konnte keine definitive Entscheidung in dieser Frage treffen. Nun •haben sich die friedliebenden Mitglieder beider Gemeinden dazu entschlossen, eine sogenannte V e r s t ä n d i g u n g s- Sitzung einzuberufen. — Sala: Ueber Beschluß der Gemeindeleitung wurden die Einnahmen von Schabbos P. Nossau dem Jüdischen Spital in Bratis 1 ava gewidmet. Die Einnahmen beliefen sich auf tsch. K 2000. Gegenwärtig ist eine Aktion im Zuge, deren Zweck die Linderung der durch die Unruhen in Erez Jisroel entstandenen Not ist. —• Myjava: Vor .wenigen׳ Tagen fand hier die N e uwähl des Vorstandes unserer ׳Kultusgemeinde statt. An der Wahl ,beteiligten sich alle Mitglieder unserer Gemeinde und der Filialgemeinden. Die Neuwahl ergab folgendes Resultat: Präses: Simon Weiß! Vizepräses: Adolf Grünwald; Kassier: Markus Kohn; Tempelvorsteher: Adolf Braun und Jakob Grünwald; Ausschußmitglieder: Alexander Rosenzweig; Julius Friedmann, Ignatz Jakobovits und Jakob Brückl. R. Schlomo Kaiser זצ״ל In Sala verschied am Montag, den 3. Sivan, der Begründer der hiesigen Gemeinde, der älteste Baal Habajis in der. ganzen Umgebung, R, Schlomo Kais er s. Ai, im gesegneten Alter von 95 Jahren. Der -Dahin•? geschiedene zeichnete sich durch seine besondere Frömwiig' keit aus. Jahrzehntelang versah er- .den G-tteSdienst«an den Jomim Nauroim und rüttelte mit seinem erschüttern? den Gebete viele Sich-vergessende zur Besinnung .in den Stunden der Andacht auf;• Der heimgegangene-״Patriarch war bis zur letzten :Zeit־' bei *.völlltomm'ener• gefetiger und körperlicher Frische. G-ttes Wille war es;.ihn heimzurufen. Wegen des Erew Jomtow fand kein Hesped statt, frjMüh־'

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