Mannheim
Compact Memory

Jüdische Presse · 1935-03-01 · 9 (1.3.1935) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Presse
Volume
21 (1935)
Issue
9 (1.3.1935)
Date
1935-03-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2629891-2630587-2630596--4938-2637189
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nf. 9 i!B1f1p-^1;־i-aHifl-'!i<«*' P^i •R>Ä “ jfjsiipi 1Äli ifSIps׳ *sn: w Mett* J. J. FfätmüWltÄefc ״_ Aktivität dieser seüö«eö Gfüppe Mt böfftts damit fee* göhneh, da es ihr Mt Zutun der Zentrale gelungen ist, .~1ייר־“ ־1“"" "״׳ erflehtem DieMMaehne ist für Ms sei auch auf diesem Wege den Hetrfeh Brüdern Braun, Eigentümer des Wlftschaftsgutee» für ihre Bereit- Willigkeit und ihr besonderes Entgegenkommen Kefzlichst gedankt, — Seäovce, Sonntag, den 17. d., hielt die hiesige Schäss-Chewra ihre ordentliche Jahresversammlungab. Im dichtgefüllten: Beth-Hamidrasch-Saale wurde die Neuwahl vorgenommen, Mi Welcher die bisherige Leitung Wie fölgt Wiedergewählt wurde: Präses: Josef Bottenberg; Öabboi: Salomon Katz; Massier: Alexander Mohn. Nach der Jahresversammlung fand eine Chewro- Sudo statt, bei welcher schöne und tiefsinnige Charifus- und Magidusreden zu hören waren. Es sprachen Bezirks•* oberrabbiner G4za Moäkoviö, Rabbinatsässessor Samuel Edlis, dessen Schwiegersohn Aron Mohn, die Herren G6za Stern,־ Salomon Matz, Josef Buchsbaum und B. Bernstein. Von den Zeirim sprachen die Herren Lipot Moäkoviö und A. Wald, ■:;tvv/' , _־ rP — Sevluä. Laut Beschluß ( de/ Gemeinde soll die D a jan Wahl innerhalb drei Wochen stattfinden. Es Würden folgende Rabbiner als Kandidaten nominiert: Oberrabbiner Vön Udvard, Oberrabbiner aus Zdafia und der Dajätt aus 'Vülchovce. Es ist zu hoffen, daß diese Wahl den heiß ersehnten Frieden in der Gemeinde herbeiführen wird. (S. B.) — Kosiöe. Wie die J. T. A. meldet, verlangten mehrere Redner auf der Konferenz des Misrachi in Kosiöe eine völlige D is t an zier ung vo m zi 0 n i s t i s c h e n Gymnasium in Mukaöevo wegen seiner unreligiösen Tendenz. 3H3BBBB[!₪HSaB13aDBglffligl1r הו״הג צי״ע מד׳ו״ר שמואל ענגעל אבדק״ק ואדאמישלא Aus K 0 ä i c e ereilt uns die tief erschütternde Nachricht, daß Rabbiner Samuel Enge 1״ ehemals Oberrabbiner ־ vön Ra d ö m y ä 1, Rosch-Bes-Din in Koäice, •am 22. v. M., Freitag früh um 8 Uhr in seinem; 82. Lebensjahre verstarb. , Die gesamte Weltpresse berichtete bereits über die Einzelheiten der Lewajah und diesen gewaltigen Verlust des Judentums. Wiewohl sein Name Begriff geworden war, wollen Wir, soweit dies armselige Worte vermögen, die, •große Persönlichkeit dieses dahingeschiedenen Geistesriesen zu schildern versuchen. Sein Name bedeutete das größte Thorawissen unseres Zeitalters. Rabbiner Engel war schon, in .seiner Kindheit ein Genie. Rabbiner Chainü Halberstam hat rechtzeitig in dem heranreifenden Jüngling den großen geistigen Führer der kommenden jüdisehen Generation erkannt und war der erste, der ihm Hathoras-Hauroo verlieh. ' Der Niftor wurde in dem Städtchen Bilgor a j, welches damals zu Rußland gehörte, das erstemal zum Rabbiner gewählt. Allein, als österreichischer Untertan mußte er diesen Posten verlassen und' kehrte nach seiner Heimat, nach Galizien, zurück, wo die damaligen Gedole- Jisroel alles Mögliche anwendeten, um ihm •einen gebührenden Posten als Rabbiner zu verschaffen. In D u kl a, später in. •R a domy ä 1 e, •war er auch als Rabbiner ■tätig und hatte alle ׳Einladungen zur Besetzung eines bedeutenderen Postens in einer vornehmeren Kehillo abgelehnt. Er zog sich in •die Stille und Abgeschlossenheit des kleinen Radomyäl zurück, um hier ungestört seinem Talmud- Studium zu leben. Hier lebte er in aller Zurückgezogen-: heit bis zum Ausbruch des Weltkrieges. •Sein großes Wissen machte es berechtigt, seinen Namen unter den damals noch lebenden großen Talmjudkapazitäten zu nennen. Rabbiner Josef Saul Natansohn behandelte ihn : •# ־ Pie Stadt Cordoba (Spanien), feiert die' 800jährige Wiederkehr der Geburt ihres großen Sohnes, des Rabbi Moises ben Maimon (Maimonides). Die Jahrhundertfeier findet statt vom 25. bis;81. März 1935. Benützen Sie diesen Anlaß zu einer Reise nach Spanien! '׳Auskunft erteilt: Patronato Näcional del Turismo, en Madrid : (Meäinäceli 2) y Paris (12, Boulevard de la Madeleine). Zwecks Durchführung der Reise nach; Spanien wpnde man sich an dif führenden ReiiefeüfQs, tfotz des grüßen Altersunterschiedes als Sbehtangig. Bis erste Sammlung seiner Responsen, mit Weichen er die Aufmerksamkeit und Anerkennung der rabbinischen Literaten der ganzen Welt äüf sich lenkte* erschien 1m Jahre 1105. ז ‘ - ל <, ' Beim Ausbrüch des Weltkrieges ־emigrierte auch er. Nach einem kürzen Ätiftthart 1» V ins ließ er sich in K0Si&e bieder, wo-npn ihn aüf Anregung des Mühfalvaer Gaons Mim Rosch-Bes-Dm erwählte. Hier ließ er eine neue Folge Schaaiöth-utschuwoth erscheinen. tim uns von ^der Gtöße seines ÖAistes einen Begriff zu machen, betrachten wir sein Leben, welches von Jugend aüf eine Reihenfolge physischer Leiden war. Elfi schwerer Lungenfehier begleitete Ä fast durch sein ganzes Leben und es ist wirklich ein. Wunder, daß er trotzdem ein so hohes, patriarchalisches Alter erreichen konnte. Sein größer Geist triuniphierte eben Über den schwächlichen Körper, mm durch diese* körperlose Seele so manchen seelenlosen Körpern unserer Zeit vielleicht eine Lebensberechtigüng zu schaffen. Trotz seiner Weltberühmtheit war er ein Symbol der Bescheidenheit. Jeden noch so unbedeutenden Mensehen empfing er mit der gleichen Liebe. Ebenso he■4 scheiden War er im Tode, denn es hat wahrscheinlich die Vorsehung so gewollt, daß er an einem Freitag begraben werden mußte und an seinem Grabe nicht alle Gedaule- Jisroel sich versammeln konnten. * Eines •steht .fest, daß bis in unabsehbare Zeit sein Grab die Wallfahrtsstätte der Gläubigen sein wird, welche sein befürwortendes Wort) mit welchem er auf Erden so viele jüdische Fragen entschied, auch auf dem Olomhoemeth zu erheben erflehen werden. זכותו: יגן עלינו ועל בל ישראל אמן. -zwi- Frau Regine Schiff s. A. Am 18. Adar verschied plötzlich in Csorna die bei ihrer dort wohnenden Tochter zu Besuch weilende Frau Regine S c h i f f, Witiwe nach R. Awrohom' Schiff s. A., aus Deutschkreutz. - * . Die Verblichene, eine wirkliche Esches-Chajil, hatte an der •Seite ihres sei. Mannes ein wirklich jüdisches Haus in vorbildlichem Sinne geführt. Mit ihrer Herzensgüte verpflanzte sie in dhrem für nah ,und fern stets offenen großen Hause echt jüdischen Zdokoh-Geist. Hunderte und aber Hunderte Bne-Thora konnten in ihrem gastfreundliehen Hause das Bild des unverfälscht jüdischen und dennoch1 •modernen Hauses — wo Thora-im-Derech-Erez in schönster Harmonie vereint waren —- kennenlemen. Ihrer pedant-minutiösen, strengen und dennoch liebevollen Erziehungsmethode gelang es, alle ihre Kinder — acht Töchter und drei Söhne — zu wirklichen Säulen echt jüdischen Familienlebens heranzubilden. Die Lewajo fand am 19. Adar in Deutschkreutz unter Beteiligung der ganzen Gemeinde statt, wo sie an der Seite ihres großen Mannes begraben wurde. •Zwei Söhne •und Dr. Samuel Lemberger — Schwiegersohn der Verstorbenen — gaben in beredten Worten dem herben Schmerze der so schwer betroffenen Familien Ausdruck. חנצב*ה.' Gaspar Bineth ין.ל Aus Novd Zämky wird uns berichtet: ׳ Eines •der vornehmsten!und geachtetsten Mitglieder unserer Gemeinde, Herr Gaspar B i n ö1 h, ist im Alter von 66 Jahren verschieden. Der Heimgegangene •war ein edler Frommer •und agüer Mitarbeiter in allen Gemeindeangelegenheiten. Er lebte und-wirkte nicht bloß zum Wohle seiner Familie, es lag ihm. vielmehr immer das Wohl der Gemeinde und der Menschheit überhaupt am Herzen. Seiner zielbewußten Initiative dankt die heutige Gemeinde der Errichtung eines Mazzes-Backhauses. Auch •um ,die Gründung einer orthodoxen israelitischen Chewra-Kadiseba hat sich der Niftor!unvergängliche Verdienste erworben. י Ajn der Lewajo beteiligte sich ausnahmslos die ganze jüdische Bevölkerung. Die Bahre wurde zuerst im Tempelhof aufgestellt, wo ׳Rabbiner Abraham Stern in hinreißenden Worten den herben Verlust schüderte. Es hielten ferner Herr Duschinsky, ein Schwiegersohn des Niftor, im Namen der Familie und Herr Max Glück im Namen der Gemeinde warme!Nachrufe. Herr Hermann Löwy schilderte in Vertretung der Chewra-Kadisoha mit ergreifenden Worten die großen Verdienste, welche der Niftor sich erworben hatte. Schließlich sprach noch Herr Chaim Duxler im Namen der Talmud Thora. .תנצב־ה. Efraim Keller 9׳j, Mozze Schabbos, den 20. Ador I., verschied in einem Bratislavaer Spital nach kurzem, schwerem Leiden Herr Efraim Keller im Alter von 44 Jahren. Als, Präses* der orthodoxen israelitischen Kultusgemeinde in V. Meder erwarb sich der Verblichene große Verdienste. Er war, in der ganzen Gegend als Wohltäter und Armenvater' rühmUchst!bekannt. Die Ueberführung nach V. Meder erfolgte am Sonntag. Noch ■am selben Tage fand das Begräbnis unter großer Beteiligung der ganzen Gemeinde und vieler Freunde und Verehrer aus der Umgebung •statt. Se. Ehrw. Herr Oberrabbiner S. Schattin schilderte in herzergreifenden Woten die Vorzüge und guten Eigenschaften des Niftors. Rabbiner Dr. Pinkas Keller, Oberrabbiner in Trenöin, ein Bruder des Heimgegangenen, ׳betrauerte mit tieferschütternden Worten den so frühen Heimgang seines jüngeren Bruders in der Blütezeit seines Lebens. Rabbin'atskandidat B, Z. Groß beweinte mit rührenden Worten die Opferwilligkeit und große Wohltätigkeit seines Onkels. תנצביה. ’־ Hochzeit: Am 1. Adar n. findet in Krynica die Hochzeit unseres gesch; Mitarbeiters, Herrn Isaak L e w i n, •Sohn des Sejmdeputierten, Präsidenten des Zentralrates!der Agudas Jisroel, Olberabbiners Aron JLewin- Rzeszow, mit Frl. Sternheim aus Amsterdam statt. Wir wünschen herzUcb Maseltow! Mehreren; Redaktionsschluß bei unserer Redaktion in B r a t i s l av a ist stets D i ensta g nachmittag. Später einlaufende Berichte kühnen in der gleieheü Woche nicht mebi: veräfifeptiiöht werden. Redaktion ״Jüdische Presse“. fifflÜi Väö STATT' KARTENr . ,צ׳ד ■ An ülsefe Verwahdten und Freunde ניי! Wir verständigen Sie höfiichst, daß die נ1 סצוח Uttsefßs Sohnes Wiiyifit am 9. März 1935 vormittags 6׳ 50ןו1י p4« ר׳ א1ר ב iffl Tempel der orthodoxen Gemeinde Kaziftczygasse, Budapest, stattfinden Wird. . ■ ־' _ . ■ל " Simon und Gisela Mayer Budapest, בהורש א1ר כ׳ תרציר, לפ*ק V;, Atkötmäny ütca,10, im März 1935. .33 und arrangiert billig und elegant NAGEL, Wien: Unter Aufsicht des Rabbinates der Adas-Jisroel-Schiffschul Juwelen Uhren, Gold- und Silberwaren, fllffvlfNI1II besondere כלי קודש, Sederschttssel, Menoras, HUfllAr WUillUllV Leuchter und Bestecke ln großer Auswahl, auch . ' Gelegenheitskäufe, stets vorrätig II! TabOMlfSB® 14 ftPBVZTAT.WATTS F*)R WOLLE UND STRICKGARNE ORITZ NAGE WIEN, Ö., TABORSTRASSE 17, TEL. A-49-1 FABRIKS NIEDERLAGE WIRK- UND STRICKMODEN Rasiere dich ohne Messer mit dem Ä Rasierpulver Langerin Es ist ärztlich begutachtet und unschädlich. 1 Paket, zirka ein halbes Kilogramm, S 1.40. — Zu haben bei Philipp Langer! Friseur, II, Franz-Hochedlinger-Gasse 25 O r t hodo x e מצות in anerkannt prima Qualität liefert en gros, en detail. M AZZE S BÄCK E R El ST ER N G A L A N T A Gemeinden und Wiederverkäufer Rabatt Lehrling wird sofort auf genommen in der Büchdruckerei Leopold Göldstein, Dunajska Streda. 14- bis löjähriger Lehrjunge, aus orthodox-jüdischem Hause, wird für Eisen- und" Baumaterialiengeschäft gesucht. Brüder Rechnitzer, Frauenkirchen. Suche für meinen Neffen, 26 Jahre alt, ehemaliger Jeschiwohbachur, gebildet, mit eigenem, gutgehendem Unternehmen/ frommes, reiches, schönes Mädchen aus orthodoxem Hause mit entsprechender Mitgift. Unter ״Lichtbild diskret“ an die Wiener Administration dieses Blattes. 26jährige1* Kaufmann ודו) ויריש mit Zertifikat, sucht streng religiös erzogenes hübsches Mädchen mit etwas Bargeld zu heiraten. Nichtanonyme Zuschriften mit Photobild an die Bratislavaer Administration dieses Blattes■ unter Chiffre ״Heim in Tel-Awhv“. Tag Adar I. Adar II . März דף יומי משנה יומית Kolendori כבא קמא תרומות משנה סרק Freitag 26 1 צמ' ז v ף Samstag 27 '2? ח מ י, מבה־ח, ש׳ שקלים Sonntag 28 8 לו»;ט ■ מ; ■ Mgntag 29 קב י » יום כפור קטן Dienstag 80 5 ,ק: יא א׳ דראש־חודש Mittwoch 1 6 קד 1*ב מ לי « «1 Donnerst. 0 . 7 קח א יא Freitag 8 8 קי ב » Samstag 4 9 קי ג מ פ׳ פקודי <סוף ומן קדוש לבנת (אדר ב: Montag, den 18. März 0,0 bi 5 t ש״ק פ׳ ויקהל zeit e n W 1 E N BRATISLAVA ■ * Uhr! Min. Uhr Min, ־1 5 25 5 35 הנחת חפלין בשעה הדחק . . * . ... 8 1 30 8 30 סוף זמן קריאת שמע של שחרית . . . . 5 1 35 5 35 בשבת: קבלת שבח קודש (מנחה בעש׳ק) •. 7! 00 7 15 השכמה . . . . . . . , . 9! 30 9 30 ,־;ל שהריח . . . . .....'■',• . 3 j 30 3 30 ,?nnjK ו ויי f י* t e! 25 6 20 מעריב במוצש־ק . . . .; 6! 15 5 30 בת1ל.. שהרית י י « י * « . . . 5! 5] 45 •1& 6 ׳ ־ ■ . 00 מנחה ומעריב .... . . . יום כמור קנון . f ׳.-. וי 1, .Herausgeber und Verleger; David Türkl (für, .. ״ ״ , : ,; HQeheai»ger-*Gässe 2. -י Druck: Druckerei* u»d ג ״ Wien, n, S8MM 3.2a. - VeraotwortUcher BedaHteiy; Karl JUchtBr. WJen. n.i Frau*־ -A.-G. Ig. Steimnanu, Wien, IX., Univereitütsstraße 68י» ■ ■ 1; ■ V■. A •■*-. ' \ ■ V:

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.