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Jüdische Presse · 1935-09-20 · 37 (20.9.1935) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
21 (1935)
Issue
37 (20.9.1935)
Date
1935-09-20
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Seite 4 lÜßiSCM MiSÜ m m An unsere Abonnenten in der Tschechoslowakei Dii Abpöneiitett der Jüdischen Presse“ in der Tschechoslowakei, die mit der Entrichtung der Abonnement־ gebühren im Rückstände sind, haben dieser Tage einen Erlagschein zugeschickt erhalten. Wir appellieren auch auf diesem Wege eindringlich an sie, die Bezugs־ gebühr ehestens einzuzahlen. Es scheint uns überflüssig, darauf hinzu־ weisen, wie sehr wir auf den zeitgerechten Eingang der Bezugsgebühren angewiesen sind, und wir rechnen zuversichtlich da־ mit, daß es unseren mit der Bezahlung des Zeitungsbezuges im Rückstand befind־ liehen Abonnenten ein Bedürfnis und eine Pflicht sein wird, die Ueberweisung noch vorRoschsHaschono vor־ zunehmen: Verhältnis aufweist, Seitens des Spitalskuratoriums wurde deshalb auch hervörgehohen, daß die Gemeinden die be« sondere Pflicht hätten; das Jüdische Spital nach allerbester Möglichkeit 2u -fördern und zu unterstützen, denn so wie das Kuratorium verpflichtet ist, das Jüdische. Spital Von Bratislava aus 2u leiten, so obliegt es den Gemeinden, diese Arbeit zu erleichtern. DaS Spitalskuratorium hat jetzt eine Rosch-Hasehono-Spendenaktion in die Wege geleitet und die Kultusgemeinden der SIowakei haben den kommenden Schabbos als Opfertag zugunsten des Jüdischen Spitals in Bratislava bestimmt. Am darauffolgenden Sonntag, dem 1, Slichoth-Tag, werden für diesen Zweck auch Sammlungen veranstaltet. Jeder, der einmal Gelegenheit gehabt hat, den Betrieb des Jüdischen Spitals kennenzulernen, wird sicherlich gern bereit sein, nach bester Möglichkeit mit seinem Scherflein zur Förderung dieser humanitären. Institution beizutragen. So wird auch gewiß niemand die nahenden hohen Feiertage vorübergehen lassen, ohne dem Jüdischen Spital eine Spende gewidmet zu haben. Und im Zeichen des Gebotes: ״Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ wird als Ausdruck des Zusammengehörigkeitsgefühls diese Aktion sicherlich den besten Erfolg im Interesse armer Kranker zeitigen. ישראל php כ*נ?אחאן גאלאצמא 0או1שי0 ד^ני קאחן בראמיסלאווא «:*&,• מז*טי לחבר מוערצו וידידנו האנרתי הפעיל «דה שלמח ווייסנרר ג״י לבואו גבריה הנשואין. - המי ירצו בהיי« רפויה בזרי המצלמה שיי3ל להמשיך עבודתו הקרושה למען רעיוננו הקדוש. — גש« המועדון של אגרתי« פעיליים: משה מורגגשמין, זלמן אשכנזי, שבתי שינפלר, בצלאל ייגמר. Juwelen Uhren, Gold- und Sllherwnren, insftffltllffffttt besondere לי קויש», Sedefschüssel, Menoras, 1111111« WUllUlliy Leuchter und Bestecke in großer Auswahl, auch Öelegenheltskäufe, stets vorrätig 11« TsborttfflBe 14 SEMMERING Pension lirsi ch An den hohen Feiertagen ("ך״ה אינך יוהכ״ם) Vollbetrieb und ץ^. Mäßige Nachsaisonpreise Fürstenhof דברים שבין אד« •לחברו אין יוהיב מכפר ער שיתרצה את חברו Verwaltung ״Jüdische Presse“. Dies bedeutete in unserem Lande, daß die weltberühmte ״klassische Orthodoxie" von Alt-Oesterreich-Ungam fast keine Zukunft gehabt hätte. Weitblickende orthodoxe Führer haben aber diesem Uebel durch Schaffung von orthodoxen Jugendverbänden vorgebeugt. Diese Jugendverbände hatten sich nebst der Pflege der Thora auch mit der Selbster Ziehung und mit organisatorischen F r agen zu beschäftigen. Und begeistert war die Jugend unseres Landes, als Agudas Jisroel in ihr Leben ,trat. Alle Herzen der orthodoxen Jugend sahen in ihr einen langgehegten Wunsch in Erfüllung gehen. Anfangs war auch eine rege Tätigkeit auf allen Gebieten im Rahmen der Weltorganisation der orthodoxen Juden bemerkbar. Aber leider stellten sich auch hier Hindernisse und Hemmungen in den Weg. Befürchtungen aller Art, Vorurteile und Mißtrauen gegen einzelne Personen legten die eifrige Arbeit lahm', die allgemeine Begeisterung begann zu schwinden. Dank der selbstbewußten und zielsicheren Stellungnahme einiger Thoragrößen von Weltruf für die Agudas Jisroel, aber besonders dank der zähen Ausdauer und unentwegt aufopferungsvollen Aufbauarbeit der begeisterten Jugend hat die Agudas Jisroel trotz all dem die Krise überwunden. Sie steht heul« hierzulande im Mittelpunkt der Orthodoxie. Man rechnet mit ihr, man muß mit ihr rechnen, wenn man überhaupt mit einer noch religiösen Zukunft rechnet. Wenn nun auch die Krise scheinbar überwunden ist, so bedeutet das noch lange nicht, daß keine Gefahr mehr besteht. Die Gefahr besteht heute mehr denn je., Es besteht die große Gefahr der materiellen Not. Ein großer Teü der Jugend von heute, gedrungen von der unerträglichen wirtschaftlichen Lage, keimt keine Ideale mehr. Ihr Ideal ist ein materielles geworden. Welche Organisation ihr am schnellsten zu einem sicheren Erwerb zu verhelfen vermag, deren Ideologie verfällt sie, ihr verkauft sie sich mit Haut und Haar. Diese große Gefahr abzuwenden, ist Agudas Jisroel berufen. Denn diejenigen, welche sich zu ihr bekennen, sind ihr treu ergeben und bestreben sich unter den verschiedensten Entbehrungen, die Fahne der Agudas Jisroel in Ehjren zu halten. Sie leisten ihren Führern Gefolgschaft ohne Kompromisse. Sie sehnen sich nach der Bohrung ,v und fördern diese durch positive Taten. Es liegt nun an den dazu Berufenen, diese Begeisterung, diese aufrichtige Hingabe "nicht durch persönliche Ambitionen zu mindern. Man sollte sich darüber freuen, daß noch trotz der Wühlarbeit der verschiedensten unjüdischen und antireligiösen Strömungen eine Jugend vorhanden ist, die mit ganzer Ergebenheit und mit dem Einsatz aller ihrer Energien bereit ist, das Sinai-Wort weiter zu pflanzen. Eine Jugend, die gewillt ist, ja, es als ihre heiligste Pflicht erachtet, der Thora zu ihrem früheren Glanz zu verhelfen und . deren ganzes Streben es ist, G-ttes Land zu einem G-ttes- Thora- Land zu gestalten. Wie falsch ist daher die Bestrebung einzelner Grappen und Grüppchen, und mag diese noch so aufrichtig gemeint sein, neue Organisationen innerhalb des so zusammengeschrumpften orthodoxen Kreises zu schaffen. Glauben sie etwa damit die bestehende Gefahr abzuwenden? Vorbeugen und helfen muß man und kann man, wenn man das bestehende Werk, das bereits die Krise überwunden hat, weiter aus- und aufbaut,, es stärkt und unterstützt. Dann haben wir eine Zukunft. Wir einen uns mit G. H. bald im Gebet zu’ dem Allmächtigen mit den vielsagenden Worten ועשיכולם אגודה אחת warum daher mit Gewalt eine Zersplitterung hervor«, rufen? Sammelaktion des Jüdischen Spitales Die angekündigte Tagung des Landesausschusses für das Jüdische Spital in Bratislava wurde am 1. September d. J. abgehalten, worüber wir noch berichten werden. Schon heute können wir mitteilen, daß die Tagung einen vollen Erfolg gezeitigt hat. Es hat sich ergeben, daß die Abhaltung einer solchen Zusammenkunft schon aus dem Grunde dringend notwendig ist, um durch die Herbeiführung eines Meinungsaustausches und durch die Herstellung des •persönlichen Kontakts zwischen dem Spitalskuratorium und den auswärtigen Landesausschußmitgliedern das Interesse für die gemeinsame Arbeit zugunsten armer Kranker zu belebend Es wurde festgestellt, daß die auswärtigen Gemeinden mit einem besonders großen Prozentsatz an der Beschickung des Spitals mit mittellosen Patienten beteiligt sind, während die flnanziehe Unterstützung ein gerade entgegengeseztes, niedriges BEKIZZUR.. — Bratislava: Am Sonntag, den 17. Elul, hat die hiesige ״Jeschiwo Ktan0“ eine schöne Sijumf e i e r veranstaltet, zu welcher neben den Talmidim der Anstalt auch viele Freunde und Gönner erschienen sind. Herr Rabbiner Baruch Löbl, der unermüdliche Leiter dieser Anstalt, beendete die Mesechtos und sagte einen meisterhaften Hadron, mit welchem er zugleich die Jugendlichen anspornte, weiter mit dem größten Eifer sich dem Thora-Lernen zu widmen. A. Stra&er, ein Zögling der Anstalt, hielt dann eine schöne Ansprache. — Pieätany: Der Schabbos Kiseze gestaltete sich für unsere Gemeindemitglieder zu einem wahrhaften Freudentag. Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner S. D. Ungar aus Nitra, der Vater unseres neugewählten ehrw. Herrn Oberrabbiners, weilte in unserer Gemeinde, welche Gelegenheit Herr Gemeindepräses Ignaz Fürst ergriff, um den hohen Gast mit. einer Droscho zu beehren. Im dichtgefüllten großen Bes-Haknesses begeisterte der Gast am Schabbos vormittag die Zuhörer mit seinen Mussar- und Thora-Worten. Die großangelegte Rede machte auf die Gemeindemitglieder einen anhaltenden Eindruck. Am Nachmittag veranstaltete Herr Gemeindepräses Ignaz Fürst zu Ehren des illustfen Gastes im Bes-Hamidrosch eine S’udo-Schlischis, bei . welcher Herr Oberrabbiner Josef Ungar und Herr Rabbiner Salomon Teichthal scharfsinnige Pilpul-Vorträge hielten. " — Svalava: Gegen Ende des vergangenen Winters faßten einige agile Damen den Beschluß,, hier eine B e t h- Jakob-Schule zu gründen. Dieser Beschluß wurde dank der unermüdlichen Arbeit dieses Komitees bald Wirklichkeit und in der/Vorwoche konnte die Beth-Jakob- . Schule bereits eröffnet werden. Die Beth-Jakob-Lehrerin, Frl. Regine Stein, Tochter des ehrw. Herrn Oberrabbiners von Gelnica, hielt einer herrlichen Eröffnungsvortrag. Um das Zustandekommen der‘',Schule bemühten sich außer dem Damenkomitee, bestehend aus den Damen: M. Mayer, D. Birnbaum und S. Stern, ״auch die Leitung der dortigen Agudas-Jisroel-JugendgruppC,' die nichts unversucht ließ, um den Beginn des Unterrichtes zu beschleunigen. Bis nun sind bereits 100 Kinder eingeschrieben, was, an den Ortsverhältnissen gemessen, , einen großen Erfolg bedeutet. — Uzhorod: Die hiesige orth. isr. Kultusgemeinde steht abermals vor einem schwerwiegenden Problem. Bekanntlich wurden die nur mit Mühe geschlichteten Streitigkeiten dadurch hervorgerufen, daß die Feierlichkeit zur' Einweihung des hebräischen Gymnasiums im Beratungssaal 'der orth. isr. Kultusgemeinde stattge'funden hatte. Nun sind wieder Nörgler am Werk, die einen Teil der Gemeindemitglieder dazu gewonnen haben, die ׳angeblich leer stehenden Räume im Gemeindehaus dem hebräischen Gymnasium zur Verfügung zu stellen. Das Rabbinat ist selbstverständlich nicht geneigt, dieses Verlangen zu bewilligen. Nun haben aber die Freunde des hebräischen Gymnasiums der Gemeinde bekanntgegeben, daß sie gerne die Miete bezahlen würden, nur damit das Gymnasium ein ״würdiges Heim“ bekommt. Auf diese Forderung hat die Gemeihdeleitung vorläufig nicht reagiert. Die Herren drohen mit dem Austritt aus der Gemeinde. — KoSice: Am!Sonntag, den 17. Elul, ■fand in Koäice eine Versammlung unter ■dem Protektorate prominenter Raibfoonim, namentlich aus der Ost- Slowakei* statt. Diese Versammlung galt der Gründung einer Vereinigung ׳zur Förderung des Aufbaues von Erez Jisroel. Diese Vereinigung soll den Namen ״Kneseth Je reim“ erhalten. Bei der Versammlung ergriff Se. Ehrw. Herr Oiberrabbiner O. L. Spitzer, Kirchdrauf, das Wort und deklarierte diese Vereinigung als die Neubelebung des ehemaligen ״Machsike Hadas“, Veslines. Oberrabbiner Tannenbaum aus Moldau hob die Wichtigkeit der Erez JisroelArbeit hervor und betonte das Fehlen einer solchen auf orthodoxer Basis (? Redaktion), was einen großen Tumult unter den Anwesenden hervorrief. ׳Es sprachen noch die Herren Oberrabbiner Grün■ bürg. Kezmarok; Jungreis, Filakovo, und Braun, Lipiany. Die Debatte, an der sich einige Anwesende beteiligten, verlief — abgesehen von einigen Verleumdungen gegen die Weltorganisation Agudas Jisroel — ziemlich uninteressant. Eine große Unordnung beherrschte die ganz*. Versammlung. Nachdem viele aus Mangel an Interesse den Beratungssaal verlassen hatten, schlug der Qbei־:. rabbiner von Moldau die Wahl des Präsidiums vor und nominierte folgende Herren: Oberrabbiner Tannenbaum, Torna, Ehrenvorsitzender; Oberrabbiner!Spitzer, Kirchdrauf, Vorsitzender; sich selbst als den Leiter der Erez Jisroel-Angelegenheiten. Da kein Gegenvorschlag vorlag, wurde diese Nominierung als beschlossen erklärt.; —mob.— Talmidim-Assifoh in Galanta. Wie wir bereits berichtet haben, wird die 8. Assifoh der ehemaligen Talmidim der Galantaer Jescbiwoh diesen Schabbos stattfinden. Die große Versammlung wird am Sonntag, den 1■ Tag Slichos, um lA2 Uhr mittags eröffnet. Verbringen Sie die Feiertage in כשר 1 כשר Fließendes Wasser Meeresaussicht Bekannt gute Küche # Reduzierte Herbstpreise ERIKA HOFBAUER Wien, I., Bauernmarkt 13 (Eingang Landskrongasse 1), eröffnete unter Mitarbeit ihres Vaters MAX HOF B A U E R ehern. Gesellschafter der Firma Adolf & B. Hofbauer. Seide und sämtliche Zugehörartikel, Schleier und Bänder zu allerbilligsten Preisen. Tel. U-25-6-94. En gros. En detail. \ Hochzeiten und Festlichkeiten arrangiert billig und elegant HAGEL, Wien II, Praterstr. 33 Unter Aufsicht des Rabbinats der Adas-Jisroel-Schiffschul Rasiere dich ohne Messer mit dem gesch. 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Mittwoch 27 25 עב א יי Donnerst. 28 26 עג ». יי Freitag 29 27 עד י ג יי ערב ראש" דשנה Samstag 1 28 עה ד " א׳ דראש השנה פ׳ נצכים־וילד Gebet Zeiten WIEN 8HAT1SLAVA Uhr i Min. Uhr Min. 4 1 50 4 50 05 ן 8 8 00 5 | 50 5 45 6 i 45 6 45 8 i 30 9 30 4 i 00 4 00 6 i 40 6 35 5 i 15 4 45 5 1 30 5 30 6 1 00 6 10 הנחת תפלין בשעת הדחק . . . . . י סוף' זמן קריאת,שמע של שחרית . . . בשבח: קבלת שבת קודש (מנחה כעש׳ק) השכמה . שחרית ... , . . . . . י מנחה . מעריב בטוצש׳ק. בחול : השכמה ביום א׳ דסליחוח , , , שחרית בשאר ימי סליחות], , . מנחה ....... . . . Eigentümer, Herausgeber «ad Verleger: David Türkl (für eiae Arbeitsgemeinschaft), Wien, מ,, Malzgasae 12 a. -״Veraatwortlicher Redakteur: Karl Richter, Wie«, U״ Fr&az- Hochedhoger-Gaase 2. —״ Druck: Druckerei« und Verlags* A.«G, lg, Stehaauaa, Wien, IX,, Uuiversitätsstraße 0 8•

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