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Jüdische Presse · 1935-12-13 · 48 (13.12.1935) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
21 (1935)
Issue
48 (13.12.1935)
Date
1935-12-13
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 JÜDISCHE PRESSE Nr. 48 Generalversammlung der Machsike Hajeschiwoth Die Mabhsike Hajeschiwoth hatte am 12. d. M. einen stolzen Tag. in Novd Zämky versammelten sich die •Säemänner der jüdischen Wahrheit, die Freunde ünd werktätigen Förderer von Limud Hathora, 2ur fünften ordentliehen Generalversammlung des Vereines. Wie alljährlich, rief auch diesmal die Machsike Hajeschiwoth ihre Mitglieder und Gönner, um ihnen einen genauen, detaillierten Bericht vom Vereinsjahre zu unterbreiten. Erschienen waren die ehrw. Herren Oberrabbiner M. Frey, Surany, J. Abeies, garluhy, J. Buchsbaum, Galanta, S. D. Ungar, Nitra, M. Strasser, Sala, S. Seidl, Galanta, S. Teichthal, Piestany, A. Katz, Dun. Streda, Rabbiner Simon Strasser, Bratislava, ferner zahlreiche Delegierte der Ortsgruppen und Gemeinden. Präses Julius Herzog eröffnete die Sitzung mit einer wohldurchdachten Begrüßungsansprache. Er dankte den Ortsgruppen, die das Traggerüst des Vereins bilden, den Gemeinden, die werktätig die heiligen Ziele des Vereins förderten, und allen, die die Liebe zum Verein im Herzen tragen. Er entwirft ein anschauliches, lebendiges Bild vom Vereinsjahre, schildert den Aufstieg und die Erfolge der Chewra und ersucht, dem Verein auch in der Zukunft zur Seite zu stehen. Der Vizepräses erstattet ein Referat über die Leistungen des Vereins, über alle Fragen, die im Laufe des ganzen׳ Jahres auf tauchten, und zeichnet die Wege seiner. Zukunft. Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner A b e 1 e s, Sarluhy, dankte in seiner humoristisehen und doch zündenden Ansprache im Namen aller Anwesenden dem Präsidium für die umsichtige, vorsichtige ׳Geschäftsführung und ihre unermüdliche, hingebungsvolle Arbeit. Es entwickelte sich eine lebhafte, fruchtbare Debatte, die viele neue Anregungen und beachtenswerte Anträge brachte. In einer vom Herzen kommenden Rede spornte Se. Ehrw. Oberrabbiner Buchsbaum, Galanta, die Leitung zum Ausharren an und ersuchte die Anwesenden, das wärmende Feuer der Begeisterung, . welches dieser Sitzung entströmt, in die Massen hinauszutragen und in den Kehillos Fahnenträger der erhabenen Ziele des Vereins zu sein. In seiner Schlußrede dankte Herr Präses Julius Herzog gerührt für das Vertrauen, das der Leitung entgegengebracht wurde, und ersuchte die An!- wesenden im Namen der Leitung, durch ihre Mitarbeit zu ermöglichen, daß der Verein segensreich wirken möge!!להרמת קרן התורה Generalversammlung des Israelitischen Knabenwaisen־ hausvereines in Bratislava Am Sonntag, den 1. Dezember, fand die ordentliche Generalversammlung des Vereines ״Jeruchom Josaum“ unter zahlreicher Beteiligung statt. Präses. Herr Generaldirektor Albert Gestettner, begrüßte die Erschienenen und eröffnete die Versammlung. Nach einigen einleitenden Worten hielt er einen warmen Nachruf den im verflossenen Jahre verstorbenen Mitgliedern, welcher von allen Anwesenden stehend angehört wurde. Hierauf folgte der Tätigkeitsbericht des geschäftsführenden Vizepräses, Herrn Dir. Isidor Knopf, aus dem zu entnehmen ist, daß die Leitung des Vereines bestrebt war, ihren Pflichten in allen Hinsichten nachzukommen. Es folgte die Verlesung der im verflossenem Geschäftsjahr eingegangenen Spenden, die nicht nur aus Geld- und Naturalien bestanden, sondern auch in praktischer Mitarbeit, wie z. B. ärztliche Behandlung u. dgl., wofür den edlen Spendern der herzinnigste Dank ausgesprochen wurde. Zum Finanzbericht erklärte Herr Dir. Knopf, daß , das Vereinsjahr abermals mit einem beträchtlichen Defizit abschließt, für dessen Deckung eine Mitglieder- Werbeaktion eingeleitet werden muß. Erfreulich war der übrige Teil des Berichtes, dem zunächst zu entnehmen ist, daß die Entwicklung der Kinder in körperlicher und geistiger Hinsicht einen steten Fortschritt erfährt, nicht zuletzt das Verdienst des Waisenvaters Herrn S. L u s t i g, der stets bemüht ist, den Kindern das Beste zu bieten. BEKIZZUR.. — Bratislava: Die von der Zentrale der Agudas Jisroel Jugendorganisation eingeleitete ״Winterbekleidungsaktion“ zugunsten unserer notleidenden Brüder in Podkarpatska Rus ist im vollem Umfange im Gange. Von den Ortschaften Nachod, Nove Zämky, Topolöany, Filakovo, Pieätany, Myjavo, Gelnica, Lipiany, Rim. Seö, Tornala, Sala, Dun.!Streda und Galanta, wo die Aktion schon abgeschlossen wurde, wurden sehr viele wertvolle Bekleidungsartikel versendet. Auch von den anderen Ortschaften, wo die Aktion noch nicht beendet ist, kommen erfreuliche Berichte, daß diese mit gutem Erfolg durchgeführt wird. Es ist hier die Tatsache zu verzeichnen, daß — mit Ausnahme weniger Ortschäften — diese Hilfsaktion nur dort durchgeführt wurde, wo eine Agudas-Jisroel-Jugendgruppe ihre Tätigkeit ־ entfaltet, während viele Orte, wo noch keine Jugendgruppe vorhanden ist, dieser Aktion ganz ferne geblieben sind, als wäre es nicht ebenso auch ihre Pflicht, dem Bruder zu helfen. — Die Zentrale der Jugendorganisation hat einen Organisationsfonds unter dem Namen ״Keren Histadruth“ geschaffen, der von nun ab die Kosten der Organisationssektion ausschließlich tragen soll. Alle Gruppen arbeiten eifrig, um bei dem bevorstehenden, in Preäov stattfindenden Delegiertentag die ersten Erfolge dieses Fonds in recht ausgiebigem Maße zu beweisen. — Senec: Auf Veranlassung des ehrw. Herrn Oberrabbiners hält Herr Salomon Müller, Sohn des ehrw. Herrn Oberrabbiners J. Müller, Nädas, allwöchentlich am Schabbos einen Vortrag über Taharas harnischp o c h 0. Von Woche zu Woche steigt die Zuhörerzahl dieses Vortrages, denn ׳Herr Müller versteht es, in einer schönen klaren Sprache das gehörige Verständnis bei den Zuhörern zu erwecken und ihnen die imense Wichtigkeit dieses für die Zukunft der jüdischen •Familienreinheit so bedeutenden Themas klar zu machen. Erfreulich ist, daß auch dafür Sorge getragen wird, daß das Gelehrte im praktischen Leben seine entsprechende Anwendung findet. Nicht zuletzt sei die eifrige Mitarbeit des Herrn Elchonon Bonyhady erwähnt, der die organisatorischen Arbeiten rund um diesen so wichtigen Vortragszyklus mit anerkennungswertem Erfolg versieht. — Pleälvec; Bekanntlich hat die hiesige Gemeindeleitung, einen langgehegten Wunsch fast aller Gemeindemitglieder erfüllend, den Beschluß gefaßt, die Gemeinde von der bisherigen Muttergemeinde RöZnava zu scheiden und sich als selbständige orthodoxe Gemeinde zu erklären. Dieser Beschluß wurde auch durchgeführt. Nun ist die Besetzung des Rabbinerpostens die aktuellste Frage der Gemeinde, Zu der schon des öfteren Stellung genommen wurde. Da bei der vor kur2em stattgefundenen Sitzung keine Einigung erreicht werden konnte, wurde die Rabbinerfrage der Landeszentrale übertragen, die die entsprechende Eni- Scheidung zu treffen hat. — Chust: Zufolge der Streitigkeiten rund um die Rabbinerfrage hat das seinerzeit eingesetzte Schiedsgericht einen beide Parteien zufriedenstellenden Ausgleich getroffen. Da aber dieser Ausgleich von der Gemeinde in der Tat nicht respektiert wurde, bzw. sie die Durchführung der einzelnen Punkte des Ausgleiches behinderte, hat der Vorsitzende des Schiedsgerichtes, Herr Oberrabb. Adler, Hanuäovce, an die oppositionelle Partei ein Schreiben gerichtet, in welchem er ihr gemäß der seinerzeit getroffenen Vereinbarung das Recht zuspricht, sich als selbständige Gemeinde zu konstituieren und den Namen orthodox zu tragen. Es sind Be- Strebungen im Gange, die neuerlich aufgetauchten Uneinigkeiten zu regeln. — Taßovo: Die allgemeine wirtschaftliche Not der jüdischen Bewohnerschaft unserer Umgebung veranlaßte schon vor Jahren den Gen.-Direktor der IC A, Herrn E. Trachtmann, unsere Gegend zu besuchen und hier Umschau hinsichtlich der Schaff ung von Existenzmöglichkeiten für die Notleidenden zu halten. 111 der Tat wurden anläßlich dieses Besuches, nach eingehendem Studium der hiesigen Verhältnisse, zirka 15.000 Obstbäume, viele Kühe und mehrere Anlagen für Bienenzucht unter der jüdischen Bewohnerschaft zwecks ׳Bewirtung zur Verteilung gebracht, welche ihnen gegen langfristige Abzahlung und äußerst billige Zinsen gewährt wurden. Die vergangenen Jahre haben nun bewiesen, daß sich die Aktion für die jüdischen Landwirte besonders gut auswirkte. So wurde denn auch in diesem Jahre an die jüdisehen Bewohner der Ortschaften Bedevla, Reresva, Ternovo n. T., Neresnica, Novoselica, Vulchovce, Bilevarice Vanihovo, Barovonovä, Drahovä und Viäkovo viele Bäume, Viehe und andere Wirtschaftsgegenstände verteilt. Die Einwohner dieser Ortschaften sprachen auch heuer den Herren Gen.-Direktor E. Trachtman und Verwalter Apfeibäum ihren innigsten Dank aus. Große Verdienst«! erwarb sich auch Herr Agronom Blick, der alle Ortschaften besuchte, um den ungeschulten Notleidenden die Hanahabung der landwirtschaftlichen Geräte und die Art einer rentablen Produktion beibrächte. Auch die Verwaltung der ICA entsendet zu diesem Zwecke auf ihre Kosten eigene Gärtner, die den Fortschritt der Arbeit beaufsichtigen. Die administrativen Arbeiten dieser Unterstützungsakion werden von der Verwaltung der Jüdischen KreditgenosseiiA schaft in Taöovo versehen. Personalnachrichten Reb Mosche Diamant זצ״ל♦ Die altehrwürdige Gemeinde Nitra hat einen herben! Verlust erlitten. ״Dahin! ist ihr Glanz, dahin ihre Zierde, dahin ihre ׳Pracht.“ Eine ihrer markantesten Persönlich'keiten, der Nestor der Nitraer Talmide Chachomim, ein Muschlom b'Thora w’Jiroh, ist in Reb Mosche Diam a n t am׳ zweiten Tage Rosch Chodesch Kislev zu Grabe getragen worden. Wir alle, die wir ihm das letzte Geleite gaben, empfandien es tief schmerzlich, diesen großen Ni'ftor — des Joma d’pagro halber — ohne Hesped ziehen lassen zu müssen, allein wir fanden Trost in den Worten unseres Weisen: ״Wohl dem, der nicht gebührlich, seinen Verdiensten entsprechend, betrauert werden kann.“ Denn wahrlich, es hätte niemand, selbst der gewiegteste Meister des Wortes, vermocht, einem Reb Mosche Diamant auch nur annähernd gerecht zu werden. Als Sohn von Reb Pinchos Diamant s. Z. 1. und als hervorragender, Schüler yon׳ R. Esriel Hildesheimer s. Z. 1. repräsentierte er mit seinen ungemein reichen geistigen und seelischen Qualitäten das edle Produkt dieser zwei Männer. Sein Leben, es war ein langer, langer Traum von der erhabenen und erhebenden Jakobsleiter. Sein Lebensziel war stets, die Himmelsspitze dieser Leiter zu erklimmen. ״Die Leiter, das ist Sinai“, so . heißt es!tiefsinnig im1 Midrasch. Dieser Sinai war es, der sein ganzes!Sehnen und Sinnen ausfüllte, dieser Sinai beschäftigte ihn van seiner zartesten Kindheit bis in sein׳ hohes Alter. Sein Lebensprogrammi? Hören wir, wie en es selbst schildert anläßlich einer Sijum-Feier in Nitra: אבד קחא דמגלא — אבד אלפי זוזי so heißt es in der Sugjo nach der einen- Ansicht. Wenn jemand für seine geliehenen tausend Goldstücke als Pfand den Griff einer Sichel in׳ Empfang genommen und ihn nachher verloren hat, so ist — trotz des unverhältnismäßig kleineren Wertes des verlorenen Pfandes — der Anspruch auf die Rückgabe der tausend Goldstücke erloschen. Diese Worte wandte Reb Mosche Diamant s. Z. 1. in seiner einzig geistvollen Art auf unsere Jüdischkeit an: אבד קתא ד״ג״א Hat man einmal von der Jüdischkeit auch nur so wenig wie den Wert eines Sichelgriffes aufgegeben, dann ist auch der weitere gänzliche Verfall nicht mehr aufzuhalten!. Diese herrlichen, schönen Thoraworte, sie waren viel mehr als ein bloßer Drusch, sie widerspiegelten seine Lebensanschauungen׳, sein gesamtes Lebensprogramm. Sein Haus war ein׳ G-tteshaus, beherrscht und beseelt einzig und allein von den strengen Prinzipien dieses Lebens- Programms, und so wurde es eine Pforte zum Himmel. והאבן הזאת אשר שמחי מצבה יהי בית אליקים Und dieses hehre Lebensprogramm, es bleibt für un® Hinterbliebene ein ungeschriebenes, aber um so teureres Vermächtnis, ein ewiger Denkstein, ein steter Ansporn, auf daß auch wir unsere Häuser zu wahren׳ jüdischen G-tteshäusem׳ gestalten, in seinem Sinne, in seinem Geiste, zum Heile seiner Neschomo und zum Wohl unser aller.חנצביה Dr. Josef Fisch. Rasiere dich ohne Messer mit dem gesch. Rasierpulver Langen» Es ist ärztlich begutachtet und unschädlich, 1 Paket, sirfca ein halbes Kilogramm, 8 1.4Q. — Zu haben bei Philipp Lanper« Friseur, II, Franz-Hochedlinger-Gass e 25 אלטף פייער חנו? שרעגצעל ויין יזין טאוושים שיגדל בדאדא יעקבקאפל פג״ל מינענביערמנד יצ אביר מו*ה יוסף בר$רא שלימיא כת הה׳ מיאווא פרעשבורג םאורשים בצלאל פדענקעל אפחד נ א גע ל ט^קיי (אונגארן> פיעשטאני מאורשיס Szeren Engel Hermann Adler Vel. Meder Bratislava Klarissergasse 16,1 Verlobte Statt Karten! HERR UND FRAU MARKUS FÜRST FRAU REGINE ORLIKladen alle Freunde und Bekannte zur Trauung ihrer Kinder SIDONIE UND BERNHARD welche אי*ה א׳ לס׳ וישב חרצ*ו Sonntag, den 15. Dez., um 2 Uhr nachmittags!בשמו*נ :n der Schiff schul, Wien, II., Große Schiffgasse 8, stattfinden wird. Juwelen Uhren, Gold- und Silberwaren, Insbesondere כלי קודש, Sederschüssel, Menoras, Leuchter und Bestecke in großer Auswahl, auch Gelegenheitskäufe, stets vorrätig Moritz Warkany II, TaborstraBe 14 Ab חנוכה Kurpension nr. 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Tag Kislew 1 Dezemb. | דף יומי משנה יומית Kalendarium ככא בחרא " עדיות משנה פרק Freitag 17 13 קג ו ו Samstag 18 14 קנא ו " פ׳ וישלח Sonntag 19 15 קנב ח מ Montag 20 16 קנג ט " Dienstag 21 17 קנד א ח Mittwoch 22 18 קנה כ " Donnerst. 23 19 קנו ג " Freitag 24 20 קנו ד " Samstaa 25 21 קנה ה " פ׳ וישב, שבת הנובה! מכד,*ה פ, וישלה Gebetzeiten WIEN BHATISLAYA Uhr : Min. Uhr Min. 6 35 6 30 הנחת תפליןיבשעח הדחק. 9 00 8 55 סוף זמן קריאת שמע של שהריח .... 4 00 3 55 בשבת: קבלת שבח קודש (מנחה כעש׳ק) . 7 10 7 30 9 30 9 30 שהריח , . . , .. 3 30 3 30 4 50 4 40 6 40 6 45 4 00 4 15 Eigentümer, Herausgeber und Verleger: David Türkl (für eine Arbeitsgemeinschaft), Wien, H., Malzgasse 13 a. — Verantwortlicher Redakteur: Karl Richter, Wien, U-. Franz- HochedUnger-Gasse 2. — Druck: Druckerei- und Verlags- A.-G. lg, Steinmann, Wien, IX., Universitätsstraße 6—8,

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