Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 21 (1935)
- Issue
- 30 (2.8.1935)
- Date
- 1935-08-02
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Np. 30 Seite 4 JtJÖßOfil/ 1BÄSSE fiiK jeden ex$p< Altersrente SPARK, ALLGEMEINE RENTEN ANSTALT I. GRABEN 20 sion zu haben, welcher in der Geschichte einer anderen Konfession begründet ist. Die Abneigung, welche manche Kreise gegen den Inhalt und die Träger des orthodoxen Judentums hegen, gilt nicht so sehr der Sache wie dem Namen und dessen Beigeschmack, den er unbewußt auslöst, wobei sich der alte talmudische Grundsatz bewahrheitet: (Berochaus 7 b), der Name verursacht es. Die Namenswahl ist schon nach unserer Thora schicksalkündend und bedeutet nach S. R. Hirsch (I. B. M., Kap. 2, V. 19) die vom Menschen erkannte Wahrheit über die Dinge, wie die Namen in der Schöpfungsgeschichte, die Namen der Stämme, der Name Jehoschuas, im Einklänge mit dem . biblischen und talmudischen Grundsätze: h'Schmau ken hu, wie sein Name, so ist er selbst. - Der Mensch liebt den Namen als Wahlspruch, als Wegweiser zum Ziel, aber der jüdische Mensch sollte, sich hüten, für jüdische Begriffe Fremdwörter zu gebrauchen, deren Bedeutung er nur ahnt und die vorerst Mißverständnis und Mißtrauen, nachher Zwiespalt und Unheil zur Folge haben können. Denn der Mensch beurteilt nur das Aeußere, und dazu gehört auch das Wort:, ״Nur G-tt sieht ins Herz.“ Nachbemerkung der Redaktion: Wir haben den Ausführungen unseres sehr geschätzten Mitarbeiters Raum gegeben, obwohl wir uns mit diesen nicht zu identifizieren vermögen. Uns ist der gerügte Gebrauch von Fremdworten u. dgl. in diesem Ausmaße nicht bekannt und es müßte ja in diesem Zusammenhang überhaupt die Frage von Loschon-Hakodesch erörtert werden, weil uns schließlich die Vorzüge der deutschen Sprache gegenüber der lateinischen oder griechischen in jüdischreligiöser Hinsicht nicht einleuchten. Vom Standpunkt der Popularität mag der Autor recht haben. Das Wort ״orthodox“• ist heute bereits derart eingebürgert und, wir möchten sagen: von einer heiligen Glorie umgeben, daß es uns einfach nicht mehr wegdenkbar scheint. Jugendtreffen der westslowakischen Agudas-Jisroel-Jugendgruppea in Dunajska Streda. Auf Einladung der Agudas-Jisroel-Jugendgruppe Bratislava versammelten sich am Sonntag, den 27. Tamus, etwa 250 eifrige junge Agudisten, uni an einem , Treffen teilzunehmen. Es waren die Gruppen Bratislava,! Dunajska Streda, Galanta, Komärno, Nitra, Novö Zämky, Vel. Meder und Trnava vertreten. Außer den ehrw. Herren Oberrabbinern M. O. Eckstein, Sered, und M. Strasser, äala n. V., waren viel Baale Batim von Dun. Streda, Galanta, Sered und Bratislava erschienen und die Olim aus den beiden nahegelegenen Machnos. Als Erster begrüßte im Namen der Bratislavaer Jugendgruppe Herr J, Köth die Erschienenen; indem er gleichzeitig die Grüße des ehrw. Bratislavaer Oberrabbiners überbrachte. Dann wurden die eingelaufenen Begrüßungsschreiben verlesen. Ch. Löwinger begrüßte die Gäste namens der Dun.-Stredaer Gruppe in gediegenen Worten. Programmgemäß wurde nun das Tagespräsidium gewählt. Der Vorsitzende, Herr Emil Koth, begrüßte jetzt namens der Zentrale der Agudas-Jisroel-Jugend־ Organisation in der Slowakei und' P. K. R. und erteilte Sr. Ehrw. Herrn Oberäbbiner!Eckstein zu seinem Referat das Wort. Der Sereder Raw überraschte die Anwesenden nicht wenig mit seinem herrlichen Referat. Ueberzeugend , wirkte er auf das Publikum mit seinen Ausführungen. Er betonte, daß es seine glücklichste Stunde sei, daß heute ein langgehegter Wunsch in Erfüllung geht, wo er zu einer Jugend spricht — einer Jugend, die hier steht, gesondert von der ganzen tobenden und alles Reli־ giöse verwüstenden Außenwelt, einer Jugend, die die Perle! des ganzen Judentums bildet. Obeprabbiner Eckstein: spricht weiter über die heilige Aufgabe und hehre Berufung der Agudas Jisroel, er streift alle aktuellen Fragen und betont besonders die, organisatorische Aufbauarbeit, Wann die Zunge am Gaumen klebt, jedes Kleidungs-1 stück zu schwer ist und die Füße bleiern müde sind, dann; zeigt es sich erst ganz besonders, welche Wohltat der Franzbranntwein Alpa eigentlich ist! Sie nehmen ein paar Tropfen Alpa in die hohle Hand, benetzen damit Stirn und Schiefen (wenn's geht, lieber den ganzen Körper!) und in; wenigen Minuten sind Sie wie neugeboren! So erfrischt ״Alpa“! Schon der bloße ״Alpa“«(lerucb bringt köstliche Erfrischung! . ' die in der nächsten 2eit zu leisten ist. Der Redner schilderte die smsto Lag&ifi Erez Jisreol Nur das kleine Häuflein von traditionstreuen Juden, der kleine Ueberrest, der sich von den wilden Stürmen, die Über das Judentum hereinbrächen, durch die Thora erhalten hat, dieses hat uns auch das Land erhalten und ttür dieses wird es auch weiterhin erhalten. Nichtendenwollender Applaus belohnte den Redner für seinen meisterhaften Vortrag. Se Ehrw. Herr Oberrabbiner Strasser betonte an Hand tatsächlicher Beweise, wie sehr unsere Widersacher an der Arbeit sind und daß wir unser Hauptaugenmerk auf die Gründung und Entwicklung der Pirche- Gruppen lenken müssen. Nach einer weiteren Ansprache des Herrn Rabbincr Jakob S n y d e r s entwickelte sich eine Debatte über Chinuch-Fragen, an Welcher sich die Chawerim Mandel, Bratislava, Deutsch und Wollner, Galanta, Und Groß, Dun. Streda, mit praktischen Anträgen beteiligten. Chawer E. Glück hielt das Erez-Jisroel-Referat. Ü. a. berichtete er, daß der eben gegründete ״Chug Chasam Sofer“ die Absicht hat, eine ״KwuZas Chasam Sofer“ zu gründen, wo sich die Olim auf eigenem oder gepachtetem Boden durch eigene Arbeit erhalten sollen. Zu diesem Zwecke benötigen unsere Chawerim zirka 60.000 Kö, weiche die eben dürchzuführende Sekundenaktion zum Großteil decken soll. Herr Salzer, Bratislava, referierte über die Pirche-Gruppen, worauf im Namen der Machne Olim itt Buälak Ch. B. Deutsch Worte des Dankes und der Begeisterung für die erhabenen Ziele und Aufgaben des Oie sprach. Mit einer von wahrem Idealismus beseelten und von unendlicher Liebe zur Jugend erfüllten Rede schloß der Sereder Raw diese große Manifestation der orthodoxen Jugend für Agudas Jisroel. blichene War eine edeldenkende jüdische Frau im Währsten Sinne des Wortes* Sie *hat ihrem. Manne in der Aus- Übung der immens großen Wohltätigkeit stets geholfen und ist ihm immer zur Seite gestanden. Die Verblichene hinterläßt keine Kinder, die sie beweinen, aber eine große Schar Armer und Hilfsbedürftiger verlieren in ihr eine stutzende Hand und werden ihr ein ewiges Angedenken bewahren. Frau N. Schreiber ,ע*ד In NovC Mesto n. V. verschied am 22. Tamus die allgemein bekannte und geehrte Frau N. Schreiher s. A., Gattin von R. Jakob Schreiber s. Z, 1. Bei der LeWajoh hielt Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner Simon Schreiber einen tiefergreifenden Hesped, worin er die besonderen Tugenden und Verdienste der Verblichenen wie auch ihre hervorragende Abstammung hervorhob. Die Verblichene war die Tochter des bekannten Rabbi Isser Steinschneider s. Z. 1. und Enkelin des berühmten Rabbi Daniel Proßnitz s. Z. 1., des gewesenen Preßburger Rosch-Bes-Din. Bei NAGEL, Vien II, Praterstr. 33 auch Vegetarisch Unter Aufsicht des Rabbinats der Adas-Jisroel-Schiffschul Juwelen Uhren, Gold- und SUberwaren, insbesondere כלי קודש, Sederschttssel, Menoras, 110111% \0111111111ץ Leuchter und Bestecke in großer Auswahl, auch Gelegenheitskäufe, stets vorrätig 11! TaborStrallS 14 Schändung des uralten jüdischen Friedhofs in Böhmisch-Leipa. Neben dem Stadtpark in Böhmisch-Leipa befindet sich ein uralter jüdischer Friedhof mit sehr alten Grabdenkmälern, von denen einzelne gegen 400 Jahre alt sind. Die Anlage steht unter Denkmalschutz. Dort haben in der Nacht vom Samstag zum Sonntag unerkannt gebliebene Täter 13 zum Teil historisch sehr wertwolle Grabdenkmäler umgeworfen und beschädigt. Schlußverhören in der Jeschiwah in Bratislava. Am Sonntag, den 27. Tamus, fand die Schluß- Prüfung des Sommersmansjan der Bratislavaer Rabbinatsschule statt. Neben den Vertretern der Gemeinde und anderer Körperschaften hatten sich auch viele prominente Baale Batim eingefunden,; um sich von dem großen Wissen der Bachurim in dem ’ durchgenommenen Pensum zu überzeugen. Die Bachurim entsprachen allen Erwartungen und haben abermals bewiesen, daß noch eine jüdische Zukunft zu erhoffen ist. BEKIZZUR.v — Nov6 Zämky: Sonntag, den 27. Tamus, fand hier eine imposante Siijumfei.er statt. Ein von Sr. Ehrw. Herrn Oberrabbiner Josef ,Tigermann seit Jahren geleitetes Schiur beendete diesmal die Mes. Bowo Kamo. Da Oberrabbiner ו Tigermann aus Gesundlieitsgründen am Vorlernen beim Sijum verhindert war, wurde er von Rabb. M. Kohan vertreten. Zu dem Sijum waren außer den ständigen Teilnehmern auch viele Thorafreunde erschienen. Besondere Ovationen wurden dem bereits wieder amtierenden Oberrabbiner zuteil. In seiner inhaltsreichen Rede wies Oberrabbiner Tigermann darauf hin, daß es nicht genügt, wenn, man lernt, sondern man, muß auch das Gelernte in die Tat Umsetzern —׳ Sahy: Ohne jedwede besondere Aufmachung wurde das neu6־ Gebäude der Talmud Thora seiner Bestimmung übergeben. Der solide und stilgemäße Bau entspricht allen hygienischen Anforderungen un^ verhilft in wesentlichem Maße, den Aufgaben gerecht zu werden. Der Bau ist der agilen Initiative des ehrw. Herrn Rabbiners Ph. Weiß zu verdanken und ist die Spende der Herren Schmidl ManÖ, Schmidl Zsiga, Binetter J., Bauer S. und Rosenbaum. Ebenfalls auf Initiative des Herrn Rabbiners Weiß beschloß die Filialgemeinde Krupina, eine Mikwoh mit einem Kostenaufwand von 30.000 Kö zu bauen. — Vel. Meder: Hier hielt im Rahmen der Agudas- Jisroel-Jugendgruppe Herr Mendel Stern, Dunajska Streda, am Schabbos Parschos Pinchos einen gutgelungenen Vortrag. In seinen fesselnden Ausführungen kennzeichnete er die hehren Aufgaben der Agudas Jisroel. — Pezinok: Hier hielt Herr Salämon W e i ß im Rahmen der Pirche Agudas Jisroel׳ am vergangenen Schabbos einen inhaltsreichen Vortrag. — PleSivec: Im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses steht die Konstituierung der neuen Muttergemeinde. In den in Betracht kommenden Gemeinden sind bereits Sitzungen abgehalten worden, bei welchen fast einhellig der׳ Beschluß gefaßt wurde, sich der Muttergemeinde anzuschließen. Wie überall, sind auch hier Störer 'einer guten Tat, die alles darapsetzen, um die Zusammenschließung' der einzelnen Fillalgemeinden zu verhindern, am Werk. Es ist aber zu hoffen, daß die kompetenten' Männer die nötigen Schritte unternehmen werden, um den gefaßten Beschluß auch zu verwirklichen. — PieStany: Am vergangenen Schabbos erfreute uns Herr, Abraham Porges• aus Topolöany, der eben als Gast liier weilt, mit einem sowohl der Form als auch seinem Inhalte nach sehr gediegenen Vortrag, der große Begeisterung bei ,allen: Anwesenden hervorrief. Im dicht« gefüllten Saale des großen Be* Hamidrosch sprach Herr Porges über das Thema ״Das Volk, die Lehre und das Land“. In seinem einstÜndigen Vortrage entwickelte der gewandte Redner in geistreichen, mit herrlichen Thora- Worten gewürzten Ausführungen den Aguda-Gedanken und seine hohe und erhabene Bedeutung für das thoratreue Judentujp. Der Redner forderte die Anwesenden auf, den Keren Hajischüw tatkräftig zu unterstützen. Perifiiialnaclijriclitßii. ׳ :Todesfälle, ' FrauJuda Grüjiwald ע׳ ה. Wieder einmal versetzte eine traurige Botschaft die jüdische Bevölkerung Bratislavas in tiefe Trauer. Die Frau des allseits beliebten und durck seine Wohltätigkeit gut bekannten Herrn - Juda G r U n w a l d ist am 29. Ta■׳ mus in Wien nach kurzem Leiden verschieden. Die Ver- ז Rasiere dich ohne Messer mit dem gesch. Rasierpulver Langerin Es ist ärztlich begutachtet und unschädlich. 1 Paket, zirka ein halbes Kilogramm, S 1.40. — Zu haben bei Philipp Langer, Friseur, II, Franz-Hochedling.er-Gasse 25 Konkurs Bei der orth. isr. Kultusgemeinde Tornala ist die. stelle eines □ישו״ב מומחה וור״ש מרבי der auch erstk1assiger Vorbeter (חזן) «ein muß. sofort zu besetzen. Gehalt bis Kö 15.000 jährlich, schöne Zweizimmer-Wohnung und sonstiges Nebeneinkommen. Offerten nebst Angäbe der - קבלות— Abschriften, tschechoslowakische Staatsbürgerschaft, des Alters. Familienstandes und der bisherigen Tätigkeit sind bis באב re einzusenden. Reise- Spesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. Tornala, den 26. Juli 1935. Jakob Weinstein, Dr. Adolf Fenyö, Gem.-Notar. Gem.-Präses. Seiner Wohlgeboren Herrn כ*ה DR. HUGO ROTH Primarius des jüdischen Spitales in Bratislava, spreche ioh auf diesem Wege meinen herzlichsten und verbindlichsten Dank aus für die meisterhafte Leistung, welche er gelegentlich der an meiner Frau חחי׳ durchgeführten schweren und doch geliingenen Operation übte: Chust, den 30. Juli 1935. Samuel Stadler. STRENG ORTH. KOSCHER GASTHAUS C1Z-KUPELE Vorzügliche ,Küche, allen Anforderungen entsprechend, solide Preise, pünktliche Bedienung. Referenzen erteilen orth. Rabbinat. in Rim Seö und Filakovo. Um Zuspruch bittet Eduard Deutsch, öiz Kupele. In vornehmen jüdischen Familien gut eingefilhrter SCHADCHEN empfiehlt sich. Arnold Weiß, Bratislava, Schützengasse 17. Tag Es < a> .§D ׳3־•■ דף יומי משנה יומית Kalendarium בגא בחרא חלה—עךלך, טרק | משנה Freitag 3? ־ יה ד א Samstag 4 3 יט ה מ ם׳ דברים, שבת חזון, פדל! ב׳ Sonntag 5 4 ב י ו » Montag 6 5 , בא ז " Dienstag 7 6 בב ח יי Mittwoch 8, 7' בג ט " Donnerst. 9 8 י כד א ב¬ השעה באב Freitag 10 9 . כה ב¬¬ " Samstag 11 10 - בו ג « פ׳ ואתחנן, שבח נהמו,. פרק ג׳ 1סוף ומן קדיש לגגה (אב : Mittwoch den 14. August Gebetzeiten פ׳ דברים WIEN BRATISLAVA Uhr Min. Uhr Min. 3 15 3 25 הנחה חפלין בשעת הדחק . . ן . . . . 7 25 7 23 סוף זמן קריאה שמע של שהדיח ‘• . , . 7 30 7 20 בשבח: קבלת שבח קודש <מנחה .בעש׳ק) . 6 30 6 15 השכמה י יי . . . . . . . 8 30 9 30 4 00 4 00 מנחה י , V י: י , . .... . 8 20 8 10 מעריב,במוצשיק ,!י , ..., . . 5 15 6 00 6 00 שהריח . , . , . . 7 30 7 45 בנחה י י/יי,־. . . י . 1 30 , , בנחה בעיב ,ט׳• באב . יי 8 00 טעףג,בערב מ׳ באב י ..♦•יי. 7 00 ג»ו!ד!!גב׳/כאכ. י . . . . יי. Eigentümer, Herausgeber und Verleger; David Türki (für eine Arbeltegemeipaeibaft), Wien, U«, Malzgasse 12 a, --Verantwortlicher Redakteur; Karl Kicfeter, Wie», II׳, Franz« H90bedliPger׳׳b8^e 2, Druck; Druckerei’' und Verlags« A.«G. Ig, Steinmann, Wien, DC., Universitätsstraße 6—8.