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Jüdische Presse · 1936-02-21 · 8 (21.2.1936) · page 3

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Nr. 8 ׳ J0DÜ0M1 FitKÄSF Seit« 3 v«8 woclic asu Wo die Ein Abgeordneter fragte im englischen Unterhaus die Regierung, ob deren Aufmerksamkeit auf die fatsache gelenkt worden sei, daß im Osten von London auf jüdische Geschäftsinhaber Angriffe seitens der englischen Faschisten stattgefunden hätten, Innenminister Simon antwortete, daß die Regierung davon unterrichtet Sei und besondere Maß- •nah men ergriffen worden seien, um^ derartige Vorfälle künftig Unmöglich zu machen, % Die Palästina-Regierung hat das offi* stelle Organ der arabischen Unabhängigkeitspartei Palästirns> ״E l D schäme a el tslamiat(, wegen Veröffentlichung aufreizender Artikel gegen die Mandats- Herrschaft in Syrien und Palästina für lh Tage v e rboten, Das Gericht von Orleansville hat Abid Mohammed und Benihoub Lechekki, die bei dem Pog r o m in Constant i ne am 5. August 1931! fünf Angehörige der Familien Attali und Attal ermordet hatten, zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt. General Sir Neil M alc 01 m hat dem General- Sekretariat des Völkerbundes mitgeteilt, daß er bereit sei, das Oberkommissariat für die deutschen Flüchtlinge zu übernehmen. Das Kreisgericht in Kattowitz verhandelte gegen 21 Mitglieder der nationaldemokratischen Partei, die beschuldigt sind, am 9.‘ September v. J. Sprengstoffattentate gegen die Kattowitzer Große Synagoge und eine Reihe anderer in jüdischem Besitz befindlicher Gebäude verübt zu haben. 18 Angeklagte wurden zu Zuchthausstrafen verurteilt, drei freigesprochen. Der polnische Se jm hat ein Gesetz angeno mtnen, das die Rechtsverhältnisse der Kar der in Polen regelt. Die Religion der Karäer beschränkt sich bekanntlich auf die Lehren der Bibel, die sie w Örtlich auslegen. Im Frühjahr 1936 soll in Melbourne in der Nähe der australischen Ehrenhalle ein Reiterstandbild des verstorbenen Oberbefehlshabers des australischen Armeekorps im Weltkrieg, General Sir John Monash, auf gestellt werden. Monash, der ein frommer J nde war, gilt als der australische Nationalheld des Weltkrieges und , einer, der hervorragendsten Heerführer der britfsetien?Streitkräfte im Krieg. ״El Liwaa“ teilt mit, daß die P alästina-Regierung 100.000 Pfund für den Ausbau eines Straßennetzes bewilligt habe, das die jüdischen Kolonien im Erriek miteinander verbinden soll. Die Arbeiten sollen im Laufe von vier Jahren ausgeführt werden. Das Budget der P al äs t in a - R e g i e r u n g für das Verwaltungsjahr 1936137 sieht für den Ban neuer Flughäfen in Lydda und Haifa einen Betrag von 200.000 Pfund vor. Am 27. Febniar beginnt in Warschau eine Konferenz der jüdischen territoridlistischen Vereinigung ״Fr e i l a n d‘‘ , Wie mitgeteilt wird, haben fünf Staaten Land für jüdische Einwanderung und ■Kol d- . n i s a t i o n angeboten. Anläßlich der Senatsersatzwahl in M ehedint i, Transsylvanien, die am 18. Februar statt}and, entfalteten die C uzist e-n gemeinsam mit den deutschen N at io n ui Sozialisten dieses ■; Wahldistrikts eine ,)’ücksichtslose antijüdische Hetze. -• In dem Lodzer Prozeß gegen eine Reihe von persauen, die beschuldigt sind, versucht zu haben, mit dem kleinen seeuntüchtigen Motorschiff ״Wanda“ mehrere ׳Personen.gegen Bezahlung auf illegalem ,Wege nach Palästink ׳,zu bringe){,, wurde der Haugtipngeklagte zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Drei Mitangeklagte wurden freigesprochen. In Berlin wurde ein R ei ch s v e r b an d der polnischen Juden in Deutschland gegründet. Die von uns bereits angekündigte neue Banken- Verordnung für Palästina bestimmt, daß jede Bank und jede Kreditgenossenschaft eine Genehmigung des High Commissioüer für ihre Transaktionen besitzen muß. Diese Genehmigung kann vom High Commissioner entzogeti werden. Er kann auch die Gründung neuer Banken ohne Angabe von Gründen verbieten. Wie der ,Jüdischen Presse?‘ gemeldet wird, hat die Orthodoxie bei den Kultuswählen in Gorlic e in Polen, einen großen Sieg errungen, der ihr sechs von acht Mandaten brachte. Am 9. Februar verstarb in B erlin Doktor Ludwig H oll ander, der bis zum Machtantritt Hitlers Direktor und geistiger Führer des Zenträlvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens war. Die kürzlich stattgefundenen Hauptversammhingen der dem Ky f f häus erbund angeschlossenen deutschen Kriegervereinigungen in der Schweiz haben den Arierparagraphen abgelehnt und den Austritt aus dem Kyffhäuserbund vor- : gezogen. Der rumänische Außenminister T it ule s c u hat während seiner Anwesenheit in Paris eine aus Vertretern der Alliance Israelite U niv er seile und des Komitees für die Verteidigung der jüdisehen Rechte in Mitteן- und Osteuropa bestehende Abordnung empfangen. In der Unterredung wurde die Lage der Juden in Osteuropa, besonders in Rumänien, eingehend erörtert. H, Grün, II., Taborstraße 8 b, Telephon R-42-3-66, Atelier für feine Herrengarderobe. £3 Nahen des Purirafestes macht der Hausfrau bei der jetzt herrschenden Geldknappheit große Sorgen.;Es soll gespart werden und doch muß gebacken werden,;damit dem mit diesem Feste engverbundenen Brauche von משלוח סנח־ו-Portion-Sendungen entsprochen werden kann. Für wenig Geld muß also schönes und wohlschmeckendes;Backwerk hergestellt werden, Willkommen sind deshalb in jedem Haushalt die bewährten mit dem Rabbinatsattest versehenen׳ Dr. Oetkers Backhilfsmittel, das verläßliche Backpulver ״Backin“, und der ausgiebige Vanillinzucker. Mit diesen כשל Präparaten kann jede Hausfrau das Bäck- Werk leicht, räsch und billig herstellen. Rezeptbüchlein mit approbierten Backvorschriften erhalten Sie bei allen Kaufleuten oder über Wunsch franko und kostenlos von der’ Nährmittelfabrik Pr. A. Oetker, Brünn. Strikower Rebbe, Rabbi Menaehem Mendel Landau im Alter von 11 Jahren verschied am Dienstag der vorigen Woche im polnischen Kürort ÖtwoCk ' der Strlkower Rebbe, Rabbi Mettächem Mendel 1*and a u s. 2.1. Der Strikower Bebbe gehörte zu den berühmtesten Rebbeim in Polen und zählte tausende Chassidim zu seinen Anhängern. Das polnische Judentum erleidet durch sein Ableben einen unersetzlichen Verlust, insbesondere was seine Arbeit für Chisuk Hadää betrifft. An den Arbeiten der Agudas Jisroel, deren Rabbihischen Rat er in führender Stellung angehörte, nahm der Strikower Rebbe aktiv Abteil, Die LeWajoh fand am Mittwoch statt und gestaltete sich, wie der Korrespondent der ״Jüdischen Presse" meldet, sowohl in Otwoök wie auch in Warschau, wo die Kewurah stattfand, zu einer imposanten Trauerkundgebung. Viele tausende Juden erwiesen dem ver* bllchenen Rabbi die letzte Ehre. Die Kewurah fand gegen sechs Uhr abends bei Fackelbeleuchtung statt. .הנצביד. וזי*ע ועכ׳י 1 ״‘״■'״״wo *■#*%־־* Vötf Gegen den ״Obersten jüdischen Rat“ in Rumänien Das Blatt der orth isr. Zentralkanzlei für Siebenbürgen, ״Hoemesz", beschäftigt sich an leitender Stelle und sehr ausführlich mit der Gründung eines Obersten Jüdisch e n Ra t e s in R׳umänien, der als höchste. Instanz der rumänischen Juden nach innen und nach außen auftreten will. Das orthodoxe Blatt gibt unumwunden zu, daß die Rechte der Juden *in Rumänien in der letzten Zeit vielfach geschmälert und verletzt wurden und daß alles getan werden muß, damit die judenfeindliche Stimmung nicht auch in die höchsten Kreise des Landes eindringt und sich in gesetzlichen Verfügungen auswirkt. Dennoch sieht sich die Orthodoxie veranlaßt, zu erklären, daß der Oberste Jüdische Rat bewußt die jüdische und nicht.־ jüdische Oeffentlichkeit irreführt, wenn er erklärt, er wäre die ״höchste" Instanz aller Juden in Rumänien. Er hat nur das Recht, im Namen der Siebenbürger und Regater (Regat: Altreich) Juden'und der Uniunea Evreilor (der Vereinigung rumänischer Juden) zu sprechen und Verfügungen zu treffen. Die örUlfodox i e haben die drei Herren des sogenannten Obersten Rates niemals befragt und von ihr haben sie auch niemals irgendwelches Mandat erhalten. Die Orthodoxie ist selbstverständlich zu einer Zusammenarbeit in hauptsächlich wirtschaftlichen ,Fragen gerne'bereit, aber unter Voraussetzungen, die volle Sicherheiten'dafür bieten, daß ihre Autonomie dadurch nicht tangiert wird. Heute vertritt aber die jüdische Religion im ״Obersten Rat" Rabbiner Niemirower, der zu einer nichtorthodoxen Organisation und einer der Orthodoxie fremden Weltanschauung gehört. Beth-Jakob-Versammlung in Kopenhagen Im Rahmen eines Aguda-Abends der Jugend- und Mädchengruppe von Kopenhagen, hielt Frl. Anny Karmel, Wien, ein Referat über die Beth-Jakob-Bewegung. Die Referentin legte der Zuhörerschaft, die bisher nur gewußt hatte, daß Beth Jakob der Name einer jungen, orthodoxen Schulbewegung ist, ausführlich die Ent- B LITERATUR Franz Rosenzweig: Briefe. Unter Mitwirkung von Ernst Simon ausgewählt und herausgegeben von Edith Rosenzweig. 743 Seiten, Großoktav. In Leinen M. 12.50. Schocken Verlag, Berlin. In den Briefen Franz Rosenzweigs erschließt sich der ganze Reichtum und Ernst seiner ungewöhnlichen Persönlichkeit. In ihnen wird seine Wirksamkeit im jüdisehen und im deutschen Geistesleben der Zeit erst ihrem ganzen Umfang nach erkennbar, wird sein Gewicht als Sprecher der westjüdischen Umkehr erst voll verständlich. Die im Wissen unerbittlichen, von Leid und Unrast der Zeit tief erregten, angriffslustigen, ja ironischen und dann doch wieder abgeklärten, überlegen weisen Briefe lassen erkennen, wie — über das Werk hinaus — in Rosenzweigs persönlichem Leben und Schicksal eine Zeit, und ihre Frage wahrhaft Antwort gefunden haben. Das Buch •enthält in chronologischer Anordnung etwa den zehnten Teil aller Briefe, die Franz Rosenzweig geschrieben hat. Sie sind so ausgewählt, daß sie, als Ergänzung und Kommentar des gedruckten Werkes,, gleichsam eine innere Biographie ergehen. Die Auswahl beginnt mit den Briefen des achtzehnjährigen Abiturienten und endet mit einem Brief, der wenige Stunden vor dem Tod begonnen, Fragment hat bleiben müssen. Aus dem chronologischen Zusammenhang herausgelöst und als Anhang gedruckt wurde der Feldp03tbriefwechsel zwischen Franz Rosenzweig und Eugen Rosenstock über Judentum und Christentum. Querido Verlag, Im Frühjahr erscheinen im Querido Verlag, Amsterdam, folgende Werke: Ein Roman von Leonhard Frank ״Traumgefährten״, die deutsche Apsgäbe des neuen Romans von Sinclair Lewis ״It can't happen here", ein Essay-Band yon Heinrich Mann ״Es kommt der Tag, Deutsches Lesebuch“, innerhalb der Gesamtausgabe als Einzelband von Lion Feuchtwanger ״Stücke in Prosa“, von Konrad .Mer? ״Ein Mensch fällt aus Deutschland“, ein Roman von Ernst Weiß ״Der arme Verschwender“, von Gustav Regler ״Die Saat“, ein Roman aus den deutschen Bauernkriegen, der neue Roman von Vicki Baum, von Otto Zarek ״Moses Mendelssohn, Ein Jüdisches Schicksal in Deutschland“, (E) stehungsgeschichte, den Aüfschwüiig der BeWegtilg däf* den Aufbau und Ausbau der zentralen Institutionen und des gewaltigen Schulnetzes bis auf den häufigen Tag. In ergreifenden WoHeh gedachte Frl, Karmel der in diesem Jahr Heimgegangenen, der Begründerin der Bewegung, Frau Sara Schenirer 8. A. und des großen Fünfers von Beth Jakob, Dr. Leo D e u t s e h 1 & tt d e r s. 2.1, Aus den wenigen Worten formte sich den mitgerissenen 2uhörern das Bild der leuchtenden Persönlichkeit und der überragenden Wirksamkeit des Verblichenen. Nachdem noch Herr Rabbiner W. S. Jacobson, der das Referat auch eingeleitet hatte, das Schlußwort sprach und zur aktiven Mitarbeit an der Errichtung der Deutschländer-Schenirer-Gedächtnisstiftüng aüfforderte, fand im Anschluß eine Sitzung der Beth-Jakob-Freunde statt. In der Besprechung wurde die Gründung einer Beth-Jakob- Schule in Kopenhagen beschlossen. Es ist zu hoffen, daß der Abend ein starker Impuls für die Beth-Jakob-Arbeit in Dänemark sein wird. S T E R R Eil C H Lubawitsohör Rebbe שליט״א von Wien abgereist ׳, Nach einem zweiten, mehrwöchigen Aufenthalt in Wien und in einem in der Nähe gelegenen Sanatorium, verließ am Sonntag abends der Lubawitscher Rebbe, Rabbi Schneursohn, endgültig unsere Stadt. Trotz seines schwachen Gesundheitszustandes bildete der große Gast während seines hiesigen Aufenthalts das Ziel unzähliger orthodoxer Juden aus Wien und der Provinz, die zu ihm um Rat und Hilfe kamen. Es lag ganz im Wesen des Lubawitscher Rebben, daß er vor seinem Abschied noch eine Gruppe junger Kinder, Schüler der Wiener Jessode Hathora, zu sich bat, zu denen er in Anwesenheit zahlreicher Zuhörer warme Mussarworte sprach. Der Redakteur der ״Jüdischen Presse", Herr T ü r k 1, hatte noch vor der Abreise des Lubawitscher Rebben Gelegenheit, von ihm separat empfangen zu werden. Der Lubawitscher Rebbe ließ durch ihn seine Segenswüns ch'e den Wiener Juden übermitteln und bemerkte, daß durch ״Haschlomo-Az^mis" jedes Einzelnen auch die Gesamth ei t auf ein höheres Niveau gehoben und der Hilfe des Allmächtigen wert gemacht werden kann. Dr. Wilhelm Berliner gestorben Im Alter von 54 Jahren ist, wie die Tageszeitungen bereits gemeldet haben, der leitende Direktor der Lebens- Versicherungsgesellschaft Phönix, Dr. Wilhelm GB e rliner, einer bei einer schweren Mittelohrentzündung vorgenommenen Operation erlegen. Mit Dr. Berliner schied nicht nur eines der hervorragendsten Finanzgenies aus dem Leben, sondern auch ein von seltener Nächstenliebe erfüllter Jude, dem seine eigene Person nichts galt; doch das Interesse der Allgemeinheit — alles. Dr. Berliner hat auch an jüdischen Dingen stets warmes Interesse bekundet. Die ihn kannten, werden dem Fanatiker der Arbeit ein ewiges Andenken bewähren. . Auszeichnung «des Direktors Max Weidenfeld Dem Direktor der Lebensversicherungsgesellschaft Phönix, Max Weidenfeld, wurde vorige Woche vom Herrn Bundespräsidenten das Goldene :Ver di ehstz eie he n •' für «Verdienste ׳ ׳um den Bundesstaat Oesterreich verliehen. Direktor Weidenfeld erfreut sich nicht nur in ׳Fachkreisen großer Achtung, sondern hat sich als Jude durch mannhaftes Eintreten auch vielfach Verdienste um das Judentum erworben. Die ihm zuteil gewordene Ehrung stellt den wohlverdienten Dank für. eine, unermüdliche : Tätigkeit ’ im;Dienste1, der allgemeinen Interessen dar. Mit allen seinen ׳unzähligen Freunden entbietet auch die Redaktion der ״Jüdischen Presse“ ihrem alten Abonnenten׳ die herzlichsten Glückwünsche. ״Mekor Chajim“, Wien, II., Große Schiffgasse 1 Schabbos, 11 Uhr vormittags, Rabbiner S. Baumgarten: Sidroh-Vortrag, Dinim. Sonntag, 1/•12 ו Uhr bis 1/4 1 Uhr vormittags, A. Feigelstock; Mögen Awrohom. Sonntag, 6 Uhr abends, Vortrag. Montag,׳ 8!bis 9 Uhr abends, Rabbiner S. Baumgarten1: Mischnajos. Dienstag, 8 bis 9 Uhr abends, Sekr. M. Spitzer: Tefiloh. Mittwoch, 8 bis 9 Uhr abends, Rabb. M. Blech: Ejn Jaakow. Donnerstag, 8 bis 9 Uhr abends E. Spitzer: Chumisch Raschi, Dinim. Agudas - Jisroel - Mädchengruppe Wien. Schabbos Parschas Mischpotim spricht Frl. Anni Karmel über ״Beth Jakob und die Dr.-Deutschländer-Stiftung" im Lokal, II., Malzgasse 16, um 11 Uhr vorm. Chewra Kadischa I. Der Vorstand der Chewra Kadischa I. veranstaltet am Samstag, den 29. Februar 1936, 7 Uhr abends (Vorabend des 7. Adar), im Gemeindetempel, I., Seitenstettengasse 4, eine Gedächtnisfeier für die im abgelaufenen Jahre verstorbenen Vereinsmitglieder. Kultusgemeindewahlen in Wiener Neustadt Bei den vor einigen Tagen durchgeführten Neuwählen des gesamten Kultusausschusses wurden folgende Herren mit 99 Prozent der abgegebenen Stimmen gewählt: Aldor Jakob, Blum Jakob, Beinhacker Emanuel, Breuer Friedrich, Engel Bernhard, Ehrenhaft Adolf, Frankl Samuel, Hacker Leopold, Erlach, Hirsch Sigmund, Jaul Moritz, Lemberger Arnold, Löwy David, Mandl Samuel, Reininger Hugo, Rosenberger Leopold, Sidon Adolf, Lanzenkirchen, Stock Simon und Tauber Leo, Zu Ersatzmännern: Greismann Moritz, Jaul Heinrich und Zimmer Max. Bei der am 16. d. durchgeführten Konstituierung wurden folgende Herren in den Vorstand gcwählt: Vorsteher Hugo Reininger, Vorsteher-Stellvertreter Samuel Frankl, 1, Beirat Samuel Mandl und 2. Beirat Adolf Ehrenhaft. — Bei dieser Wahl hat die Opposition, welche bereits im Jahre 1933 vollständig versagt hat, überhaupt keine Kandidaten aufgestellt. * Durch diesen Ausgang der Wahi, die wieder den erprobten Herrn Hugo Reininger an die Spitze der Gemeinde gestellt hat, bleibt der streng konservative Kurs der gut verwalteten Wiener-Neustädter Kultusgemeinde auch weiterhin gesichert. V Aus Mattersburg Am vergangenen Mozze Schabbos veranstalteten, die Wiener Talmidim der Mattersburger Jeschiwo eine Meiawa demalko, bei der . die Rachurim LM. GUnzberf1 und Brüder;M. und P, Weiß schöne Diwre Tborä böreu ließen. Herr B. Lock besorgte den gesangUoJien Teil des Abends, der mit dem Absingen der,Agudanymne'endete.- *

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