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Jüdische Presse · 1935-03-29 · 13 (29.3.1935) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
21 (1935)
Issue
13 (29.3.1935)
Date
1935-03-29
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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Rodet, -bauet, erzieht, sammelt Menschen, Meister Und Massen! — Messianisches Anrecht ersteht nur durch Golus. Colus ist Prüfung. So ist das gigantische Ringen der .׳Thora Um ihr Staatsiand nichts als — Prüfung, die schwerste, entscheidendste, Noch immer sind Zahllos ein Erez und Gola, die beispringen, stützen, helfen möchten, helfen könnten. Auf die Helfenden wartet G-tt. Ihrer harrt die Erlösung. Aufsteigen die Helfende n zu Zions Höhen ... Nur dann kann G־ttes Staat gebaut sein. Denn die G e u 1 a h, sie kommt — ohne u ns. Selbsttätiges Vorgreifen, Aktualisierung, verdrängt sie. Moschiach, Davids Sproß, ersteht erst dann, wenn man verzichtet hat auf die Erlösung... י Der Telscher Gaon ergänzte: Wenn man verzichtet hat, an -der Geulah seihst zu wirken. Verzichten. Aber kämpfen. Aber b e r e i t s e i n! Auf nach Erez Jisroel! Rettet die umkämpfte Heimat. Da habt ihr unsere Einstellung! ICMSCH* PKBSS* Kunerol ist vollständig reine* fett ous Kokosnüssen, es ist nahrhoft, leicht verdaulich, unbegrenzt halt« bar und kann von jedem Streng* gläubigen ohne Bedenken zur Zu« bereitung von Milch* und fleisch« speisen für den festtagstisd! ver* Wendet werden. Das Verschluß« sieget der Packung gibt Ihnen die Gewißheit, daß Kunerol unter Aufsicht Sr. Ehrwürden des Herrn Bezirksrabbiners S. Ehrenfeld zu Mattersburg hergestellt wird. Das100%reine Kokosnußfett• Nur echt in Originqlpqclcungl I■: 0 Polmsdie Aquda feiert Erfolge. Tm festlich dekorierten Sitzungssaal der Warschauer Kehiloh fand am vergangenen Donnerstag eine imposante feierliche Sitzung aus Anlaß der Eröffnung von zwei neuen Schulgebäuden statt. Der Präsident Mazur gab in seiner Begrüßungsrede seiner Freude darüber Allsdruck, daß es ihm vergönnt ist, neben den gewöhnlich ernsten und 'sorgenvollen Sitzungen des Vorstandes auch -einmal einer so erfreuliehen Sitzung zu präsidieren, Vor dem Vorstand defilierten sodann Schülerabordnungen von 22 Kehilohschulen, die mehr als 7000 Schüler vertraten. Der Schulreferent des Gemeindevorstandes, K am i n e r, gab einen ausführlichen Bericht über die Arbeit der agudistischen Kehilohverwaltung, dem zu entnehmen ist, daß die Zahl der Schüler in den Kehilohschulen um 70 Prozent gestiegen ist, seitdem die Gemeinde von Agudisten verwaltet wird. In den -Elementarschulen der -Gemeinde hat die Zahl der Schüler sogar um 90 Prozent zugenommen. Hervorzuheben ist aber dabei, daß das Budget des Gemeinde- Schulwesens trotzdem nicht vergrößert werden mußte und nach wie vor 1,075.000 Zloty beträgt. Ersparungsmaßnahmen und rationellere Wirtschaftsführung haben diesermöglicht. ־ Die beiden in neuerrichteten Gebäuden befindlichen Gemeindeschulen, die eben eröffnet wurden, werden weiteren 1500 Kindern, eine religiöse Erziehung angedeihen lassen. An der feierlichen'Sitzung nahmen die führenden Persönlichkeiten der jüdischen Gesellschaft in Warschau teil, darunter die Rabbinen, Sejmabgeordneten und Vertreter der verschiedenen Körperschaften. Die jüdische Konzession in Syrien. Eine Mitteilung des Kommissars von Alexandrien. Der französische Kommissar für Alexandrette, D u r i e u x, teilte in einer Sitzung der Distriktsyerwaltung mit, daß eine j ü d i sehe G e s e 11 s c •h a f t sich bei. der Regierung um -eine Konzession auf der A lom e x- Ebene in Syr i en zwecks Entsumpfung dieses Ger bietes beworben hat. Das Ansuchen der Gesellschaft wurde an maßgebender Stelle wohlwollend geprüft und es sei ׳, wahrscheinlich, daß die־ Konzession an die jüdische Gruppe erteilt werden wird. (Noch im September v. J. hatte der französische Oberkommissar für Syrien, Graf de Märtel, in einem ׳Gespräch mit Senator Justin Godart erklärt, er stimme grundsätzlich der Zulassung von 10.000 jüdischen Einwanderern nach Syrien zu.) /■ Von der Wiener Agudah. Abschiedssitzung für Generalsekretär David Türkl. Am Sonntag, den 24. d. M., fand eine Vorstands- Sitzung der österreichischen. Landesorganisation der Agudas Jisroel statt, die sich zu einer solennen Abschiedskundgebung für den Generalsekretär, Herrn Redakteur David Türkl, gestaltete, der nach genau fünfjähriger Tätigkeit sich einem anderen Beruf zuwendet und aus seinem Amte schied. Der Obman'n, Herr Wolf Pappen-;heim, schilderte die aufopfernde Arbeit des scheidenden Generalsekretärs und seine Verdienste um die Agudas Jisroel. Herr Türkl dankte gerührt für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und für die Würdigung seiner ,:!Leistungen, worauf die Vorstellung seines Amtsnachfoigers, Herrn'Wilhelm Weisz, folgte. Zur Sicherung der Kontinuität in der Geschäftsführung wurde beschlossen, Herrn Türkl, der dem Vorstand der Landesorganisation angehört, in sämtliche Kommissionen als Mitglied zu entsenden. (Hinsichtlich der Zugehörigkeit des Herrn David Türki zur Arbeitsgemeinschaft ״J ü d i s c h e P ress eM tritt durch seinen Rücktritt von der Leitung des Generalsekretariats der Agudas Jisroel keinerlei A end erung eia,) Im weiteren Verlauf der Sitzung kamen eine Reihe laufender Angelegenheiten zur Spräche, wobei insbesondere eine wesentliche Ausbreitung der Arbeitsbasis für den Keren-Hajisehuw ins Augsgefäßtwurde. ׳• . v •Y״'; Leistungsfähigstes Möbelhau M# Redler; Wien 1; Sdiotte s nriug 35 , , . e w• Pyllfp «,•י Gesamtausstattungen von der billigst en bis zur feinsten Ausführung. :;■.י ־■ •" f‘: :.'!■*״ ־. 1':,, Beste ]Referenzen» Eigenes Zahl ungssystem» Samstag geschlossen, ״, ־Schomi .Mitglied-״«, t■ Die Juden in Ungarn. Nach dem neologjen Laaideskongreß. — Parlaments wählen. Die or tho dox-neologen Verhandlungen dauern noch an, aber vorläufig ist. kein Resultat zu verzeichnen. Die offiziöse neologe Presse hat wieder zur Verschweigungstaktik 1,gegriffen und läßt kein Wort über diese überaus wichtige Angelegenheit fallen. Der oppositionelle, ebenfalls neologe ״Zsidö Eilet“ will wissen, daß bereits eine Annäherung, aber nur in der Frage der Austritte und der Tempelvereine, zustande kam. In den anderen Fragen sollen die Gegensätze anhalten. Der orthodoxe '״Zsidö Ujsäg“ betont nochmals, daß die Orthodoxie aus Gründen der Religion unter gar keinen Umständen Nachgiebigk eit zeigen darf. Aus den Ausführungen des ״Zsidö Ujsäg“ ist zu entnehmen, daß gerade die Frage der orthodoxen Tempel vereine, der Filialgemeinden und der Neugründung einer orthodoxen Gemeinde noch immer die Hauptgegensätze bilden. Man spricht auch von einem nochmaligen Zusammentritt des orthodoxen Zentralkomitees, welches über die weiteren Schritte der Jereim Beschlüsse fassen soll. Innerhalb des neologen Lagers spitzten sich in der Zwischenzeit die Gegensätze in der Frage der Unifikation der Budapester neologen Gemeinden beträchtlich zu. Der Kultuspräsident der Ofener Gemeinde, Dr. Adolf Krieshaber, erklärte dezidiert: Falls sich der neologe Kongreß in dieser Frage nicht• eines Besseren belehren läßt, so wird die Ofener Gemeinde eventuell aus der neologen Organisation a u•s t r e te n. Der Kongreß seihst ist Zielscheibe verschiedener Angriffe geworden und eine jüdische Zeitung nennt ihn geradezu ein Purimspie 1. Die jüdischen Gemüter sind übrigens sehr gedrückt, man befürchtet allgemein, daß die erregte Stimmung der Parlaments wählen, das Suchen nach einer regierungsfähigen Majorität, nachdem die bisherige Regierungsmehrheit in Brüche gegangen ist, die antisemitischen Instinkte nach einer Ruhepause nochmals auf-;; peitschen und die kulturelle und wirtschaftliche -Position der ungarischen Juden schädigen wird. Manche Wahl- Plakate und Wahlaufrufe erlauben sich bereits eine : Sprache, die derartige ■Bedenken voll begründet erscheinen lassen. Eine kleine Gruppe von Juden ließ sich von dieser ־ Stimmung verleiten und gründete eine ״nationale Partei der ungarischen Juden“. Die Partei sollte eine antizionistische Spitze haben und das Ungarisch-Nationale der Juden betonen. Die Pester israelitische (neologe) Kultusgemeinde veröffentlicht nun gegen diese Parteigründung; eine geharnischte Erklärung, der wir folgendes entnehmen: : ״Die Juden Ungarns standen stets auf ungarisch-nationaler Grundlage und verwahren sich auf, das entschiedenste gegen die Gründung einer politischen Partei auf konfessioneller Grundlage.“ — Eine besondere Pikanterie dieser ׳Parteigründung ist, daß auch ein Rabbiner der Pester israelitischen (neologen) Kultusgemeinde, Doktor ] Franz Hevesi, der Sohn des Oberräbbiners Hevesi, an ihr in führender Stellung teilnahm. Er wurde von seiner Gemeinde zum Rücktritt veranlaßt. Vereinsnachrichten. Agudas-Jisroel-Mädchengruppe Wien. Den dieswöchigen Schabbosvortrag, Schabbos Hachaudesch Parschas Schemini, hält Herr David;Bo n d y in der ״Wienea“ um halb 11 Uhr vormittags. ' Aus Mattersburg wird uns mitgeteilt, daß dort eine A g udas: Jisroe 1 - J u g en d grup p e gegründet wurde, die sich bereits •eines starken Zuspruches auch seitens der Baale-Batim erfreut. Die junge Gruppe veranstaltete am Purim eine, gelungene Feier. , Rambam-Feier. Anläßlich des 800. Geburtstages von Rabbi Moses •bferi Mäimön veranstaltet die ״Union österreichiseher JudenM am Donnerstag, den 28. März 1. J., präzise 3/.!8 Uhr abends, im Festsaale des Niederösterreichischen Gewerbevereines, I., Eschenbachgasse 11, eine Feier. Die Gedenkrede ״Moses Maimonides, sein Lehen und Schaffen“ wird der Ehrenpräsident der Union, Dr. Jakob Ornat ein, halten. Auszeichnung des Rechtskonsulenten des Wiener Tierschutzvereines. Bei der letzten Hauptausschußsitzung wurde dem Rechtskoniuenten des Wiener Tierschutz- Vereines, Rechts an wa 11 Dr. Jak ob Rap apor t, für seine außerordentlichen Verdienste um den Verein und unentgeltliche Rechtsberatung durch den. Herrn Präsidenten, Sektionschef Josef Kupka, das silberne, Ehren- Zeichen des Vereines überreicht, wobei der Präsident das uneigennützige Wirken des Rechtskonsuleten und Vor- Standsmitgliedes, heryorhob und, ihn ersuchte, in der Ueberreichung des- Ehrenzeichens auch die Abstattung einer Dankesschuld zu erblicken. Rechtsanwalt Dr. Rapaport ist der einzige Jude im Vorstand des Wiener Tierschutzvereines und erfreut sich auch in jüdischen Kreisen (er ist ein Nachkomme von Rabbi Schabse hakohen s. Z. 1., Verfasser .des ״Sch-ach“) allgemeinen Ansehens. Grabsteinstellung für Frau. Helene Herzka. Sonntag, den 31. d. M., um 11 Uhr vormittags, 4. Tor, wird der Stein der seligen Frau Helene Herzka, Gattin des Herrn Nathan -Herzka, gestellt. . Personalnachrichten. Rabbiner Schlomoh AHronsohn, TelsAwiw, ver־־ schieden.; Nach zweimonatiger Krankheit verschied vergangene Woche in Tel-Aviv im Alter von 72 Jahren der dortige aschkenasische Rabbiner, Rabbi. Schlomoh A h r o nsohn 9*זצ. Der Verblichene war früher Oberrabbiner in Kiew und wirkte s§it elf Jahren als Rabbiner in Tel-Aviv. תנצכ׳ה• Sicheres, strafloses Autofahren. Eine gute.und gediegene Fahrschulaysbildung hat nicht nur die Vorbereitung zur Lenkerprüfuug zum Ziele, sondern, die Vermittlung von Fach- und Fahrkenntnissen, die den Schüler zum sicheren Fahrer maeht, der keine Unfälle verursacht, sich bei Pannen seilet zu helfe» versteht und somit fler Sehule für eine derartige vollkommene Ausbildung stets dankbar hleibt und in dieser Zufriedenheit alle seine Freunde und Bekannten nur dieser seriösen Schule empfiehlt. Mit diesen bewährten Prinzipien unterrichten die renomihierten: Neudeggcr Automobil- und Motorrad-Fahrschulen, Wien, YPI,! 18 (Ecke Lerchenfelderstraße 18), Telephon B-46-5-72, -und luzersdorf (Niederösterreich). In der Neudeggergasse!8 kann auch ganztägig kostenlos das einzigartige, mit Kraftstrom betriebene Lebrchassis ־— das laufende Auto im Lehrsaal — besichtigt werden, v Tschechoslowakei. Masaryk-Feier in Jerusalem. Am 7. März 1935 fand im Bes-Hamidrosch *ביח שמואל• in Jerusalem eine große Feier anläßlich des 85. Geburtstages des in aller Welt verehrten Präsidenten der tschechoslowakischen Republik, Prof. Dr. T. G. M as a r y k, unter Beteiligung sämtlicher orthodoxer Juden Jerusalems, des tschechoslowakischen Konsuls in Jerusalem und sonstiger tschechoslowakischer Juden statt. Se. Ehrw. Herr Oherrabbiner Josef Zwi. Duschinsky entwickelte ein herrliches Bild von dem Leben und •Wirken des großen Lehrers und Führers, des bedeutenden Staatsmannes, und, nicht zuletzt, des großen Menschen Masaryk, Rabbiner J. B, H o r o w i tz sqhildert.e in beredten Worten die markante Gestalt Masaryks als Wahrheitskämpfer, als Verteidiger: dös Rechtes und derG^echtigkeit. Vdr;der offenen Byndeslade verrichtete nun Herr Oberrabbiner Duschinsky ein Gebet, in welchem er ein lahgesi gesuhdes: und frohes Leben für den( Herrn Frdsidenten vom All* Unangenehme Kopfsehmerzen können durch einfaches Bestreichen von Schläfen und Stirn mit Alpa- Franzbranntwein gelindert werden,' Einreibungen, mit Aipa lindern auch rheumatische Schmerzen, und erfrischen bei Ermüdung, Einige Tropfe» Alpa in ein Glas. Wasser und Sie haben ein gutes Mundwasser, ÜvÄS®;!äösil Sfiß'Kifesf smm

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