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Jüdische Presse · 1935-09-27 · 38 (27.9.1935) · page 9

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Journal
Jüdische Presse
Volume
21 (1935)
Issue
38 (27.9.1935)
Date
1935-09-27
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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Nt. 38 jüdische mmm Seite 9 mißlos zu ergeben. Und nun sucht man nach einem neuen ״Verein״? Ch isu k H a d as! Die jüdische FraU, die jüdische Mutter ist der Haüptfäktor in der ErZiehuner des Kindes. Die Mutter kann das Kind am leichtesten und schnellsten durch ihre Zärtlichkeit nach jeder Eichtung hin beeinflußen. " tn die Hände der Mutter ist die Möglichkeit gegeben, die Erziehung des Kindes Zu orientieren. Wer hat sich aber jemals um die jüdische Mutter gekümmert? Wer hat Beth-Jäkob^Schulen geschaffen? Wer hat es verstandene die -jüdisch-geistig ganz , verwahrlosten Mädchen wieder Zu ihren eigentlichen Aufgaben zurückzuführen? Wer hat der jüdischen weibliehen .fugend statt der frevelhaften Lektüre eine orthodoxe in die Hände gedrückt? ״Kneses Jereim“! Fürchtet Ihr euch nicht, wieder einmal eine im Aufbau befindliche Hochburg der Orthodoxie — gewollt oder ungewollt — zu zerstören? Zerstören? Das ist. etwas viel gesagt, denn so viel Wichtigkeit kann man heim besten Willen der ״Kneses Jereim״ nicht heimessen. Manche wollen gar wissen, daß die Konferenz in Koäice die erste und die letzte war. Aber ipan soll schließlich nichts Unterschätzen und gar nichts hochmütig übergehen. Man soll sich mit allem befassen, Besonders wenn sich ehrw. Rabbiner an die Spitze steilen. Und deshalb lautet auch hier die klare Frage, auf welche eine ebenso klare Antwort erwartet wird: Was wollen Sie mehr bezwecken als Agudas Jisroel? Was gefällt Ihnen an Agudas Jisroel nicht? Warum müssen Sie mit aller Gewalt die ohnebin schon, sehr geschwächten Kräfte der slowakischen Orthodoxie noch mehr schwächen? Und wenn Sie auch nur eine einzige unterstützehäe Hand dadurch der Agudas Jisroel entziehen. Und nun. die praktische Seite! Wie, stellt man sich das vor? Eine Organisation der Ostslowakei!. Die Weltorganisation der Agudas Jisroel unterhält mit Aufwand a^er ihrer Kräfte ihre Ihstitutionen in Erez Jisroel und in Chiuz lo’Orez nur sehr schwer. Eine Landesorganisation, kann nur dann Ersprießliches für den KlaU leisten, wenn sie ständig mit. . den Schwesterorganisationen vom Ausland in Verbindung steht. Und hier will man eine ״Organisation“ gründen, die den religiösen Aufbau in Erez Jisroel — man höre und staune — sicherstellen soll... Wer die mindeste Ahnung von einer organisatorischen Arbeit hat, der weiß, wie schade es ist, wertvolle Kräfte so zur Untätigkeit zu verurteilen. Wer unsere gegenwärtige Lage ein wenig gewissenhaft betrachtet; der sieht, daß es eine Zeit zürn Aufbauen und nicht die Zeit Zum Zerstören ist. Wir schicken uns an. den heiligen Rösch Haschono ZU feiern. Es ist gewiß nicht am Platze, Streitigkeiten zu stiften, und das soll gewiß auch nicht der Zweck dieser Zeüen gewesen sein. Hier soll bloß festgestellt werden, daß die Zeit zu ernst ist, zu düster die Wolken auf dem jüdischen Horizont im allgemeinen und auf dem der orthodoxen .Tudenschaft im besonderen, daß man es sich erlauben dürfte, Uneinigkeit ünd Zersplitterung hervor■‘, zurufen. Wenn wir um ״Haromas Keren Jisroel“ unseren ,,Vater und König“ anrufen, müssen wir wenigstens guten Willen dazu Zeigen. Zeigen wir ihn dadurch, daß wir uns wirklich vereinen, vereinen mit äusgesöhnt.en Herzen, vereinen im gemeinsamen Gebet, Vereinen zur gemeinsamen Arbeit für das gemeinsame Ziel, dann können wir auch hoffen, daß nun endlich die schweren Fesseln des Golus abwerfen, indem wir in das ספר :אולר, וישועה eingeschrieben werden. jmm. Wtkkfttiu Dr.Oetkeis Backpulver Ehret die Vergangenheit! Von Oberrat Dr. jur, et phil. Friedrich Karl Pick, Prag Die Gegenwart ist nur ein Augenblick, eigentlich nicht einmal das, sondern nur der Schnittpunkt, in dem sich Vergangenheit und Zukunft begegnen. Das, was man den gegenwärtigen Moment nennt, ist das Ergebnis einer Unzahl von Vorbedingungen, die wieder auf weiteren Voraussetzungen begründet., tief in die Vergangenheit, zurückreichen. Unsere menschliche Erkenntniskraft ist viel zu schwach, alle diese zahllosen Einzeltatsachen und die ganzen Ketten ihrer Entwicklungsreihen zurückzuverfolgen, um so die Gesetzmäßigkeit und Folgerichtigkeit des Geschehens überblicken und beurteilen zu können. Aber immer und immer wieder versucht der Mensch, wenn ihm schon der klare Ausblick in die Zukunft versagt ist, doch wenigstens der Vergangenheit ihre Geheimnisse zu entlocken, tiefer, genauer und gründlicher in das Weben und Werden hineinzusehen, aus dem sich d,er jetzige Zustand langsam, aber mit unerbittlicher Konsequenz herausentwickelt hat. Jedes Volk, jede menschliche Gemeinschaft hat dieses Bedürfnis und kommt ihm durch die Pflege ihrer Geschichte nach. Bei jeder Feier eines Gründungsfestes, ob es sich nun um die Erreichung einer runden Summe von Bestandjahren eines Staates oder einer Gemeinde, einer wissenschaftlichen Gesellschaft oder eines einfachen Geselligkeiitsvereines handelt, immer steht im Vordergründe der Veranstaltung eine ■Rede über die historische Entwicklung des Jubilars oder!gar eine schriftlieh niedergelegte Darstellung dieser seiner Geschichte. Tausende von Gelehrten und Forschem auf der Erde sind bemüht, auf ihre Weise ünd nach ihrem besten Wissen und Gewissen die Quellen aufzuspüren und auszuschöpfen, aus denen der Lauf und Sinn des Gewordenen gleich einem bald klareren, bald trüberen Gewässer quillt. Diese Trübungen zu erkennen, Wahres und Falsches zu sondern, das ist ihre Aufgabe, und der Führer dazu ist die Objektivität, soweit eine solche in menschlichen Dingen erreichbar ist. Diese Objektivität und Unparteilichkeit, die für eine freie Wissenschaft die selbstverständliche Forderung der wissenschaftlichen und moralischen Sauberkeit darstellt, ist aber auch eine gewisse Gewähr dafür, daß sich der nach historischer Klarheit Suchende mit der Beruhigung an sie wenden kann, die Pflege des Zusammenhanges mit der Vergangenheit in guten Händen zu wissen. Damit ist auch die Pietät gewahrt, die wir all dem entgegenbringen sollen, was unsere Altvorderen, die Vorfahren und Ahnen der lebenden Generationen, geschaffen und gewirkt haben. Ein Akt der Pietät ist es darum auch, den stillschaffenden Gelehrten das aus der Vorzeit herübergerettete Material zur Verfügung zu stellen. Es kann dies ohne Bedenken geschehen, daß damit irgend welche Interessen gefährdet oder etwa religiöse Belange beeinträchtigt werden könnten. Solches Material; das wert ist, der Vergessenheit entrissen zu werden, gibt es gewiß auch in den versehiedenen jüdischen Gemeinden in der!Slowakei genug. Die Archive dieser Gemeinden und der mit ihnen verbundenen Institutionen, Vereine usw. würden dem, der sie zu benützen versteht, wertvollen!Stoff für die Grkenntnis mancher bisher nicht ganz aufgehellter Erscheinungen der Vergangenheit, für die Gründe früherer Wanderungen und Niederlassungen u. dgl. in reicher Fülle bieten. Auch wäre es ein gutes Werk, fast könnte man es eine Mizwoh nennen, wenn kundige Männer dieser Gemeinden sich den hilfesuchenden Forschem mit ihrer Sach- und Sprachkenntnis zur Verfügung stellen würden. Es gibt gewiß keine Vorschrift, weder im Schulchan Aruch noch in anderen maßgebenden Werken, die einem solchen Zusammenwirken entgegenstünde. Denn hier handelt es sich um die bloße Erforschung äußerer Vorgänge, die Aufhellung rein menschlichen, gesellschaftliehen Geschehens innerhalb Öles durch die jahrtausendalte Geschichte zusammengehaitetten Judentums, wobei keiner religiösen oder politischen Ueberzeugung irgendwie Ab* bruch geschehen darf. Zum Beweise dafür, daß es sich auch wirklich so verhält,-mag.der Umstand dienen, daß sich an den Arbeiten der Gesellschaft für Geschichte der Juden in der Tschechoslowakischen Republik ausge״ sprochene Anhänger des orthodoxen Gedankens im Judentum, wie Salomon Hugo Lieben, Dr. Tobias Jakobovits u. a. beteiligen.*) Die genannte Gesellschaft möchte gerne, schon um dem verpflichtenden, auf das ganze Staatsgebiet weisenden Namen Ehre zu machen, auch das Gebiet der slowakischen Länder in ihren Wirkungskreis, einbeziehen; es ist dies aber bisher nicht gelungen. Sollte, es nicht möglich sein, doch noch das Verständnis für die Tatsache zu erwecken, daß die gemeinschaftliche Arbeit an der pietätvollen Erhaltung der Denkmale aus der gemeinsamen Vergangenheit' für alle Teile nur von Nutzen und zum Segen sein kann? Droht doch vieles von dem Alten zu verfallen und in Vergessenheit zu geraten: Urkunden gehen durch Feuer und auf andere Weise gänzlich zugrunde, Grabsteine zerfallen oder werden so beschädigt, daß die Aufschriften unleserlich werden. Was da für die Gemeinde- und Familiengeschichte verlorengeht, ist kaum abzuschätzen. Wäre es da nicht ein schönes Werk, mitzuhelfen, daß all dies kostbare Gut für die Zukunft auf bewahrt bleibe? Heute, da wieder ein kleiner Geschichtsabschnitt, ein Jahr, ins Meer der Vergangenheit zurücksinkt, möchte ich diese ernste Betrachtung zur Erwägung anheimgeben. Ist es schon nicht möglich, die verschiedenen Gruppen innerhalb der Judenheit einander menschlich näherzubringen, so sollte doch kein Hindernis bestehen, rein sachlieh im Interesse einer Gemeinschaft zusammenzuwirken, die von unseren׳ Feinden stets als solche erkannt, von uns selbst aber oft schnöde verleugnet wird. Tage der Feier eines Zeitabschnittes sind Tage der Besinnung; sie lassen über die Vergangenheit nachdenken und weisen mit ihrem Ablauf in die kommende Zukunft. Möge der nun folgende Zeitabschnitt, soviel an uns liegt, leschono tau wo sein! Beth Jakob in Bratislava Unsere durch Verbreitung des unverfälscht wahren Thorageistes rühmlichst bekannte Stadt hat durch die eben erfolgte Einrichtung eines großzügig angelegten Beth-Jakob-Schulwerk.es eine ihrer Tradition würdige Tat gesetzt. Durch tatkräftige Mithilfe der verständnisvollen Leiter unserer Kehilloh ist es gelungen, einen Beth'-Jakob-Lehrgang zu schaffen, der unsere Töchter vom Beginn des schulpflichtigen Alters bis zur (Beendigung desselben und darüber hinaus erfaßt, um sie mit demjenigen Maß von jüdischem Wissen vertraut zu machen, das sie in die Lage versetzt, ihr Leben zu einem echt jüdischen, thoragemäßen zu gestalten. In unmittelbarer Angliederung an den obligatorischen Volksschulunterricht werden die Schülerinnen an Hand eines lebensvollen Lehrplanes mit den Grundelementen der verschiedenen jüdischen Wissensgebiete bekanntgemacht und ihnen׳ die praktische Betätigung des Gelernten als Lebensaufgabe dargestellt. Mit der Leitung dieser Beth- Jakob-Abteilung wurde Fräulein Rachel Schechter aus Wien betraut. Der Religionsunterricht an der Mädchenbürgerschule wurde zur Gänze auf das bewährte Beth-Jakob- Programm gestellt. Dieses liegt in der Hand der bewährten ehemaligen Dozentin an der Wiener Beth-Jakob- Lehrerinnenbildungsanstalt, Frau W 011 i t z, geb, Seckbach. Außerdem sind für schulentwachsene Mädchen verschiedene Kurse vorgesehen, um so einen möglichst ,großen Kreis unserer Töchter dem Idealbild wahrhaft jüdischen Denkens und Handelns nahezubringen. Es besteht die berechtigte Hoffnung, daß ausnahmslos alle Eltern von den Segnungen einer echt jüdischen. Schulerziehung, wie sie die Beth-Jakob-Institution in vollkommener Gänze bietet, Gebrauch, machen werden, um auf diese Art die geistige und seelische Zukunft ihrer Kinder zu sichern. *) Ueber die Arbeiten des zuletzt Genannten ist auch in diesen Blättern schon mehrfach berichtet worden (vgl. ״Judenabseichen im Böhmen“ in Nr- 22 des 17, Jahr״ ganges vom ö, Juni 1931 und ״Bücher“ in Nr. 21 des 18, Jahrganges vom ,37, Mai 1932.) Assitas Talmitfint Galatita Bei einer Teilnahme von zirka 4öö Talmidim hat am Sonntag, dem ersten Süchos-Tag, die Versammlung der ehemaligen Talmidim des Öälantaer Oberrabbiners stattgefunden, ßcbön vor Schabbos waren nahezu 80 Gäste aus nah und fern gekommen, um die Liebe und Atthättglichkeit zu ihrem großen Meiste? und Lehrer zu bekunden. Präses der Vereinigung, Herr Mayer Grünwald, Dun. Streda, eräffnete die Beratung, indem er die ErSCbienenen willkommen hieß. Herr Stern, Pezinok, hielt ein ausführliches Referat über die Tätigkeit des Vorstandes im Laufe des vergangenen Jahres. Herr J. A. Schwartz, Komarno, hielt eine anspornende Rede. Daran schloß sich eine rege Debatte, bei welcher beschlossen wurde, auch die noch fernestehenden ehemaligen Talmidim Zürn Bei״ tritt zu dieser Vereinigung zu bewegen. Ferner wurde beschlossen, den Bau des neuen Bes-Hamidrasch tunlichst zu beschleunigen. Es folgte eine großangelegte Rede Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Josua Buchsbaum, in welcher er seinen herzinnigsten Dank den Talmidim aussprach, die ihm nach wie vor ihre große Anhänglichkeit entgegenbringen. Er ermahnte die Anwesenden, vom vorgezeichneten Wege nicht abzuweichen. Bei dem am Abend abgehaltenen Sijum hielten außer Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Buchsbaum auch die Herren J. Dreißinger, Dun. Streda, Ch. Ä. Berkovits, Walzen (Ungarn), und J. Buchsbaum,!Sohn des Galantaer Raws, herrliche Charifus-Vorträge. An der Assifo beteiligten sich auch die zwei Talmidim, die bereits Räbbinerstellen bekleiden, die Herren Oberrabbiner Ph. Weiß, Sv. Jur, und Oberrabbiner Seydl, Galanta. BEKIZZUR.. — Bratislava: Der vergangene Schabbos stand im Zeichen des Thoralernens, wie es einer altehrwürdigen Stadt, wie unsere es ist, gebührt. An allen Klassen der Jessode hathora haben die Schlußprüfungen stattgefunden. Die Kinder entsprachen allen Anforderungen und man könnte mit Genugtuung feststellen, daß' 30wohl die Melamdim als auch die Talmidim ihre kostbare Zeit und ihre Kräfte und Energie nicht vergeudeten. Es war ein Genuß, anzuhören, wie sachlich und vollkommen die einzelnen Fragen von den Kindern beantwortet wurden. Die Prüfungen, die teils von Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Schreiber und teils vom ehrw. Rabbinat geleitet wurden, waren ziemlich strenge und in allen Fällen konnten, sich die Kinder aus den verwickelten Fragen mit einer entscheidenden Antwort befreien. Die Freude der Kinder wuchs erst, als sie sich in ihrem zweiten Heim, in den Lokalitäten der Agudas-Jisroel-J^gendgruppe, einfanden, um im Rahmen einer S’udo-schliscnis ihren Abschied zu feiern. Schiomb Braun, Leiter der Pirche-Gruppe, begrüßte die Erschienenen aufs herzlichste, worauf die Herren Rabbiner Petöny und Goldstein sinnreiche An-, sprachen an ihre Talmidim richteten. •Chawer Haberfeld dankte in schönen Worten den Rebües und Leitern für ihre umsichtige Erziehung. Um das Gelingen dieses schönen Festes bemühte sich ein Arrangierungskomitee, bestehend aus den Chawerim H. Frey, Steinfeld, Haberfeld und Schenk. — Novö Zämky: Auch hier haben am vergangenen Schabbos die Schlußprüfungen stattgefunden. Allgemein ist es aufgefallen, daß die hiesige Talmud Thora von den hierortigen Kindern nur sehr spärlich besucht wird. Der überwiegende Teil der Zöglinge stammt aus der weiten Fremde. — Sonntag abends hat die Agudas- Jisroel-Jugendgruppe einen Sijum auf Mes' Psochim veranstaltet. Zu dieser Feier war auch Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner M. Eckstein aus Sered erschienen, der bei dieser Gelegenheit eine großangelegte Rede hielt. Die Droscho übte auf die Mitglieder einen nachhaltigen Eindruck. Nove Zämky: Die hiesige Agudas -Jisroel- Frauengruppe hat ihre Herbsttätigkeit bereits begönnen. Am vergangenen Schabbos hielten Frau Rabbiner A. Stern und diese Woche Frau Charlotte Groß gut gelungene Vorträge. In heiden Vorträgen wurde die Bedeutung der heiligen Tage für die jüdische Frau besprachen. — Trnava: Hier ist der vakant gewordene Posten einer Beth-Jakob-Lehrerin noch immer unbesetzt. Dies beweist, daß alle, die sich zu Beth-Jakob-Lehrerinnen heranbilden ließen, auch einen Posten bekommen. Die Leitung der Trnavaer Beth-Jakob-Schule ist bemüht, tunliehst gleich nach den Feiertagen eine Lehrerin zu engagieren, damit der Fortgang der Bewegung, besonders aber die Begeisterung, die die frühere Lehrerin hervorgerufen hat, nicht schwinde. — KoSice: In die hiesige Beth-Jakob-Schule ist durch die Einstellung der rühmlichst bekannten Beth- Jakob-Lehrerin Fräulein Erna Frey aus Bratislava neues Leben gekommen. Den Vortrag, den Fräulein Frey* am vergangenen Schabbos in *Anwesenheit vieler Frauen und Mädchen hielt, wird die orthodoxe jüdische Frauenwelt noch lange in Erinnerung haben. Mit meisterhaften'Worten und einer unglaublich großen Kenntnis in Bibel- und Talmudstellen verstand es Fräulein Frey, die Herzen der Damen zu gewinnen. — Senica n. M.: Diese Woche wurde hier eine allgemeine Sammlung zugunsten des Jüdischen Spitals in Bratislava durchgeführt. Die Sammelaktion hat der in unserer Gegend rühmlichst bekannte Wohltäter, Herr Alex. K o m j a t i, eingeleitet und zeitigte einen schönen Erfolg. Es soll auch nicht unerwähnt bleiben, daß Herr Komjati vor kurzem erst seine Silberne Hochzeit feierte, bei welcher Gelegenheit er und seine Gemahlin Gegenstand besonderer Ovationen seitens der Gemeinde waren. (S. R.) ' , . —• Seöoyce; Am 21. September hielt die hier zu Gast weilende Hörerin der B.־J.־Schule in Wien, Fräulein Klein, einen gelungenen Vortrag über das Thema ״Warum ist das jüdische Reich untergegangen?“ Voll Begeisterung beschlossen die in großer Zahl versammelten Zuhörer, so rasch als möglich eine Beth-Jakob-Schule in Seöovce zu errichten. — Zabokreky: Am Sonntag, dem ersten Slichos- Tag, fand hier die W a h 1 des Oberrabbiners statt, aus der Herr Rabbinatskandidat Benjamin Reich, Sohn des ehrw. Herrn Rabbiner Reich, Trnava, einstimmig hervorging. Der neugewählte Oberrabbiner zählt zu den her״ vorragendsten und begabtesten Hörern der Rabbinatsschule zu Bratislava. Er ׳genießt den Rqf eines wirklichen Talmid-Chochoms und ist ein glänzender Kanzelredner. Oberrabbiner Reich beginnt bereits am Rösch Haschono mit seiner Funktion. (Wir wünschen dem neugewähiten Oberrabbiner wie auch der Gemeinde zu ihrer Yortreff״ liehen Wahl Z'Jach ur’chaw! Die Redaktion.)

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