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Jüdische Presse · 1936-01-31 · 5 (31.1.1936) · page 3

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Journal
Jüdische Presse
Volume
22 (1936)
Issue
5 (31.1.1936)
Date
1936-01-31
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Nr. 5 JÜDISCHE PRESSE Seite S Genf und Berlin Der Völkerbund zür Etage der deutschen Flüchtlinge — Noch kehl Elüchtiingskommissär ernannt VÖsWOClMi x» Woclic ln der Schlußsitzung seiner Jänner-Session, am Frei* tag, den 24. Jättner, abends, beendete der Völkerbundra t die Beratungen über das Problem der F1 ücht nge aus Deutschland. Wie zu erwarten war, ist der Völkerbundrat in politische Erörterungen über das Flüchtlingsproblem, seine Ursachen und Auswirkungen, nicht eingetreten und hat auch keine Beschlüsse po 1 itischen Inhalts gefaßt. Er hat bei der Behandlung der ihm von der Urtterkommission unterbreiteten Besohltion betreffend das Flüchtlingsproblem unterstrichen, daß er den Entscheidungen der im September d. J. zusammentretenden Vollversammlung des Völkerbundes nicht vorgreifen wolle und daß seine heutigen Be- Schlüsse sich auf zeitweilige Maßnahmen beschränken müssen. Es wurde beschlossen, den bekannten Abschiedsbrief James G. MacDonalds an das Völkerbundsekretariat der im September d. J. zusammentretenden Völkerbund-Vollversammlung zu unterbreiten. Minister Titulescu gab eine Erklärung ab, in der er auf die Wirkungen der deutschen Propaganda betreffend die deutschen Flüchtlinge aufmerksam machte, welche den Eindruck hervorrufen will, daß in der nächsten Zeit eine weitere größere Menge deutscher Staatsbürger Deutschland verlassen wird. Minister Titulescu hob hervor, daß Rumänien nicht beabsichtige, auch nur einen Ausländer a u f z 11 n e h m e n. Der Völkerbundrat ernannte den Norweger Professor Hansson, ehemaligen Vorsitzenden des Gemischten Internationalen Berufungsgerichtes in Aegypten, jetzt norwegisches Mitglied beim Ständigen Schiedsgericht im Haag, zum Vorsitzenden des Nansen-Amtes für Flüchtlinge. Hingegen wurde von der Ernennung eines Hoch Kommissärs für die deutschen Flüchtli n g e an Stelle des zurückgetretenen Amerikaners Professor James G. MacDonald in diesem Augenblick Abstand genommen und die Berufung einer Personlichkeit in dieses Amt dem Präsidenten des Völkerbundrates überlassen, der sich vor Vollzug der Ernennung noch mit den Mitgliedern des Rates ins Benehmen setzen wird. Der Rat ersuchte seinen Vorsitzenden, diese Ernennung ehestens zu vollziehen. Der Völkerbundrat bestimmte eine. Summe von 50.000 Schweizer Franken als Verwaltungsbudget des zu ernennenden Hochkommissars fiir die deutschen Flüchtlinge für die Zeit bis zum Zusammentritt der Völkerbundversammlung im September, die in dieser ganzen Frage definitive Beschlüsse zu fassen haben wird. * Wenn auch die vom Völkerbund beschlossenen Maßnahmen nur provisorischen Charakter tragen und in ihrer Wirkung auf die Zeit bis zum Zusammentritt der nächsten Völkerbundversammlung be- Bei Behandlung des Budgets aes Innenministeriums in der Budgetkommission des polnischen Sejms referierte der Innenminister Dr. Raczkiewicz über die Sicherheitslage und stellte dabei fest, daß im Verlauf des Jahres 1935 und zu Beginn von 1936 sich tdie Sicherheitsverhältnisse im Lande verschlechtert haben. Ohne auf die steigende Zahl der Ueberfälle auf Juden direkt hinzu weisen, gab der Minister zu verstehen, daß der steigende antisemitische Terror der Nationaldemokraten der Regierung Sorgen macht. Im Verlauf der Debatte über das Referat des Ministers ergriff der agudistische Deputierte Leib M i n zb e r g das Wort, um die Klagen der jüdischen Bevölkerung vorzubringen. Der Minister, sagte Minzberg, hat ohne Zweifel die besten Absichten, aber diejenigen׳, die diese guten Absichten in die Praxis umzusetzen haben, verkrüppeln sie. Die untergeordneten Polizeiorgane erfüllen nicht immer ihre Pflicht, die Polizei müsse verantwortlich gemacht werden für Leben und Eigentum der jüdischen Bürger. Gewisse Starostas betätigen selbst einen Antisemitismus. Der Redner erwähnte, daß ganze jüdische Gemeinden in gewissen Städten — er verwies insbesondere auf die Stadt Pszytik — infolge des Boykottterrors dem Verhungern preisgegeben sind. Es werden nicht allein Boykottposten vor den jüdischen Geschäften aufgestellt, um die Bauern der umliegenden Gemeinden am Betreten derselben zu verhindern, sondern die Bauern werden auch noch daran gehindert, den Juden ihre Lebensmittel zu verkaufen. In manchen Orten können die jüdischen Kinder keine Milch bekommen. In Leszno wurden erst jüngst die jüdischen Marktstände überfallen, die Waren wurden geraubt und die jüdischen Händler barbarisch mißhandelt. Das gleiche geschah vorher in Koszciano, Szmygel, Oczywol, Klobuk, Janow und in vielen anderen Orten. Minzberg wies auf die jüngsten Bombenattentate auf die jüdischen Geschäfte in Lodz und in Otwock hin und erklärte, die Verwilderung gewisser Elemente sei ohne Grenzen. In den abendlichen Stunden werden jüdische Männer und Frauen mit Salzsäure überschüttet, die Kleider jüdischer Frauen werden mit scharfen Messern zerschnitten. Die öffentliche Atmosphäre wird durch die antisemitische Presse und antisemitischen Flugschriften so vergiftet, daß das Verbrechen eine normale Erscheinung wird. Am Schluß der Debatte erwiderte Innenminister Raczkiewicz auf Minzbergs Ausführungen: ״Der Deputierte Minzberg erhob Vorwürfe gegen den Sicherheitsdienst, weil dieser in nicht genügendem Maße den antisemitischen Ausschreitungen entgegentritt. Ich muß betonen, daß mir zahlreiche Fälle bekannt sind, wo die Organe des Sicherheisdieristes sich energisch und wirksam solchen Ausschreitungen entgegengestellt haben. Wenn zuweilen die Sicherheitsorgane nicht rechtzeitig und wirksam auf die Ausschreitungen reagiert haben, so darf man vereinzelte Fälle eben nicht verallgemeinern.“ Weitere Ausschreitungen gegen die luden Im Zusammenhang mit dem Bombenatten־ tat auf die Synagoge in Truskolas, bei dem die Synagoge zerstört wurde, wurde der Nationaldemokrat Czerkyola verhaftet. Die jüdische Gemeinde hat wegen Schändung des Heiligtums einen öffentlichen Fasttag für die ganze Gemeinde angeordnet. schränkt sind, kommt ihnen doch eine g rund sät 2liehe Bedeutung insbesondere dadurch zu, daß das Hilfswerk für die Flüchtlinge aus Deutschland, das bisher nur in einem losen Zusammenhang mit dem Völkerbundapparat stand, nunmehr unmittelbar der Völkerbundaufsicht unterstellt und in den technischen Apparat des Völkerbundes eingeschaltet ist. Diese Um- Stellung kommt darin zum Ausdruck, daß dem neuen Oberkonimissär, mit dessen Ernennung der Ratspräsident betraut wurde, die technischen Abteilungen des Völkerbundes zur Verfügung stehen werden und daß die Kosten des Oberkommissariats bis zur endgültigen Neuregelung durch die Völkerbundversammlung aus Mitteln des Völkerbundes bis zum Höchstbetrag von 50.000 Schweizer Franken bestritten werden sollen. Was die Privatorganisationen für Flücht- Üngshilfe betrifft, so werden sie zwar dadurch entlastet, daß die bisher von ihnen getragenen technischen Kosten des Oberkommissariats auf den Völkerbund abgewälzt werden, sie werden aber ihre entscheidende Rolle in der vom Völkerbund mit Anerkennung zur Kenntnis genommenen praktischen Hilfsarbeit beibehalten. Samuel-Delegation in Amerika Die erste offizielle Konferenz zwischen der aus Sir Herbert Samuel, Viscount Bearsted und Simon Marks sich zusammensetzenden Delegation der englischen Judenheit mit jüdischen Führern Amerikas wurde in St. Louis, der Hauptstadt des Staates Missouri, abgehalten. Ueber den Inhalt der Besprechungen gaben der Führer des amerikanischen Teils der Konferenz, Felix M. Warburg, und der Führer der englischen Delegation, Sir Herbert Samuel, eine Mitteilung heraus, die besagt, daß hinsichtlich der in der Frage der Herausnahme von Juden aus Deutschland zu befolgenden Taktik eine volle Uebereinstimmung erzielt worden ist und daß die Besprechungen ,zwischen der englischen Dreier- Delegation und amerikanisch-jüdischen Führern in New York, dann vielleicht auch in Washington, fortgeführt werden würden. Sowohl Felix M. Warburg ais auch Sir Herbert Samuel versicherten, diese ganze Rettungsaktion habe nichts mit irgendwelchen Plänen, deutsche Waren nach dem Ausland zu bringen, zu tun. Die ״Palästina-Korrespondenz" meldet aus New York: Die beginnenden Sammlungen für den Fonds zur Finanzierung der Auswanderung deutscher Juden werden durch zwei unerwartet hohe Zeichnungen der beiden Mitgleider ,der eben angekommenen englisch-jüdischen Delegation, des Präsidenten der Shell-Cie Lord Bearstead sowie des Bankiers Dr. Marks eröffnet. Sie stellen sicl^ mit je 100.000 Pfund an die Spitze der Liste. Zusammen mit der Spende Sir H. ׳Samuels bedeutet dies % Million Pfund, das sind 1 y Millionen Dollar. In Verbindung mit den letzten Bombenan- Schlägen, welche in mehreren Ortschaften Polens, darunter in Lodz, gegen verschiedene jüdische Geschäftsläden und Lokale verübt wurden, nahmen die Organe der politischen Polizei Massenverhaftungen unter den Mitgliedern der vor kurzem aufgelösten nationalistischen Partei ״Radikales nationalistisches Lager" vor. Ferner wurden in Lodz alle Organisationslokale der nationaldemokratischen Partei gesperrt und amtlich versiegelt. Der Kommandant der Polizeipatrouille im Städtchen Medznow bei Czenstoch'au teilte der jüdisehen Gemeinde mit, daß gewisse Elemente die Niederbrennung der Synagoge beabsichtigen. Die Gemeinde untersuchte sofort das Synagogengebäude und entdeckte, daß von einigen Stellen die Ziegel herausgerissen und an ihre Stelle mit Petroleum getränkte Lumpen gelegt worden waren. Den Wächtern gelang es, die zur Brandlegung gekommenen Huligans zu verscheuchen. Schalom Asch in Wien Unter großer Aufmachung wurde vom Klub der Bialik-Freunde in Wien ein Vortrag des bekannten jüdisehen Dichters Schalom Asch über das ״W e s e n des Judentums“ angekündigt, der denn auch am vergangenen Mozze Schabbos stattfand. Darüber, daß Schalom Asch sich nur den wenigsten;seiner Zuhörer verständlich machen konnte, ebenso auch darüber, daß seine Wiedergabe hebräischer Zitate an einen jungen und ungebildeten Anfänger gemahnte, soll hier nicht gesprochen werden. Die Qualitäten Schalom Asch' als Dichter — wir unterlassen hier die Bezeichnung jüdischer Dichter, weil wir ihn nicht als jüdisehen Dichter anzusehen vermögen — sind schließlich unbestritten. Es fragt sich bloß, ob Stephan Zweig mit der an Asch — wie er selber erzählte — gerichteten Mahnung, die Rednertribüne nicht zu betreten, nicht recht ׳gehabt hat. Schalom Asch machte diesmal in G't t e s g ä u b i gk e i t. Das jüdische Volk kann nur in dem unerschütterliehen Glauben an den Schöpfer und an Moschiach seine Wiedergeburt erleben. Damit hat Asch uns gewiß aus der Seele gesprochen. W i e er aber G'ttesgläubigkeit aufgefaßt und worin er sie bestehen sehenיwill, das ist Apikorsus ärgster Sorte, das als’ solches gegeißelt werden muß. Wenn Schalom Asch glaubt, daß der G’ttesglauben sich in Nächstenliebe erschöpfen kann und daß die Formen der Ueberlieferung ״Mauern sind, höher und schlimmer als Ghettomauern, längst überwunden, aus dem Ghetto geschaffen und für das Ghetto bestimmt", so können wir eben nur erwidern, daß uns diese Formen heilig sind, daß wir an ihnen bis zu unserem letzten Atemzuge festhalten wollen und daß wir alle jene, die aus der G’tteslehre ein Mäntelchen zur Umkleidung ihrer unjüdischen Weltanschauung machen wollen, als Religionslengner' und G’ttesverächter verdammen. Das von Asch zitierte ״Kol Jisroel jesch lohem chelek l'Olom haboo" kann natürlich nur den Sinn haben, daß jedem Kinde des jüdischen Volkes der Weg zur Rückkehr zu G'tt und seiner Thora offensteht, Mehr als 800 0 Pässe von Juden in Bayern wurden von der Gestapo mit dem Stempel ״Fiir Auslandsreisen ungültig“ versehen, Will ein bayrischer Jude eine, wenn auch nur sehr kurze Auslandsreise unternehmen, so muß er ein Drittel seines Vermögens bei den Behörden als Sicherheit hinterlegen. 0 Die Regierung hat allen Beamten der Häfen Palästinas Gasmasken zum Schutz gegen Gasangriffe ausfolgen lassen. In einer von 20.000 Menschen besuchten W ählerverSammlung in Saloniki, in der der frühere Ministerpräsident T saldaris sprach, wurden wiederholt H o chm fe au f die jüdische Bevölkerung ausgebracht. Nach der Versammlung erklärte Ts aldaris Vertretern der jüdischen Presse, er könne es nicht verstehen, daß es Länder gibt, die ihre jüdischen Bürger zurücksetzen. Die Juden seien ein friedliches, loyales Bevölkerung seie me nt, von dem Griechenland nur Nutzen haben könne. 0 Wie der J. T. A. mit geteilt wird, hat das Ministenum für die Kolonien Aen de rung en des palästinensischen Z ollt ari f e s zugestimmt, durch die der Industrie Palästinas ein größerer Schutz gewährt werden soll. In der letzten Zeit mehren sich Ueberfälle auf Juden in Antwerpen durch Mitglieder der Dinaso (einer nach Hitlerschen Methoden geschulten Gruppe der ״Dietsch Nationaal Solidaristenet) oder der faschistischen Legion Beige. 0 Vizebürgermeister Rokeach kündigte im Stadtrat von Tel-Aviv den Budgetvoran schlag der Stadt für das laufende Jahr an. Er beträgt insgesamt 589.172 Pfund gegenüber 455.318 Pfund im vorangegangenen Budgetjahr. Die größten Posten im Budget betreffen Unterricht mit Pfund 128.812 und Gesundheit mit Pfund 189.170. 0 Der bekannte Synagogen-Erbauer Professor Dr. Ing. Alfred Grotte, ein gebürtiger Prager, machte vor kurzem in Breslau vor einem größeren Auditorium die Mitteilung über neue nt de ckt e Synagogen in Deutschland, die aus dem 13. Jahrhundert stammen. 0 Auf der Nürnberger Kundgebung der Hitler- Jugend hielt Julius Streicher eine Ansprache, in der er erklärte: ,JDie Nürnberger Gesetze haben die Juden frage nicht gelöst, weil diese Gesetze eben von den Juden mit List umgangen werden. Die antijüdische Aktion müsse deswegen ohne Unterbrechung fortgeset z't werden.“ 0 Unter dem Vorsitz des früheren Finanzministers der Vereinigten Staaten, Ogden L. Mills, wurde in New York eine Konferenz abgehalten, in der die Aufbringung einer Million Dollar für Hilfe an die Juden in Polen beschlossen wurde. 0 Der Tätigkeitsbereich der jü dis chen Kul- ■ tur bünde in . Deutschland wird durch erschwerende Vorschriften und Verbote immer mehr eingeengt. 0 Im Alter von lll Jahren ist in Warschau Frau Ester Rachel Ackermann, wohl die älteste jüdische Frau Polens, in der Wohnung ihrer jüngsten, 88jährigen Tochter, Gittel Hochmann, gestorben. Bis in die letzten Tage mar die Greisin ihrem Beruf als Alt- Warenhändlerin nachgegangen. Sie hatte bereits alle Papiere bereit, um im, den nächsten Wochen zu ihren Enkeln nach Palästina zu übersiedeln. Ihre Ersparnisse in Höhe von 300 Zloty übergab sie der Tochter auf dem Sterbebett mit dem Wunsche, daß man ihre Gebeine später nach Palästina überführe. 0 Reichswirtschaftsminister Dr. Hjalmar Schacht versandte an eine Reihe Stadtverwaltungen und Leitungen öffentlicher Institutionen ein Rundschreiben, in welchem es heißt: Bis zum Erscheinen weiterer Ver- Ordnungen seien Arbeits- und Lieferungsaufträge nur an solche Firmen zu vergeben, deren Inhaber als Reichsbürg er im Sinne der Nürnberger Gesetze gelten. In arabischen Kreisen haben Gerüchte, daß in an die Adresse von Kolshners Fabrik in Jaffa gesandten Ghemikalien-Tonnen Waffen gefunden wurden, starke Erregung hervorgemfen. Die Regierung erließ eine Mitteilung, in der die Gerüchte als grundlos erklärt werden. Die Palästina-Regierung hat dem von einer Finanzgruppe vorgelegten Plan für den Bau einer Untergrundbahn, die T el- Aviv mit P et ach Tikwah verbinden sollte, die Genehmigung versagt. 0 Das Ergebnis der Nachwahl im Kreis Suceav a, bei der der Antisemitenführer A. C. C uza mit großer Mehrheit in den Senat g ew ählt wurde, wird von der national-christlichen Partei, an deren Spitze Cuza und der frühere Innenminister Octavian Goga stehen, als Anzeichen dafür genommen, daß die Partei demnächst die M acht im rumänischen Staate übernehmen werde. 0 Die ägyptische Regierung hat die Benennung einer Straße in Kairo nach M aimo ni d e s, anläßlieh der 800-Jahr-Feier der Geburt des großen Religions- Philosophen, ungeordnet. 0 In Jerusalem sind Nachrichten verbreitet, denen zufolge die arabischen Terroristen, denen es nach dem Zusammenstoß mit der Polizei gelungen ist, über die Grenze zu fliehen, eine neue Aktiohszentrale in Syrien nahe der palästinensischen Grenze eingerichtet haben. 0 Zu den am 26. Jänner stattgefundenen Wahlen zum griechischen Parlament sind in Saloniki von den diversen Listen elf jüdische Kandidaten auf gestellt worden. 0 Der Kolonierat von Kfar Tabor meldet, daß ein seit 28 Jahren in jüdischem Besitz befindliches Grund•• stück von Arabern besetzt und beackert wurde. Die Polizei hat die Einstellung der Feldarbeiten ungeordnet und eine Untersuchung eingeleitet, 0 Der am 18. Dezember von der Gestapo verhaftete und im, Berliner Columbia-Haus gehaltene Rabbiner von Frankfurt a, d. Oder, der bekannte Gelehrte Ignatz Maibau m, wurde am 21. Jänner f r ei g el as s en, H. Grün, II,, Taborstraße 8 b, Telephon R66־3־42־, { Atelier für feine Herrengarderobe. E Der brutale Antisemitismus in Polen Groß angelegte Rede des agudistische!! Abgeordneten Minzberg im Sejm

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