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Jüdische Presse · 1936-05-08 · 17 (8.5.1936) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
22 (1936)
Issue
17 (8.5.1936)
Date
1936-05-08
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 4 JÜDISCHE PRESSE Nt* 17. Leitung und nicht zuletzt bei ausgezeichneter Verpflegung zu verbringen. Eltern« die Interesse haben, daß ihre Kinder die Sommerferien für wenig Geld unter denkbar bester BetreuUng verbringen, melden sich nebst Angabe der gewünschten Zeit bei der Agud&s-Jisröel-Jugendgruppe ihres Ortes oder direkt bei der Agudas-Jisroel- Jugendorganisation, ״Ferienheim“, Bratislava, Postfach 140. ... Benifsberatungsstelle in Bratislava Der Verein thoralernender Angestell־ ten, der sich ausschließlich mit der i׳m Erwerbsleben stehenden orthodoxen Jugend befaßt, hat sein Arbeitsgebiet um die in Bratislava schon seit langem sehr man־ gelnde B e r uf s b e r a t u n g s s t e 11 e erweitert. Die nötigen Vorarbeiten sind bereits beendet und es wurde eine Kommission, bestehend aus rabbinischen, pädagogisehen, ärztlichen und kaufmännischen Fachautoritäten,' zusammengesetzt, die mit der Erledigung der Aufgaben der Berufsberatungsstelle betraut worden ist. Diese Neuerung dient dem Zwecke, die Eltern schulentwachsener Kinder zu beraten und ihnen das für das betreffende Kind bestgeeignete Betätigungsfeld zu empfehlen. Im Anschluß an die Berufstieratungsstelle wurde auch eine Stellenvermittlung ins Leben gerufen, die gemeinsam mit bereits bestehenden ähnlichen sozialen Institutionen, mit der Kaufmannschaft Und deren Organisationen Hand in Hand arbeiten wird. Milchaktion Wir werden um Veröffentlichung folgender Zeilen gebeten: 1‘Anläßlich des Abschlusses der diesjährigen Milchaktion fühlen wir uns veranlaßt, im Namen der sechshundert mit Milch und Brot täglich beteilten armen Schulkinder sowie im Namen deren Eltern und des Unterfertigten Inspektoräts 'der Bratislavaer Allg em eih e^n■ B ank׳ A. G., welche diese edle Mission das zehnte Jahr traditionell’ ausübt, den innigsten Dank abzustatten. ׳ Schulinspektorat. in Bratislava. ־ 'C! Aus einem unliebsamen Versehen erscheint diese Notiz , etwas verspätet, aber um so mehr schließen auch wir uns dem Dank an. Red. Henlein und die Juden 1 In einem zweistündigen Interview, das in Eger stattfand, äußerte sich das Oberhaupt der S u d e t e ndeutschen Partei, Konrad :He.n 1 ein, gegenüber . dem Korrespondenten des' Londoner ״Daily /Telegraph“ über die; Ziele seiner־ Partei ׳und sagte, diese fordere volle Minderheitenrechte ■ für die, deutsche Bevölkerung. Henlein bestritt, daß'seine Bewegung notwendigerweise antisemitisch sein müsse, es gebe in seiner Partei auch keinen Arierparagraphen,־ der Juden von der Mitgliedschaft ausschlösse. Zu diesem Interview, in dem Henlein Behauptungen, die er anläßlich seines letzten Londoner Besuches dortigen Zeitungen gegenüber aufgestellt hat, •wiederholt, ist zu bemerken, daß fast alle Organe der Henlein-Pärtei eine radikale a •n t i s e m i t i s!c h e Hetze betreiben, die Judenverfolgung und Rassegesetzgebung der Hitler-Regierung mit S y m p a t h i e begleiten und daß die, Partei jugend im sudetendeutschen Gebiet eine konsequente anti jüdische Boykotta'ktion durchführt. BEK1ZZUR . . , — Bratislava: Am Mozze Schabbos hat die P i r c h egruppe der Agudas Jisroel ihre Mitgliederver- Sammlung abgehalten, bei welcher Gelegenheit die. Herren J. Salzer, L. Glück, J. Kcth und H. Beer aneifernde Ansprachen hielten,' worin sie den jungen Mitgliedern ans Herz legten, ihrer eigentlichen Pflicht, fleißig zu lernen 1 und ihr Leben;in echt jüdischem Sinne zu führen, stets I zu obliegen. Die darauf stattgefundene Wahl des Arbeite* ausschusses ergab folgendes Ergebnis: W. Grünbaum, E. Grünhut (Wien), A. Halpert, D. J. Beiß und R. Tauber (Wien). —־ KeZmarok: Bei der am 28. v. M. abgehaltenen Generalversammlung des hiesigen aut. orth. isr. Mädchenvereines wurden folgende Mitglieder in die Leitung neugewählt. Präsidentin: J: Glück, Kassa: R. Engel, Sekretariat: G. Kraus, Kulturreferenten: M. Gerhardt, R. Vogelmann, Kontrolle: H. Gerhardt. Aus־ Schußmitglieder: B. Gerhardt, E. Klappholz, M. Herbst; Ersatzmitglieder: P. Goldstein, M. Ratz. (Igo.) — Befehovoi Aüs Anlaß der Berufung der hiesigen Beth-Jakob-Lehrerin Frl. O. B e r g 1 a s nach Uähofod, veranstaltete das hiesige Beth-Jakob-Komitee am Schabbos, den 10. Ijar, eine Abschiedsfeier, bei welcher Gelegenheit Frl. Berglas einen inhaltsreichen Vortrag hielt. Die Rednerin dankte sowohl dem Komitee als auch den Eltern für das wohlwollende Verständnis, das man der Beth ־ Jakob ־ Bewegung; entgegenbringt, und gab der Hoffnung Ausdruck,. daß in Berehovo auch weiterhin die Beth-Jakob-Schule erhalten und ausgebaut werden Wird. Frau Lea Schwartz ergriff im Namen der Eltern das Wort, um in warmen Worten die Verdienste der Lehrerin hervorzuheben und ihr für die hingebungsvolle Arbeit den innigsten Dank zu zollen. 1. b. Die Erez-Jisroel-Arbeit der ungarischen Orthodoxie Im Stammhause ..der Budapester orthodoxen K u 11 u s g em e i n d e hielt die Jischuw-Orgäni- ׳sation unter Vorsitz des Gemeindepräsidenten Oberregierungsrates Abrahamv. Freudiger ihre konstituierende Generalversammlung ab. Der Präsident wies^ in seiner Eröffnungsansprache darauf hin, daß die ungarische Orthodoxie stets im Geiste Erez Jisroels gelebt , und gearbeitet habe. Die Sammelarbeit der Kolel- Organisation habe in anderthalb Jahren über 150.000 Pengö für das palästinensische gesetzestreue Judentum aufgebracht. Heute, da sich gewaltige4 Massen in Palästina ansiedeln, müsse. ־die Unterbringung der religiös eing e*ste 111en Jugend sichergestellt werden. Die Orthodoxie dürfe diesbezüglich keine passive Haltung einnehmen. Der Präsident beantragte die Bildung eines provisorischen Komitees unter dem Protektorate, des Rabbiners Sußmann.• Zu Ehren- Präsidenten wurden Oberhausmitglied Adolf Frankl und Leopold v. Freudiger, zum Präsidenten Ober- 'regierungsrat Abraham ״y. Freudiger gewählt. ־ Im Laufe der Debatte betonte Dr. Adolf D e u t s c h, daß mit den kompetenten Stellen zwecks Erlangung von Zertifikaten Fühlung genommen werden müsse. Markus Klein meinte, daß das Zusammenwirken des Misrachi mit den Zionisten nicht gerechtfertigt sei, besonders in den Ländern, wo eine besondere orthodoxe Organisation bestehe. Er ersuchte die anwesenden Misrachiführer, dahin zu wirken, daß die Misrachimitglieder die ■:zionistische Organisation korporativ verlassen und in die 'Jischuw-Organisation eintreten. Präsident Abraham v. Freudiger erklärte, daß die . Budapester orthodoxe . Gemeinde das M i s r e. c. h i- Verbot weiter aufrechterhalte und die Tätigkeit dieser Organisation nicht anerkenne. Schließlich forderte er zur Opferbereit Sc h ä ft* .im Triter esse der religiösen Aufbauarbeit in Erez' Jisroel auf. ־ *;■ז:■־ . Aus diesem Bericht der .1. T. A. geht leider nicht hervor, welche Bindungen zwischen dieser Erez-Jisroel- Arbeit und der Agudas Jisroel bestehen. Man kann nur hoffen, daß endlich auch "die Orthodoxie in Ungarn ihren organisierten Anschluß an die orthodox-jüdische Welt- Organisation finde. .— Redaktion. I UND KU HXmDQBg Radioaktivste Therme, der Welt 1080 Meter Seehöhe 500-Jahr-Feier Thermal-Bäder im Hause. Fließ. Kalt- und Warmwasser. Zentralheizung. Gesellschaftsräume. Erstklassige Küche. 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