Jüdische Presse
- Journal
- Jüdische Presse
- Volume
- 21 (1935)
- Issue
- 19 (17.5.1935)
- Date
- 1935-05-17
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 iÜÖßCBE PS16SSI! Mf. 19 freund, Üniversitätapfofessor Senator Ör. Albert Milota, welcher an der Spit2e der ״Liga m? Bekämpfung deö Antisemitismus" in der Slowakei, stellt. Seine vornehme Erscheinung, sein edier Charakter, besonders aber seine bisherige Tätigkeit, garantieren dafür, daß die Interessen der Allgemeinheit, speziell aber die Interessen der «luden durch seine Befürwortung bestens Vertreten werden. Internationale Liga gegen den Antisemitismus. Sonntag, den iS. Mai t. J., fand im großen Saale des Handelsgremiums in Bratislava die konstituierend# Versammlung der Ortsgruppe Bratislava und des Landes- Verbandes für die Slowakei der Tschechoslowakin sehen Liga gegen den Antisemitismus statt. Die Festrede hielt der Vorsiteende der Liga in Prag, Dr. Karl Reiner. Er schilderte den Antisemitismus altern orts und bezeichnete diesen als Wettgefahr. Der Redner arbeitete einen Plan aus, wie der gefahrvolle ״Wurm" mit vereinten Kräften bekämpft werden kann. Er gedachte der Heldentaten des Präsidenten Masaryk anläßlich des Potnaer Prozesses. Nach dem eindrucksvollen Vortrag wurde zur Konstituierung ubergegangen. Es wurden per Akklamation ein Ehrenausschuß und ein Arbeitsausschuß gewählt. Dem Ehrenausschuß gehört unter anderen Persönlichkeiten Oberrabbiner Schreiber an. Zum Vorsitzenden der Liga ist der allseits beliebte und verehrte Univ.-Prof. Dr. Albert Milota per Akklamation gewählt worden. PartefcParoIen. Zu den bevorstehenden Parlamentswahlen ist es von größter Wichtigkeit, daß der Wähler genau infor■ miert sein soll, was für Ziele und was für Programm die einzelnen Parteien verfolgen. Denn die demagogisch wirkenden Propagandareden verwirren oft das Publikum derart, daß man wirklich nicht mehr recht weiß, wohin man eigentlich gehört. Alle Parteien werben um die jüdisehen Stimmen, als hätte die Judenschaft ,wirklich keiner anderen ihre Existenz zu verdanken als der betreffenden werbenden Partei; Um gewisse Klarheit zu schaffen, sollen hier einige Sätze festgehalten werden, in denen ganz kurz das Programm der einzelnen Parteien klargelegt ist. Die sogenannte Agrarpartei hat es sich zum Ziele gesetzt, den Bauernstand zu schützen. Eine sehr schöne Aufgabe. Diese ״mächtige“ Partei konnte dies aber nicht durchführen, ohne die Existenz Tausender jüdischer Familien zu ruinieren. Mit welchem Recht also wirbt diese Partei um jüdische Stimmen? t Die tschechoslowakischen Sozialdemokraten kommen selbstverständlich für orthodoxe Juden von vorneherein nicht in Frage, abgesehen davon, daß sie‘ es waren, die die Durchführung eines Gesetzes ermöglichten, welches den Stadtjuden wenig Freude und den Provinzjuden nur ängstlich macht. Dieses Gesetz ist das vielbesprochene Sonntagsruhe-Gesetz, dessen Abschaff;mg die Gewerbepartei wiederholt ver- Sprochen hat. Wie weit die Gewerbepartei dieses Versprechen eingehalten hat, haben wir gesehen1; daß es nicht mehr in ihrer Möglichkeit steht, in der versprochenen Richtung zu wirken, wissen wir, weil diese Partei eine oppositionelle Partei geworden ist und daher für die Judenschaft nicht in Betracht kommen kann. Parteien, die autonomistische, antisemitische und revolutionäre Ziele verfolgen — daß diese für den jüdischen Wähler nicht in Frage kommen, braucht nicht erst hervorgehoben zu werden. Unter den vielen. Schattierungen und Fraktionen der verschiedenen Parteien finden wir als einzige, für die jüdischen Massen aller Schichten vorteilhafte Partei die sogenannte Beneä4»ftftei. Schott der Name Beneä bedeutet für uns Juden ein Ziel. Es ist dieser Beneä, der die Interessen der allgemeinen Judenschaft, insbesondere aber die der Juden im Lande unserer heiligsten Sehnsucht, vor dem Völkerbund in Genf bestens vertreten hat. Sein Referat ist noch nicht zu Ende. Dr. Beneä wird noch die Gelegenheit haben, noch einmal das große Wort für die Juden in allen Ländern der Diaspora zu führen! Es ist dieser Beneä, der jedem Rassen- und Eiassen■ haß den erbittertsten Kampf erklärt. Es ist der Beneä, auf dessen Fahne Gleichberechtigung und Gerechtigkeit für jedermann steht. Es ist schließlich ebenderselbe Beneä, desst Losungswort das Losungswort unseres Präsidenten Masaryk ist: Die Wahrheit siegt. BEKIZZUR... — Bratislava. Im Verlaufe der letzten Woche hat die Agudas-Jisroel- Jugendorganisation abermals zwei ״Machne Olim“ eröffnet. Die eine ist imMala Veska, wo bereits im Vorjahr junge Agudisten ausgebildet wurden. Diese Machne ist heuer für 15 Olim eingerichtet. Die zweite Machne ist in einem Sägewerk bei D u b o v 4 und ist ebenfalls für mehrere Olim eingerichtet. Die Jugendorganisation verfügt somit bereits über vier Machnos mit nahezu 50 Hachscharisten. Aus der Machne in Dunajska Streda, deren Gutsherren die in Bratislava wohnhaften Herren Brüder Braun sind, kommt uns die erfreuliche Nachricht, daß die Chawerim sich die vollste Anerkennung der Eigentümer erwarben, so daß diese sich veranlaßt sehen, die Zahl der Olim zu vergrößern. Am kommenden Sonntag sollen die Machnos in Komarno und Dun. Streda von führenden Persönlichkeiten der Agudas Jisroel besucht, resp. inspiziert werden. — Bratislava. Die Pirche-Gruppe der Agudas Jisroel unterhält eine Institution unter dem Namen ״Keren Hathora“, deren Aufgabe es ist, unbemittelten Jessode-Hathora-Bachurim den fehlenden Kosttag in Bargeld zu "ersetzen. In den vergangenen Smanim hat die hiesige Pirche-Gruppe für diese Zwecke rund Kö 3 0 0 0 verausgabt. Diese nennenswerte Summe haben die Pirche-Kinider selbst aufgebracht.!So manchen durchzuführenden Aktionen dürfte diese' unter Leitung des Herrn S. 'Goldstein stehende Aktion' als Muster dienen. — Trnava. Vergangene Woche hatten wir die Gelegenheit, an einer überaus gutgelungenen iSijum- Feier teilzunehmen. Die hiesige Agudas-Jisroel- Jugendgruppe veranstaltete einen Sijum auf Mes Kiduschin. Den Höhepunkt des Festes bildete die An- Wesenheit des ehrw. Herrn Oberrabbiners «S. D. Ungar, der gelegentlich einer Hochzeit hier weilte. Nitraer Raw hielt eine eindrucksvolle Ansprache,׳ die voll väterlicher Weisungen an die Jugend war und einen tiefen Eindruck machte. Es sprach noch der Nov4־*Mestoer Raw Oberrabbiner Simon Schreiber herzliche Worte. Präses der Jugendgruppe, Herr Nandor Herzog, verabschiedete die in die Jeschiwos reisenden Bachurim. Um das,Gelingen dieser iSimcho-schelnMizwo bemühte sich besonders u. a. Ch. Berthold Halle. (B. B.) — KoSice. Die hiesige Staatsanwaltschaft hat auf Ansuchen des Bogdanyer Oberrabbiners S. Spitzer die Bewilligung erteilt, daß jüdische Sträflinge im Ger fängnis in Tallis und Tfillin ihr Gebet verrichten dürfen. Dem agilen Oberrabbiner gebührt für seine Initiative größte Anerkennung. (S. B.) — Pleäivec. Lange schon war es der sehnsüchtigste Wunsch eines Großteiles der hiesigen! Jugend, sich der Agudas Jisroel anzuschließen. Leider waren auch hier, so wie mancherorts, ■Störer einer guten Tat vorhanden. Nun ist es nach. langen Verhandlungen doch gelungen, die gesamte Jugend, davon zu •überzeugen, daß der korporative Anschluß an die Agudas Jisroel sich nur heilbringend und segensreich auswirken kann. So wurde vergangene Woche die Konstituierung der Agudas-Jisroel- Jugendgruppe vorgenommen. Herr J. A. Vitriol hat sich um die Gründung große Verdienste erworben. Jü*el«fl Uhren, Gold* and sn&iwrärefi. «to* Lehchtef und Bestecke irt große!־ Auswahl, Üafcft besondere ©11p צלי, Sedef&fifiesei, Menofas,! 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" יום א׳ לם׳ ו ר א ו כל עמי הארץ שנת תרצ׳ד ,לפיק. נאום] היק שאול ברא ך מנייפרא אבדק־ק'קאשיצע, מאיר ל י י ב ם ר י י א] אבדק׳ק, שמעון הכהן ש א פ י ן אבדק׳ק מעדיאק, משד, פערלאב בן הרהיצ מספאלין. Junger Chasen — Schauchet Talmld-Chochom, mit erstklassigen Kabolaus und Schimusch, für Schauchet-Tochter gesucht, in Verbindung mit einträglicher Lebens- Stellung im Ausland. Gell, detaillierte Angeböte unter ״Dringend“ leitet die Wiener Administration weiter. . Konkurs Bei der Gemeinde In! Vyöapy-Opatovce wird ein guter ישיבה בחור mit angenehmer Stimme gesucht, der •fähig ist, שוחט ובודק בעל קורא וושט פסקנר zu sein. Genannter muß auch Religionsunterricht in deutscher!Sprache versehen. Dieser Posten ist mit der Heirat der Tochter, eine יפ*ח unseres Kultusbeamten verbunden. Offerte an iS. Adler, Präses, Preselany-Vyöapy, p. Lovääovce. Konkurs In der orthodox-israelit. Kultusgemeinde Frauenkirchen (Burgenland) •ist die Stelle eines שן.כ בעל חפילה יק1וא zu besetzen. 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Min. 2 45 3 j 00 7 00 7 j 00 7 35 7 1 20 6 30 6 | 15 9 00 .9! 00 4 00 4! 00 8 25 8 I 05 5 15 6 00 6 j 00 7 40 7 | 50 S 25 הנחח^ חפלין בשעת הדחק ...... סוף זמן קריאת שמע של שחרית . . . בשבת: קבלת שבח קודש (מנחה בעש׳ק> השכמה ... שהריח . י. מנחה ......... י מעריב כמוצש*ק . כחול: השפמד,.• שחרית. מנחה .. מעריב בימי הספירה. Eigentümer, Herausgeber und Verleger: David Türkl (für eine Arbeitsgemeinschaft). Wien. EL Malzgasse 12 a. -^Verantwortlicher Redakteur: KarlRichter, Wien־, tt Hocbediiuger-G&sse 2.;״״Druck:LruckereL und Verlags« Av-G, lg. Steinmaim, Wien, ־IX., Universitätsstraße 6^8. \