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Jüdische Presse · 1935-08-30 · 34 (30.8.1935) · page 4

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Journal
Jüdische Presse
Volume
21 (1935)
Issue
34 (30.8.1935)
Date
1935-08-30
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Für solche Kreise aber ist das Buch in der Tat sehr aufschlußreich und enthält in seinen drei Kapiteln! über den Tag, das Haus und das Jahr des Juden wohl das (äußerlich)i Wesentliche, was hierüber zu sagen ist. Es bietet dies in einer Form, die sich bemüht, traditionsgemäß zu bleiben׳, und sowohl ansprechend als auch׳ ■anziehend zu wirken,, ohne den An- Spruch erheben! zu wollen, sich in die Tiefe der Dinge zu versenken. Es erreicht wohl jedenfalls den׳ Zweck, den entfremdeten! Kreisen׳ ein sympathisches Bild vom ״gelebten“ Judentum zu vermitteln, und darf daher als eine wertvolle Bereicherung der ,Einfübrungslditeratur begrüßt werden, der eine Verbreitung in׳ diesen׳ Kreisen zu wünsehen dst.(>|. ״Dor *Dorim“: Der Oberabbiner der orthodox-israelitisahen Kultusgemeinde zu Klausenburg (Cluj, Siebeubürgen), R. Akiba Glasner, ein Nachkomme des Chasam ■Safer s. Z. 1., hat unter dem Titel ״DorDori m“ ein umfangreiches halachisches Werk,!welches ■insgesamt 41 Sugjoth behandelt, veröffentlicht. Das Werk wird u. a. von Empfehlungen (Haskomoth) des Radomischler, des Altstädter, Kownoer, Kischenewer und Preßburger Raws eingeleitet und ist ein beredtes Zeugnis für die große Gelehrsamkeit und Geistesschärfe des Verfassers. . Werke der und für die Assimilation. Im Vortrupp-Verlag, Berlin SW 29, sind im Laufe des letzten Viertels des Vorjahres und Anfang des Frühlings 1935 einige Bücher erschienen, die den Zweck haben, den im neuen Deutschen Reich festgewurzelten Zionismus zugunsten der weiteren Assimilation ■zu bekämpfen. Wir besprechen einige dieser Bücher nur deshalb, um klarzulegen, daß diese Bücher, zwar durchwegs in• konservativem!Sinne geschrieben, nur für assimilatorische Begriffe׳ in Betracht kommen können. Denn für orthodoxe Begriffe müssen wir -י- und dabei greifen wir nur eines der vielen Abschnitte heraus — das Kapitel ״Bekenntnis“ aus ׳Hans Joachim S c h o e p s ״W i r Deutsehen Juden“ glattweg ablehnen. Bei diesem Kapitel sieht auch der Laie, daß es sich hier nicht um eine aufrichtige Wegweisung und «Orientierung handelt, sondern um eine Antwort auf das Buch ״Wir Juden" des Berliner zionistischen Rabbiners Joachim Prinz. Ebenso das Buch ״PTaktische Judentumskund e“ von Leo H i r s c h. In diesem Buche findet jeder, der bisher dein Judentum ferngestanden und jetzt vom Arierparagraph zum Judentum zurückgeführt worden ist, einen Weg, der ihm an Hand praktischer ׳Beispiele das jüdische Leben begreiflich machen will. Von der Geburt des Knaben und seiner Aufnahme in den Bund an, über die Hochzeitsgebräuche und die Aufgaben der Frau in der Ehe, über die Sabbathheiligung, die Fest- und Jrauertage des jüdischen Jahres bis zum letzten Gebet und den Vor- Schriften für die Trauertage nach einem Verstorbenen. Die jüdische Wirklichkeit wird dargestellt. Es ist ein Buch für jeden guten Assimilanten. TSCHECHOSLOWAKEI. Schulbeginn. Die Eefiih slftd /sw Ehde, Da weiiigett Tägeh füllen sich wieder die Hallen der Schulen. Tausende und abertausende Kiääer werden wieder tageiö tägaüs zur Schule gehen, üm dort den Unterricht in den verschiedenen Gegehständett ‘ zu erhalten. Die Eltern 5freuen sich schon sehr, daß sie wieder im Hause ״ihre Ruhe" haben werden, aber aüch darüber, daß die Kinder in der Schule zu rechtschaffeneh Menschen und zu einer geordneten Lebensweise erzogen werden. Ganz andere Gefühle haben die jüdischen Eltern beim Schulbeginn. Denn für jüdische Begriffe ist die Schule nicht nur ein Lernhaus, nicht nur eine Erziehungsstätte zum Menschen, sondern, vor allem: die Schule für das jüdische Kind. Dem jüdischen Kinde ist die Schule eine heilige Stätte, wo es zum ersten Male in die Schönheiten unserer Heiligen Schrift, in die Weisheiten unserer großen, unvergänglichen Lehrer und Wegweiser eingeführt wird: In der Schule sollen die ersten Fundamente in das zartfühlende Herz des jüdischen Kindes gelegt werden, an die sich dann Baustein nach Baustein anreihen und׳ ein großes Bollwerk bilden soll, das allen drohenden Stürmen entgegenstehen wird. Dort wird die erste Saat arigesetzt, die dann durch Zufuhr von ' geistigen Säften zu segensreichen Blüten und später zu einem edlen Fruchtbaum heranreift. Und die jüdischen Eltern sind besorgt: Erhält mein Kind in der Schule diese Erziehung? Solche und ähnliche Fragen drängen sich in den Gedankengang eines wirklich frommen Vaters, während er sein Kind zum ersten Male zur Schule begleitet. Er findet keine Antwort. Der Vater spricht mit dem Lehrer, dem er sein Kind anvertraut. Dieser Mann ist also der Erzieher meines Kindes, dieser Mann wird Jahre hindurch die Pflicht haben, mein Kind zu unterrichten, auf mein Kind zu wirken. Ja, w i e wird sich dieser Unterricht auswirken, wie ist die ganze Lebensführung dieses Mannes? In tiefer Besorgnis geht der Vater nach Hause. Unterwegs wird er von einem guten Bekannten angehalten und um seinen Kummer befragt. Der besorgte Vater öffnet dem Freunde sein übervolles Herz und äußert seine Bedenken. Dieser entgegnet ihm: ״Aber Freund, wohin denkst du, unsere Schule ist doch streng ,orthodox‘. Steht sie denn nicht unter strenger Kontrolle des Schulstuhles, dem ausschließlich nur verläßliche und aufrichtige orthodoxe Juden als Mitglieder angehören? Es ist gar kein Anlaß zu Besorgnissen." ״Ja“, antwortet der betrübte Vater, ״das wäre alles schön und gut, wenn der Schulstuhl selbst, unterrichten würde, die Kinder empfangen aber den Unterricht von einem Lehrer und dieser wirkt auf die Kinder. Die Kinder werden wohl geprüft, wird aber auch Mer Lehrer geprüft? Hat sich jemals eine Kommission darum gekümmert, wie weit die Kenntnisse des Lehrers; in den jüdischen Gegenständen — also für uns die wichtigsten Gegenstände — reichen? Hat man noch jemals bei der Einstellung eines jungen Lehrers danach gefragt,:, ob er jemals eine Jeschiwo besucht •hat? Hat man denn nicht in der jüngsten Zeit an vielen Schulen junge Menschen engagiert, bei" denen jede Vorbedingung für einen ,prinziptreuen orthodoxen Lehrer fehlte? Hat man nicht Lehrer engagiert, die den mit allen Opfern heilig erhaltenen Schabbos leichtsinnig entweihen?“ Der gute Freund;senkt seine Augen zu Boden und schweigt. Und mit ihm pchweigen alle Eltern, die diesen Zustand schon Jahre hindurch untätig mitansehen. Noch nie zuvor wurde soviel.über Jugendprobleme gesprochen und geschrieben. Aber nie hat man so wenig auf diesem Gebiet geleistet, wie in;der Jetztzeit. Vielleicht wäre es angezeigter, die Feder aus der Hand zu legen und endlich einmal mit einer Tat zu, beginnen. Der Schreiber dieser Zeilen will so lange an diesem Hebel tadeln, bis es endlich einmal abgeschafft werden wird. Vielleicht gelingt es, die Aufmerksamkeit ernstdenkender Menschen auf diesen Zustand zu lenken und dadurch eine Abhilfe zu schaffen. Keinesfalls darf Zwiespalt oder Disharmonie im Schoße einer Gemeinde daraus erstehen, aber es müssen Mittel und Wege gesucht werden, diesen unerträglichen Zustand auf friedlichem Wege zu liquidieren. Es handelt sich hier nicht um einen Lehrer- Posten, sondern um die Zukunft des unverfälschten religiösen Judentums. Bratislava, Edlhof, Postfach, 140. Amtsstufiden Sohntag %r&ti Möütijf von? bis 8 Ühf abends. SchMftlic|(en ÄbM^eb WöllS Büfekpöftö beigelegt werden. BEKIZZUR .. . , -־-־Ptestany: Hier findet am, Sonntag, den 8.־ Ellül, um 15.30 Uhr die, Installierung des .neugewählten, O.berrabbiners,.Herrn Josef, Ungar, Sohn des ehr#. Herrn Oberräbbiners S. D. Ungar aus Nitra, statt. Anschließend ah-die : Amtseinführung wird die Trauung des jungen Oberrabbiners mit der, Tochter des verewigten, Oberrabbiners Koloman Weber s. Z. 1. vollzogen. Viele Gäste haben ihre Teilnahme an didser Feierlichkeit zugesägt. — Kezmarok: Die hiesige Agudas-Jisroel-Jugendgruppe hat im Sommer d. J. bei den Hochzeiten Glück- Goldmann (Straäky), Kalla (Poprad), Goldmann-Engelhardt (Keämarok) zirka tsch. K. 3ÖÖ.— für den Keren Hajischuw gesammelt. Anfangs setzte sich diese Aktion nur schwer durch, aber die zähe Ausdauer der arbeits- Willigen Jugend hat es so weit gebracht, daß nunmehr bei jedem Anlaß für den Keren Hajischuw zu sammeln, schon selbstverständlich ist. (Anderen Gruppen Zur Nachahmung!) :— Seöovce: Am vergangenen Schabbos hielt die hier zu Gast Weilende Beth-Jakob-Lehrerin, Frl. Fürth aus Debrecen, im Schullokale einen Vortrag über ״Das Erziehungsproblem der jüdischen Mädchen". Zu diesem Vortrag war eine große Zahl Gäste erschienen, die alle von dem Vortrag begeistert waren und den Wunsch äußerten, auch in SeÖovce eine Beth-Jakob-Schule zu gründen. ביה. הננו מתכבדים להזמין בוה אח ידידינו בבל מקום שהם יי"™ ־!ני ־י מנחם ,?,־י ע־•־ ־י" ליבא דאכריש געלבשטיין י׳יי■ שתהיי. אייה ביום ועש׳ק (א׳ אלול תחנידס בעיהיק ירושלים חיו משד. גליקמן פרוש וחניתו 1.אדריםה: משה גליקמן פרוש, ירושלים Juwelen Uhren, Oold- und Silberwaren, insbesondere כלי קודש. SederschUssel, Menoras, Leuchterund Bestecke in großer Auswahl, auch Oelegenheit8käufe. stets vorrätig HorltzMany I Täglich Spezialitäten Selchfleisch mit Ritschet, Scholet, Pfefferkarpfen, Würste mit Gulyassaft usw.—Menü von S 2.— aufwärts NAGEL, Wien II, Praterstr. 33 Unter Aufsicht des Rabbinats der Adas-Jisroel-Schiffschul Rasiere dich ohne Messer mit dem gesch. Rasierpulver Langerin Es ist ärztlich begutachtet und unschädlich. 1 Paket, zirka ein halbes Kilogramm, S 1.40. — Zu haben bei Philipp Langer, Friseur, II, Franz-Hochedlinger-Gasse 25 SCHADCHEN ARNOLD WEISS Bratislava, Streleckä 17 Zwei Personen gebe ich volle Verpflegung, rituelle Küche, zu mäßigem Preis * R. REISER, Wien VI, Mitteigasse 35 . BENÖTIGE STRENG KOSCHERE PENSION für 11jährigen Mittelschüler in! Wien׳, Nähe XX., Staudingergasse. Anfragen beiGe r ber, Andau, Burgenland. ~ISR. KAUFMANN, Witwer, 38 Jahre alt, mit zwei prachtvollen! Knaben im Alter von 10 bis 12 Jahren, besitzt Modewaren- und Konfektionsgeschäft, sucht brave Lebensgefährtin als Mutter zu den Kindern. Aelteres Mädchen oder alleinstehende Witwe in passendem Alter mit Nähkenntnissen bevorzugt. Zuschriften unter Chiffre ״Sabbathaltender Jude“ an die Bratislavaer Adm. d. Blattes. iSitmlltem 1. bis 7. September 1935 (Rotunde bis 8. September) Luxus- und Gebrauchsartikel / Möbel / ״Kunst im Handwerk“ / ״Elektrizität im Haushalt“ / ״Neuzeitliche Gasgerate“ ITALIENISCHE AUSSTELLUNG / UNGARISCHE AUS- STELLUNG Textilmesse / Bekleidungsmesse / Wiener Strickmode Pelzmodesalon / Hausindustrie TECHNISCHE MESSE / RADIOMESSE Bau- und Straßenbaumesse / Mal- und Anstrichtechnische Messe / ״Der Realitäten-Vermittler und -Verwalter“ Oesterr. Tabak-Regie / Erfindermesse / Bürobedarfsmesse Wintersportausstellung / Oesterreichische Zeitungs- und Zeitschriftenschau / Jubiläumsausstellung des Gewerbeförderungs-Institutes der Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie / Kollektiv-Ausstellungen der Stadtgruppe Wien des Oesterreichischen Gewerbebundes / Kollektiv- Ausstellungen des Gewerbeförderungsamtes der niederösterreichischen Landesregierung LEBENSMITTELAUSSTELLUNG Land- und forstwirtschaftliche Musterschau Bundesweinkost Rinder-Zuchtviehschau: 6, bis 8. September BEDEUTENDE FAHRPREISERMÄSSIGUNGEN! Messeausweise 4 S 6.— bei der Wiener Messe-Aktiengesellschaft. Wien, VII״ Messepalast. — Eintrittskarten (zum einmaligen Besuch der -Rotunde öder des Messepalastes und der Neuen Burg) 4 S 2.60 bei den Kassenschaltern, der Messehäuser. Für den Schabbos! Agudistisohe Stellenvermittlung iri Bratislava. Schon vor Jahren hat die Preßburger Jugendgruppe der Agudas Jisroel das das orthodoxe Judentum so stark beschäftigende Problem der Unterbringung arbeitsloser orthodoxer Menschen unter obiger Devise in ihr Arbeitsgebiet aufgenommen. Nach anfänglichen, schier unüberbrückbaren Hindernissen, ist es ihr doch gelungen, eine Stellenverm i 111 u n g ins Leben zu rufen, deren segensreiche Tätigkeit vie!׳en Arbeitsuchenden zu einem Broterwerb verhalf. Leider hat die Wirtschaftskrise später wieder eine Einschränkung dieses Arbeitsgebietes erfordert. Wie angenehm berührt es daher, aus einem eben in die Oeffentlichkeit gelangten Aufruf zu erfahren, daß die Jugendgruppe entgegen allen Schwierigkeiten ihre Tätigkeit auf diesem Gebiete wieder aufgenommen hat. Sie wendet sich an die breite jüdisehe Oeffentlichkeit mit der Bitte, eingedenk der so hochwichtigen Sache sie in ihrem Bestreben zu unterstützen und jede freie Stelle in Geschäften, Büros, Betrieben, Haushaltungen usw, ihr zu melden. Wir finden es kaum für notwendig, die immense Wichtigkeit dieses Bestrebens unseren Lesern näher vor Augen zu führen. Sind wir doch stets nur auf uns selber angewiesen und können wir doch unserer heiligen Pflicht, die Beobachtung des Schabbos jedem Bruder und jeder Schwester zu ermöglichen, am allerbesten dadurch entsprechen, daß wir •stets bedacht sind, solchen Arbeit?- suchenden, denen der Schabbos heiligstes Väter erbe ist, ihr Ringen um das tägliche Brot zu erleichtern. * In allen Vakanzfällen wende man sich an die Landeszentrale Schomre Schabbos — Stellenvermittlung der Agudas-Jisroel-Jugendgruppeu in der Slowakei, Tag "3 w 3 4J נע׳י > דף יומי משנה יומית Kalendarium "בבא בחרא ־בכורי משנה ערלה¬ , פרק Freitag 1 30 מו ו ב׳ דראש חדש, תקיעת שופר Sams'ag .) 31 מז ז " פ׳ שופטים, פרק ו׳ Sonntag 3 1 מח ח מ Montag 4 2 מט ט - Dienstag 5 3 א א Mittwoch G 4 נא ב " Donnerst, 7 o נב » Freilag 8 6 נג ד » ams'ag 9 7 נד ה ש׳ כי הצא, פרק איב סוף זמן קדוש לבנה יאלול.> Donneistag, de» 12. Sept Gebetzeiten פ׳ שיפטים WIEN BRATISLAVA Uhr! Min. Uhr Min. 4! 15 4 15 7 : 45 7 45 6 j 35 6 SO 6 1 30 6 45 8 I 30 8 30 4 | 00 3 30 7 | 25 7 20 5! 15 — — , 6 1 00 6 00 6 | 30 6 Eigentümer, Herausgeber und Verleger: David Türki Hochedlinger-Gasse 2. ־ (für eine Arbeitsgemeinschaft), 'Wien, U״ Malzgasse 12 a,^-Veraßtwortiicher Redakteur^ ״ Druck: Druckerei- und Verlags* A.-G. lg, Steinmann, Wien, SC., Uuiversitatsstraße 6 הנחת חפלין בשעת הדחק . סיף זמן קריאת שמע של שהרית בשבת: קבלת שבח קודש (מנחה ב השכמה . , . שהריח . . . מנחה . , . מעריב במוצש׳ק : השכמה .... שהריח .... בחול: Karl Richter, Wien, II-, Franz-

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