Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 22 (1936)
- Issue
- 18 (15.5.1936)
- Date
- 1936-05-15
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2629891-2630637-2630655--5263-2637571- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 4 jüdische Presse tft. 1s die Vorbildung auf׳ Ablegung der Prüfung an einer der bestehenden Beth-Jakob-Lehrerinnen-Ausbildungsaftstalten oder die Kandidatinnen würden zuerst diese Ausbiidungsänstalten besuchen und nachher den Fort* biidühgsunterricht im tnlande nehmen, Damit könnte die Sprachenfrage ieicht gelöst werden. Selbstverständlich würde die Zentralstelle ganz und gar im Einvernehmen mit den bereits bestehenden ausländischen Bildungsanstalten, vornehmlich der Wiener Anstalt, wirken und’ Sie würde von ihr die nötigen Direktiven erhalten und mit ihr das Wesen der Beth- Jakob-Bewegung verbessern und ihr Schulnetz entsprechend ausbauen. Auf alle Fälle würde die inländische Instanz von der ausländischen moralisch abhängig sein. Es kann hier nicht im Rahmen eines kurzen Aufsatzes auf Einzelheiten und Details eingegangeh werden, hier sei bloß eines festgestellt: Die orthodoxe Judenheit der Slowakei, gleich ob offiziell oder inoffiziell, hat an wirk* lieh gut funktionierenden Gesamtinstitutionen nur wenige, fast gar keine aufzuweisen. Wo die Schuld für diese Schwäche und Unfähigkeit liegt, ist hier nicht der Platz und jetzt nicht die Zeit, zu erörtern. Tatsache ist, daß der Beth-Jakob-Gedanke sozusagen von sich selbst alle Schranken der Schlaffheit und der Tatenlosigkeit durchbrochen und sich allmählich auch dort ״eingenistet" hat, wo man es am wenigsten vermutet. hätte. Dies allein beweist die Notwendigkeit und die Zweckmäßigkeit dieser Bewegung. Die Hauptarbeit — namentlich der schwierigste Teil der Arbeit — ist bereits fertig, die einzelnen Schulen sind da, das Verständnis für die Sache ist vorhanden. Es heißt jetzt bloß, den Rahmen zu schaffen. Hoffentlich wird die breite Oeffentlichkeit endlich einmal die Wichtigkeit dieser Dinge erkennen und sich einmütig zur Lösung dieser Fragen bekennen. Es wird sich gewiß jede Mühe lohnen, um das zukünftige Geschlecht für unsere heilige Ueberlieferung zu sichern. Es ist der sehnlichste Wunsch aller Eltern, wer bleibt fern? —go— Ausfuhr der Tschechoslowakei nach Palästina 1935 um ein Drittel gestiegen Nach einer soeben veröffentlichten palästinensisehen Statistik hat die tschechoslowakische 'Ausfuhrnach Palästina im Jahre 1935 insgesamt 667.536 pal. Pfund, d. s. etwa 80 Millionen Kö, erreicht und hat sich gegenüber dem. Jahre 1934 um ein volles Drittel erhöht, so daß die Tschechoslowakei .an siebenter Stelle der palästinensischen Einfuhr- Staaten hinter Großbritannien, Deutschland, Syrien- Libanon, den Vereinigten Staaten, Rumänien und Belgien steht. Der Rückgang der tschechoslowakischen Ausfuhr nach Palästina im ersten Quartal l936 ist größer als bei den anderen Staaten, was zu dem Schluß berechtigt, daß die von den tschechoslowakischen Exporteuren überflüssigerweise auf gegebenen Positionen von der Konkurrenz' übernommen wurden. Djer Streit in der Kultusgemeinde Berehovo liquidiert! Vor einigen Wochen berichteten wir, daß der Oberste Gerichtshof in Sachen des Berehovoer Gemeinde- Streites entschieden hat, daß die sogenannten Austrit'tler, die sich als ״Neologen" erklären, nicht!verpflichtet seien, weitere Abgaben ün die Öeöfeiäde zü leisten, und daß die Angelegenheit einem zu ernennenden Söhiedsgeficht zu übertragen ist. Nun Wird uns richtigstellend mitgeteilt, daß unser seinerzeitiger Bericht irrig war. Der Oberste Gerichtshof hat in Wirklichkeit zugunsten der orthodoxen Gemeinde entschieden. Danach sind die ״Neologen" durch nahezu fünf Jahre hindurch verpflichtet, Kultussteuer• , und die Fleischgabella an die orthodoxe Gemeinde abzuliefern, Diese Entscheidung wird vielleicht die Judenschaft der Stadt Berehovo veranlassen, die Streitigkeiten endgültig aufzugeben und Wieder mit einer konstruktiven jüdisch-friedlichen Aufbauarbeit zu beginnen. Anderen Streitsüchtigen diene diese Entscheidüng aber zur Belehrung. Eindrucksvolle Erez-Jisroel-Manifestation ln Medias Gelegentlich des Besuches des Herrn Dr. S. Ehrmann, Direktor der Erez-.Tisroel-Zentrale der Agudas Jisroel in Medias (Rumänien), fand ein großangelegtes Meeting statt, an dem sich alle Schichten der Judenheit der Stadt und zahlreiche Gäste aus der Umgebung u. a. die ehrw. Herren. Oberrabbiner Adler, Schäßburg, und Dr. Kraus, Dicio, beteiligten. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Herrn Rezalel Deutsch entwickelte Dr. Ehrmann in einer zweistündigen, großangelegten Rede die Ideologie der Agudas Jisroel. 'Der Redner bezeichnete die individuelle Assimilation des vorigen Jahrhunderts, wie auch die nationale Assimilation der Jetztzeit als verwerfliche Mimikry, die von jedem Juden, der sich zum unverfälschten Judentum bekennt, bekämpft werden muß. Wirklich jüdischer Nationalismus ist ohne Religion undenkbar,' was der Redner an Hand geschichtlicher Quellen und auf Grund zwingender Logik dem Publikum vor Augen führte. Die Ausführungen des Herrn Dr. Ehrmann lösten ungeheuren Beifall aus. Nachher leitete der Ehrenpräsident der hiesigen Agudas-Jisroel-Ortsgruppe, Herr Benjamin Citron, eine Diskussion ein.•an der auch die anwesenden zionistischen Führer sich in anregender Weise beteiligten. Die wohlbegründeten, logischen und sachlichen Antworten des Herrn Dr. Ehrmann frappierten die Zuhörer. Im Laufe der Diskussion ergriff auch Herr Oberabbiner Dr. Kraus das Wort, um. in Herrn Dr. Ehrmann• seinen Jugendfreund zu begrüßen und um Agudas Jisroel gegenüber seine Sympathien zum Ausdruck zu bringen. Die an Ort und Stelle eingeleitete Sammlung für den Keren-Hajischuw zeitigte einen ungeahnten Erfolg. Rasiere dich ohne Messer mit dem gesch. Rasierpulver Langerin Es ist ärztlich begutachtet und unschädlich. 1 Paket, zirka ein halbes Kilogramm, & 1.40. — Zu haben bei Philipp Langer, Friseur, II, Franz-Hochedlinger-Gasse 25. Suche für meinen 36jährigen Bruder in tschechoslowakischer Hauptstadt ein passendes Mädchen mit entsprechender Mitgift. Unter ״Obstkultur und Obstgroßhandlung“ an die wiener Administration. Weltkurort Franzensbad heilt. Frauen-, Herz-, Rheuma u. ftoffwechks elkrankheiten Kurzeit vom 15. April bis 15. September Pauschalkuren Prospekte durch die Kurverwaltung 'שוווווווווווווווווווווווווו»ו Streßg orth. כשר ERHOLUNGSHEIM für Kinder sowie für Erwachsene, fünf Minuten vom Fichtenwald entfernt. Auch Mastkuren und Schulnachhilfe. Rosenberger M ♦, Sopron,• Wallner Ignäc-ucca 6 Bad Gleichenberg Hotel Pension und orth. כשר Restaurant Dreibaum (Eisen) ab 14, Mai eröffnet / Modernst renoviert Vorzügliche Küche / Billige Pensionspreise Auskunft in Wien, Eisen, I, Laurenzerberg oder Hotel Dreibaum, Bad Gleichenberg Hohe Tatra! Äh Tatra Lomnica! Gebe dem P. T. Publikum bekannt, daß ich mein orth. koscher Pensionat eröffnet habe. Vor- und Nachsaison ermäßigt! Ganzjährig geöffnet! Hochzeiten werden billigst ausgeführt! Anfragen sind zu richten an Josef Tobovits, Villa ״Bugseh“, Tatranska Lomnica. KURORT SLIAC! (SLOV.) Hotel und Restauration ״METROPOL“, erstklassige orth. koschere Küche unter Aufsicht des ehrw. Herrn Oberrabbiner Unsdorfe*־, Lußenec. Ermäßigte Preise! Badesaison vom 1. Mai bis 30. September. Nähere Auskünfte erteilt bereitwilligst Hotel ״Metropol“, SUaö. Radioaktivste Therme der Welt 1080 Meter Seehöhe ׳! , 5C0-Jahr-Feier Thermal-Bäder im Hause. Fließ. Kalt- und Warmwasser. Zentralheizung. Gesellschaftsräume. Erstklassige Küche. Pension ]nklusiv• Zimmer im Mai von S 12.— an Streng rituell ארמה. כשר KURPENSION Dr. Hecht 5 EMMERING nächst Palace Hotel, ab 26. Mai wieder geöffnet. Mäßige Vorsaisonpreiise. Auskunft: J. Eisenberg, Wien, H., Große Pfarrgasse 8. ERHOLUNGSHEIM AUE ab Juni geöffnet. In der Vorsaison zahlen Minderbemittelte durch Vereine Halbpension S 3.50, Voll- Pension ׳S 5.—. Auskunft: J. Eisenberg, Wien, II., Große Pfarrgasse 8, Die Reiseberatungsstelle antwortet P. W., Wien, II.: ' Unter Aufsicht des Hamburger Vereines. M. A., Mattersburg: Die Kurtaxe beträgt 20 Groschen per Person und Tag. Pensionspreise von S 8.— bis 15.—. Wir empfehlen Autobus. G. B., Neunkirchen; Erkundigen Sie sich beim dortigen Verkehrsverein. Gemeindezuschlag 2 Dinar pro Tag. A. S., Wien, I.: Die angefragte Pension steht nicht unter rabhinischer Aufsicht. Pension in der Hauptsaison 35 bis 60 Kö, * G, W., Bratislava; Bei mehr als lOtägigem Aufenthalt 50 Prozent Ermäßigung für die Rückfahrt. B. Sch., Topolöany; Liegt mitten im Fichtenwald, Wir können das Haus bestens empfehlen. , R, M,, K, L., Wien, und J. F., Bratislava; Wir müssen, erst Erhebungen pflegen. Verfolgen Sie diese Rubrik. P, JVI., Baden, R.R., B. A. und K, Z., Wien, C. O., P, T., Bratislava; Erledigung erfolgt schriftlich, Prospekt senden wir Ihnen. Einmalige Gelegenheit ' ציה. ברבת מולא מבא וגריא יאה לכבוד ידידינו הנעלה מלפנים נבאי דחברתנו ודר. ה*ב המופלג ומופלא בחויד״ש זזו־כ כשית מו*ה שמואל אהרן עהרענטוייא הכהן ג״י לאריסיו אה כת מו׳ה אליעזר מרדכי כיי׳ן די מ?•? מ. שארלוהי יציו. יה*ר שויווגם יעלה יפה ויוצה לבנות• ציחו נאמנה צאודפ הציריו. גבאי רהצרה הרימות וגבאי דחכרה מגירות דישיבה הרמה?•? פ״ב יצ׳ו. Juwelen Uhren, Gold- und SHberwären* insbesondere צלי?ורש,. Sederschüssel, Menoras, Leuchter und Bestecke in großer Auswahl, auch Oelegenheit8käufe. stets vorrätig MorttzMany II, TabörslraBe 14 I Die besten Eisen-Wurst- und Selchwaren 3mal täglich frisch bei HAGEL, Wien II, Pruterstr. 33 KONKURS Die orth. isr. Kultusgemeinde in Pezinok sucht einen שרב der zugleich vorzüglicher בעל תפילה und בעל קורא sein muß. Bewerber, tschechosl. Staatsbürger, wollen ihre כלוח? von drei anerkannten orth. Rabbinern nebst Angabe ihres Alters und Familienstandes bis 1. Juni 1. J. an den gefertigten Vorstand einreichen. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. Gehalt nach Uebereinkommen. Samuel Stern, Simon Reisner, Schriftführer. Präses. Bei der Jüdischen Gemeinde in Rotterdam (Holland) ist zu vergeben die Stelle des Oberkantor Bedingungen: Verheiratet und höchstens 35 Jahre alt. — Gehalt näher zu vereinbaren, eventuell mit Rücksicht auf Möglichkeit. Nebenämter hei der Gemeinde zu versehen. Bewerbungen mit ausführl. Auskunft und Referenzen spätestens bis 1. Juni an den Vorstand der Gemeinde Ged. Botersloot 67, Rotterdam. Tag 1jar 1 Siwan 1 3־ ä דף יומי יומית משנה!ספירת העומד! Kalendarium כלים מכות שבועות משנה פר? Freitag 23 15 יו יג יו לח Samstag 24 16 יח יד ״ * לט פ׳ בהר־בח?ותי, מבהיח, פ׳ה Sonntag 25 17 יט טו " מ Montag 26 18 כ טז " מא Dienstag 27 19 כא * יו " מב Mittwodi .28 20 כב א יח מג Donnerst. סי¬ 21 כג ב מד ערב ריח, יו*כ קטן Freitag! 22 כד ג ,, מה ראש חדש Samstag 2 23 ב ד " מו פ׳ במדבר, פרק ו׳ Sonntag 8 24 נ ה " מז Montag 4 25 ד ו י, מח Dienstag 5 26 ה ז " מט ערב שבועות פ׳בהר־בחקותי Gebetzeiten WIEN Uhr i Min, Uhr j Min. BRATISLAVA הנחת חפלין בשעת הדח? סוף זמן?ריאת שמע של שח בשבת: קבלת שבת (מנחה השכמה , , . שחרית , . . פד? אבות , . מנחה .... מעריב צמש*ק . בחול; השכמה , . . שחרית .... מנחח . . , . מערי5 צימי המפירד Eigentümer, Herausgeber und Verleger: David Türki (für eine Arbeitsgemeinschaft), verantwortlicher Redakteur! Karl Richter. 1 beide Wien, II״ Malzgasse 13 a. — Druck: Druckerei- und 1 Verlags-A.-G. Ig. Steinmann, Wien, PS,. Universitätsstraße 6/8»